Bekanntmachung. 40 Nach Vorschrift des§ 27 des Reglements vom 28. Mai 1870, die Ausführung des Wahlgesetzes für den Reichstag vom 31. Mai 1869 betr., wird andurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die am 15. l. Mts. stattgehabte engere Wahl eines Reichstags⸗ Abgeordneten für 9 Ergebniß geliefert hat: In den 114 einzelnen Bezirken des Wahlkreises haben sich
den II. Wahlkreis des Großherzogthums Hessen folgendes 8 5 Aire 14,609.
Wähler an der Wahl betheiligt: ü 5 1* 5 ö Von den durch dieselben abgegebenen Stimmen wurden durch die Vorstände der Wahlbezirke für ungültig erklärt 18. 5 Bleiben sonach gültige Stimmen 14,591.
Hiervon haben erhalten: i
155 Oberlandesgerichts-Präsident Görz zu Darmstadt 7,231.
2) Major a. D. Hinze zu Berlin 7,360. Zusammen wie oben 14,591.
N Da hiernach Major a. D. Hinze zu Berlin 129 Stimmen mehr, als der Gegen⸗Candidat Oberlandesgerichts-Präsident Görz in Darmstadt, erhalten hat, so erscheint ersterer nach§ 12 des Wablgesetzes vom 31. Mai 1869 gewählt und wurde daber der genannte Major a. D. Hinze in Berlin von dem unterschriebenen Wahlcommissär sofort als gewählter Reichstags⸗Abgeordneter für den II. Wahlkreis des Groß— N herzogthums Hessen proclamirt, vorbehaltlich der Bestätigung der Wahl durch den deutschen Reichstag. f f 3 Friedberg den 19. November 1884. Der Wahlkommissär für den II. Wahlkreis des Großherzogthums Hessen: 5 Dr. Braden, Kreisrath.
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Deutsches Reich. willigkeit und im Namen des gemeinsamen auf 6 Pence au. Im Oberhaus erklärte Gran— Berlin, 17. Nov. Der Kaiser ist mit dem Ministeriums für ihr Entgegenkommen und ville, die angeblich in Macedonien vorgekommenen 1 Kronprinzen, dem Prinzen August von Württem— Vertrauen. Die Session wurde hierauf geschlossen. Gewaltthätigkeiten seien von den Consuln nicht berg, dem Erbgroßherzog und dem Prinzen Holland. Haag, 17. Nov. Der e worden im Gegentheil! habe sich der
Ludwig Wilhelm von Baden heute Abend zur eröffnete heute die Generalstaaten und wies in Zustand in! Macedonien gebessert und das
der Thronrede darauf hin, daß die Neuwahlen, Räuberunwesen wesentlich abgenommen.
5 d nach Letzlingen abgereist. . 9 115 9 05 Der unde lehnte in welche ein so großes Juteresse erregten, in voll⸗ 5 Nov. Das Oberhaus nahm ohne 2 seiner heutigen Plenarsitzung den Reichstags kommener Ordnung. verlaufen seien. Die Thron⸗ Abstimmung nach kurzer Debatte die zweite 6 beschluß wegen der Aufhebung des Expatriirungs— rede kündigt einen Gesetzentwurs an, durch welchen Lesung der Reformbill an. 2 gesetzes ab, nahm den Antrag Ackermann, die die angenommene Verfassungs endend be⸗— Für Fawcet wurde Shaw Lefevre zum 2 Ergänzung des Paragraphen 100 e der Ge⸗ züglich der Regentschaft sanctionirt werde, sowie Generalpostmeister ernannt. Brassey wurde zum 2 werbeordnung betreffend, an und genehmigte einen Gesetzentwurf zur Regelung der Vormnipe eee der Admiralität ernannt an Stelle= Bannerman's, welcher zum Staatssecretär für;*
1 die Vorlage bezüglich der Dam fersubvention. schaft für die Prinzessin. 5 5. 17. Nov. In der Irland ernannt wurde.
— Die Eröffnung des Reichstags findet Frankreich. Paris, 17. ö. Kammer verlas Leroy den Bericht der Tonkin— Italien. Rom. Die Gerüchte über be—
Donnerstag den 20. Nov. statt. Der Eröffnung ler e l 1 5 f gehen, wie gewöhnlich, Gottesdienste im Dom commisston, welcher sich für die Eutsendung von] vorstehende Ministerveränderungen erhalten sich. und in der Hedwigskirche voraus. Verstärkungen ausspricht, und erklärte, die Re⸗ Doch erwartet Niemand eine tiefgehende Krisis, — Der deutsche Gesandte in Madrid, Graf gierung halte für das erste Halbjahr 1885 sondern nur eine Verschiebuug bei der etwaigen vierzig Million Francs für erforderlich. Die Neuzusammensetzung des Cabinetes. Daß die
Solms⸗Sonnenwalde, ist auf einer Urlaubsreise r f 1. ame 5 5 g Dieser Diplomat Berathung wurde auf Antrag Ferry's auf Pentarchie in Auflösung begriffen sei, wird vont
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nach Deutschland begriffen. 985 hie 5 hatte noch vor einigen Tagen den König Alfons Montag festgesetzt. 1 50 den Mitgliedern derselben selbst bestätigt.
auf längeren und anstrengenden Jagdpartien— 14. Nov. Der Ausschuß zur Prüfung Türkei. Konstantinopel, 18. Nov. Der der Agrarzoll-Vorlagen hörte gestern den Acker⸗[Großfürst Paul von Rußland ist von Athen
begleitet, und bestätigt, daß der König sich im f wage N 0 f 0 0 besten Wohlsein befindet und alle gegentheiligen bauminister Meline über die Frage der Korn- hier eingetroffen, dinirte gestern im Nildizkiosk Gerüchte lediglich Börsenmanöver sind. zölle. Meline erklärte, die Regierung halte] und reiste heute nach Odessa ab. J Weimar, 17. Nov. Der Landtag ge⸗ grundsätzlich die Einführung eines Getreidezolls Egypten. Kairo. Der Proceß der Staats, nehmigte heute eine allgemeine Herabsetzung der für gerechtfertigt, denn den bestehenden Zoll schuldencasse gegen die egyptische Regierung i Einkommensteuer um 0,2 pCt. von 60 cs.(für Waizen) könne man nicht als bis zum 25. November vertagt. Der Anwall Stuttgart, 18. Nov. Der König und einen solchen betrachten. Der Ackerbau beklagel der letzteren hatte eine Vertagung von vie die Königin sind heute mit größerem Gefolge sich darüber nicht, wie die Industrie, durch zehn-] Wochen beantragt und erklärt, alsdann wärt nach Nizza abgereist. Ueber die Besorgung der proceutige Werthzölle geschützt zu sein. Der] die finanzielle Lage Egyptens wahrscheinli Preis des Getreides werde nicht um den ganzen völlig geregelt.
Staatsgeschäfte in der Abwesenheit des Königs] N eides n l e 8 ist die Verfügung getroffen, daß Gegenstände Betrag der Zollerhöhung steigen, aber immerhin— Die„Times“ meldet aus Alexandrie
von größerer Wichtigkeit nachgesandt, die übrigen lum einen Theil derselben und die Maßregel] Der Mudir von Dongola telegraphirt, daß K Angelegenheiten muttelst Vollmacht im Namen werde also der Landwirthschaft Vortheil bringen.] einen Brief Gordon's vom 4. Nov. erhie! des Königs auf Vortrag der Minister durch Die Regierung wünsche, daß der. Getreidezoll[ worin ihn Gordon zum Brigade ⸗Geueral den Prinzen Wilhelm erledigt werden. ein ziemlich gemäßigter sei, einerseits damit das] neunt und hinzufügt, in Khartum gehe Alles gu
Brod nicht vertheuert werde und andererseits
Ausland. im Juteresse der Landwirthschaft selbst, denn Allerlei. ö sch ö Paris, 17. Nov. Von Mitternacht bis Aberuß:
Oesterreich-Ungarn. Wien, 17. Nov. wenn der Zoll zu hoch wäre, so würde man, N 0 5 Gestern erfolgte eine Dynamit Explosion im] bald nach allen Seiten dessen Aufhebung ver⸗ 10 1 5 0 Se 8 es. Jen M Bezirksgebäude in Sternberg. Die Kamine langen. Ueber den von ihr befürworteten Zoll⸗ nacht bis heute 0 6 Uhr tamen 30 Choleratod sind eingestürzt, Thüren und Feuster wurden satz wolle sich die Regierung heute nicht äußern, falle vor. In Oran starben 4 Personen an der Cholelf zerschmettert. Niemand wurde beschädigt. Man um nicht der Spekulation in die Hände zu in Nantes kam kein Fall vor.„en 1 vermuthet, daß es sich um den Versuch zur Be- arbeiten, aber so viel könne sie schon jetzt sagen, 1 9 Selen, e freiung eines Sozialisten handelte, den man im] daß ein Zoll von 4 Frs. auf den Metercentner— 5 Sternberger Gefängnisse wähnte, wäbrend er seit[ Waizen, der einem Werthzoll von 20 Prozent Gerichtssaal. Wochen in der Olmützer Frohnfeste sich befindet.] entspräche, übertrieben sei. Die vorgeschlagene Butzbach. In der am 7. Nor. dahier stattgehe!! Pest, 17. Nov. In der ungarischen Dele— Zollerhöhung auf andere Getreidearten und Schöffengerichtssizung tamen folgende Joche zur gation verweist der Referent Falk auf den Aus- auf Mehl nehme die Regierung an. Letztere 5. 5 e e 9 schußbericht, welcher den Eindruck möglichsts betrachte den Waizenzoll nur als eine vorüber-] Gambach, wegen Körperverletzung; dieselbe wurde getreu wiedergibt, den die Aufklärungen des] gehende Maßregel, auf die man verzichten könne, den 5. Dec. vertagt, da noch ein Zeuge, z. Z. bei Ministers des Aeußeren auf den Ausschußfso bald die einheimische Landwirthschaft derselben 8 Meß, geladen werden soll; 2) Joe machten und beschränkt sich auf die Bitte, den nicht mehr bedürfe. Der Minister wies ferner angle weer gel bg, beten Seeg a
Ausschußbericht anzunehmen. Nachdem Szilagyi auf die zu erwerbende Staatseinnahme aus denssHaftstrafe von 14 Tagen und Schmalz eine solcht sich auf das Entschiedenste gegen die besonders Getreidezöllen hin und sprach die Erwartung 10 Tagen und die Kosten, den Beleidigten wurde das Recht zuerkannt, den entscheidenden Theil des
4 in der auswärtigen Presse verbreitete Ansicht] aus, diese Einnahme, die in den meisten Faͤllen] bells einmal auf K der Angel 1 ö verwahrt, als ob in Ungarn blos russenfeindliche vom Einführenden gezahlt werde, würde dem en ee 1 0 Jag Want N 8 2 82— 8 2 2 2 2 4 2 2 U 5 Politik auf günstige Aufnahme zählen könnte Budget seine. frühere Elastizitat wiedergeben. von Butzbach, angeklagt wegen Verletzung eines und sich die ungarische Nation nur von Motiven] Die Zolltarifcommisston nahm mit 6 gegen lichen Siegels, erhielt eine Gefängnißstrafe von.
des Gefühls leiten ließe, wird das Budget des 5 Stimmen im Principe die Zollerhöhung auf und 8 50„ besen dug Je
2 ißer 1 de 9 8 1 5 He 5 3 8 2 85 5 8 5 1 von Holz eim, wegen eber retung an ur 5 9 leußeren debattelos in der Generaldebatte und Getreide und Mehl an und beschloß, unverzüglich] nahme des Einspruchs gegen den Strafbefehl seinesP D
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Specialdebaite en. 8 mit dem Ministerium über die Größe der Er- ledigung; 5) Franz Ludwig Haumann von Roche — 18. Nov. Die österreichische Delegation höhung in Berathung zu treten. und 6) Konrad Zimmer VI. von Nieder⸗Weisel, ang i 17. Nov. wegen Uebertretung, erhielten Haumann eine Geld!
votirte endgiltig das Finanzgesetz. Graf Kalnoky Großbritannien. London, i e 3 M. ur dankte der Delegation im Namen des Kaisers Das Unterhaus nahm debattelos den Antrag Kosten 8 Einspruch 92— i den 8 für ihr patriotisches Wirken und ihre Opfer- einer Erhöhung der Einkommensteuer von 51 befehl wurde verworfen. 5
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