beliebter Prediger und Seelsorger und hat sich an beiden Seminarien eine große Anzahl anbänglicher Schüler er⸗ worben. Zehn Jahre hat der das evangelische Prediger— Seminar als Director geleitet. Sein Name ist unter den Theologen des evangelischen Deutschlands durch seine Arbeiten auf dem Gebiete der praktischen Theologie weit⸗ hin bekannt. Er war einer der fleißigsten Forscher und einer der gründlichsten Kenner des evangelischen Kirchen liedes und der Verfasser unseres Gesangbuches, welches zu den besten gehört, die die evangelische Kirche Deutsch⸗ lands besitzt. Er hat eingreifend auf die neueste Ent wickelung der evangelischen Kirche gewirkt. In den fünf⸗ ziger Jahren, als die Wogen der kirchlichen und politischen Reagetlon hochgingen, hat er in Verbindung mit den besten Männern unserer Landeskirche die evangelische Conferenz gegründet und durch sein tapferes Vorgehen gegen alle Engherzigkeit, für die Freiheit und Selbst ständigkeit der cvangelischen Kirche mehr gethan, als vielleicht jetzt noch von vielen Seiten gesehen und erkannt wird. Sein anregendes Vorgehen hat über die Grenzen unserer Landeskirche weit hinaus gewirkt und das Be⸗ streben nach neuer Organisation derselben auf Grund des Gemeindeprinetvs mächtig gefördert. Fur alle Zeiten bleibt Schwabe's Name in der Geschichte der praktischen Theologie wie in der Geschichte der hessischen Landes— kirche tief eingegraben. Er war ein Mann von hoch⸗ herziger Gesinnung, auf welchen man das Göthe'sche Wott anwenden konnte:„Hinter ihm in wesenlosem Scheine lag, was uns Alle bändigt, das Gemeine.“ Er war wohlwollend und freundlich gegen Alle, liebens— würdig gegen Reich und Arm. Anspruchslos hat er nie irdische Ehre und irdischen Gewinn gesucht, dagegen war er bereit, für Gott und Volk sein Bestes hinzugeben. Er zeichnete sich durch eine glühende Vaterlandsliebe aus. Die Auferstehung des neuen deutschen Kaiserreichs hat ihn um so tiefer ergriffen, als seine Jugenderinner ungen in die Empfindungen gleichsam eingetaucht waren, vie das gebildete Deutschland in den Jahren 1806—13 bewegten. Nie gehörte er einer Partei an. Dagegen hat er alle großen Bestrebungen, die auf das wahre Wohl des Volkes zielten, mochten sie von der Rechten oder Linken ausgehen, mit dem Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit unterstützt. Tiefbewegt nehmen wir von dem edlen Manne Abschied und sind gewiß, daß sein Andenken unter uns noch lange im reichsten Segen fort— leben und foctwirken wird.
Allerlei.
Wiesbaden, 11. Aug. Der wegen der bekannten 4 Raubanfälle im hiesigen Landgerichts-Gefängnisse in— haftirte Joh. Dörschinger aus Fürth hat in vergangener Nacht versucht, aus seiner Zelle auszubrechen. Bereits hatte der Bursche mit einem von der Bettstelle abge— trennten Eisen mehrere Steine aus der Mauer entfernt, als sein Unterfangen von den patrouillirenden Wächtern bemerkt und so der Fluchtversuch vereitelt wurde. Es werden Vorsichtsmaßregeln getroffen werden, die einen zweiten Versuch dem Räuber unmöglich machen.
Paris, 11. Aug. Der Moniteur de l'Armee be richtet über den gestern in Meudon unter Leitung des Genie Capitäns Renard vorgenommenen Versuch mit einem Ballon. Der Ballon folgte vollständig der Richtung, welche ihm durch die von dem Capitän Renard diriglerte Maschine gegeben wurde und kam nach 25 Minuten nach der Auffahrtsstelle zurück.
Paris, 12. Aug. Von gestern 10 Uhr Vormittags bis beute 10 Uhr Vormittags sind in Marseille 11, in Toulon kein Cboleratodesfall vorgekommen,
London. Im Norden Englands macht die„englische“ Cholera reißende Fortschritte In Rishton und Clayton— le- Moors sind gegen 200 Personen an der Seuche er— krankt. In Dewsbury ist an wesley mischer Prediger an der englischen Cholera gestorben. Auch aus Bolton werden einige Todesfälle an der Seuche gemeldet.
London, 12. Aug. Heute brach ein schreckliches Feuer aus in einem zroßen Hutlager im Londoner Stadtviertel Pimlieo. Der Eigeathümer desselben, seine Schwiegermutter, sowie seine Tochter und andere Per⸗ sonen verbrannten.
Rom, 11. Aug. Im Laufe des gestrigen Tages sind in den infieirten Ortschaften der Provinzen Genua, Massacarrara und Turin 14 neue Cholerafälle, wovon 7 tödtlich veiltefen, vorgekommen.
Konstanttinopel. Der vor einiger Zeit von Bri ganten entführte Sohn des Consuls in Rodosto ist gegen ein Lösegeld von 4000 türkischen Pfund, worauf die Briganten ihre ursprüngliche Forderung von 7000 Pfund ermäßigt batten, in Freiheit gesetzt worden.
New⸗Nork, 11. Aug. Ein Erdbeben erstreckte sich gestern längs der Küste Nordamerika's, von Maine bis Maryland, westlich bis zum Alleghany Gebirge. Die größte Heftigkeit zeigte dasselbe in Hartford(Connecticut), wo mehrere Personen zur Erde geworfen und verletzt wurden In verschiedenen Quartieren New Nork's und anderer Stadte stürzten die Bewohner unter Schreckens— rufen auf die Straßen. Die Polizei hatte Mühe, die— selben zur Rückkehr in ihre Wohnungen zu bewegen.
Eine ähnliche Aufregung herrschte in den Badeorten Long-Branch, Coney Islands und Long Islands. In Boston wurden 6 Erdstöße verspürt. Die Gebäude
schwankten in beunruhigender Weise. Das Erdbeben wird für das beftigste gehalten, das seit hundert Jahren in den Vereinigten Staaten an der atlantischen Küste stattgefunden.
Gerichtssaal. Butzbach. In der am 8. August dahier stattgehabten außerordentlichen Schoͤffensizung kam die Anklagesache
gegen Joh. Martin Christoph Fritsch aus Erfurt, Georg Jöckel aus Nieder-Ohmen, Joh. Mertel aus Kirchehren⸗ bach, Rudolf Pohl aus Koziziannowitz zur Verhandlung. Die vier Angeklagten, Landstreicher, angeklagt wegen Körperverletzung, waren der Tbat theilweise geständig und wurden durch die Aussagen der Zeugen gänzlich überführt und deshalb Jöckel und Pohl in eine Gesäng⸗ nißstrafe von 2 Monat 14 Tagen, Fritsch und Mertel in eine Gefängnißstrafe von 2 Monat 7 Tagen verurtheilt.
Butzbach. Nächsten Freitag den 15. August, Vorm. 8 Uhr, findet am hies. Amtsgericht eine Schöffensitzung statt. Zur Verhandlung kommen: 1) die Privatklagesache des Aug. Heinz von Nieder-Weisel gegen Heinr. Haub IV. von da, wegen Beleidigung; 2) die Privatklagesache der Gerhard Adami Wittwe von Nieder-Weisel gegen Joh. Georg Marx III. von da, wegen Beleidigung; 3) die Privatklagesache des Karl Jung von der Oes gegen den Großh. Bürgermeister Häuser von Hausen, wegen Beleidigung; 4) die Strafsache gegen Johs. Meier und Johs. Balth. Tritsch, beide von Pohl Göns, wegen Körperverletzung und Widerstands gegen die Staats gewalt; 5) die Strafsache gegen Wilh. Jäger V. von Holzheim, wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädig⸗ ung; 6) die Strassache gegen Bardo Gondolf von Oppershofen, wegen Uebertretung des§. 366 pos. 5 des N.⸗Str.⸗G.⸗B.
Altenstadt. In der Donnerstag den 7. d. M. dahter abgehaltenen Schöffengerichtssitzung wurde erkannt: 1) In der Strafsache gegen Wilhelm Opper von Staden, wegen Körperverletzung, auf eine Gefängnißstrafe von zehn Tagen und die Kosten; 2) in der Strafsache gegen Christoph Dillemuth von Hainchen, wegen Unfugs, wurde der von dem Angeklagten gegen den Strafbefehl vom 20. Mai erhobene Einspruch wegen Ausbleibens desselben verworfen und derselbe in die Kosten des Ver— fahrens verurtheilt; 3) in der Strafsache gegen Marie Berg, ledig, von Rodenbach, wegen Diebstahls und Betrugs, auf eine Gefängnißstrafe von drei Wochen und die Kosten; 4) in der Strafsache gegen Heinrich Laustet, Heinrich Tob. Ullrich und Johannes Bretthauer, sämmtlich von Nieder-Mockstadt, wegen Hausfriedens bruchs und Beleidigung, gegen Ersteren auf eine Ge— fängnißstrafe von vier Wochen, sowie sämmtliche Kosten, dagegen wurden die beiden Letzteren freigesprochen; 5) in der Strafsache gegen Johs. Hinkel II. von Hainchen, wegen Bettelns, auf eine Haftstrafe von 5 Tagen und die Kosten, sowie Ueberweisung an die Landespolizei behörde; 6) in der Strafsache gegen Anna Maria Benedix von Glauberg, wegen Ruhestörung, zog die Beschuldigte ihren Einspruch gegen den Strafbefehl vor der Haupt verhandlung zurück; 7) in der Strafsache gegen Konrad Lipp, Johs. Lipp, Karl Schäfer, Karl Rau, Heinrich Roder, Georg Winterling, Philipp Winterling, Friedrich Braun, Ludwig Braun, Kaspar Kautz, Adolf Wenzel, Karl Wenzel und Adam Lipp, sämmtlich von Oberau, wegen Ruhestörung, wurde Vertagung der Haupt- verhandlung beschlossen und persönliches Erscheinen sämmt— licher Angeklagten zum nächsten Termine angeordnet.
Verloosungen.
Pappenheim, Graf, fl. 7 Loose von 1864. Serienzlehung vom 1. August 1884: Nr. 92 107 124 127 144 162 189 230 244 271 308 332 357 415 435 509 548 571 590 648 730 747 797 800 845 991 1046 1058 1118 1162 1212 1303 1350 1373 1473 1480 1487 1741 1782 1783 1830 1832 1847 1866 1907 1932 1945 1994 2226 2311 2375 2451 2553 2591 2605 2621 2641 2657 2071 2688 2740 2747 2756 2794 2822 2845 2859 2866 2868 2922 2927 2953 2983 3002 3053 3091 3146 3173 3200 3352 3483 3496 3497 3557 3575 3623 3664 3676 3731 3786 3814 3839 3872 3952 3975 3996 4057 4062 4068 4186 4201 4276 4294 4295 4308 4323 4384 4388 4508 4518 4551 4624 4638 4640 4644 4681 4709 4805 4855 4912 4957 4999 5023 5038 5113 5133 5215 5228 5314 5463 5191 5578 5625 5639 5661 5684 5701 5909 5943 5947 5962 6014 6016 6029 6122 6150 6181 6321 6341 6356 6388 6396 6421 6438 6446 6599 6603 6627 6691 6831 6860 6885 6930 6996 7057 7085 7094. Die Gewinnzichung findet am 1. September d. IJ; statt.
Sachsen-Meiningen, 7 fl.⸗Loose von 1870. Gewinnziehung vom 1. August 1884.— Heimzahlung
am 1. November 1884. Serie 3289 Nr. 40 fl. 8000. S. 7902 Nr. 8 fl. 2000. S. 60 Nr. 10, S. 4087 Nr. 32, S. 4344 Nr. 6 à fl. 300. S. 196 Nr. 33, S. 377 Nr. 28 30, S. 512 Nr. 46, S. 1223 Nr. 26, S. 1527 Nr. 47, S. 2038 Nr. 44, S. 2753 Nr. 12, S. 2878 Nr. 33, S. 3323 Nr. 14, S. 3837 Nr. 23, S. 4087 Nr. 37, S. 5130 Nr. 31, S. 5989 Nr. 42, S. 8022 Nr. 14 à fl. 60. S. 60 Nr. 17, S. 93 Nr. 21, S. 249 Nr. 6, S. 304 Nr. 44, S. 377 Nr. 48, 749 Nr. 16, S. 785 Nr. 11, S. 907 Nr. 13, 1053 Nr. 7, S. 1199 Nr. 31, S. 1223 Nr. 49, 1238 Nr. 19 25, S. 2878 Nr. 34, 3886 Nr. 26,
4341 Nr. 17, S. 4674 Nr. 15 21, 5145 Nr. 44, S. 5734 Nr. 14, 1 7663 Nr. 6, S. 7902 Nr. 48, S. 7936 Nr. 10, 8022 Nr. 10, S. 8160 Nr. 29, S. 8659 Nr. 37 „S. 9116 Nr. 25 a fl. 20. Auf alle übrigen Nummern der am 1. Juli 1884 gezogenen Serien entfällt der ge— ringste Gewinn von fl. 8. Die nächste Gewinnziehung findet am 1. Januar 18885 statt. Köln-Minden E. B. 3 ½ pCt. Thlr. 100 Loose von 1870. Gewinnziehung vom 1. Aug. 1884.
4919 Nr. 23, 6961 Nr. 9
le.
SSG
.
134106 189478 à Thlr. 1000. Nr. 1344122 134448
u Thaler 500. Nr. 52527 52532 52543 133903 133907 134102 134135 134141 134144 189476 189479 a Thlr. 200. Die übrigen Nummern der am 1. Juni 1884 gezogenen vier Serien: 1051 2679 2683 3790 mit je Thlr. 110.
Bukarest, Stadt, 20 Fr.⸗Loose von 1869. Serien und Gew.-Ziehung vom 1. Aug. 1884.— Heim⸗ zahlung am 5. Sept. 1884. Serien: 65 71 126 165 257 271 424 443 577 624 625 694 756 860 908 997 1003 1073 1416 1468 1513 16211949 2219 2247 2332 2631 2697 2776 2928 2999 3075 3105 3179 3187 3224 325 3296 3324 3387 3471 3510 3656 3766 3781 3807 3819 3851 3887 3898 3956 4059 4081 4147 4170 4298 4461 4588 4777 4810 4823 4856 4861 4890 4947 5002 5073 5128 5140 5204 5254 5313 5430 5553 5559 5593 5624 5638 5663 5691 5729 5863 5885 5924 5947 6098 6216 6277 6376 6427 6493 6513 6530 6596 6682 6701 6713 6827 6933 695170117134 7246 73317467. Gewinne: Serie 3235 Nr. 61 Fr. 40,000. Serie 3656 Nr. 39
5679
Fr. 5000. S. 694 Nr. 27, S. 2219 Nr. 15, S. 2597 75
Nr. 51, S. 3656 Nr. 3, S. 4461 Nr. 42 à Fr. 1000.
5593 Nr. 4, S. 5638 Nr. 68, S. 6682 Nr. 34, 6933 Nr. 1 à Fr. 500. S. 65 Nr. 11, S. 577 860 Nr. 74, S. 1416
S S. 4170 Nr. 36, S. 4861 Nr. 50, S. 5128 Nr. 58, S
Nr. 26, S. 625 Nr. 76, S. Nr. 39, S. 3296 Nr. 50, S. 3510 Nr. 95, S. 3854 Nr. 77, S. 3898 Nr. 7, S. 4170 Nr. 2, S. 4810 Nr. 70, S. 4823 Nr. 24, S. 4947 Nr. 37, S. 5947 Nr. 57, S. 6513 Nr. 67, S. 6530 Nr. 19, S. 6682 Nr. 42, S. 6827 Nr. 92, S. 7011 Nr. 58, S. 7467 Nr. 56 à Fr. 100. Die weiteren Nummern können auf unserem Bureau eingeseben werden.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 12. Aug. Fruchtber. Walzen M. 18.00, Korn M. 15.00, Gerste M. 16.00, Hafer M. 13.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo S 200 Zollpfund.
Friedberg, 13. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.10 1.20, Eier 1 Stück 6 Pf.
Grünberg, 9. Aug. Fruchtpreise. Welzen M. 18.70 Korn M. 16.70, Gerste M. 16.00, Hafer M. 15.40 Erbsen M. 17.50, Samen M. 23.90.
Gießen, 12. Aug. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80— 1.00, Eier 1 Stück 56 Pf, Käse per Stück 47 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 bis M. 0.60, Hühner ver Stück M. 1.00— 1.60, Hahnen per Stück M. 0.50— 0.70, Enten per Stück M. 1.10— 1.30. Ochsenfleisch per Pfd. 68—70 Pf., Kuh; und Rind- fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50 60 Pf., Hammel fleisch 60— 70 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.50—7., Zwiebeln per Ctr. M. 10— 11.
Homburg, 12. Autzust. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 7.00 8, per Gescheid 10142 Pf. Eier per Stück 6, 7 und 8 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 20, 2 Ona, N
Frankfurt, 11. Aug. Fruchtmarkt. Weizen eff. biesiger und Wetterauer M. 8/4—, fremd. M. 18— ½. Roggen eff. hies. M. 16—16½. Hafer eff. hies. M. 15— ½, fremder M. 15—16¼. Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. M. 37. Branntwein eff. ohne Faß M. 42.
Frankfurt, 11. Aug. Der heutige Viehmarkt war stank befahren. Angetrieben waren ca. 300 Ochsen, ca. 20 Bullen, ca. 500 Kühe und Rinder, ca. 225 Kälber. Die Mreise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 70, 2. Qual. M. 60- 66, Kühe und Rinder 1. Qual. M. 60, 2. Qual. M. 40 50, Kälber 1. Qual. M. 60, 2. Qual. M. 52—54 per 100 Pfd. Schlachtgewicht.
Frankfurt, 12. Aug. Heu- und Strohmarkt,. Die Anfuhr belief sich auf ca. 40 Wagen und wurde bezahlt je nach Qual. per Ctr. für Heu M. 2.50 3, für Stroh M. 1.802.
Mainz, 10. Aug. Fruchtmarkt. Weizen M. 18.00 bis 19.75. Korn hiesiges W. 16.25— 17.00, russisches M. 15.00 15.25. Gerste, Pfälzer M. 17.50 18. Hafer, isländ., M. 14.75- 15. Raps 26.25— 27.10. Rapskuchen
M. 130134. Mohnöl M. 54—56. Leinöl M. 23.50 bis 24 Rüböl, rohes, M. 28.75- 29.00, gereinigtes M. 29.50- 30.
Mainz, 10. Aug. Viehmarkt. Es waren zuge
trieben 14 Farren, 152 Ochsen, 256 Kühe, 209 Kaͤlber und 563 Schweine. Bezahlt wurden für Farren 44 bis 46 M., Ochsen 1. Qual. 71— 72 M., 2. Qual. 66- 68 M., Kühe 1. Qual. 65- 67 M., 2. Qual. 54-62. M. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber wurden bezahlt mit 6870 Pf. und Schweine mit 52— 54 Pf. per ½ Kilo leb. Gewicht.
Literarisches
Ehret, H., Hilfstafeln über die Kranken Versicherung der Arbeiter. Zum Hand Gebrauche für die Krankenkassen, Arbeitgeber und Arbeiter. Preis geh. 60 Pf. Es liegt klar auf der Hand, daß in Anbetracht des Inkrafttretens des Gesetzes über die Versicherung der Arbeiter eine Beschäftigung der durch das Gesetz berührten Kreise mit den Pflichten und Ansprüchen schon jetzt wünschenswerth und nothwendig ist; es liegt aber auch ganz besonders im Interesse der Arbeiter, zu wissen, bis zu welchem Betrage efm. ihres Einkommens sie zu den Zwangskassen beran— gezogen werden; und diesen Zweck erfüllen die Ehret⸗ schen Hilfstafeln, indem sie die Beiträge und zu den Krankenkassen in genauen Berechnungen
— Heimzahlung am 1. October 1884. Nr. 52549 à Thlr. 55000. Nr. 52525 à Thlr. 10000. Nr. 133906 à Thlr. 4000. Nr. 133917 à Thlr. 2000. Nr. 52522
vor's Auge führen.
1621 Nr. 66, S. 2697 Nr. 37, S. 3766 Nr. 84, f
Ansprüche Die Ehret'schen Hilfstafela
FD


