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in 4 schönen Bänden fertig vorliegt: Deutsches Lesebuch in vier Theilen für die Schulen des Großh. Hessen. Frankfurt a. M., Verlag von F. B. Auffarth. Seminar⸗ director Schäfer in Friedberg, Lehrer Backes und Lehrer Fritz in Darmstadt legten das von den Rectoren zu Frankfurt in Gemeinschaft mit den dortigen Lehrern ausgearbeitete Lesebuch ihrer Arbeit zu Grunde und brachten so ein Werk zu Stande, das nicht minder inhaltreich als das Engelien'sche Lesebuch, aber gänzlich fret von den Fehlern und Mängeln desselben und so wohlgeeignet zur Einführung in 4—8klassige Volksschulen Hessens ist, daß Sachverständige nur zustimmen müssen, wenn es zur alsbaldigen Einführung an Stelle des seither gebrauchten Lesebuchs bestens empfohlen wird. „Hessisches“— zum Beispiel Briefe der Prinzessin Alice an ihre Mutter, aus dem Jahre 1870— ist mit großem Takte ausgewählt(für Communalschulen) und in ge⸗ nügender Menge und schöner Auswahl in gebundener und ungebundener Rede vorhanden, ohne daß dadurch das Allgemeindeutsche in den Hintergrund gedrängt würde. Die Verfasser haben dabei den Gebrauch der Fremdwörter fast ganz vermieden, indem sie mit gebührender Be— scheidenheit Aenderungen zum Vortheil der Jugend und des Unterrichts vornahmen, wo solche nöthig erschtenen. Auch ist vor Allem die neue Rechtschreibung auf's Ge⸗ naueste durchgeführt von Anfang bis zum Ende und wird nirgends der Schuljugend mehr zugemuthet, als dem Alter und der Fassungskraft derselben angemessen ist. Ein dreifaches Inhaltsverzeichniß ist jedem Bande beigefügt, mit dessen Hülfe sich jeder Lehrer leicht zu— rechtfinden und aus dem reichen Schatze des Schönen und Wissenswürdigen, der ihm dargeboten ist, zur Be— lebung des Unterrichts im Deutschen sowohl, wie in der Geschichte, Geographie und Naturkunde Stoff im Ueber⸗ fluß hervorholen kann. Dennoch ist des Guten nicht zu viel, sondern im rechten Maße nur soviel geboten, daß der Lehrstoff, genau zugemessen, nicht nur bequem be— wältigt werden kann, sondern auch zur nöthigen Wieder⸗ holung Zeit genug bleibt. Endlich dürfte auch, im Gegensatze zu Engelien, auf die prächtige Ausstattung, das dicke, haltbare Papier, den sauberen Druck, den schönen, gediegenen Leinwandeinband und die ausnehmende Wohlfellheit des neuen Lesebuchs aufmerksam zu machen sein, wodurch es sich im höchsten Grade vor Engelien auszeichnet. Die 4 Bände des neuen Lesebuchs stellen sich auf 60 Pf., 1 M. 10 Pf., 1 M. 25 Pf. und 1 M. 50 Pf. gebunden. Ein Theil des Reingewinns ist über— dies der Wittwen- und Waisenkasse hessischer Lebrer zu⸗ gedacht. Hoffen wir darum, daß das treffliche Lesebuch mit dem neuen Schuljahre seinen Einzug halten wird.
Verloosung.
Nassauer fl. 25⸗Loose vom Jahre 1837. Berichtigung. Man lese statt Nr. 6300 63009, statt 7812. 78129, statt 9088, 90886 à fl. 55.
Handel und Verkehr. Friedberg, 12. März. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 0.85— 1.00, Eier 1 St. 5, 2 St. große 11 Pf.
Friedberg, 11. März. Fruchtber. Waizen M. 19½¼, Korn M. 16.50, Gerste M. 15—16., Hafer M. 13— 14. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.
Gießen, 11. März. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.00- 1.05, Eier 2 Stück 9 bis 00 Pf., Käse per Stück 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.80—1.00, Hühner per Stück M. 0.85 1.20, Hahnen per Stück M. 1.00— 1.70, Enten per Stück M. 2.30— 2.80, Ochsenfleisch per Pfd. 66—00 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 48—56 Pf., Kalbfleisch 45 50 Pf., Schweinefleisch 58 60 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00 4.00.
Homburg v. d. H., 11. März. Wochenmarkt. Kar⸗ toffeln per Malter M. 3.50— 4.50, per Gescheid von 8 bis 9 Pf., Eier per Stück 4, 5 und 6 Pf., Butter per Pfund 1. Qual. M. 1.00, 2. Qual. M. 0.90.
Frankfurt, 10. März. Produktenbörse. Waizen unverändert, eff. hies. und Wetterauer M. 18.75— 20.00, fremder M. 19.25— 20.00, per diesen Monat M. 19.50. Roggen fester, effeetiv hles. M. 16.25— 16.75, fremder M. 16.25 17, per diesen Monat M. 16.25. Gerste unverändert, eff. hies. und Wetterauer M. 17—18, fremde M. 1819.00. Hafer höher, eff. hies. M. 14.25 bis 14.75, fremder M. 14.25— 15, per diesen M. 14.75. Rüböl unverändert, eff. ohne Faß hiesiges M. 38. Branntwein 50% Trall. per 160 Liter eff. ohne Faß M. 43.— Mehl Nr. 1 M. 37-38, Nr. 2 M. 33— 34, Nr. 3 M. 27-28, Nr. 4 M. 20.50— 21.50, Nr. 5 M. 16.50— 17.50. Roggenmehl/(Berl. Marke) M. 23.50, do. 1 do. M. 21— 21.50, do. II do. M. 1718. Mainz, 9. März. Fruchtmarkt. Waizen hiesiger M. 18.75— 20.75, fremder M. 19.25— 21.25. Korn M. 16.15— 16.75, russisches M. 15.20- 15.50. Gerste Pfälzer M. 16. 5— 17.10, fränkische M. 16.50- 17.40. Hafer M. 13.75 15.25. Raps M. 32.50- 33.20. Raps⸗ kuchen M. 152-157. Mohnöl M. 55—58. Leinöl M. 24 25. Rüböl rohes M. 35.75- 36.30, gereinigtes M. 37.50- 37.80.
Mainz, 9. März. In der abgelaufenen Woche waren auf unserem Viehmarkte im Ganzen 1005 Stück Vieh, und zwar 6 Farren, 138 Ochsen, 226 Kühe, 171 Kälber und 464 Schweine zugetrieben. Bezahlt wurden für Farren M. 52—54, Ochsen 1. Qualität M. 71 73, 2. Qual. M. 68— 70, Kühe 1. Qual. M. 65-66, 2. Qual. M. 55—60. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber kosteten 60—64 Pf., Schweine 49—52 Pf. per ¼ Kilo lebend Gewicht.
Bekanntmachung.
Amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen bestehen: in Heldenbergen bet Herrn M. Braun, „ Büdesheim„„ Spezerethändler Funk, „ Kaichen 5„ Kaufm. Schwarz Ww. „Eichen 5„ Gastwirth Stein. Die amtlichen Verkäufer sind verpflichtet, stets einen angemessenen Vorrath an Postwerthzeichen zu führen und zu keinem höheren als dem Betrage ihres Werthes an das Publikum abzulassen. Kaiserliches Postamt. J. V.: Weiß.
Literarisches.
Daheim. Nr. 23 enthält: Das Fräulein Pathe. (Schluß.)— Beißende Kritik. Bild von G. Koch.— Meine Wetterprognosen und ihre Gegner. Von Dr. L. Overzier.— Kaiser und Herren.— Heiße Tage. Berg⸗ männische Erinnerungen von A. von Heyden. Mit vier Illustr.— Ein Weihnachtsfest im Schwalbennest zu Paris.— Der protestantische Friedhof auf Capri. Von Trede.— Aus zwei Jahrhunderten.— Die Klosterruine zu Paulinzelle. Mit 2 Illustr.— Eine Sonntags-Nach⸗ mittagspredigt. Von M. L.— Am Familientische: Ein Jamnitzer. Zu dem Bilde von H. Steltzner.— Ge⸗ sundheitsrath.— In unserer Spielecke. Mit 2 fllustr. Beilagen.
Für unsere Armenanstalten sind folgende Gaben ein⸗ gegangen, deren Emfang wir mit dem Aus druck unseres herzlichsten Dankes bescheinigen.
A. Dem Bürger-Hospital. Ungenannt 6 Nachthauben. Oekonom Hill 15 M. Frau Gerichtsschreiber Becker 3 M.
B. Dem Versorgungshaus. Frau Prof. Dr. Weiffen⸗ bach zur Anschaffung eines Harmoniums 2 M.
C. Der Volksküche. Ungenannt, zweite Gabe, 3 M. Stadtrath Philippi 1 Sack Kartoffeln. Bäcker Windisch 6 Laib Brod und 40 Wecke. M. Philippi 1 Sack Kar⸗ toffeln. Ungenannt 6 Pfd. Salz und Zwiebeln. Ein Friedberger durch Dr. D., zweite Gabe, 25 M. Unge⸗ nannt 5 M. Ungenannt 10 M. Frl. Theobald 2 M. Friedberg den 10. März 1884.
Für die Armen-Commission: Meyer.
Geld- Cours. Frankfurt, am 11. März 1884. Nehmer. g M. Pf. M. Pf. 16. 21 16, 2 16 20 20. 41 20. 45 15. 73 16 8
20-Frankenstücke
do. in 1/2 Englische Sovereings. Russische Imperiale
Ducate n::
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Dollars in Gold i Briefkasten.
2 in Okarben. Anonyme Zusendungen werden nicht beachtet. Man wolle sich dies doch endlich merken! Die Redaetion.
Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbathfeier vom 15. März 1884. Beginn: Freitag Abends 5 Uhr 25 Minuten. Samstag Morgens 8 Uhr 15 Min. 15 Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 6 Uhr 55 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 16. März an Morgens 6½ Uhr, Nachmittags 5 Uhr.
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