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1884.
Famstag den 12. Zuli.
M82.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Amtlicher Theil. Bekanntmachung.
Vom 17. bis incl. 18. l. Mts. finden seitens der Garnison Butzbach Gefechtsschießen mit scharfer Munition auf dem dortigen großen
Exerzierplatze statt, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. 0 3 0
wollen dies noch besonders in der Gemeinde bekannt machen.
Friedberg den 10. Juli 1884.
Bekanntmachung.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der zunächst gelegenen Orte
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Kreisausschuß des Kreises Friedberg vom 21. d. Mts. bis 1. September
J. J. Ferien hält.
Lauf der gesetzlichen Fristen dadurch nicht unterbrochen.
Friedberg den 9. Juli 1884.
Bekanntmachung.
Während dieser Ferien können in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur Verhandlung gelangen, dagegen wird der
Der Vorsitzende des Kreisausschusses: Dr. Braden.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach F. 12 des Regulativs vom 26. Februar 1875 der Provinzialausschuß
während der Zeit vom 21. Juli bis 1. September Ferien hält. zur Verhandlung gelangen, dagegen wird der Lauf der gesetzlichen Fristen dadurch nick
Gießen am 8. Juli 1884.
Während dieser Ferien können in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen yt unterbrochen.
Der Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen. Dr. Boekmann, Provinzialdirector.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Wie man der Darmst. Ztg. mittheilt, hat das Großh. Oberlandesgericht die morganatische Ehe des Großherzogs mit der Gräfin Czapska für aufgelöst erklärt.
— Es wurde der Kreisassistenzarzt Dr. Fertig in Offenbach zum Keisarzt in Oppenheim, der Ober-Staatsanwalt Becker in Darmstadt zum Ministerialrath, der Staatsanwalt Schlippe in Mainz zum Ober-Staatsanwalt in Darmstadt und der Staatsanwalt Hallwachs in Darmstadt zum Staatsanwalt in Mainz ernannt.
Berlin, 9. Juni. Von Geheimerath Dr. Koch ist ein Bericht aus Toulon eingetroffen. Er erklärt, er habe den Cholera-Bacillus ge— funden. Es sei die echte asiatische Cholera, und zwar keine milde Form. Seine Ueber— zeugung sei die, daß sich die Cholera über den Continent ausbreiten werde. Erkrankung, und Tod erfolgten rapide. Seitens der Reichs— regierung wurde in Folge dessen heute an die Bundesregierungen geschrieben, sie möchten mit den von der Cholera-Commission beschlossenen Maßregeln vorgehen. Man wird die Grenze zunächst nicht sperren, aber eine streuge Revision der Eisenbahnzüge aus dem Westen vornehmen. Ueberall werden Local-Comités eingesetzt werden.
Kiel. Die Glattdeckscorvette„Nymphe“ (9 Geschütze und 211 Mann Besatzung) hat Ordre erhalten, die Rhede von Zoppot zu ver— lassen und nach Kiel in See zu gehen. Hier wird das Schiff für eine längere Reise nach den südlichen Gewässern ausgerüstet. Für den politischen Dienst ist ferner in Wilhelmshaven die Corvette„Victoria“(10 Geschütze und 238 Mann Besatzung) in Dienst gestellt. Durch diese Indienststellungen erhöht sich die Zahl der für politische Zwecke verwendeten Schiffe auf fünfzehn.
Rüdesheim. Im Anschluß an die Ver— nehmung des von Elberfeld hierher verbrachten Angeklagten Sattlergesellen Rupsch erfährt man Folgendes: Das Resultat der Untersuchung bleibt vorerst verschwiegen; es kann aber jetzt schon gesagt werden, daß das Attentat sowohl bei der Auffahrt, wie ebenso nach dem Mißlingen bei der Rückfahrt geplant gewesen, und daß die Anarchisten hinsichtlich Zeit und örtlicher Verhältnisse, sowie der Festordnung bei den Enthüllungsfeierlichkeiten sehr wohl unterrichtet waren. Der betreffende Canal ist übrigens
nicht am Denkmal, sondern in der von der Nordseite zum Tempel führenden Fahrstraße zu suchen. Da die am Festzelte auf der„Bleiche“ erfolgte Explosion angeblich von den Angeklagten verübt sein soll, wurde auch dort örtliche Ver— nehmung vorgenommen und zeigte sich auch hier, wie auf dem Niederwald, die genaue Local— kenntuiß der Anarchisten.
München. Der König enthob den Bundes— bevollmächtigten v. Räßfeldt auf Ansuchen seiner Function und ernannte den Ministerial-Rath v. Stengel zum stellvertretenden Bevollmächtigten beim Bundesrath.
Konstanz, 9. Juli. Der Kaiser ist Abends hier eingetroffen und wurde von der großherzog— lichen Familie am Bahnhofe empfangen. Eine große Volksmenge begrüßte den Kaiser unter begeisterten Hochrufen, die sich auf dem Wege vom Bahnhofe nach dem Hafen unausgesetzt er— neuerten. Der Kaiser bestieg hier den Salon— dampfer„Kaiser Wilhelm“, welcher unter Salut— schüssen der im Hafen liegenden Schiffe und unausgesetzten Hochrufen der Volksmenge den Hafen verließ.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 9. Juli. Die Pol. Corr. ist ermächtigt, auf das Be— stimmteste zu erklären, daß die von hiesigen Blättern aus der Narodni Listy reproducirten Berichte aus Cettinje über diplomatische Actionen, die montenegrinisch-herzegowinischen Grenzver— hältnisse betreffend, jeder Begründung entbehren.
Pola, 9. Juli. Die Manöver wurden heute Mittag beendet. Um 9 Uhr Abends verließ der Kaiser Pola unter enthusiastischen Loyalitäts— Kundgebungen der Bevölkerung.
Belgien. Brüssel, 8. Juli. Das Ergeb— niß der Senatswahlen rief große Erregung hervor. Die Menschenmassen durchzogend singend und schreiend die Straßen. Bürgergarde und Gendarmen hielten die Ordnung aufrecht.— In Gent wurden Kundgebungen durch die Bürger— garde unterdrückt; die zu religiösen Zwecken dienenden Gebäude wurden streng bewacht. Die Erregung der Bevölkernng hat Abends jedoch zugenommen. Gegen 10½ Uhr Abends fanden Zusammenrottungen statt und wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. Die weitere Verbreitung der Kundgebungen wurde durch die Polizei verhindert.
Paris.
Frankreich. Aus Tonkin wird
berichtet, daß die Verfolgung der Rebellen aus Langson infolge der Hitze und Schwierigkeiten der Jahreszeit aufgegeben worden ist. Die französischen Truppen kehrten am 5. d. nach Hanoi zurück. Der Truppenabzug von Tonkin ist eingestellt worden und die Flotte ist nach dem eigentlichen China abgegangen.
Großbritannien. London, 9. Juli. Das Oberhaus verwarf mit 205 gegen 146 Stimmen die Reformbill in zweiter Lesung.
Italien. Rom, 9. Juli. Der preußische Gesandte v. Schlözer wird vorläufig keinen Ur— laub antreten, da der bisherige Gesandschafts— sekretär v. Rotenhan nach Paris versetzt und noch kein Nachfolger für denselben ernannt ist.
Türkei. Constantinopel. Musurus Pascha hat Weisung erhalten, jede Abmachung in der Conferenz für die Neutralisirung Egyptens zu bekämpfen, in welcher die souveränen Rechte des Sultans nicht gänzlich intact gelassen werden. — Die Pforte beabsichtigt, den fremden Post— dienst in eigene Hände zu nehmen und die Bot— schafter zu ersuchen, ihre Postämter in Constanti— nopel und anderwärts im Reiche zu schließen.
Bulgarien. Sofia, 10. Juli. In Folge der Coalition der Conservativen und Radicalen, wodurch Karaveloff zum Präsidenten der Kam— mer gewählt wurde, demissionirte das Cabinet Zankoff. Der Fürst beauftragte Karaveloff, ein neues Cabinet zu bilden.
Griechenland. Athen, 10. Juli. Der deutsch-griechische Handels- und Schifffahrts— vertrag ist gestern hier vom Minister Conto⸗ stavios und dem deutschen Gesandten Brinken unterzeichnet worden.
Rußland. Petersburg. Als Nachfolger Totleben's, der in Wiesbaden verstorben, soll für das Gouvernement Wilna nicht der bis— herige administrative Vertreter Totleben's, General Kochanoff, sondern Graf Paul Schuwaloff, der bisherige Commandeur des Gardecorps, de— signirt sein.
Egypten. Kairo, 10 Juli. Der Mudir von Dongola meldet Nubar Pascha auf tele— graphischem Wege, daß er von dem Insurgenten— führer Hoda bei Debbah angegriffen wurde und ihn zurückschlug, wobei 3500 Rebellen todt auf dem Platze blieben. Er fügt hinzu, er sei der treue Diener des Khedive und werde jetzt dem ihm gesandten Befehle, Dongola zu räumen, nachkommen; aber die Räumung der Stadt


