Ausgabe 
8.3.1884
 
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nauer.

1884.

Samstag den 8. März.

M30.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf i R it 22 Pf.; ei f. eile wi i n mit berechnet, T 5 f., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post machen W

Amtlicher Theil. ann m d ch u en.

In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Februar 1884 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 15., Heu M. 7., Stroh M. 6.. Großherzogliches Kreisamt Friedberg.

Friedberg den 6. März 1884.

JD

Steckbrief.

Fey, Regierungs-Accessist.

Der Zahlmeister Johannes Georg Schneider des 2. Bataillons 1. Nassauischen Infanterie-Regiments Nr. 87 entfernte sich am 23. Februar er. ohne Urlaub

von seinem Truppentheil und ist bis jetzt noch nicht wieder zurückgekehrt. Kassen⸗ und sonstigen Geschäfte sich in vollkommener Ordnung befinden.

Anwandlung von Schwermuth selbst Hand an sich gelegt

hat.

im Betretungsfalle an sich zu nehmen und dem Bataillon Mittheilung davon zu machen.

Signalement.

Die Vermuthung, daß Zahlmeister Schneider fahnenflüchtig geworden, liegt nicht vor, da die Es kann daher nur angenommen werden, daß ihm ein Unglück zugestoßen, oder daß er in einer Alle Militär- und Civilbehörden werden daher dienstergebenst ersucht, auf ꝛc. Schneider zu vigiliren, ihn

Vor⸗ und Zunamen Johannes Georg Schneider, Alter 39 Jahre 1 Monat, Größe 1,60 m, Geburtsort Rendel, Kreis Friedberg, Großher⸗

zogthum Hessen, Körperbau klein, Haare hellblond, Stirn mittel, Augenbrauen hellblond, Augen blau, Bart hellblonder Vollbart, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnlich,

Gesichtsbildung rund, Sprache deutsch, besondere Kennzei Mainz den 2. März 1884.

chen keine. Königliches 2. Bataillon

Bekleidet war derselbe mit Dienstuniform als Zahlmeister, Achselstücken, angezogenem Paletot.

1. Nassauischen Infanterie-Regiments Nr. 87.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Militärdienstnachrichten. Moore, Sec.⸗Lieut. vom 1. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 115, wurde in das Holst. Inf.⸗Regt. Nr. 85, v. Engelbrechten, Prem.⸗Lieut. vom 3. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 117, in das Anbalt. Inf.⸗Regt. Nr. 93, Frhr. v. Boden hausen, Prem.⸗Lieut. vom Anhalt. Inf.-Regt. Nr. 93, in das 3. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 117 versetzt; Dr. Keller, Ass.⸗Arzt 2. Kl. der Res. vom 1. Bat. 4. Gr. Landw.⸗Regts. Nr. 118, zum Ass.-Arzt 1. Kl. der Res., Dr. Heidepriem, Unterarzt vom 3. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 117, unter Versetzung zum 1. Hess. Hus.⸗Regt. Nr. 13 zum Ass.⸗Arzt 2. Kl. befördert.

Darmstadt, 5. März. Die zweite Kammer ge nehmigte heute die Glückwunschadresse an den Großherzog wegen der, Verlobung seiner Töchter ohne Debatte und trat sodann in die Berathung des Gesetzentwurfs, die Schenkungsteuer betr., ein. Nach kurzer Debatte wurde unter Zustimmung der Regierung mit großer Mehrheit beschlossen, daß nur Schenkungen im Betrag von mehr als 1000 M. und wenn eine öffentliche Beurkundung der Schenkung stattgehabt, der Steuer unterworfen sein sollen. Im Uebrigen kommen dieselben Grundsätze wie bei der Erbschaftssteuer zur Anwendung. Ein von Falk gestellter Antrag, auch Schenkungen an Gemeinden für steuerfrei zu erklären, wurde mit allen gegen 4 Stimmen abge⸗ lehnt. Eine lebhafte Debatte entspann sich über das Verfahren bei Festsetzung der Erbschafts⸗ resp. Schenk⸗ ungssteuer. Nach dem Entwurf sollen vorerst die Haupt⸗ steuerämter als Erbschaftssteuerämter fungiren. Osann beantragte den ganzen vom Verfahren handelnden Ab⸗ schnitt an den Ausschuß zurückzuverweisen. Das Resultat der Abstimmung nach sehr lebhafter Debatte war, daß der Antrag Osann mit 24 gegen 16 Stimmen angenom- men wurde. Weiter wurde über die Vorstellung des Curatoriums der höheren Bürgerschule zu Wimpfen um Bewilligung eines Staatszuschusses behufs Umwandlung dieser Anstalt in eine Realschule zweiter Ordnung ver⸗ handelt. Nach kurzer Debatte wurde auf Antrag des Abg. Schröder die Vorstellung mit Rücksicht darauf, daß die Regierung sich bereit erklärt, der Frage näher zu treten, einstweilen für erledigt erklärt. Eine längere De⸗ batte rief sodann noch die Recommuniecation der ersten Kammer bezüglich der Beschwerde des Domcapitels in Mainz, die Ertheilung des katholischen Religionsunter richts betr., hervor. Die Ausschußanträge, die Beschwerde abzuweisen, wurden gegen 8 Stimmen angenommen. 0. März. Vor Eintritt in die Tages ordnung verkündet der Präsident den Einlauf eines Antrages der Abgg.

bahnen von der Regterung übernommen werde. An der sehr lebhaften Generaldebatte bethetligten sich die Abgg. Arnold, Schröder, Wolfskehl, Franck u. A., sowie Mi⸗ nisterialpräsident Schleiermacher und Ministerialrath Fink, die Abgg. Maurer, Metz und Ellenberger.

Berlin, 5. März. Abgeordnetenhaus. Auf der Tagesordnung steht die erste und zweite Be rathung des Antrags Windthorst, die Aufhebung des Sperrgesetzes betr. Der Antrag wurde mit 209 gegen 152 Stimmen in namentlicher Ab stimmung verworfen. Bei der hierauf fortge setzten Etatsberathung wird das Ordinarium des Cultusetats unverändert genehmigt.

6. März. Die Eröffnung des Reichs tags und die Verlesung der Thronrede erfolgte durch Staatssecretär v. Bötticher im weißen Saale. Etwa 100 Abgeordnete waren anwesend, meist den conservativen Fractionen angehörend. Die erste Sitzung wurde geschäftsordnungsmäßig durch den Präsidenten v. Levetzow eröffnet. v. Kleist, Eysoldt, Holzmann und Porsch wur⸗ den zu einstweiligen Schriftführern ernannt. Eingegangen sind zahlreiche Rechnungsvorlagen, das Arbeiter-Unfallversicherungsgesetz, ein Ent wurf, den Feingehalt der Silber- und Gold waaren betr., und eine Denkschrift über die Aus führung des Flottengründungsplanes. Ein Schrei ben des Reichskanzlers theilt mit, daß der Ab geordnete Richter(Mühlrädlitz) wegen Majestäts⸗ beleidigung zu sechsmonatlichem Gefänguiß und zum Verluste der aus den öffentlichen Wahlen hervorgegangenen Rechte verurtheilt ist; eine Neuwahl ist angeordnet. Der Namensaufruf ergibt 235 Anwesende, das Haus ist somit be schlußfähig.

Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung er klärt die Nachricht der Blätter von dem nahe bevorstehenden Rücktritte des Cultusministers als jeder thatsächlichen Begründung entbehrend. Der Botschaftsrath Rererseaux(2) in Rom ist zum Gesandten für Serbien ernannt.

6. März. Eine Verschmelzung des Fort schritts und der Secessionisten ist auf die Ini⸗

Grünewald und Schade wegen Vorlage eines Gesetzent wurfs betr. die Erbauung einer Eisenbahn Hersfeld Alsfeld Cölbe. Seitens des ersten Ausschusses wird mündlich Bericht erstattet über eine Reihe von Eingaben wegen Erbauung von Nebenbahnen. Die Kammer trat, sodann in die Generaldiseussion über die Herstellung mehrerer Nebenbahnen ein. Abg. Arnold beantragt, die vorgesehene Nebenbahn von Reinheim nach Reichelsheim, von Reichelsheim aus über Hambach und Waldmichel- bach nach Hirschhorn weiterzuführen. Derselbe beantragt ferner eine Nebenbahn von Fürth nach Weinheim zu er⸗ richten, event. eine solche von Hirschhorn nach Lorsch. Ferner beantragt Abg. Arnold, daß der Bau und Be⸗ trieb auch sämmtlicher in Starkenburg errichteten Neben

zur Ausführung des Verbrechens

tiative Richters erfolgt. Die neue Fraction wird geschlossen gegen die Verlängerung des Socia⸗ listengesetzes stimmen. Die nationalliberale Partei wird sich nicht anschließen; ihre Stellung ist jetzt klarer, da die Grenzlinie schärfer gezogen ist. Elberfeld, 3. Marz. In Luxemburg wurde eine Persönlichkeit verhaftet, welche am Frank⸗ furter Dynamitattentat betheiligt sein soll. Der Verhaftete heißt Karl Bachmann und soll hier seßhaft gewesen sein und sich nur vorübergehend in Frankfurt

aufgehalten haben. Reinsdorf und Bachmann wurden heute hier eingebracht. Reinsdorf ist bereits als Derjenige wieder erkannt, welcher im Restaurant Willemsen dahier das Dynamit verbrechen begangen. Weiteren Mitschuldigen ist man auf der Spur. 6. März. Der ver⸗ haftete Karl Bachmann gestand heute, das Dy namitattentat im Restaurant Willemsen verübt und noch ein anderes Verbrechen an einer zweiten Stelle der Stadt geplant zu haben. Ein Schrift setzer, zwei Fabrikarbeiter(Vater und Sohn) wurden als mitschuldig verhaftet.

Dresden, 6. März. Die zweite Kammer bewilligte 30,000 Mark als Ehreugabe für Pro fessor Johannes Schilling.

München, 6. März. Die Abgeordneten kammer bewilligte sämmtliche von der Regierung postulirten Localbahnen.

Ausland.

Oesterreich⸗-Ungarn. Wien. Die Ab⸗ reise der Kaiserin nach Wiesbaden ist auf den 16. März festgesetzt.

6. März. Das Herrenhaus beschloß nahezu einstimmig, die Ausnahmeverordnungen als gerechtfertigt zu erklären.

Schweiz. Bern, 5. März. Schulze, einer der Hauptagitatoren der hiesigen Anarchisten, ist ebenfalls verhaftet worden.

Frankreich. Paris, 5. März. Nach einer Meldung aus Reuters Bureau von Haiphong vom heutigen haben in den letzten Tagen mehrere Scharmützel stattgefunden.

Großbritannien. London, 5. März. Im Unterhause fand die zweite Lesung der von den Parnelliten eingebrachten Bill, betr. die Abän⸗ derung der irischen Landacte, statt. Die Bill wurde mit 235 gegen 72 Stimmen abgelehnt.

6. März. Im Oberhaus antwortet Granville auf die Anfrage Bury's, es sei weder beabsichtigt, Egypten zu annectiren noch per⸗ manent zu besetzen. Grauville verliest ein heute eingegangenes Telegramm, wonach Gordon und die ihm befreundeten Stämme 1000 aus El Obeid gegen Khartum abgesandte Mann voll⸗ ständig geschlagen haben. f

Dublin. In Cork wurden am Dienstag zwei amerikanische Irländer verhaftet, Peter Jones, alias Burke und Thomas M'Guinneß, deren verdächtiges Treiben die Aufmerksamkeit der Polizei erregte.

Italien. Rom, 6. März. Nach den der heutigen Kammer vorgelegten Gesetzentwürfen