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1884.
Samstag den 6. September.
M106.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11
i eile wi i. Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Amtlicher Theil.
Betreffend: Die Ausführung des Unsallversicherungs-Gesetzes.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Diejenigen von Ihnen, welche die Anmeldebogen gemäß unseres Ausschreibens vom 1. August
erinnern wir an die Vorlage binnen 24 Stunden.
Betreffend: Die regelmäßige Feuervisitation pro 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Wir erinnern Sie an die Vorlage der Protokolle über die Besichtigung der Feuerstätten resp. über die Beseitigung der gerügten
Baugebrechen, gemäß unserem Ausschreiben vom 17. März 1884, Kreisblatt N
Friedberg den 4. September 1884.
1884 noch nicht eingesendet haben, Dr. Braden.
Friedberg den 4. September 1884.
Dr. Braden.
Deulsches Reich.
Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bellage Nr. 23, enthält:
1. Bekanntmachung, die von den stimmberechtigten adeligen Grundbesitzern vorzunehmende Wahl von zwei Mitgliedern der ersten Kammer der Stände betr.
11. Verzeichniß der Vorlesungen, Uebungen und Prak— tika, welche im Wintersemester 1884/85 in den sechs Fach— abtheilungen der technischen Hochschule zu Darmstadt ge— halten werden.
111. Coneurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die Lehrer— stelle zu Heblos, Gehalt 900 M. Zwei Lehrerstellen zu Auerbach, 900 und 1000 M. Gehalt. Eine Lehrerstelle zu Klein⸗Welzheim, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Schöllenbach, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach— Fürstenau steht das Präsentattonsrecht zu. Eine Lehrer— stelle zu Bubenheim, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Sponsheim, 900 M. Gehalt. Eine Lehrerstelle zu Heldesheim, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Bechen— heim, Gehalt 900 M.
— Das Regierungsblatt Nr. 27 enthält: Vekannt machung, die Ausführung des Reichsgesetzes vom 9. Juni 1884 gegen den verbrecherlschen und gemeingefährlichen Gebrauch von Sprengstoffen betr.
Berlin. Ueber Zeit und Ort der Drei— kaiserzusammenkunft sind officielle oder auch nur ossicibse Mittheilungen noch nicht erfolgt, doch gilt für unzweifelhaft, daß dieselbe im Laufe der nächsten Woche, und zwar auf russischem Boden stattfinden wird. Und zugleich gilt hier jetzt als sicher, daß Fürst Bismarck, nicht Graf Hatzfeld, den Kaiser begleitet. Eine offieiöse Stimme aus Petersburg urtheilt über die Be— deutung der Zusammenkunft:„Die Begegnung wird eine solenne Bekräftigung des trefflichen Einvernehmens bilden, welches zwischen Ruß— land und den beiden alliirten Kaisermächten er— freulicherweise schon seit längerer Zeit besteht. Die wohlthuende Wirkung dieses Einvernehmens für den Frieden und besonders für die Ruhe im Orient ist anläßlich der bulgarischen Wirren, der panbulgarischen Bewegung, der Frage der Ernennung eines neuen Generalgouverneurs in Ostrumelien u. s. w. zu markant zu Tage ge— treten, als daß nicht Jeder, dem die Erhaltung geordneter und friedlicher Zustaͤnde in Europa am Herzen liegt, die bevorstehende Entrevue, die ein Unterpfand der Fortdauer dieses Zu— standes bilden wird, mit herzlichster Sympathie begrüßen sollte.“
Wilhelmshaven, 3. Sept. Der Bremer Dampfer„Hohenstaufen“, von Bremen kommend, versuchte heute Nachmittag nördlich von Wange— roog eine in Kiellinie rangirte Division des deut— schen Geschwaders zu durchbrechen und rannte
dabei die Corvette„Sophie“ fast rechtwinklich
in Backbordsseite nahe Mittschiffs an. Beide Schiffe erlitten Beschädigungen; von der Besatz— ung und den Passagieren ist Niemand verletzt. Das Artillerieschiff„Mars“ begleitete den, Hohen— staufen“ nach Bremerhaven, die„Sophie“ kehrte nach Wilhelmshaven zurück.
Nawitsch, 3. Sept. Der Kronprinz ist mit seinem Armeestab heute früh auf dem fest—
lich geschmückten Bahnhof eingetroffen und wurde von Fürst Hatzfeldt, Landrath Graf Posadowsky, den städtischen Behörden, der Geistlichkeit und dem Bezirkscommandeur empfangen. Es folgte alsdann Vorstellung und Begrüßung der Re— serveofficiere und des Kriegervereins. Nach dem Frühstück fand die Fahrt in Extraposten unter endlosen Hochrufen durch ein Spalier von 2000 Schulkindern in das Manöver statt. Im Haupt— quartier eingetroffen, stieg der Kronprinz zu Pferde und begrüßte die Truppen, worauf das Manö— ver begann. Prinz Leopold von Bayern wurde zum Schiedsrichter ernannt. Der Kronprinz traf mit Prinz Leopold mittelst Extrazugs Nachmit— tags in Trachenberg ein und wurde enthusiastisch empfangen. Nach erfolgter Begrüßung durch die Behörden und Inspicirung der Kriegerver— eine fuhr der Kronprinz mit Prinz Leopold zum Schloß.
Hamburg. Eine deutsch-afrikauische Han— delsgesellschaft hat sich hier gebildet mit einem Kapital von 500,000 M.
München. Die 31. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands hat diesmal in Amberg in Baiern stattgefunden. An derselben haben der Fürsterzbischof von Salzburg, der Bischof von Eichstätt und der Bischof von Re— gensburg theilgenommen; außerdem noch eine große Anzahl hervorragender Mitglieder der Centrumsfraction(Windthorst, v. Frauckenstein), Mitglieder der verschiedenen Landtage im deut— schen Reiche, sowie eine nicht geringe Anzahl von Katholiken aus Oesterreich und den anderen Ländern deutscher Zunge.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 3. Sept. Die Königin von Serbien, ihre Reisedisposi— tionen ändernd, reist übermorgen mit dem Kron— prinzen zu mehrwöchentlichem Kurgebrauch nach Gleichenberg ab.
— 4. Sept. Dem„Tagblatt“ zufolge war der Eisenbahnunfall bei Kelenfoeld kein Zufall, denn die Untersuchung ergab die gute Beschaffen— heit der Schwellen am Entgleisungspunkte. Der König von Serbien geht nicht nach Gleichenberg, sondern verbleibt in Wien als Gast des Kaisers.
— 4. Sept. Die Polizei machte den Cen— tralsitz der Socialrevolteure in Wien ausfindig, ebenso eine geheime Druckerei der Anarchisten, in welcher revolutionäre Druckschriften vorge— funden wurden. Das Ehepaar Bachmann, der Schriftenmaler Tiesl, Schuhmacher Hübner, Schriftsetzer Springer und ein Metallarbeiter wurden verhaftet. Dem Hübner wurde bei seiner Verhaftung ein scharf geladener Revolver recht— zeitig entrissen.
Frankreich. Paris, 4. Sept. Die Repu— blique frangaise hält eine baldige Besetzung For—
mosas durch den Admiral Courbet für wahr—
scheinlich und erklärt die Unterwerfung Chinas als unerläßlich, um die Ratification des Ver— trages von Tientsin und die officielle Anerkenn— ung der von China für Bacle schuldigen Ent— schädigung herbeizuführen.
Italien. Rom, 4. Sept. Der König reist heute in Begleitung von Depretis und Mag— liani nach Neapel, woselbst derselbe mehrere Tage bleiben wird.
Egypten. Kairo. Ein Araber dahier hat ein Telegramm aus Khartum empfangen, worin der gemeldete Angriff auf jenen Platz bestätigt wird. Die Rebellen zählten 5000 Mann, von denen 1800 Mann durch die Streitkraft Gor— don's getödtet wurden.
China. Shangai. Nach einer Meldung der„Times“ aus Futscheu herrscht in Stadt und Colonie jetzt Ruhe. Der Vieeconsul ist zurückgekehrt, die baldige Rückkehr des Consuls wird erwartet. Die Pagode steht unter dem Schutze der chinesischen Truppen. Die Chinesen sind mit der Wiederherstellung der Forts be— jchäftigt. Die Ordnung wird lediglich durch gelandete Mannschaften euglischer und amerika— nischer Kriegsschiffe aufrecht erhalten.
Aus Stadt und Land.
b. Friedberg. Die in Nr. 105 enthaltene Mit⸗ thellung über unsere Sedanfeier umfaßt die kirchliche Feier und das Jugendfest, gibt aber am Schlusse nur die außerhalb der Kirche eingegangenen Gaben für die Invaliden und die Hinterbliebenen gefallener Soldaten an. Zur Ergänzung sei bemerkt, daß die Colleete bei der kirchlichen Feier 37 Mark betrug.
l. Friedberg. In Offenbach sind die Bäcker um 4 Pf. mit dem Brode abgeschlagen, in Darmstadt um 2 Pf., in Mainz um 3 Pf., in Cassel um 3 Pf. Mögen unsere Bäcker sich dies zur Notiz nehmen, denn die seit⸗ herigen Preise stehen in gar keinem Verhältnisse zu den billigen Fruchtpreisen.
W. Bad Nauheim, 3. Sept. Das Sedanfest wurde auch in diesem Jahre unter großer Betheiligung aller Schichten der Bevölkerung begangen. Schon in früher Morgenstunde verkündete das Geläute sämmtlicher Glocken den herangekommenen Festtag. Um 9 Uhr fand die Bekränzung des Denkmals an den Soldaten-Gräbern von 1870/71 durch die beiden hiesigen Kriegervereine statt, bet welcher Gelegenheit Dr. Potschweid in recht inniger Weise der verstorbenen Kameraden gedachte. Von hier aus begaben sich die Vereine zu dem Fest— gottesdlenste, bei welchem Pfarrer Walz eine von ächt pattiotischem Geiste durchdrungene Predigt hielt. Nach⸗ mittags 2 Uhr bewegte sich der Festzug, bestehend aus der hlesigen Schuljugend und sämmtlichen Vereinen unter Vorantritt der Feuerwehrmusik und des hiesigen Turner— tambourcerps, nach dem Hochwalde, woselbst das Jugend fest stattfand. Lehrer Müller hielt in schwungvoller, und dabei doch für die Kinder verständlicher Weise die Festrede, worauf die Spiele begannen. Ein plötzlich hereinbrechender Gewitterregen machte dem Vergnügen ein rasches Ende und nöthigte zum Aufbruche. Abends acht Uhr fand sodann das Banket im prachtvoll ge— schmückten Kursaale unter sehr starker Bethelligung der Kurgäste und der hiesigen Einwohnerschaft und unter Mitwirkung der Kurkapelle und des Gesangvereins „Concordia“ statt. Es war eine Festversammlung im wahren Sinne des Wortes, getragen auf den Flügeln der Begeisterung, in gehobener Stimmung in der Er—


