die Regierung der Gerichtshof beschlossen habe, früber, wenn die Ersparnisse eine gewisse Höhe erreicht
daß die Handlungsweise der Regierung unge— setzlich war, insofern als ein internaiionales Finanzeomité allein competent gewesen sei, das Liquidationsgesetz abzuändern. In Folge dieses Beschlusses werden alle Beamten, welche Gelder an die Regierung, anstatt an die Schuldenkasse gezahlt haben, dieselben zurückzuerstatten haben.
Amerika. Mexico, 1. Dec. Nach Meld— ungen von hier erfolgte die Uebernahme der Ne— gierung durch den Präsidenten Diaz in größter Ordnung und Ruhe.
Aus Stadt und Land.
2 Friedberg. Anläßlich der letzten Rede Bismarck's im Reichstage wurde am„runden Tisch“ ein Ganzer auf das Wohl des Reichskanzlers getrunken und dies in einem Telegramm nach Berlin gemeldet. Als Antwort ging nun am 1. Dezember folgender Brief Bismarck's ein, der in Glas und Rahmen nun über dem runden Tisch hängt: Herrn Georg Steinhäußer, Wohlgeboren in Fried⸗ verg. Für die freundliche Begrüßung durch Ihr Tele gramm danke ich verbindlichst und hoffe, daß die Herren vom„runden Tisch“ sich durch die erlittene Niederlage nicht den Muth nehmen lassen, für die wirthschaftliche und politische Kräftigung des Reichs mit Erfolg mitzu— wirken. Berlin, 30. November 1884. von Blsmarck.
r. Friedberg, 2. Dez. Gestern Abend fand im hiesigen Casinosaale, unter sebr großer Betheiligung der Mitglieder, eine außerordentliche Generalversammlung des Vorschuß- und Creditvereins, e. G., hier statt. Der erste Vorsitzende des Ausschusses, Bürger meister Steinhäußer, er— öffnete die Versammlung, und nachdem derselbe Rechtsan— walt Windecker als Protokollführer berufen, wurde zunächst zur Ergänzungswahl der aus dem Ausschuß scheidenden Mitglieder geschritten, aus welcher die seitherigen Mit⸗ glieder Heinrich Bechstein, Jacob Pfeffer, Fritz Reuß und Wilhelm Fertsch jun. mit bedeutender Majorität wieder hervorgingen. Als zweiter Gegenstand kam das von dem Ausschuß und Vorstand revidirte Statut zur Berathung und wurde dasselbe mit einigen Abänder— ungen einstimmig von der Versammlung angenommen. Sodann ging man zum letzten Punkt der Tagesordnung, Wahl eines dritten Vorstandsmitgliedes, über und fiel dieselbe fast einstimmwig auf den langjährigen Mitarbester des Vereins, Jean Dörr von hler.
m. Friedberg. Wie den Lesern bekannt ist, hat unsere Pfennigsparkasse seit dem 1. Juli d. J. das Sparmarken⸗System eingeführt. In Folge dieser Aender— ung hat der Mißbrauch mit dieser Sparkasse, zu welchem die frühere Einrichtung mehrfache Veranlassung gegeben hatte, aufgehört, ohne daß die von ihr ausgehende An— regung zum Sparen sich gemindert hätte. Während
anderweite Aalagen damit zu machen, bleiben gegen-
batten, dieselben wieder zurückgenommen wurden, um
gemachten Ersparnisse ruhig des Vorschuß-Vereins. Im Ganzen haben in etwa 4½ Monat 400 Einleger die Einrichtung benützt und zusammen 1073 M. 80 Pf. zurückgelegt. Von den am 1. Juli ausgegebenen Spar— marken sind 8640 auf Sparkarten wieder zurückgekom⸗ men, 2098 noch im Umlauf und 5260 bei den einzelnen Sammelstellen noch im Vorrath. Es ist sehr zu empfeblen, daß unsere Einrichtung auch weiterhin lebhaft benutzt wird. Der Arbeiter gewinnt an Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, wenn er einen Nothpfennig zurückgelegt bat, der ihn in schweren Tagen mit Gottes Hife vor Denen bewahrt, welche nur geneigt sind, die Nothleiden— den auszunutzen und aus ihrer traurigen Lage einen persönlichen Vortheil zu ziehen. Die Pfennig ⸗Sparkasse wird von einem Vorstand geleitet, der von einem Ver— ein von Mitgliedern, die die Verantwortlichkeit über die Verwaltung der Kasse zu tragen haben, gewählt wird. Bis jetzt besteht dieser Verein aus 24 Mitgliedern. Mit⸗ glied kann Jeder werden, welcher in den Reservefonds einen einmaligen Beitrag von 50 Pf. einzahlt, womit die Ausgaben für Sparmarken und Sparkarten be⸗ stritten werden.
y. Friedberg. Dle Neujahrsgratulationen haben auch in unserer Stadt in den letzten Jahren eine Aus⸗ dehnung gefunden, daß sie für Viele eine äußerst lästige Verpflichtung geworden sind. Gewiß ist Jeder an diesem Tage nur dazu geneigt, seinen Freunden und Angehö'igen die besten Wünsche für die Zukunft darzubringen. Diese Pflicht kann ihm aver recht erschwert werden, wenn er nicht nur selbst von Haus zu Haus gehen, sondern auch immer neue Gratulanten empfangen soll. Gar Mancher
wärtig die in Pfennigen zinstragend in der Kasse
Allerlei. Hamburg. Nach der Meldung des„Bureau Veritas“ sind im Oetober 25 Dampfer, darunter 1 deutscher, und 101 Segelschiffe, darunter 14 deutsche, zu Grunde ge— gangen.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 2. Dez. Fruchtber. Waizen M. 16.50, Korn M. 16.00, Gerste M. 15—16, Hafer M. 12.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo S 200 Zollpfund,
Friedberg, 3. Dez. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95— 1.10, Eier 1 St. 9 Pf.
Für die Armen-Anstalten der hiesigen Stadt haben wir folgende Gaben erhalten, deren Empfang mit dem herzlichsten Dank öffentlich bescheinigt wird. A. Für das Bürger Hospital: Ungenannt aus Frankfurt a. M. 20 Mark, Frl. von Rennencampf aus Oldenburg 20 M., Kaufmann Groß ein Korb Gemüse, Kaufmann Heck Waschkorb und Waschleine, Frau Oekonom Hill jun. für Dienstleistungen der Schwester Katharine 25 M. B. Für die Volksküche: Dr. August Trapp 10 M., Decan Meyer 5 M., Ungenannt 20 Pf., Oekonom Hill 10 M., von einem National-Liberalen 100 M.„für den armen Mann zur Beschaffung von billigem Brod.“ Prof. Dr. Weiffen⸗ bach 10 M., Ungenannt 1 Sack Kartoffeln, Uhrmacher G. Hanau 3 M., Karl Trapp 25 M., Prof. Thurn 3 M. erste Gabe, Karl Walz 2 M. erste Gabe, Un— genannt 5 M., Frau Major Zumbach 2 M., Ungenannt 5 M., Ungenannt 10 M., Fabrikant Roßbach 3 M., Director Br. Diegel 10 M., Kaufmann Bernbeck 10 Pfd. Erbsen, 10 Pfd. Bohnen und 10 Pfd. Linsen, Kaufmann Groß ein Korb Gemüse, Frau Steuerrath Schober 3 M. erste Gabe, Frau Pfarrer Becker 3 M.,
hat auch bei dem Anblick der Karten, die er empfangen hat, den Gedanken nicht unterdrücken können, daß das Geld, welches hier ausgegeben wurde, eine recht unnütze Verschwendung gewesen ist, besonders wenn selbst Dienst⸗ boten solche unnütze Ausgabe sich erlaubt haben. Unter diesen Umständen hat man mehrfach schon darüber ge— sprochen, ob man nicht durch die Einführung der sogen. Neujahrs⸗Gratulations-Entbindungs Karten, welche zum Besten der Armen verkauft werden, Allen, welche es wünschen, die Gelegenheit geben soll, ein stilles und rubiges Neujahrsfest zu feiern. Wie wir erfahren haben, soll die Armen-Commission geneigt sein, wenn es den Wünschen der Bevölkerung unserer Stadt entsprechen sollte, solche Karten drucken und durch den Stiftungs— Rechner Heldt à 1 M. verkaufen und die Namen Derer im Oberhessischen Anzeiger veröffentlichen zu lassen, welche den ernsten Tag in stiller Sammlung feiern und auf Gratulationen verzichten wollen.
Gießev. Unsere Universität besuchen Wintersemester 505 immatriculirte Studirende.
in diesem Die
Fuhrmann Staubi Gemüse und Kartoffeln. C. Für die Stadtarmen: Ungenannt 25 M.. Für das Ver⸗ sorgungshaus: Durch Verwalter Lüdke 50 M. Friedberg, den 2. Dezember 1884. Für die Armen-Commission. Meyer.
Bitte.
Damit auch in diesem Jahre eine Chr ist— bescheerung für die hiesige Kleinkinder⸗ schule stattfinden kann, wird um gütige Bei— steuer von Geld und sonstigen Gaben gebeten. Zum Empfange erklärt sich jede der Unter— zeichneten gern bereit. Kätbchen Baur. Jobannette Klipstein. Hilda Dieffenbach. Christiane Schmidt. Minna Diegel. Julie Sebastiani,
Gesammtzahl sämmtlicher Zuhörer beträgt 526.
Cbristiane Werner.
Versteigerung.
Freitag den 5. l. Mts., Nachmittags 1 Uhr, läßt die hiesige Gemeinde 4 Stück Nußbäume auf dem Stande an Ort und Stelle verkaufen.
Nieder-Mörlen den 2. Dezember 1884.
Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder Mörlen. 428 Kremer.
8 Korbweiden-Versteigerung.
Samstag den 6. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen in der Scheuer des biesigen Versorgunshauses 134 Ge— bund feine aussortirte Korbweiden und 100 Gebund stärkere, zu Setzlingen geeignet, öffentlich meistbietend ver— steigert werden.
Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Steinhäußer.
. Mitteldentsche a Kunstgewerbe- Lotterie Frankfurt a. M.
Ziehung am 15. Dezember 1884.
. 5 1. Hauptgewinn hochelegante 2 vollständige Speisezimmer⸗Ein— D 80
1321
richtnug mit Decoration für 12 Personen de. ꝛc.
Loose à nur 1 Mark, 11 Loose 10 Mark empfiehlt
5 D. Kaufmann, General-Debit Frankfurt o. M., Fahrgasse 122.
Für Ziehungsliste und Porto bittet man 30 Pf. beizufügen. 3951 Wiederverkäufer erhalten den höchsten Rabatt. Loose zu haben bei der Expedition des Anzeigers.
Das Einlagebuch Nr. 7034,
auf den Namen Marie Deuring in Bad⸗Nauheim lautend, ist in Verlust gerathen, was wir in Bezug auf den§. 9 der Sparkassen-Ordnung hiermit anzeigen. Friedberg den 1. Dezember 1884. 5 Vorschuss-& Creditserein. 4291(Eingetragene Genossenschaft.)
Zwei tüchtige Schweizer
werden gegen hoben Lohn auf Weihnachten auf Hofgute in Fauerbach bei Friedberg gesucht.
—.—
dem 4289
empfiehlt billigst
Vermöge directer Hanau a. M. und mit
und solidester Ausfübri
Wecker, Wand⸗Uhten en
4218 Passendes Weihnachtsgeschenk! Delicater Heide-Scheibenhonig, das Pfd. 70 Pf., zweite Waare 50 Pf., Leckhonig 50 Pf.,
Seim(Speisehonig) 40 Pf., bis zum Sommer töglich frisch ausgenommen, Postcolli gegen Nachnahme, engros
billizer. Nichtpassendes nehme umgehend franco zurück. 99 4.) E. Dransfelds Imkereien, Soltau, 20
Grosse Weinnachts- Ausstellung
in Spielwaaren aller Art Carl Damm. Usagasse.
Weihhnachtsfeste
empfehle ich einem verehrlichen Publikum Friedbergs und Umgebung mein reich assortirtes L
Gold-, Silber-, Granaten- Corallen- Doublé-Waaren.
gesetzt, die feinsten einheimischen und ausländischen Artikel in elegantester
Goldene Herren-Ubren 75 M. Ohrringe M. 1.80 5 Damen Uhren 48 Broschen„ Silberne Herren- Uhren 18, Medaillen„5 5 Damen-Uhren 20„ Goldene Kreuze 51 Neue Nürnberger Sackuhren 12,„ Ringe„ 4.— Regulateure r 2 Ketten 1 305 Pendulen 40 5 Granat-Garnituren 73
Georg Heimburg.
4283
Zu dem bevorstehenden
ager in
und
Verbindung mit einer Fabrik ersten Ranges in mehreren Pariser Firmen bin ich in den Stand
ing zu den billigsten Preisen offeriren zu können.
nd alle sonstigen Gegenstände von den einfachsten bis zu den feinsten.
Hochachtungsvoll
vormals Otto Hecht.
Ein Logis, bestebend in 5 Zimmern, Küche und allem Zubehzr, ist zu vermiethen und kann bis Mitte Februar bezogen
werden. Wilhelm Kreuter II., 4248 Kaiserstraße 103.
Schlittschuhe K Schlitten
Lüneburgerheide.
1324 Ph. Dan. Kümmich.
empfiehlt
——
rere ee


