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1884.
Jamstag den 2. August.
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Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Amtlicher Theil. un ma ch unn g.
Wegen Herstellung der Chausseeüberbrückung an der Kreisstraße von Kloppenheim nach dem Selzerbrunnen ist die Benutzung dieses Wegs für den., 2. und 3. d. Mts. für Fuhrwerk verboten.
Friedberg den 1. August 1884.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg— Dr. Braden.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 16 enthält: Verordnung, die Vorbereitung zum Staatsdienst im Veterinärfach betreffend.
— Das Regierungsblatt Nr. 17 enthält: Bekanntmachung, das Unfallversicherungsgesetz vom 6. Juli 1884 betreffend.
— Das Regierungsblatt Nr. 18 enthält: Gesetz, die Herstellung mehrerer Nebenbahnen betr.
— Der Professor Dr. Thaer in Gießen wurde zum Rector der Landes-Universität vom 1. October 1884 bis 1885 ernannt.
Berlin. Die Nordd. Allg. Ztg. erklärt die in viele Blätter übergegangenen abenteuer— lichen Berichte über den Tod Midhat Pascha's und seiner verbannten Genossen als erlogen und sagt, eine solche gewissenlose Art und Weise, die Preßfreiheit auszubeuten und auf Kosten be— freundeter Souveräne Romane zu schreiben, ist nicht nur vom Standpunkte der Politik, sondern schon einfach von dem der Ehrenhaftigkeit als eine bedauerliche zu bezeichnen.
— Das Fr. J. schreibt: Wir haben kürzlich hervorgehoben, daß die neuerdings zahlreich ver— fügten Ausweisungen russischer Unterthanen aus Berlin auf Bestimmungen beruhen, die aus An— laß eines besonderen Falles bereits im Jahre 1880 erlassen worden sind. Damit sollte na— türlich nicht gesagt werden, daß die jetzige strenge Anwendung jener Bestimmungen nicht durch neuere Vorgänge veranlaßt worden sei. Die K. Z. hört vielmehr, daß die Ausweisungen im engsten Zu— sammenhange mit in Warschau entdeckten Ver— schwörungen stehen. Es sollen sich Anzeichen ergeben haben, die darauf schließen lassen, daß einzelne Fäden der Warschauer Verschwörungen nach der deutschen Reichshauptstadt leiten, weß— halb auch ein reger Briefwechsel zwischen der Warschauer und der Berliner Polizeibehörde stattgefunden hat.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien Der Pol. Corr. zufolge besucht das österreichische Kron— brinzenpaar Ende September das rumänische tönigspaar in Sinaia. Auf der Rückfahrt geht das Kronprinzenpaar auf die Krondomäne Görgeny zur Bärenjagd.
Gastein, 30. Juli. Erzherzog Albrecht von Oesterreich ist heute hier eingetroffen und stattete m Laufe des Vormittags Kaiser Wilhelm einen längeren Besuch ab, welcher vom Kaiser kurz darauf erwiedert wurde.
Belgien. Brüssel, 31. Juli. Der Ge— meinderath beschloß heute einstimmig einen Protest zegen den von dem neuen Ministerium vorgelegten Gesetzentwurf über den öffentlichen Unterricht.
Frankreich. Paris, 30. Juli. Ferry empfing heute den chinesischen Gesandten Li⸗Fong⸗ Pao. Die Agence Havas glaubt, Li⸗Fong⸗Pao habe eine weitere Frist verlangt, welche aber abgelehnt wurde. Die gegenwärtige Frist läuft am 1. August ab. Die Unterhandlungen in Shanghai zwischen Patenotre und dem Vice⸗ könig von Nanking dauern fort.
— 30. Juli. Deputirtenkammer. Ferry legte den Entwurf betr. die Verfassungsrevision vor und beantragte die Dringlichkeit. Der Bo— napartist Joliberis und Lockroy(äußerste Linke) erklärten, die Kammer sei nicht der Ort, den Entwurf zu berathen, weil die Kammer und der Senat erklärt hätten, die Verfassungsrevision gehöre vor den Congreß. Der Congreß habe also auch allein über die zu revidirenden Punkte zu bestimmen. Ein diesbezüglicher Antrag Lockroy's wurde mit 273 gegen 224 Stimmen abgelehnt und die Dringlichkeit mit 314 gegen 48 Stim— men beschlossen. Die Kammer verwies die Ver— fassungsrevisions-Vorlage an die Commission, welche mit 15 gegen 4 Stimmen die Revisions— vorlage gemäß den Senatsbeschlüssen annahm. Die Commission wird morgen Bericht erstatten, woran sich die sofortige Berathung in der Kam— mer anschließt.
— 31. Juli. Die Kammer nahm nach un— erheblicher Debatte die Revisionsvorlage nach den Senatsbeschlüssen mit 294 gegen 191 Stim— men an. Die Deputirten, welche Amendements gestellt hatten, zogen dieselben unter dem Vor— behalte, die Amendements im Congresse wieder einzubringen, zurück.
Rußland. Petersburg. Nach einer neuer— lichen Mittheilung ist in gut unterrichteten Kreisen von dem angeblichen Projecte einer Reise des Kaiserpaares nach Kopenhagen Nichts bekannt. Nach wie vor gilt dagegen eine Reise des Kaiser— paares in's Junere des Reiches nach Beendig— ung der Manöver als eine Eventualität von größter Wahrscheiulichkeit.
Egypten. Kairo. Die Nachricht von der Ermordung Osman Digma's bestätigt sich nicht. Der egyptischen Regierung sind Nachrichten zu— gekommen, daß Osman Digma am Leben und in voller Thätigkeit sei—
Alexandrien, 30. Juli. Ein Telegramm des Mudirs von Dongola meldet das Gerücht, Gordon habe sich Berber's wieder bemächtigt; der Mudir habe Beamte nach Debbah gesendet, um zu er— mitteln, ob dieses Gerücht begründet sei.
Aus Stadt und Land.
l. Friedberg. Unsere Realschule war in vergangenem Schuljahr von 274 Schülern besucht. Davon waren Einheimische 141, Auswärtige(Inländer) 127, Auslän der 6; Evangelische 201, Katholische 20, Israelitische 53. Bestand am Anfange des Schuljahres 250, während des Jahres sind eingetreten 24. Am Schlusse des vorigen Schuljahres gingen ab 12 Schüler, davon 10 mit dem Zeugniß für den einjährigen freiwilligen Militärdlenst. Die Prüfung findet Donnerstag den 14. August, der Aktus am Samstag den 16. August im Realschulgebäude statt. Die Aufnahmeprüfung für das neue Schuljahr ist am 22. September.
W. Bad⸗ Nauheim, 30. Juli. Der 22. Verbands tag Hessischer Vorschuß- und Creditvereine wurde heute im„Kursaal“, nachdem gestern Abend eine Vorversamm⸗ lung im„Deutschen Hofe“ stattgefunden, unter Vorsitz des Justizraths Hupfeld von Kassel abgehalten. Nach- dem der Vorsitzende die Versammlung eröffnet und Bür⸗ germeister Wörner die Anwesenden begrüßt hatte, wurde zur Feststellung der Präsenzliste geschritten. Von den 23 dem Verbande angehörenden Vereinen waren 13 vertreten, außerdem war der Anwalt der deutschen Genossenschaften, Schenk von Berlin, anwesend. Hierauf erfolgte die Mit⸗
theilung des Geschäftsberichtes pro 1883 durch den Ver— bandsdireetor Diehls von Kassel. Hierbei ist besonders zu erwähnen, daß dem Verband 15,266 Mitglieder an— gehören, der Gesammtumsatz betrug 100,534,423 Mark, die höchsten Dividenden(15% haben die Vereine zu Bleichenbach und Melsungen gegeben, die niedrigsten(5%) Hünfeld und Wetzlar. Von den dem Kreis Friedberg angehörenden Vereinen hat Bad Nauhelm 7, Friedberg 10, Butzbach 8 und Reichelsheim 8p Dividenden gege— ben. Sodann wurde die Rechnung geprüft und für richtig befunden. Der hierauf von dem Verbandsdlreetor mitgetheilte sehr ausführliche Bericht über die von ihm vorgenommenen Revistonen der Verbandskassen verbreitete sich über verschledene von ihm vorgefundene Mängel. Aus dem Bericht war zu ersehen, wie zweckmäßig diese neue Einrichtung ist, und liegt es jedenfalls im Interesse der dem Verband noch nicht angehörenden Vereine, dem— selben alsbald beizutreten. Die von dem Anwalte der Genossenschaften gegebenen Rathschläge, in welcher Weise die vorhandenen Uebelstände am besten und schnellsten beseitigt werden könnten, wurden allseitig dankbar und mit dem größten Interesse aufgenommen. Die Bürgermeister Wörner von hler und Steinhäußer von Frledberg sprachen noch dem Verbandsdireetor für die treue und gewissen— hafte Ausübung seines Amtes den Dank aus. Als Ver— bandsdireetor wurde wieder Diehls von Kassel durch Acclamation gewählt und als nächstlähriger Versamm— lungsort Kassel bestimmt. Den Vereinen wurde ferner noch die Haltung des Verbandsorgans empfohlen. Bei der am Schlusse vorgenommenen Wahl von Vertretern zum allgemeinen Vereinstag in Weimar traf die Vereine Grünberg und Melsungen das Loos, je einen Vertreter gegen eine Vergütung von 100 Mark aus der Verbands⸗ kasse dorthin zu senden. Zum Schlusse fand ein gemein— sames Mahl statt.
Allerlei.
Frankfurt. Man schreibt dem Fr. Journ.:„Vor etwa drei Wochen erhielt die Polizeibehörde Mittheilung von einem Funde, über den Stillschweigen gebreitet wor— den zu sein scheint. In der Nähe der Galluswarte, etwa in gleicher Höhe mit dem Hellerhofe, wurde nämlich in einem Wasserdurchlasse, aber an trockener Stelle, von einem städtischen Arbelter eine Quantität Dynamit ge— funden. Von den s. Z. dort vorgenommenen Canalar beiten kann der Sprengstoff nicht herrühren, da Spreng— ungen nicht nothwendig waren. Wenn man auch nicht anzunehmen braucht, daß ein Attentat beabsichtigt wor— den, so steht doch fest, daß das Dynamit von irgend Jemanden dort verborgen worden sein muß. Die zwei— fellos eingeleitete Untersuchung dieses Falles wird hoffent— lich Licht in die Sache bringen, die möglicherweise während wir dies schreiben schon ihre Aufklärung gefunden hat.“
s. Karlsruhe. In den Tagen vom 23. bis 25. September wird in Karlsruhe der XXIII. Congreß für innere Mission tagen. Der Stadtrath der Residenz hat hierzu die Festhalle unentgeltlich überlassen. Die Gegen— stände der Verhandlung gebören zum Theil den eben auf der Tagesordnung öffentlicher Besprechung und Unter— nehmung stehenden Gebieten an. So wird Pastor v. Bodelschwingh über Arbeiterkolonien und Naturalver— pflegungsstatienen, Director Pr. Stark von Stephans— feld über den Kampf gegen die Trunksucht, Fabrikant Steinhell von Rothan i. E. über Frauenarbeit und Fa— milienwohl referiren.
Berlin. Prof. Dr. Schwenninger, der Leibarzt Bismarcks in Kissingen, ist vom Kaiser zum außerordent— lichen Mitgliede des Gesundheitsamts ernannt worden.
Wien, 30. Juli. Bei einer Postsendung der Cent⸗ ralstaatskasse an die Staatskasse nach Pest ist ein Abgang von 30,000 fl. entdeckt worden.
Paris, 31. Juli. Von gestern Abend bis heute Abend sind in Toulon 5, in Marseille 10, in Arles 2 Cholera Todesfälle vorgekommen.
Rom, 31. Juli. Die Ageneia Stefani dementirt sehr entschieden das Gerücht von dem Auftreten der Cholera in Turin.— In Spezia zwischen Genua und Florenz, ist, wie die„Times“ aus einer Privatmittheilung erfährt, die Cholera ausgebrochen. Am 22. d. M. starben 2 oder 3 Personen an der Seuche, die, wie man glaubt,


