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Wird hier und in Nauheim Monta 8 95 g, Mittwoch und 1 5 ö a 1 5 f Freitag Abend ausgegeben. i Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,

Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoneen mi ö bel 2 mit 11 Pf. berechnet Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit 1 nicht 5

Aufruf.

N 75 5 4 2

Größe 1 5 e namenloses Unglück über einen Theil des Großherzogthums hereingebrochen, ein Unglück, dessen other fers een 0 der vorhergegangenen Ueberschwemmungen weit übersteigt. Nicht blos wurde die Mehrzahl der einige Wochen ff wege e ee aden auf's Neue überfluthet, eine ganze Reihe von anderen Orten wurde theilweise vollständig, theilweise bis e 11 e gesetzt, Hund eie von Wohnhäusern wurden vernichtet oder auf lange Zeit unbewohnbar gemacht, Mobiliar . Ziffern 5 0 e bugganges, der Viehstand hat bedeutende Einbußen erfahren. Noch läßt sich der neu erlittene Schaden auch nicht inksseitigen S 4 er die Thatsachen, daß die Fluthen des Rheins einen sehr großen Theil der zwischen der Bergstraße und den Fehn 1 die! 195 1 fruchtbaren Ebene bedecken, daß Tausende von Meuschen ihr Obdach fern ihrer bisherigen Wohnstätte suchen 5 10 115 d andi Höhe der Noth klar genug erkennen. Nunmehr ist die Pflicht an uns herangetreten, für den Unterhalt der vielen

zren Wohnungen vertriebenen Personen, fuͤr ihre Kleidung und Bettung und für die Ernährung des geretteten Viehes zu sorgen; außer

New A1 5 dem ist die Ausc 1 0 Schs 1% Etz 55 6 i m ist lusgleichung der entstandenen Schäden und die Lösung vieler anderer damit in Zusammenhang stehender Aufgaben in das Auge

ae ee zur Verfügung stehenden Mittel reichen aber hierzu auch nicht annähernd aus, und müssen wir daher von an alle e eee 190 zewohner des Großherzogthums anrufen und bitten, uns weitere Gaben zuzuwenden. Zugleich aber richten wir ene ürger im eutschen Vaterland, insoweit sie nicht selbst geschädigt sind, die Bitte, ihre Herzen dem Unglück, das über die Hessische Mheinn erung hereingebrochen, nicht zu verschließen. Wir bitten aber auch alle Gaben, die für die nothleidenden Augehörigen des Großher zogthums bestimmt sind, dem Landescomité zur Verfügung stellen zu wollen, damit eine gleichmäßige Verwendung aller Mittel gesichert werde und es. dem Zufall überlassen bleibt, wenn eine Gegend reichlich bedacht wird, andere ebenso bedürftige Gegenden aber unberücksichtigt bleiben. 7 e eee bitten wir an unsern Vorsitzenden zu richten, Gelder, die übrigens auch jeder der Unterzeichneten annimmt, bade hatzmeister zu übermitteln. Gaben an Kleidungsstücken, von denen namentlich Fußbekleidung, Strümpfe und wollene Unterkleider eson ers erwünscht erscheinen, bitten wir an Saalbau-Inspector Velten dahier zu adressiren; Gaben von Lebeusmitteln aber bitten wir unserm Vorsitzenden zuvor anzuzeigen, damit sie Seitens des Comitsé's an die gerade solcher Uunterstützung bedürftigen Orte dirigirt werden.

E Die Vertreter nothleidender Orte aber und die Behörden ersuchen wir, ihre Bitten um Mittel zum Unterhalt der Bedürftigen zur Bekleidung derselben, zur Ernährung des Viehes an den Vorsitzenden des Comité's zu richten. i i

Darmstadt den 5. Januar 1883. 55 Das Landescomité zur Unterstützung der Wasserbeschädigten im Großherzogthum Hessen. Ministerialrath Jaup, Vorsitzender. Oberbürgermeister Ohly, Stellvertreter des Vorsitzenden. Hauptstaatskassedirector Michel, Schatzmeister. Regierungsrath Bopp, Seeretär. Geheimerath Welcker, Mitglied des Ausschusses. Rentner Engelhardt, Mitglied des Ausschusses. Stadtver ordneter Ruths, Mitglied des Ausschusses.(Folgen noch weitere 54 Unterf riften.)

Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Mainz hat dem Comits zur Unterstützung der Wasserbeschädigten der Umgegend von Mainz die Erlaubniß ertheilt, zu Gunsten dieser Wasserbeschädigten im Kreise Mainz eine Verloosung von Gebrauchs- und Kunstgegenständen zu veraustalten, zu

welcher 50,000 Loose à 50 Pfennig ausgegeben werden dürfen. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat den Verkauf

der Loose im Großherzogthum gestattet. Betreffend: Die Wasserschäden im Großherzogthum. 1 Friedberg am 5. Januar 1883.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Mit Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 1. und 4. vorigen Monats laden wir Sie ein, insoweit dies noch nicht geschehen bald thunlichst anher mittheilen zu wollen, welche Liebesgaben zur Unterstützung der Wasserbeschädigten aus Ihren Gemeinden dem Landes-Comité zugegangen sind, da eine Zusammenstellung und Veröffentlichung der betreffenden Gaben beabsichtigt ist. Diejenigen Großherzoglichen Bürger meistereien des Kreises, welche der Einladung am Schlusse unseres Ausschreibens vom 4. vorigen Monats bislang nicht nachgekommen sind, erinnern wir zugleich an die betreffende Erledigung, damit wir dem Landes-Comité die dieserhalb gewünschte Mittheilung machen können.

Dr. Braden.

Betreffend: Die Führung der Register über die Zuzüge und Wegzüge in 1882. Friedberg am 5. Januar 1883.

Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. n Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 11. Januar 1878, Oberhessischer Anzeiger Nr. 8, fordern wir Sie hiermit auf, die mubricirten Register bis zum 20. laufenden Monats ordnungsmäßig abgeschlossen an uns einzusenden oder desfallsige Negativbescheinigungen

nach Maßgabe der Vorschrift unter Nr. 10 der Anleitung zur Führung der Register vorzulegen. Dr. Braden.

Ausschreiben. b. N Um Mittheilung des jetzigen Aufenthaltsortes des Johann Bittelborn von Neuthardt, Kreis Durlach in Baden, früher Russeustein macher bei Schwarz und Gatzert in Friedberg, wird ersucht.

Friedberg, 3. Januar 1883. Der Großherzogliche Amtsanwalt.

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Steckbrief.

Brand, Johannes von Bad-Nauheim, ist wegen Unterschlagung auf Grund richterlichen Haftbefehls im Betretungsfalle festzunehmen 2

und in das Amtsgerichtsgefängniß zu Vilbel einzuliefern.

K 1 4 700 9 3 Friedberg, 2. Januar 1883. Der Großherzogliche Amtsanwalt.

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Deutsches Reich 2. Kl. der Res. befördert. eie e Großh. Wasserwerk errichtet worden, an letzteres auge

N Hess. Gerichts-Ace. wurde zum Garuisons-Audi-sschlossen werden und werden zu diesem Behufe 0 Darmstadt, i 0 Großherzog l in Rastatt ernannt. angefordert: für das Schullehrerseminar 2800 M., 12 35 11 chricht Dr. Gör Unter⸗ Den Ständen ging folgende Anforder-[für die Taubstummenanstalt 180 M., für die 1 5 9700 G b ung der Gr. Regierung zu: Die Staatsanstalten Blindenanstalt 380 M., für das Amtsgerichts⸗ ee e 1 0 155 0 zum Assstenz⸗ Arzt zu Friedberg sollen, nachdem dort ein städtisches gebäude 410 M., für das Haftlokal 140 M., . 47 4 ö 35 0 0 5