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Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Oehme aus Berichen, Kreis Leipzig; Christoph Sch Kreis Gießen;
Hermann von Altenstadt; Heinrich Brück von Rödgen, Oberfranken; Jacob Becker aus Hartenrod, Krei
An die Großherzoglichen Bürgermeistereien in den Großherzoglichen Di Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, vom 1. bis 25. April dieses Jahres an den Zahltagen Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anher
Friedberg am 28. März 1882.
s Biedenkopf.
Grund des F. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Heinrich Holz aus Rheidt; Ernst erer aus Höchstadt, Kreis Oberfranken. Johann Schmidt aus Waldmichelbach;
Wegen Bettels bestraft: Karl Meyer
stricts-Einnehmereien Friedberg und Nieder-Wöllstadt. daß die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen für die J. Periode 1882 geschehen kann.
Großherzogliche Distriets⸗Einnehmereien Friedberg und Nieder-Wöllstadt.
Weigel.
Nieß.
Deutsches Reich.
Worms. Die Handelskammer zu Worms hat sich ebenfalls gegen das Tabakmonopol aus— gesprochen. In gleicher Weise die Handelskammer zu Bingen.
Berlin. Es wird vielfach der Plan be— sprochen, im Reichstag mit dem Tabaksmonopol möglichst kurzen Proceß zu machen, nach der ersten Lesung keine commissarische Vorberathung, sondern gleich die zweite Lesung im Plenum zu beschließen und dann, augesichts der hinlänglich bekannten Stellung der Parteien zum Monopol, das Gesetz abzulehnen.
— 27. März. Im Abgeordnetenhaus be— gann die dritte Lesung des Etats.
— Das Herrenhaus genehmigte die Eisen— bahnverstaatlichungsvorlage in der Fassung des Abgeordnetenhauses.
München, 28. März. Die Reichsräthe nahmen das Gesetz über die provisorische Steuer— erhebung, den erhöhten Malzaufschlag und den Ausgabe⸗Etat für Reichszwecke, nach den Be— schlüssen des Abgeordnetenhauses an.
Der päpstliche Nuntius di Pietro ist heute hier eingetroffen.
Karlsruhe, 27. März. Die zweite Kam— mer genehmigte heute einstimmig den Gesetz⸗ entwurf über die Steuererhebung für April.
— In den letzten Tagen wurde von ver— schiedenen Blättern ein Gerücht besprochen, dem— nach Differenzen zwischen dem Erbgroßherzog von Baden und dem Commandeur des vierzehnten Armeecorps, v. Obernitz, bestehen würden. Die „Karlsruher Zeitung“ ist von bestunterrichteter Seite in den Stand gesetzt, diese Gerüchte als völlig grundlos zu bezeichnen.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 27. März. Großfürst Wladimir und Frau sind heute hier angekommen. Das officiöse„Fremdenblatt“ er— blickt in dem überaus freundlichen Empfang der Gäste seitens des Kaisers Franz Joseph und der kaiserlichen Familie, einen erneuten Beweis der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Wien und Petersburg und eine weitere Gewähr für die friedliche Gestaltung der internationalen Lage.
— Das Herrenhaus nahm die Erhöhung der Petroleumsteuer an.— Das Abgeordneten— haus nahm den mit Serbien abgeschlossenen Handelsvertrag, die Cosularconvention, den Ver⸗ trag über die Rechtshülfe, Behandlung von Verlassenschaften und das Viehseuchen-Ueberein⸗ kommen an. Der Gesetzentwurf betr. der Ein— führung von Postsparkassen wurde angenommen. — 28. März. Das Herrenhaus erledigte das Budget und das Finanzgesetz für 1882 und be⸗ schloß, die Wahlreform-Novelle einer Commission von fünfzehn Personen zuzuweisen und die Wahl derselben, sowie die einer Zoll-Commission am 30. März vorzunehmen.
— Die Delegationen sind zum 15. April einberufen.
Pest, 28. März. Das Unterhaus erledigte die Wehrgesetz-Novelle.
Frankreich. Paris, 27. März. In der Deputirtenkammer interpellirte Bischof Freypel die Regierung wegen der Ausweisung der Bene— dictiner aus der Abtei Solesnes und warf der—
selben willkürliche Gebahrung vor. Der Minister z
des Innern erwiederte, die Regierung habe nur
— Unter den Arbeitern der Eisengießereien in St. Etienne ist heute Vormittag ein Strike ausgebrochen.
— Namhafte Mitglieder der Rechten des Senats hielten eine Versammlung ab und be⸗ schlossen, daß sie ihr Möglichstes thun wollten, die Ausführung des neuen Schulgesetzes ig der Provinz zu verhindern.
Großbritannien. London, 27. März. Meldungen aus Athlone zufolge ist das dortige Magistratsgebäude des zur Grafschaft Roscommon gehörenden Stadttheils gestern durch Dynamit— explosion fast zerstört worden. Kein Menschen— leben ist zu beklagen. Die Urheber der Explo— sion sind unbekannt.
— 28. März. Unterhaus. Gladstone aut⸗ wortet auf die Frage Sextone's, es sei unmöglich, Parnell, Dillon und Okelly die Theilnahme an der Abstimmung über die Reform der Geschäfts⸗ ordnung zu gestatten. Hierauf folgte eine leb— hafte Debatte, worin Forster auf das Schärfste die Haltung der Parnelliten tadelte, welche Ir⸗ land mit Schande bedeckten. Redner gibt zu, daß der Erfolg des Zwangsgesetzes nicht den gehegten Erwartungen entspreche, eben in Folge der Haltung der Parnelliten; es seien aber viele Mordthaten und andere Gewaltthaten durch diese Gesetze verhindert worden und, wenn nöthig, müßten die Regierung und das Parlament noch strengere Maßregeln beschließen.(Anhaltender Beifall).
Rumänien. Bukarest, 27. März. Die Kammer begann die Berathung des von dem Exminister Rosetti eingebrachten Gesetzentwurfs, welcher die Verbesserung der Lage der unter dem gegenwärtigen Gesetz vollständig von den Großgrundbesitzern abhängigen Bauern bezweckt. Nachdem zahlreiche Deputirte, darunter die dem Entwurfe günstig gesinnten Oppositionellen: Jo— nesco, Karp, Cogalniceano, gesprochen, wurde der erste Artikel mit 65 gegen 19 Stimmen angenommen.
Montenegro. Cettinje, 27. März. In— surgenten in der Crivoscje brannten mehrere Häuser nieder. Der Insurgentenchef Petac Milie, von österreichischen Truppen an die montene— grinische Grenze getrieben, ist von den fürstlichen Behörden entwaffnet und verhaftet. Viele In— surgenten von Üblis und Ledenices stellten sich, vom Hunger getrieben, den Truppen. In ver⸗ schiedenen Orten der Herzegowina kamen Ver— haftungen vor.
Aus Stadt und Land.
l. Friedberg. Am letzten Dienstag Abend wurde die hlesige Fortbildungsschule für diesen Winter mit
Wohle der von ihm geschaffenen Anstalt noch lange in gewohnter geistiger und körperlicher Frische. Friedberg.
und wird schon am 1. Mai dahin übersiedeln. Sein Nachfolger als Professor am Prediger-Seminar und Pfarrer ist Professor Dr. Weiffenbach von Gießen.
Hirschhorn, 26. März. Gestern wurden 2 Neckar⸗ Steinacher Nagelschmiedgesellen, welche am 19. d. Mts. auf der Straße gegen Schönau einen Schuhmacherge— sellen mittelst Schälprügeln erschlagen haben, nach Darmstadt abgeliefert. Hoffentlich werden die Unmenschen, welche den Getödteten auf schauderhafte Weise zugerichtet haben, die gerechte Strafe erhalten. Der Getödtete war ein braver und fleißiger Mensch, welcher seinen alten Eltern manche Unterstützung aus seinen Ersparnissen zu⸗ kommen ließ.
Allerlei.
Kassel. voraussichtlich in Kassel abgehalten werden, für welche Stadt die Mehrheit der Simmen sich bis jetz ausge—
sprochen haben soll. Ursprünglich war Darmstadt dazu
ausersehen worden.
Göttingen, 25. März. Die Leichen des Beck⸗ mann'schen Ehepaares, welches vor etwa vier Wochen nach Ermordung seiner Kinder von hier verschwunden war, sind gestern dicht vor der Stadt in dem Leinekanal aufgefunden worden.
Paris, 27. März. Seit 5 Uhr Morgens tobt ein heftiger Sturm. Die Straßen sind mit Trümmern von den Dächern und Schornsteinen bedeckt, viele Bäume sind umgeweht. Dabei fällt ein feiner kalter Regen. Mehrere Personen sind durch herabfallende Ziegel verwundet worden. Im nördlichen Frankreich und besonders im Canal sind viele Unfälle zu beklagen. Zwischen Cher⸗ bourg und Havre kenterte ein Rettungsboot, welches einer Schaluppe Hülfe bringen wollte. Die Mannschaften der Schaluppe und des Rettungsbootes, zusammen 19 Mann, ertranken.
London. In der Nacht vom letzten Sonnabend zum Sonntag und fast während des ganzen Sonntags richtete ein starker Sturm, begleitet von Hagelschlag, Schneegestöber und heftigen Regengüssen, in manchen Distrikten sowie an der Küste große Verheerungen an.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 28. März. Fruchtvericht. Walzen M. 25, Korn M. 20.00, Gerste M. 18.00, Hafer M. 16 bis 17. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfd.
Friedberg, 29. März Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.10— 1.15, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. 11 Pf.
Grünberg. Fruchtpreise vom 24. März. Waizen M. 24.76, Korn M. 19.20, Gerste M. 18.00, Hafer M. 17.10, Erbsen M. 20.00, Lein M. 00.00, Samen M. 29.00, Kartoffeln M. 3.40, Wicken M. 20.00.
Gießen, 28. März. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.20—1.25, Eter 1 Stück 5 Pf. und 2 St. 9 Pf., Käse per St. 5—9 Pf., Tauben das Paar M. 0.90— 1.00, Hühner per St. M. 1.30 1.60, Hahnen ver St. M. 2.00 bis 2.50, Enten per St. M. 0.00— 0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 60— 62 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 50—54 Pf., Kalbfleisch 40—44 Pf., Schweinefleisch 62—64 Pf., Hammelfleisch 64— 70 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 4.00 bis 0.00, Zwiebeln per Ctr. M. 9—12.
Frankfurt, 27. März. Vieh Markt. Angetrieben waren eirea 310 Ochsen und Stiere, 300 Kühe und Rinder, 240 Kälber und 200 Hämmel. Die Preise stellten
einer Prüfung geschlossen. Die Prüfung legte Zeugniß dafür ab, daß wacker gearbeitet worden war; jedem der anwesenden Zuhörer drängte sich die Ueberzeugung auf, daß eine solche Fortbildungsschule nicht blos eine nütz⸗ liche, sondern eine nothwendige Ergänzung des in der Schule Gelernten und Erreichten biete. Die Aus bildung für's Leben schließt mit dem 14. Lebensjahre nicht ab, sondern beginnt erst recht damit. Die Ansprache des Oberlehrers Bitsch an die drei Klassen verbreitete sich über die Bedeutung der Fortbildungsschule und ihre hohen Ziele für die menschliche Gesellschaft. Mit der Verkündigung, daß an zehn Schüler Prämien für Fleiß und Fortschritte in Folge wohlthätiger Zuwendungen ge⸗ geben werden könnten, schloß der Prüfungsget.
1. Friedberg. Dieser Tage feierte der Direetor der hiesigen Blindenanstalt, J. P. Schäfer, im Kreise seiner Familie und einiger Freunde ein schönes Fest; es alt dem Andenken seines vor vierzig Jahren stattgehabten Einzugs als Lehrer in Friedberg. Schäfer war zuerst eine Reihe von Jahren als Lehrer an der hiesigen Taub⸗
das hierhergehörige Gesetz ausführen lassen.— 28. März. Die Deputirtenkammer genehmigte mit 376 gegen 71 Stimmen den Credit von 8 Mill. für die Kosten der tunesischen Expedition. Die Forderung gilt für das 2. Quartal 1882.
stummenanstalt thätig, dann gründete er die Blinden⸗ anstalt. Wir haben nicht nöthig, ausführlich auseinander⸗ zusetzen, welch' verdienstvolles Werk er damit in's Leben gerufen und daß er damit vielen armen Unglücklichen ein Wohlthäter geworden ist. Gott erhalte diesen thätigen, verdlenstvollen Mann und Ehrenbürger unserer Stadt zum
sich per 100 Pfd. Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 65 bis 67, 2. Qual. M. 60—62, Kühe 1. Qual. M. 54 bis 56, 2. Qual. M. 44—48, Kälber je nach Qualität M. 4056, Hämmel 1. Qual. M. 60-62, 2. Qual. M. 40—50.
Brodpreise vom 1. bis 16. April. Nach eigener Angabe der Bäcker.
Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach
unverändert.
Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. April. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. In Butz bach kostet das ½ Kilo Kuhfleisch 54 Pf. Rindfieisch 54 Pf., Nierenfett 54 Pf.
Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 53% Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr.
Osterfest..
Montag Abends 6 Uhr.
Dienstag Morgens 8 Uhr.
Christoph Scherer aus Höchstadt, Kreis
Wie wir ans guter Quelle vernehmen, ist Professor Dr. Köhler dahier als Superintendent in das Obereonsistorium nach Darmstadt berufen worden
Der diesjährige deutsche Lehrertag wird
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