Ausgabe 
29.4.1882
 
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schleben zu seinem 70. Geburtstag am 22. April zum Dr. theol. honoris causa promovirt. Die Restaurations⸗ arbeiten an der Burg Gleiberg werden mit aller Energie betrieben.

Darmstadt, 25. April. Gestern wurde das Winter semester bei der Technischen Hochschule eröffnet und ergab sich hierbei die Thatsache, daß schon jetzt die Zahl der immatrikulirten Studirenden diejenige des vorigen Se mesters nicht unwesentlich, d. h. um 11 übersteigt, indem namentlich die Maschinenbauschule Zuwachs erhalten hat.

Bensheim, M. April. Gestern fand die Ein weihung unseres neuen Gymnasiums statt. Von Darm⸗ stadt waren die Herren des Schulministertums, Herr Geheimerath Dr. Goldmann sowie zwei Räthe des Ober baucollegs als Gäste erschienen.

Allerlei.

Frankfurt. Ein Kleingewerbtreibender ließ sich vor einigen Monaten von seiner Frau scheiden, heirathete wieder, lebte mit seiner zweiten Frau auch nicht glücklich, ließ sich aber nicht von ihr scheiden, sondern ging ihr durch, seine erste, geschiedene Gattin mit sich uber den Ocean nehmend.

Berlin. Pfennig⸗Sparkassen sollen von der Reichs⸗ post in's Leben gerufen werden. Große Massen von Sparmarken und Sparkarten sind in der Reichsdruckerei bereits in der Herstellung begriffen.

Wien, 28. April. Der Verlauf des Ringtheater Prozesses bietet heute wenig allgemein interessante Mo⸗ mente. An die Vernehmung des Erbauers des Ringtheaters, des Architekten Förster, reihte sich das Verhör des Be amten vom Stadterweiterungsfonds, Pauli, und des Aufsehers Richter. Die Aussagen enthalten nichts Neues oder wenigstens nichts Bemerkenswerthes. Förster be stätigt die Angaben Jauners, daß dieser die vierte Gallerie habe cassiren wollen, der Stadterweiterungsfond aber die Genehmigung versagt habe. Heute Abend brachte man einige Klarheit in die Oellampen-Affaire. Jauners Seeretär Gies rau, der als durch moralische Verantwort lichkeit beeinflußt unbeeidet blieb, deponirte insoferne günstig für Jauner, als er zugesteht, bezüglich der Oel⸗ lampen dem Auftrag Jauner's auf Anbringung derselben nachgekommen zu sein, aber nicht gewußt zu haben, daß sie am 6. Dezember schon aus der Reparatur gekommen wären. Daß er nach dem Brandausbruch wenig Geistes gegenwart zeigte, gesteht er selbst zu. Gas-Inspeetor Bauer gibt bemerkenswerthe Aufklärungen. Das Er⸗

directors Arnberger, der sagte, der Feuerwehrdienst ist für uns vom Stadtbauamt leider eine Nebenbeschäftig ung. Er selbst kenne die Signale und Commandos nicht genau. Er bezeichnet die Reorganisirung der Feuerwehr als nothwendig. Nach der dermaligen Organisation sei die Feuerwehr unfähig, Mangels Requisiten, sowohl das Feuer zu bekämpfen als auch die Menschenrettung vor zunehmen. Arnberger bezeichnet das Vorgehen der An⸗ geklagten Wilhelm und Herr als richtig. Die frühere Directriee Völkel behauptet, die Oellampen hätten unter ihrer Direetion vollzählig gebrannt. Der Feuerwehrdienst wäre gut organisirt gewesen. 27. April. Bürger⸗ meister Newald wurde bis 30. d. M. der Pflicht ent hoben, im Gerichtssaal zu erscheinen; seine Gesundheit ist zu sehr angegriffen. Der Theatermeister Weber sagt heute aus, er that alles zur Räumung des Schnürbodens, erfuhr aber von der Existenz einer Drahteurtine erst in der letzten Zeit. Die Feuerwehrleute waren nicht unifor⸗ mirt. Der Rauchfangkehrer Drescher behauptet, Nitsche habe die Rollthüre, die er anfangs öffnete, geschlossen, dadurch wurde der Vorhang in die Höhe getrieben. Drescher selbst griff nach dem Wasserwechsel, konnte den⸗ selben aber nicht öffnen.

Gerichtssaal.

Friedberg. In der Schöffengerichtssitzung wa 18. April wurden erkannt: 1) gegen Nathan Hammel von Ober-Rosbach, wegen fahrlässiger Körperverletzung auf 30 M. Geldstrafe; 2) gegen Heinrich Karl Herrmann von Friedberg, angeklagt des Widerstands gegen die Staatsgewalt und unerlaubten Schießens, Gefängniß strafe von 10 Tagen und eine Haftstrafe von 1 Tag; 3) gegen Karl Beck ledig von Friedberg, wegen uner⸗ laubten Schießens, Geldstrafe von 3 M.; gegen Johannes Schuhmann IV. von Ockstadt, welcher der Beleidigung des Wirths Johann Klingl daselbst angeklagt ist, unter Kostenverurtheilung auf eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen; zugleich wurde dem Privatkläger Klingl das Recht zuge⸗ sprochen, die Verurtheilung des Schuhmann auf des Letzteren Kosten im Oberhessischen Anzeiger bekannt zu geben. In der Sitzung vom 4. Mai kommt nur ein Fall zur Verhandlung, und zwar die Strafsache gegen Georg Klein Ehefrau von Ilbenstadt, wegen Körperverletzung.

T hegte r. (Eingesandt.) Die Vorstellung desHerrgottschnitzers war

löschen des Gases sei durch ein Rohrgebrechen möglich eine der besten und besuchtesten der diesjährigen Saison, gewesen. Zeuge bestreitet unter Eid, daß Landsteiner zu und waren es vor allen Dingen Fräulein Gensicke Ingenieur Wilhelm sagte, es seien noch Menschen im(Loni), Fräulein Riondé(Traudl), sowie die Herren: Theater. Auch der Zeuge hatte den Eindruck, Alles sei Rasch(Lehnl), Herrmann(Lois!) welche geradezu gerettet. Sensationell wirkten die Depositionen des Bau- worzügliches leisteten und das animirte Publikum zur

Heiterkeit und stürmischen Beifallsbezeugungen hinrissen. Das Stück gefiel sehr und allgemeln hörten wir schon den Wunsch nach einer Wiederholung desselben laut wer⸗ den, da in Folge des starken Besuches Viele keine Billets mehr bekamen. Die durch eine Wiederholung dieses vor züglichen Volksstückes entstehenden Kosten würden durch einen gesteigerten Besuch sicher gedeckt werden. Die Aufführung vonHaus Lonei ist nun bestimmt für nächste Woche festgesezt. Ein neues Lustspiel von L'Arronge ist immer ein Ereigniß, und da diesem Stück eine ganz besondere Zugkraft nachgerühmt wird, so dürfte es sich wohl empfehlen, die Bestellungen auf Billets für diesen Abend recht bald zu machen, umso mehr, als es sich darum handelt ein neues Werk unseres beliebtesten Bühnenschriftstellers kennen zu lernen. Auch unseren Kleinen steht eine Freude bevor. Die Gesellschaft will, wie auch schon im Vorjahre, kommenden Sonnabend eine Nachmittagsvorstellung für Kinder geben und hat hierzu eine der beliebten Görner'schen Kinderkomödien Die Haulemännerchen ausgesucht. Die Preise sind bedeutend ermäßigt und sei diese Vorstellnng daher allen Eltern empfohlen.

Brodpreise vom 1. bis 16. Mai. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach

unverändert.

Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Mai. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. In Bad-Nauheim kostet Ochsenfleisch das ½ͤ Kilo 66 Pfennig. In Butzbach kostet Ochsenfleisch das ½ Kilo 68 Pf.

Rirchliche Anzeigen für Friedberg. Ebangelische Gemeinde. Jubilate. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10½=Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Nachmittags 1½œ Uhr: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Baur. Am Sonntage Cantate Abendmahl in der Burgkirche.

Ratholische Gemeinde. Samstag 4 Uhr: Beicht. Sonntag 10 Uhr: Hochamt mit Predigt.

Bekanntmachung.

Die am 14. l. Mts. im hiesigen Gemeindewald ab gehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der erste Fahrtag auf Dienstag den 2. Mai l. J. festgesetzt.

Ober-Mörlen den 28. April 1882.

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