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als. fest.
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Beilage.
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M12.
Deutsches Neig.
Darmstadt, 25 Jan. Der Großherzog und die Prinzessinnen Victoria und Elisabeth begeben sich morgen zu mehrtägigem Besuch des Fuͤrsten und der Fürstin von Waldeck nach Arolsen, oselbst auch der Herzog von Albany eintraf.
Berlin, 25. Jan. Der Kaiser empfing heute den amerikanischen Botschafter Schlözer in besonderer Audienz. Der russische Bot— schafter Saburoff ist heute wieder hier eingetroffen.
— 25. Jan. Reichstag. Vor der Tagesordnung erklärt Mommsen, er habe niemals den Aus— druck„Hausmeierei“ gebraucht; er würde ihn auch mit seiner Königstreue und Ehrfurcht vor dem Kaiser nicht vereinigen können.— Der Bericht der Reichsschulden-Commission und der
Donauschifffal yrtsgete wird ohne Debatte erledigt.
Bei der Fortsetzung der Etatsberathung bean tragt Richter, vorher die Wahlprüfungen zu
erledigen. Hierüber längere Debatte. verlangt Abstimmung, Minnigerode bezweifelt die Beschlußfähigkeit des Hauses. Es erfolgt die Zählung; 223 Personen sind anwesend, das Haus beschlußfähig. v. Ben da schlägt ein Com promiß vor, nach der Generaldebatte die Wahlen
Richter
zu prüfen. Das Haus beschließt nach diesem Antrag. Die Reichstagsbaucommission beschloß
eine Concurrenz für deutsche Baukünstler aus zuschreiben. Die weitere Debatte dreht sich zunmehr um die gestrige Rede Bismarcks und
die aufregenden gestrigen Vorfälle. Lasker Schlusse seiner Rede die auffallende ung macht: Ich kann sie versichern, andere Wolken am europäische Himmel, hoffentlich kommen sie
Es sprechen
Bemerk— es gibt (hört!) nicht zur Entladung. So— dann spricht Windthorst, Lassen, und Virchow. Nach erfolgtem Schluß der General discussion erklärt der Abg. Hänel persönlich, daß er an eine Beleidigung des Reichskanzlers ncht entfernt gedacht. Es folgen nunmehr Wahlprüfungen, bei welchen einige Wahlen be— anstandet werden. Das Haus vertagt sich hierauf. — 26. Jan. Nach einigen Wahlprüfungen wird die Vorlage über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in Steinkohlenwerken berathen. Hirsch spricht gegen das Regulativ, verlangt bei der Jestsetzung der Arbeitszeit die nöthigen Ruhe— pausen und beantragt die Verwerfung der Vor— gage. Der Bundescommissär rechtfertigt die Vorlage. Franz stellt einen Antrag, nach dem die Bestimmungen des Regulativs nur für die jugendlichen Arbeiter gelten, welche an der Förderung beschäftigt sind. Dieser Antrag wird genehmigt; der von Hirsch abgelehnt. Bei der nun folgenden Specialberathung des Etats in dritter Lesung beantragt von Benda, die Position betr. die Kostenbewilligung zu dem Bau einer Militar-Erziehungsaustalt in Neu— breisach an die Budget-Commission zurückzuver— weisen. Dagegen moͤchte Richter(Hagen) diesen Gegenstand gerade jetzt, wo das Haus zut besetzt sei, berathen sehen. Letzterem Wunsche vird vom Hause gewillfahrt. Zunächst wird über das Ordinarium der Ausgaben verhandelt. Das Ordinarium des Reichstags wird mit der Maßgabe bewilligt, daß auf Antrag v. Stauf— enberg's das Bibliothekpersonal des Reichs— ags um einen Assistenten mit 3000 M. Gehalt verstärkt werden sollte.
l verder b Gemaͤß dem oben ge— saßten Beschlusse wird jetzt über die Position „Einmalige Ausgaben, Capitel 6, Titel ha,
zur Ertichtung eines Militär-Knaben-Erziehungs Instituts mit Unterofficier-Vorschule in breisach, einschließlich der Kosten für (rwerb(erste Rate 290,000 M.)“ berathen. In zweiter„ hatte das Haus den Titel abgelehnt. Massow beantragte heute die Waberhersteuung desselben. Nach Schluß der Debatte wird ein neuer Antrag v. Benda's, die ganze Angelegenheit zur schleunigen Bericht
Neu⸗ Terrain
dem Puttkamer entgegnet und am
Gberhessischer Anzeiger.
erstattung an die Bede emiffton zu verweisen, durch Auszählung mit 118 gegen 113 Stimmen angenommen. Darauf wird die Sitzung vertagt. Die Nachricht der Prager„Politik“, Fürst Bismarck wünsche die Einverleibung
niens in die ungarische und diejenige der Herze— gowina in die ͤsterreichische Reichshälfte, ist aus
der Luft gegriffen.
Kiel. S. M. S.„Stosch“, 16 Geschütze, hat am 15. Dec. pr. Amoy verlassen und traf am 17. desselben Monats in Hongkong ein.
München, 25. Jau. Abgeordnetenkammer. Die Position in Betreff des außerordentlichen Militärcredits für Kasernenbauten wurde in der Ausschußfassung mit 127 gegen 19 Stimmen angenommen; sonach sind die Neubauten abge lehnt und die Schießplätze nach dem Gesetz von 1880 genehmigt.
Dresden, 26.
— 1 —
Jan. ie zweite Kammer
lehnte das Postulat des Justizministers zu per sönlichen Zulagen an richterliche Beamte ab. Karlsruhe, 26. Jan. Die zweite Kam—
mer genehmigte einstimmig die durch die Gerichts— kosten-Herabsetzung verursachte Abänderung des Einführungsgesetzes zum Gerichtskostengesetz und nahm eine Nesolution an, durch welche die Re gierung aufgefordert wird, beim Bundesrath die Abänderung des Gerichts-Verfassungsgesetzes behufs Erweiterung der Competenz der Gemeinde— gerichte zu beantragen.
Ausland. Oesterreich-Ungarn. gationen wurden auf den 28. Januar einberufen.
Wien. Die Dele—
Brünn, 25. Jan. Die Polizei entdeckte im nahen Julienfeld geheime Zusammenkünste social demokratischer Arbeiterführer. Mehrere Per— onen, unter ihnen der Redacteur des„Volks— freundes“, Dundela, wurden verhaftet. Die Untersuchung geht auf die Bildung geheimer Verbindungen und Majestätsbeleidigung. Haus suchungen wurden vorgenommen.
Pest, Jan. Das Unterhaus nahm in Namensabstimmung mit 234 gegen 161 Stimmen die Budgetvorlage zur Grundlage der Special— debatte an.
Holland. Haag, Jau. Die zweite Kammer nahm mit 39 gegen 31 Stimmen folgende Motion an: In Erwägung, daß eine Fortsetzung der Berathung bezüglich des Handels vertrags mit Frankreich unter den gegenwärtigen Umständen nicht wünscheuswerth sei, vertagt die Kammer diese Berathungen und geht zur Tages— ordnung über.
Belgien. Brüssel, 26. Jan. Die Kammer genehmigt mit 86 gegen 16 Stimmen das ganze Gesetz über den Handelsvertrag mit Frankreich.
Franreich. Paris, 26. Jan. Kammer. Bei Berathung der Revisions-Vorlage spricht Dreyfus(Opportunist) sich für beschränkte Re— vision aus, damit der Senat die Vorlage an nehmen koͤnne. Legrand bekämpft den Autrag, betr. Listenserutinium, der für die Kammer Auf lösung oder Discreditirung bedeuten würde, glaubt aber eine Verständigung sei leicht erreichbar, wenn die Regierung auf ihre Vorschlaͤge verzichte. Lockroy spricht sich ebenso gegen die Regierungs vorlage wie gegen die Commissionsantraͤge aus und will vollständige Revision unter Beseitigung des Senats. Fabre bringt einen Vermittelungs antrag ein, in die Vorlage aufzunehmen, daß das Listenserutinium erst nach Erloͤschen der Ge walten der jetzigen Kammer anwendbar sein soll.
— Der General Forgemol ist zum Ober—
25.
25.
befehlshaber des Expeditionscorps von Tunis ernannt.
Großbritannien. London, 26. Jan. Gestern wurde ein weiteres Regiment nach Irland
beordert.„Times“ erfahrt, die Regierung habe den Ankauf der Telephonleitungen beschlossen.
Italien. Rom, 25. Jan. Kammer. Berio
interpellirt die Wee wegen der Spielbank auf dem Monte Carlo(Monaco). Er spricht der philanthropischen Initiative des Engländers
Thomson seinen Beifall aus. Der Minister Mancini erklärt: Die italienische Regierung ist bereit, einer diplomatischen Action der europä— ischen Mächte sich anzuschließen, die dem Völker—
recht entspricht; es existire aber dar kein Vorschlag. Auf eine Interpell Riciotti wegen der Documente über T und Marseille antwortet Mancini: Die Vor— lage derselben muß ich mir für einen besser ge— eigneten Moment vorbehalten. Riciotti möge eine Motion einbringen, um der Kammer die
über noch atton von Sfax
u eis,
Möglichkeit zu bieten, ihr Vertrauens-Votum auszusprechen. Wenn Riciotti diese nicht ein⸗ bringt, so halten wir es für einen Beweis, daß Riciotti anerkennt, die Major ität der Kammer werde die Politik des Cabinets billigen. Riciotti brachte keine Motion ein.
— Um die Immobilisirung der enischen
Consols besser durchführen zu können, hob die
Regierung die Taxen auf, die bei der Umwand⸗ lung der Renten auf Inhaber in Renten auf Namen bezahlt werden müßten.
Rumaͤnien. Bukarest, 25. Jan. Eine
irten der liberalen den Minister des Innern, Rosetti, mittelst einer Adresse zur Zurückziehuag seiner Demission einzuladen. Die Entschließung Rosetti's ist noch unbekannt.
Versammlung sämmtlicher Deput Partei beschloß,
Rußland. Petersburg. Der„Reg.⸗Bote“ publicirt das Urtheil des Kriegsgerichts gegen
Sankowsky und Melnikow wegen des Attentates
auf Tscherewin. Das Urtheil lautet gegen San⸗ kowsky auf Tod mittels Stranges, gegen Mel— nikon auf zwanzig Jahre Zwangsarbeit in den
Bergwerken von Sibirien. Das Urtheil wurde dem Gehilfen des Commandanten vom Peters— burger Militärbezirk zur Bestätigung überwiesen. Dieier n Melnikow Dieser bestätigte das Urtheil gegen Melnikow, das gegen Sankowsky, der ein Gnadengesuch einreichte, änderte er in lrbeit in den Bergwerken. 95
— U
Zwangs- Jan. der Kriegs⸗ entschädigung ist mit der Pforte ein Einver⸗ nehmen erzielt. Dieselbe jährlich zehn Million Frans und ist die Zahlung durch diverse Zehntel von Steuern garantirt.
Amerika. Washington, 25. Jan. Prozeß Guiteau. Nach der heutigen 1½stündigen Rede Richters Burant, worin derselbe das Eingehendste die Seledesdenimmungen uber das in Frage stehende Verbrechen auseinandersetzte und die Zeugenaussagen für und wider den Angeklagten hervorhob, zog sich der Gerichtshof zurück und gab nach einer mehr als einstündigen
zahlt
des auf
Berathung sein Verdict dahin ab, daß Guiteau der Ermordung Garfield's für schuldig zu er— klären sei. . lid f 9 8 Oeffentliche Aufford derung. Elgenthums- und sonstige Ansprüche an aufgeführten, in dem Grundbuch den den 11* Parzellen mit Namen beigesetzten Personen ebenen Llegenschaften, welche dermalen veräußert bezw.
uͤberschrieben werden sollen, sind binnen 4 Wochen
dahler geltend zu machen, eren alls*
die Vera
ßerungs
verträge bestaͤtigt und die beantragten Ueberschreibungen vollzogen werden. Gemarkung Boöͤnstadt. Johannes Meiß 11. von Boͤnstadt: J. 109. 109,5. I. 264. 704. XIV. 306. 907. Altenstadt den 4. Januar 1882.
Großherzogliches Amtsgericht Altenstadt. Hofmann. 142 Orth.
Beste weiße Keruseife à Pfd. 36 Pf.,
Beite ode„ 8„ bei Abnahme von 10 Pfd. das Pfd. 2 Pf. billiger bei 76 Carl Heubel, Seifensieder.


