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ruͤckgeworfen hatten. Das Gefecht wurde er— neuert und ist äußerst hartnäckig. 1000 Sol⸗ daten Arabi's griffen die Eisenbahnbrücke an und rückten bis auf 600 Schritt vor. Die Eng— länder trieben durch Gewehrfeuer dieselben zu— rück. Es gab beiderseitig Verwundete.— 25. Juli. Die englischen Truppen haben sich gestern in Ramleh behauptet und dasselbe verschanzt und mit zwei Feldgeschützen und vier 40-Pfündern, welche vom„Malabar“ gelandet wurden, armirt. Die Pumpstation ist als gesichert zu betrachten, doch ist nur noch für fünf Tage Wasservorrath vorhanden, alsdann ist man auf die Thätigkeit der Filtrirmaschinen angewiesen. Um drei Uhr Mittags zogen sich die Reserven Arabis etwa tausend Schritt zurück, die Engländer rückten 500 Schritt vor. In den von den Egyptern aufgeworfenen Schanzgräben, worin sich die Feuerkette etablirt hat, herrscht augenscheinlich große Aufregung. Es scheint Alles bunt durch— einander zu rennen.— Ali Muükhtar Pascha ist mit einer Deputation von Notabeln aus Kairo in Alexandrien eingetroffen und berichtet, daß Arabi die Mollahs und Derwische durch das ganze Land sende, um den Heiligen Krieg zu predigen. Die Einwohner eilen schaarenweise zu den Fahnen und werden von Arabi mit alten Remingtongewehren bewaffnet.— Ragheb Pascha hat insgeheim eine Proklamation verbreiten lassen, in welcher er ausführt, die Engländer hätten dem gesammten egyptischen Volke den Krieg erklärt. Man hofft seine Absetzung durch den Khedive.
— Das Verhör zweier geflüchteten Kataster— Inspectoren vor dem Genie-Commandeur be— stätigte die aus Tanta gemeldeten barbarischen Massacres. 85 Leichname wurden durch die Straßen geschleift, dann verstümmelt und die Stücke durch die Fenster in europäische Häuser geworfen. Johlendes Weibsvolk gab das Ge— leite. Aehnliche Grausamkeiten werden aus Mihalla-Elkebir gemeldet, wo nur durch das Dazwischentreten von Beduinen-Scheiks einigen Europäern das nackte Leben gerettet wurde. Kairo, 25. Juli. Dem Khedive ist die Mit—
theilung zugegangen, daß Herumstreifer aus
Alexandrien, zum Brennen und Pluͤndern bereit, nach Kairo zögen, woselbst große Befürchtungen herrschen.— Die britischen Behörden haben den türkischen Telegraphen zwischen Egypten und Stambul aufgehoben.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. Im Garten des Reallehrers Lang am Fauerbacher Thor steht ein Virnbaum in der zweiten Blüthe. In den Gemarkungen Ockstadt, Nauheim und Dorheim, Södel und Wölfersheim fällt die Aepfelernte voraussichtlich sehr zufriedenstellend aus. Ueberall sieht man gestützte Bäume.
g. Holzhausen v. d. H. Hier hat dieser Tage ein Mädchen beim Mähen seiner Schwester mit der Sense in das Bein gehauen. Die Verwundung ist eine sehr schwere.
Allerlei.
Windecken. Vor einigen Tagen wurde ein älterer Einwohner von hier verhaftet, welcher seine Frau Nachts im Bett überfiel und zu ermorden suchte. Auf ihre Huͤlferufe waren Nachbarsleute herbeigeeilt und befreiten die Frau aus den Händen ihres zärtlichen Gatten. In Folge der Würgversuche ist die Frau noch schwer er— krankt und leidet insbesondere an Krämpfen.
Kassel, 24. Juli. Der deutsche Lehrertag ist nur schwach besucht, bis jetzt sind kaum 400 Theilnehmer angekommen. Die Delegirtenversammlung wählte als nächsten Vorort Berlin.— 25. Juli. Die Hauptversamm— lung des Deutschen Lehrertages fand heute statt. Re— gierungsrath Falkenheiner begrüßte die Erschienenen Namens der Regierung, Oberbürgermeister Weiße Namens der Stadt und Liebermann Namens der hessischen Lehrerschaft.
Prag. Die Folgen des Wolkenbruchs in Böhmen sind entsetzlich: Im Ganzen wurden bis jetzt 47 Todte im Elbthale aufgefunden. Viele Häuschen daselbst wurden weggeschwemmt. Ein Fiaker sammt Pferden und Wagen wurde aufgefunden. Kutscher und Pferde waren todt. An der Bahnxreparatur wird rüstig gearbeitet; doch dürfte noch graume Zeit vergehen, bevor die Bahn in betriebs— fähigem Zustande sein wird. Der Schaden ist bedeutend und größer, als man vermuthete.
Smyrna. Durch die Feuersbrunst wurden 1400 Häuser eingeäschert und 6000 Personen obdachlos. Ein Todesfall ist vorgekommen. Das Feuer wüthete sieben Stunden, ehe es gelöscht werden konnte. Der angerichtete Eigenthumsschaden ist enorm.
Die in vielen Zeitungen gegenwärtig er— scheinenden Berichte über das Einschlagen des Blitzes in menschliche Wohnungen, Entzündung von Häusern und Tödtung von lebenden Wesen veranlaßt den Schreiber dieses, Einiges über den Blitzableiter zu sagen. Die in der Atmosphäre erzeugte Elektrizität tritt für das menschliche Auge und Ohr unter dem Namen Blitz und Donner zu Tage und ist diese Naturerscheinung, so erhaben und großartig sie ist, für uns ge— fährlich. Schon vor mehr als hundert Jahren beschäftigten sich die Gelehrten und namentlich Franklin mit der Frage:„Wie kann dem durch diese Naturerscheinung für uns erwachsenden Schaden entgegengetreten werden?“ Namentlich Franklin bewies an der Hand von Experimenten vermittelst der Elektrisirmaschine, daß eine künst— liche, mit Elektrizität geschwängerte Wolke(von Wollwatte) sich von einer Metallspitze, welche Elektrizität ausströmt, entfernt und schlug des— halb vor, die menschlichen Wohnungen mit Metallspitzen zu versehen, d. h. Blitzableiter zu bauen. Die durch die Elektrisirmaschine erzeugte sog. Reibungs-Elektrizität hat erfahrungsgemäß in all ihren Erscheinungen die größte Aehnlich— keit mit der atmosphärischen Elektrizität, dem „Blitz“. Es existirt die Annahme, daß in der Erde negative Elektrizität, in der Atmosphäre dagegen positive vorhanden ist. Die beiden Elektrizitäten suchen sich auszugleichen, d. h. die positive wird zur negativen übergehen und um— gekehrt die negative zur positiven. Diesen Aus— gleich ermöglichen wir nun durch den Blitz ab— leiter, d. h wir weisen dem Blitz, resp. der positiven atmosphärischen Elektrizität, wenn die— selbe sich in größerer Menge angehäuft und das Bestreben hat, sich mit der negativen aus— zugleichen, einen bestimmten Weg an. Dies geschieht aber nur, wenn der Blitzableiter den genauen technischen Vorschriften gemäß hergestellt ist und soll im Nachstehenden der Versuch ge— macht werden, die Eigenschaften und Wirkungen des Blitzableiters zu erklären. Wenn vorhin gesagt worden, daß ein Ausgleich zwischen der in der Erde befindlichen Elektrizität mit der in der Atmosphäre sich befindlichen stattfinde, haben wir nun zu untersuchen, wie dieser gefährlichen Naturkraft entgegen getreten werden kann. Die Spitze des Blitzableiters muß stets frei von Rost, Fett ꝛc., überhaupt metallisch rein sein und die mit den Auffangstangen, also mit den Spitzen verbundenen Eisenstücke müssen ebenso metallisch verbunden sein bis zur Ableitung, d. h. der Stange, welche in den Erdboden ein— gegraben ist und zwar muß an den Enden dieser Stangen womöglichst ein rostfreies Metall, am besten Kupferblech, angelöthet sein, so daß von den Spitzen des Blitzableiters bis zu den Erd— bodenstangen streng genommen nur ein Metall— stab gebildet wird, denn es wird nach dem vor— her Gesagten leicht einzusehen sein, daß, wenn die Leitung irgendwo schlecht beziehungsw. unter⸗ brochen ist, der Blitzableiter durchaus werthlos, im Gegentheil sehr gefährlich für das Gebäude und dessen Bewohner werden kann. Ich hatte öfter Gelegenheit, meines Berufes wegen, Blitz— ableiter zu untersuchen und fand, daß in den meisten Fällen dieselben schlecht, d. h. durchaus keine Leiter der atmosphärischen Elektrizität zu nennen sind, weil von dem Handwerker, welcher die Eisenstangen auf das Haus machte, selten die Wichtigkeit und Gefährlichkeit der Sache recht erkannt wird. Die zusammengefügten Eisenstangen sind an den Verbindungsstellen durchweg, wenn ein Jahr von der Anfertigung bis zur nächsten Untersuchung verflossen, voll— ständig verrostet und hört überall, wo Rost sich befindet, die Leitungsfähigkeit für die Elektrizi— tät auf. Die atmosphärische Elektrizität hat die Eigenschaft, auf den nächstliegenden besseren Leiter überzuspringen, wenn der Anfangs ge— gebene schlecht ist; wenn nun ein Blechstuͤck auf dem Dache oder nasses Holz, welches auch ein Leiter der Elektrizität ist, in der Nähe des Blitzableiters sich befindet, wird der Blitz dort
Frottier 1
seit Jahren die amtliche Vo
1 B. besteht
Apparate gesetzlich untersucht. lange nicht das Gegentheil bewiesen, daß durch
einen guten, wie vorhin beschriebenen Blitzab⸗
leiter Unglück verhütet werden kann, sollte jeder Hausbesitzer zur Abwendung von Gefahr sein Haus mit einem solchen Blitzableiter versehen, Erwähnt sei noch eine irrthümliche Anschauung vieler Leute. Man hört oft sagen: der Blizz hat eingeschlagen, aber es war nur ein kalter Schlag oder Streich, oder: auf den ersten Streich folgte ein kalter, welcher das Zünden verhütete,
Die Sache ist so aufzufassen: die atmosphärische
Elektrizität gleicht sich mit der Elektrizität der Erde aus oder gemeinhin gesagt der Blitz schlägt ein, z. B. in ein Haus, entzündet aber das Gebäude nicht, sondern beschädigt dasselbe stellen— weise— heißt: die in der Atmosphäre aufge⸗ speicherte Elektrizitätsmenge hatte nicht so viel Wärme als nothwendig war, um die getroffenen Balken, Bretter ꝛc. entzünden zu können, oder aber: der Weg, den der Blitz machte, traf nicht auf brennbare Körper. Streiche, wie man sagt, auf einander folgen,
ist möglich, denn nach dem ersten Schlage kann ö
wieder so viel Elektrizität vorhanden sein, die einen zweiten Ausgleich ermöglicht, also ein zweiter Schlag erfolgt. Meiner Ansicht nach sollten die Gebäude-Brand-Versicherungsanstalten und ebenso die Mobilienversicherungsgesellschaften Maßregeln zur Verhütung von durch Blitzschlag erfolgenden Brandfällen treffen. Wenn man die Summen, welche genannte Anstalten den durch Blitzschlag beschädigten Abgebrannten, was ja bekanntlich jedes Jahr vielfach vorkommt, zusammenrechnet, kommt eine erkleckliche Summe heraus und muß ich den oben ausgesprochenen Satz noch einmal hier wiederholen, so lange nicht das Gegentheil nachgewiesen, daß ein gut gefertigter Blitz-Ableiter das Unglück eines Brandes, das Tödten von Menschen und Vieh und Beschädigen von Gebäuden überhaupt zu verhüten im Stande ist, wird die oben ausge— sprochene Meinung nicht zu verwerfen sein und ebenso wird es begreiflich erscheinen, wenn die zur Entschädigung der Betroffenen herbeige— zogenen Anstalten Techniker damit beauftragen, dem gefährlichen Brandstifter„Blitz“ Alles im Bereich des menschlichen Wissens Vorhandene entgegenzusetzen.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 26. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete
per Pfd. M. 1.10.— 1.20, Eier 1 St. 5 Pf, 2 St. gr. 11 Pf.
Friedberg, 25. Juli. Fruchtbericht. Waizen M. 27.00, Korn M. 18., Gerste M. 16., Hafer M. 16. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.
Gießen, 25. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.95— 1.10, Eier 1 Stück 5 bis 6 Pf., Käse per St. 5—9 Pf., Tauben das Paar 65— 90 Pf., Hühner per Stück M. 0.90 1.30, Hahnen per Stuck M. 0.65 bis 1.20, Enten per Stück M. 1.70—2.00, Ochsenfleisch per Pfund 62—66 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54—56 Pf., Kalbfleisch 44—50 Pf., Schweinefleisch 62—64 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 4.00, Zwiebeln der Ctr. 8—10 M., Kirschen per Pfd. 20 bis 25 Pf., Gänse 3.— 3.50 M.
Grünberg. Fruchtpreise vom 22. Juli. Waizen M. 25.20, Korn M. 18.80, Gerste M. 16.70, Hafer M. 15.80, Erbsen M. 19.38, Lein M. 00.00, Samen M. 28.36, Kartoffeln M. 4.00.
Fr ankfurt, 24. Juli. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren eirea 370 Ochsen und Stiere, 300 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 180 Hämmel. Die Preise stellten sich per 100 Pfd. Fleisch⸗ gewicht: Ochsen 1. Qual. M. 68—00., 2. Qual. M. 62. bis 64., Kühe 1. Qual. M. 58 60., 2. Qual. M. 45. bis 50., Kälber je nach Qualität M. 40—60., Hämmel 1. Qual. M. 60—62., 2. Qual. M. 40— 50.
Frankfurt, 24. Juli. Frankfurter Produktenbörse. (Offizielle Notirungen.) Walzen flau, eff. hiesiger und Wetterauer M. 00.00 00, fremder M. 23.00— 25.00, per diesen Monat M. 23.½. Roggen unver., effeetib hies. M. 19.00— 00, fremder M. 16.— 19.00, per diesen Monat M. 16¼. Gerste unver., eff. hies. und Wetterauer M. 00.00 00, fremde M. 00.— 00. Hafer unver., eff. hiesiger M. 16.00—17, fremder M. 15¾ 17.00, per
diesen Monat M. 15¾. Rüböl unver., eff, ohne Faß
hies. in Parthien von 50 Ctr. M. 33/2. Branntwein eff.
schrift, daß Blitzableiter nur aus einem Kupfer drahtseil, welches endlos bis zur Bodenleitung ist, auf Wohnungen gemacht werden dürfen und werden diese Blitzableiter jedes Jahr durch!
Ich glaube, so
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