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zu Erbes⸗Büdesheim, dem Schullehrer bach die Lehrerstelle zu Blofeld, dem Schulamtsasp. Jost aus Bensheim eine Lehrerstelle zu Heldenbergen über⸗ tragen; der auf die 1. Lehrerstelle zu Walldorf präs. Schul⸗ amtsasp. Heibach aus Allendorf bestätigt; der prov. Lehrer am Schullehrer-Seminar zu Alzey, Stromberger, zum Lehrer an dieser Anstalt ernannt; der auf die Lehrerstelle zu Ober⸗Mockstadt präs. Schullehrer Kayser zu Rommel⸗ bausen, der auf die 2. Lehrerstelle zu Dreieichenhain präs. Schullehrer Klein daselbst, die auf eine Lehrerinnen⸗ stelle zu Offenbach präs. Schulamtsaspirantin Kahl aus Mainz bestätigt. f
V. Militärdienstnachricht. i b
Berlin. Verläßlich verlautet, unsere Marine— behörde sei in Folge der Denunciation eines Unterbeamten der hiesigen russischen Botschaft auf den Verrath des Meiling aufmerksam ge— macht worden. Bei der russischen Botschaft stehen daher, wie verlautet, Veränderungen bevor, die mit der Angelegenheit in Verbindung gebracht werden. Der Chef der hiesigen russischen Bot— schaft, Saburoff, wird als außer Beziehung zu jenen Vorfällen stehend bezeichnet.
— In gut unterrichteten Kreisen ist man der Ansicht, daß die Wiedereinberufung des Reichstags nicht bis zum äußersten Termin, den 30. November, verschoben werden, vielmehr so frühzeitig geschehen wird, daß noch vor dem De— zember die laufende Session beendet werden kann.
— 25. Juni. Eine heute Vormittag statt⸗ gehabte Arbeiterversammlung von 600- 700 Personen behufs Berathung einer Petition au den Reichstag um Einführung eines gesetzlich geregelten Normalarbeitstages wurde polizeilich aufgelöst auf Grund des Socialistengesetzes wegen der Rede des Maurers Conrad.
Hamburg. Die Finanzeommission hat durch Abstriche den Kostenauschlag für den Zollan— schluß wesentlich reducirt und auf 123 Million festgestellt.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Pest, 24. Juni. Der Tisza⸗Eszlarer Rabbinats-Vertreter Rosen— berg wurde verhaftet. Er ist beschuldigt, eine Reise unternommen zu haben, ohne seinen Auf— enthalt nachweisen zu können; auch die wal— lachischen Flößer, welche beim Auffangen der Leiche Hilfe leisteten, wurden verhaftet; viel Geld wurde bei ihnen gefunden, was Sensation erregt. Allgemein erwartet man, daß das Ge⸗ richt endlich Klarheit in die Sache bringe.
Frankreich. Paris, 22. Juni. Der Senat lehnte den Gesetzentwurf, betreffend die Einfuhr ausländischen Schweinefleisches, ab, obschon der Handels-Minister daͤfür eintrat. Der Senat ging von der Erwägung aus, daß die Gesetz— vorlage keine genügende Garantie gegen Ein— fuhr trichinösen Fleisches biete.
Marseille, 23. Juni. Die Häfen von Brest und Cherbourg erhielten den Befehl, die Panzer— schiffe„Jeanne d'Arc“,„Valcureuse“,„Flandre“, „Surveillante“ und„Reine blanche“ seefertig zu machen. Aus verschiedenen nördlichen Häfen sind ca. 1300 Seeleute nach Toulon beordert worden. Die beurlaubten See-Offiziere sind telegraphisch zurückberufen worden. Das Evo— lutionsgeschwader liegt auf der Rhede von Tou— lon fortwährend seebereit. weitere Panzerschiffe und Kreuzer disponibel.
Großbritannien. London, 23. Juni. Ein neues Blaubuch über Egypten ist erschienen, welches den Zeitraum vom 6. Februar bis 16. Mai umfaßt. Die britische Regierung weigert sich, das neue egyptische Ministerium anzuerkennen uns wies ihren Vertreter in Kairo an, mit Raghib Pascha keinen Verkehr zu eröffnen. e 24. Juni. Das Unterhaus nahm mit 132 gegen 30 Stimmen den Artikel 12 der irischen Zwangsbill an, welcher zur Ausweisung der den Laudesfrieden in Großbritannien und Irland gefährdenden Ausländer ermächtigt.
— Für die Dauer der durch Gesundheits— rücksichten veranlaßten Abwesenheit des General— consuls Malet aus Egypten ist dem Vernehmen nach Cartwright, bisher Beamter des auswärtigen Amtes, zum geschäftsführenden Generalcousul ernannt werden. Cartwright reiste bereits Ende der vorigen Woche dahin ab.
Weber zu Roden⸗
Im Arsenal stehen,
— 24. Juni. Es gehen Gerüchte um, daß England noch 8000 Mann alsbald von Gibral⸗ tar und Malta nach Egypten verschiffen lasse. Einstweilen sind die Gerüchte nur als Versuchs— ballon zu betrachten. England kann dort nicht tausend Mann entbehren, denn unter Sir Evelyn Wood ist bereits zur Besetzung des Suez-Canals eine Expedition von dort ausgeruͤstet worden. Dem Gerüchte nach sind„Hecla“ mit Torpedos und auch der„Orion“ bereits unterwegs. Die Truppenschiffe Malabar, Euphrat, Serapis, Krokodil, Orontes sind bereit zur Truppenauf— nahme und seefertig. Reserven aber dürfen das Land schwerlich verlassen. In den Garnisonen herrscht freilich ungewöhnliche Thätigkeit und es wird befürchtet, daß die Regierung von der öffent— lichen Meinung zur Action sich gedrängt sehen wird.
Dublin. Ju Irland hat sich soeben eine neue Gesellschaft gebildet mit dem Zweck, der Landliga nach dem Vorbilde der„Eigenthums⸗ Vertheldigungs-Verbindung“ entgegenzutreten. Sie will überall da, wo ein Landlord seine Rente nicht erlangen und folgeweise seine Pächter expropriiren muß, solche Pachtgüter übernehmen und bearbeiten lassen. Antheilscheine werden wie bei jeder anderen Actiengesellschaft ausge— geben und sollen stark gezeichnet werden.
Türkei. Konstantinopel, 24. Juni. Nach⸗ dem der österreichische Botschafter seine Justruc— tionen erhalten, hat am 23. d. Nachmittags in Therapia bei dem italienischen Botschafter, Graf Corti, die erste Sitzung der Conferenz stattge— funden. Die Conferenz beschloß vollständige Ge— heimhaltung der Verhandlungen. Die Conferenz zeigte der Pforte offiziell ihre Constituirung an. Den Vorsitz führt der italienische Botschafter, Graf Corti, der Seeretär ist bis jetzt noch nicht ernannt. Die nächste Sitzung dürfte erst nach Eintreffen weiterer Instructionen für die Bot— schafter stattfinden.
Serbien. Belgrad. Ein Ukas des Königs ermächtigt den Minister des Junern, der Skup— schtina den Gesetzentwurf betreffs Einschraͤnkung der Preßfreiheit vorzulegen.
Rumänien. Bukarest, 24. Juni. Der französische Gesaudte Ring ist heute nach Con— stantinopel abgereist. Dessen Reise wird mit der Conferenz in Verbindung gebracht.
Rußland. Petersburg, 22. Juni. In Folge der Entdeckung des Nihilistenverstecks in Wassili-Ostrow wurde in der Nacht vom 17. zum 18. d. M. in der Fornarygasse ein zweites Nihilistenversteck aufgefunden, woselbst mehrere Personen ebenfalls verhaftet wurden.— Gene⸗ raladjutant Rehbinder, bisher Chef der Palais⸗ verwaltung in Zarskoje-Selo, ist zum Director des kaiserlichen Cabinets ernannt worden.
— Wie die„Nowisti“ erfahren, beschloß das Marine-Ministerium für Petersburg und Kronstadt 30 Kanonenboote bauen zu lassen. Die Kosten sind auf 7 Millionen veranschlagt.
Egypten. Alexandrien, 23. Juni. Der Khedive soll die Absicht, nach Kairo zu gehen, aufgegeben haben.— Einer Meldung des Reu— tarschen Bureaus zufolge erklärte Arabi Bey auf die Depesche des Sultas sich bereit, der Aufforderung, nach Konstantinopel zu gehen, nachzukommeu.— Wie es heißt, würde an Stelle der Untersuchungscommission eine andere Com— mission eingesetzt werden, in welcher die Con— sulate vertreten sein werden.— Der Secretär der Finanz-Controle-Commission, Hoode, hat sich in einem Fieber-Aufalle entleibt.
— Das europäische Geschwader im Hafen von Alexandrien zählt jetzt 7 englische, 7 fran⸗ zoͤsische, 2 griechische und je ein italienisches, österreichisches, russisches und türkisches Kriegs- schiff. Fünf französische gesellen sich ihnen, tele— graphischer Meldung zufolge, demnächst zu, während vier englische noch außerhalb des Hafens liegen und das Aermel-Canalgeschwader vor Malta ankert. Je ein spanisches, deutsches und amerikanisches Kriegsschiff werden außerdem noch erwartet. Und trotz so stattlicher Kriegs— macht ist doch jeder Europäer, wenn er im Boote eines Egypters von einem Schiff zum
andern fahrt, unterwegs den robesten Sch ungen der„einheimischen“ Ruderer wehrlo preisgegeben.
Amerika. Chili. Durch ihre Priester auf gereizt, hatten die Eingeborenen im Innern von Peru sich, wie die hiesige„Situacion“ angibt, an 10,000 Mann stark zusammengerottet und
die Vorhut der chilenischen Division Huancayo
angegriffen. Die bethörten Indianer, die nur mit Lanze und Schleuder bewaffnet waren, haben ihr Vorgehen theuer bezahlen müssen, da die Chilenen, um das Umsichgreifen der Bewegung zu verhindern, ein furchtbares Blutbat unter ihnen angerichtet und Alles, was bei der Ver— folgung in ihre Hände gerieth, erbarmungslos niedergemacht haben. Ein Priester ist, mit der Lanze in der Hand, gefallen und mehrere perua⸗
nische Offiziere, unter denselben 4 Oberst, sind
in Huancayo standrechtlich erschossen worden.
Aus Stadt und Land.
2 Friedberg. Wie in früheren Jahren so wird auch in diesem Sommer unser Musikverein ein Concert in der Stadtkirche veranstalten, wahrscheinlich an einem der ersten Juli⸗Sonntage. Nähere Mittheilung hierüber wird mit der Veröffentlichung des Programms folgen.
Groß⸗Karben. Sonntag Nacht zwischen 11 und 12 Uhr lauerte bei Groß-Karben ein junger Mensch von 19 Jahren einem anderen von Büdes heim, etwa 17 Jahre alt, welcher die einzige Stütze seiner Familie ist, auf und stach ihm ein Messer in die Brust. Die Verletzung ist derartig, daß an dem Aufkommen des Gestochenen eren wird. Der Thäter sitzt hinter Schloß und
iegel.
Mainz, 21. Juni. In unserem Nachbarorte Hechts⸗ heim brach gestern Vormittag Feuer aus; ein vierjäriger Knabe konnte nicht mehr gerettet werden, ist vielmehr verbrannt.
Mainz, 24. Juni. Im hiesigen Gefängniß sitzt nun schon über 2 Monate ein in Frankfurt entsprungener und alsdann hier wieder festgenommener gefährlicher Ein⸗ brecher, dessen Persönlichkeit trotz aller Mühe nicht fest⸗ gestellt werden konnte, da der Spitzbube alle möglichen falschen Namen angab. Vorgestern wurde nun von dem Gefängnißpersonal bemerkt, daß der Gefangene einem Genossen einen Zettel zuwarf. Der Zettel wurde auf⸗ gegriffen und es ergab sich hieraus, daß der Unbekannte aus Bochum ist und Weingärtner heißt. Auch in Bochum, woselbst er eine 5jährige Gefängnißstrafe verbüßen sollte, ist der gefährliche Mensch ausgebrochen.
Allerlei.
Frankfurt, 23. Juni. Heute ging der Prozeß Sachs zu Ende. Nach dem Resumé des Präsidenten, welches eingehend den Geschworenen die in Betracht kommenden juristischen Fragen erörterte, zogen sich die Geschworenen zur Berathung zurück und erschienen nach zweistündiger Berathung wieder. Die Fragen auf ein⸗ fachen, betrügerischen Bankerott, Unterschlagung und Betrug wurden, soweit die Staatsanwaltschaft nicht selbst für den einen und den andern Fall Freisprechung beantragt hatte, mit Ausschluß mildernder Umstände, bejaht. Als dem Albert die Fragen vorgelesen wurden, fing er an zu weinen und hüelt sich krampfhaft an der Barridre. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Zucht⸗ hausstrafe von 12 Jahren und 10 Jahre Ehrverlust. Die Vertheidigung beantragte nach ihrer Berechnung 7—8 Jahre. Der Assisenbof erkannte auf Grund des Verdikts der Geschworenen auf eine Zuchthausstrafe von 12 Jahren unter Aberkennung der Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren. Sachs hatte sich darnach des betrügerischen und einfachen Bankerotts, 36 Unterschlag⸗ ungen und 11 Betrugsfälle schuldig gemacht.
a. Mittelbuchen b. Hanau, 25. Juni. Der Nidderthal-Sängerbund wird sein diesjähriges Bun des⸗ fest in unserem Orte feiern. Das Bundeschorlied wird von ca. 300 Sängern gesungen werden, welche nicht uur dem Nidder-, sondern auch dem Kinzigthale angehö ten. Die Vorbereitungen zum Feste sind schon stark im Gange. Möge nur der Himmel mit einem freundlichen Gesicht dem Festtage entgegenlächeln.
St. Goar. Ein schrecklicher Unglücksfall hat sich auf einem Schleppdampfer hier ereignet. Ein Maschinsst dieses Schiffes kam nämlich zu nahe an die Maschine, welche ihn erfaßte und ihm den Kopf vom Rumpfe trennte. Außerdem wurde der ganze Körper des Un⸗ glücklichen noch gräßlich verstümmelt.
Alexandrien. Hier sind Briefe des deutschen Reisenden Junker eingetroffen, datirt Corrumboland, Dezember vorigen Jahres.
Gerichtssaal.
Friedberg, 20. Juni. In der heutigen Sitzung des Schöffengerichts wurde erkannt: 1) Gegen Friedrich Karl Muth von Vilbel, angeklagt am diesjährigen Loosziehungstage in der Stadt Friedberg ruhestörenden Lärm uud groben Unfug verübt zu haben, eine Haftstrafe von 6 Tagen,(die übrigen Mitangeklagten wurden wegen ungenügenden Beweises freigesprochen); 2) Gegen Heinrich Büttner Wittwe von Friedberg, wegen Diebstahls 4 Monate Gefängniß, wobei das Schöffengericht als haupt—
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Schöffen wurde in Ehristan olg und die Rö dgen, 1 Tag! Wittwe von Sti bord 0 600 7 ld die. nf G board 05 n Stei ine Ha auf eine (8e hal von St Walther jahren Kosten; Nauhein ie 3 Ta Buschins Impfene auf Ver Strafbef 30 M. u die Chr beldigun krafe! Mobs, Belde auf frau! Fieisy und Bettel 2 3 von Faber Letzte verurt proche Joh.! wegen schenen Bad⸗N sprechu Schwe auf 5
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