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in London führten jedoch zu keinem Resultat
worauf die Ratification sofort erfolgen wurde.
englisch⸗französische Escadre sofort zurückzuziehen.
hoöͤlbe sind geschlossen; der Schrecken ist allge—
Stempel„London“. Angestellte Untersuchungen und fanden infolge dessen auch keine Verhaft— ungen statt. Wichtige Ergebnisse werden von der in Irland dieserhalb angestellten Untersuch— ung ewartet.
Italien. Rom. Der Präliminarvertrag, den Ausgleich Rußlands mit dem heiligen Stuhle betreffend, ist bereits, wie man aus Petersburg meldet, dem Cardinal-Staatssecretär überreicht und erwartet man noch im Laufe des Monats Juni die Schlußantwort der römischen Curie,
Türkei. Konstantinopel. Folgende Grund— bedingungen zur Conferenz sind festgestellt worden: J. Die Türkei wird an der Conferenz Theil nehmen. II. Im Falle einer Depossedirung des Khedive durch Derwisch steht der Pforte das Recht zu, einen Nachfolger selbst zu ernennen. Die Mächte verpflichten sich, gegen die Wahl der Türkei nicht zu protestiren. III. Sollte eine militärische Intervention für nöthig erachtet werden, so steht das Recht dieser Intervention der Türkei allein zu IV. Nach einem eventuellen Erfolg der Mission Derwisch's in Kairo hat sich das
— 17. Juni.„Times“ melden von hier, daß die Pforte nicht beabsichtige, Truppen nach Egypten zu entsenden, dagegen werde sie einen neuen Commissär, wahrscheinlich Moukhtar Pascha nach Egypten schicken.
Serbien. Belgrad, 14. Juni. Der König lehnte die Demission des Ministeriums ab.
— 17. Juni. Der gestrige Minister-Rath unter dem Vorsitze des Königs hat beschlossen, energische Maßregeln gegen die Intriguen zu ergreifen und etwaigen Ruhestörungen mit aller Macht vorzubeugen.
Bulgarien. Sofia. Zum Empfang des Fürsten Alexander werden hier große Vor— bereitungen getroffen. Außerhalb der Stadt wird ein Pavillon errichtet, in welchem der Exarch, die Minister, die diplomatischen Ver— tretungen, der Clerus, das Officierscorps und zahlreiche Deputationen aus allen Landestheilen den Fürsten willkommen heißen werden, um ihn won dort aus in die Stadt zu geleiten.
Rußland. Petersburg. Von hier wird ge— meldet, daß ein Bataillon Garde, welches zur Bewachung der in der Peter-Paulfestung sitzen— den Nihilisten commandirt war, die Correspon— denzen derselben mit Hilfe der Beamten aus und ein beförderte. Auf Befehl des Zaren wurde die wachthabende Mannschaft, 30 an der Zahl, moch an demsben Tage durch den Strang hinge— richtet. Der übrige Theil des Bataillons wurde sofort abgelöst und nach Sibirien geschickt.
— Abermals sind zwei Marineofficiere als des Nihilismus verdächtig verhaftet worden. Die in Moskau verhafteten Nihilisten versuchten aus dem Gefängniß zu brechen, sie hatten einen Interirdischen Gang gegraben und das Funda— ment zweier Mauern durchbrochen.
— 17. Juni. Das„Journal de St. Peters— Hourg“ meldet: Rußland traf analoge Dispo— fitionen wie die übrigen Mächte zum Schutze der Consuln und Staatsangehörigen durch Ent— endung von Kriegsschiffen in die egyptischen Hewässer.
Aegypten. Alexandrien, 18. Juni. Neuer⸗ »ings werden wieder Versuche gemacht, zwischen den Führern der Militärpartei und dem Khedive zu vermitteln. Der Unterstaats-Secretär des krieges, Dschskub, soll einer Verständigung das Wort reden und erklärt haben, die Militärpar— ei werde dem Khedive gehorchen, wenn er sich entschließen würde, Khairi Pascha und Telaat Zascha, seine vertrauten Rathgeber, zu entlassen.
— Das italienische Panzerschiff„Affondatore“ mit 2 Compagnien Truppen ist in Port Said angekommen. Es wird posttiv versichert, Arabi hätte in den letzten Tagen eine große Masse Torpedos beordert.
— 18. Juni. Die Curopäer fliehen zu Tausenden; die Banken, die Haͤuser und Ge—
mein; man glaubt, daß neue Mordthaten wahr— scheinlich sind, besonders in Kairo. Die wenigen Europäer, welche hier geblieben sind, verlassen nicht ihre Behausung. Nach den Feststellungen wächst die Zahl der Opfer des Blutbads von Alexandrien mit jedem Tage; viele Leichen von Europäern waren, nachdem man plündert hatte, in's Meer geworfen und jetzt wieder an das Land gespült worden.
— Einer Meldung des Reuterschen Bureaus zufolge übernahm Raghel Pascha die Neubild— ung des Cabinets. Es übernahmen: Ragheb Finanzen, Raschid Inneres, Zulfikir Justiz, Zeky Auswärtiges, Arabi Krieg.
Aus Stadt und Land.
r. Friedberg. Der Vorschuß⸗ und Credit-Verein hier hat die Umwandlung des 4½procentigen Anlehens der hiesigen israelitischen Gemeinde in der Höhe von M. 40,000. in Aprocentige Schuldverschreibungen über— nommen. B. Kaichen. In der Nacht vom 15ten auf den 16ten Juni brannte dahier die zur Pfarrhofraithe gehörige und anderweitig vermiethete Scheune ab. Groß⸗Karben. Vorige Woche wurde ein hie— siger Schreinergeselle durch zwei Messerstiche gefährlich verletzt. Dem Vernehmen nach soll Hoffnung vorhanden sein, denselben dennoch am Leben zu erhalten.
Allerlei.
Frankfurt, 16. Juni. Rentier Fuchs ist, dem „Gen.⸗Anz.“ zufolge, selt heute wieder auf freiem Fuß.
Frankfurt, 16. Juni. Heute begannen die Ver⸗ handlungen gegen Albert Sachs. Der Angeklagte Albert Sachs, 34 Jahre alt, ist des betrügerischen und einfachen Bankerotts, der Unterschlagung und des Betrugs be— zichtigt. Bei 88 Personen ist Sachs der Unterschlagung, bei 14 des Betrugs angeschuldigt.
Triberg. Auf dem ganzen Schwarzwald herrscht vollständiger Winter. Feldberg, Belchen und Schauins— land sind mit Schnee bedeckt und bis tief herunter wird bei einer Temperatur von— 10 von Schneefall berichtet.
Gerichtssaal.
Vilbel. Schöffengerichtssitzung vom 7. Juni. Zur Verhandlung kamen folgende Sachen; 1) In der Privat⸗ klagesache des Peter Muth II. in Vilbel gegen Georg Philipp Carl Vömel in Vilbel, wegen Beleidigung, wurde mit Rücksicht darauf, daß die wechselseitigen Beleidigungen auf der Stelle erwiedert worden sind, erkannt, daß gegen Beide keine Strafe einzutreten habe, daß denselben aber die Tragung der Kosten des Verfahrens und zwar je zur Hälfte aufzuerlegen seien. 2) Ludwig Wilhelm Schaub von Büdesheim erhielt wegen Diebstahls 3 Tage Ge⸗ fängniß. 3) In der Privatklagesache des Muͤllers Joh. Schäfer von Holzhausen gegen den Müller Philipp Schmidt I. und Johannes Schmidt von da, wegen Beleidigung, wurde der Angeklagte Philipp Schmidt 1. in eine Strafe von 6 Mark, sowie zur Tragung der Hälfte der Kosten verurtheilt, der Angeklagte Johannes Schmidt freigesprochen und der Privatkläger Johannes Schäfer zur Tragung der übrigen Hälfte der Kosten des Verfahrens verurtheilt 4) Jacob Muth von Vilbel wurde wegen Pfandveräußerung in eine Gefängnißstrafe von 3 Tagen verurthellt. Nächste Sitzung Mittwoch den 28. Juni.
Gießen. Zu der Notiz über die Schwurgerichts⸗ sitzungen ist nachzutragen, daß Mittwoch den 21. Juni, Vormittags 10½ Uhr, eine weitere Verhandlung: J. Heger von Kassel, wegen Sittlichkeitsverbrechens, St.-A. Jöckel, stattfindet, sowie daß in der den 24. Juni anberaumten Verhandlung gegen Winter's Ehefrau von Effolderbach St.⸗A. Lahr fungiren wird.
Briefkasten.
Vilbel. Artikel leider nicht geeignet. Unter Anderem deßhalb nicht, da wir doch nicht für uns selbst Reklame machen können.
Die Redaction.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 17. Junl. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.70.—0.90, Eier 1 St. 5 Pf.
Gießen, 17. Juni. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.85— 0.90, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. 9 Pf., Käse per St. 5—9 Pf., Tauben das Paax 60—80 Pf., Hühner per Stück M. 1.00— 1.30, Hahnen per Stück M. 0.70— 1.20, Enten per Stück M. 1.50— 2.00, Ochsenfleisch per Pfund 64—66 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54—56 Pf., Kalb⸗ fleisch 44— 50 Pf., Schweinefleisch 62—64 Pf., Hammel⸗ fleisch 60— 70 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 4.00—5.00, Zwiebeln der Ctr. M. 15 18, Kirschen das Pfd. 40 Pf. Frankfurt, 17. Junl. Marktpreise. Heu kostete je nach Qual. per Ctr. M. 44.70, Stroh M. 3. Butter 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. 1.05—10, Eier das Hundert M. 4.30—5.50, Ochsenfleisch 70 Pf., Kuh— fleisch 45— 60 Pf., Kalbfleisch 50— 60 Pf., Hammel— fleisch 45—65 Pf., Rindfleisch 50—55, Schweinefleisch 70—80 Pf., Schinken das Pfd. M. 1.10 20, Kopf⸗ salgt 2 Pf., Blumenkohl 30—60 Pf., Wirsing 8— 12 Pf., Bohnen das Pfd. 90 Pf. bis M. 1., neue Kartoffeln 16— 18 Pf. per Pfd., Erbsen das Pfd. 30— 50 Pf.,
sie ausge-
M. 3—.50, 1 Taube 45—50 Pf., Welsch M. 812. Poularde M. 2.50—3., Gans M. 6.—8.
Mainz, 16. Juni. Markt Preise. Kartoffeln per 100 Kilo M. 7.50 8.25, Heu per Centner M. 4.25— 4.50, Stroh per Ctr. M. 3.25— 3.50, Butter ½ Kilo M. 0.85 bis 1.00, Butter in Parthien M. 0.70 0.75. Eier J Hundert M. 1.05— 1.10, Handkäse 4—8 Pf., Blumen⸗ kohl 40—50 Pf., Zwiebel /½ Kilo 9—12 Pf., 1 Ente
. 2.— 2.50, 1 Hahn M. 1.00—1.50, 1 Huhn M. 1.50 bis 1.70, 1 junge Taube 35—45 Pf.— Fruchtmarkt. Walzen hies. M. 25.— 26.00, fremder M. 22.30— 25.50, Roggen, hiesiger und franz., M. 19.00-19.50, Gerste, pfälzer, M. 18.50— 19.00, Franken M. 18.50- 19.00, Hafer eff. M. 15.00—17. 10, Reps M. 30.00 31.00, Repskuchen M. 000., Rüböl eff. ohne Faß M. 30.60 bis 30.70, per Oet. mit Faß M. 29.60— 29.70.— Vieh⸗ markt. Ochsen 1. Qual. M. 66., 2. Qual. M. 64, Kühe 1. Qual. M. 60, 2. Qual. M. 50—58, Kälber das Pfd. 55—60 Pf., Schweine das Pfd. 56—59 Pf.
Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Fraukfurt. Opernhaus. Dienstag den 20. Freischütz. Mittwoch den 21. Rheingold. Donnerstag den 22. Verschwender.(Kleine Preise.) Freitag den 23 Walküre.(Außer Abonnement.) Samstag den 24. Der Nordstern. Sonntag den 25. Königin von Saba. Montag den 28. geschlossen. Dienstag den 27. Zum ersten Male: Armin. Heroische Oper in 5 Aufzügen von Heinrich Hofmann. Text von Felix Dahn.
Schauspielhaus. Dienstag den 20. Reif-Reiflingen. Mittwoch den 21. Julius Cäsar. Donnerstag den 22. geschlossen. Freitag den 23. Zopf und Schwert. Samstag den 24. Ein Lustspiel. Sonntag den 25. Dorf und Stadt. Montag den 26. Der lustige Krieg. Dienstag den 27. Zum ersten Male: Der Meineidbauer. Volksstück in 3 Akten von Anzengruber.
(Außer Abonnement.)
Für die verfolgten russ. Juden gingen ferner ein: durch Bürgermeister Seriba: von Isaak Stern in Bruchen⸗ brücken 5 M., durch die Expedition: von Prof. Thurn 3 M. An das Comité nach Berlin wurden heute 250 M. abgesandt. Postquittung kann bei uns eingesehen werden. Die Expedition des Oberh. Anzeigers.
Pfennig⸗Sparkasse.
Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf.
Bestand am 1. Juni 1882 fammt Zinsen 16388 01 Uebertrag vom 10. Juni 1126 706 60 1. C. Bindernagel. 71 53 05 2. W. Bernbeck 183 109 1 75 3. Ph. Billau. 139 89 30 4. Th. Kranz 804% 97 621 95 5. H. Flaschenträger. 192 74 55 dg[T7A8T 21
Uebertrag am 1. Juni 1882 Einleger 978.
Uebertrag vom 10. Juni neue Einleger 10. Neue Einleger e Gesammt⸗Einleger 98.
Friedberg den 17. Juni 1882.
Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G.
Kirschen-Versteigerung.
Die diesjährigen Kirschen auf den Bäumen an den Staatsstraßen des Baubezirks Friedberg sollen an Ort und Stelle an den unten genannten Tagen an die Meist⸗ bietenden öffentlich versteigert werden: 1) Samstag den 24. Juni l. J., Nachmittags 1 Uhr, auf der Straße von Friedberg nach Nieder-Moͤrlen, in der Nähe des Statlonshauses bei Bad-Nauheim, Abtheilung 113 bis 124; Montag den 28. Juni l. J., Vormittags 11 Uhr, auf der Straße Hessenbruͤcker Hammer-Butzbach, hinter und vor Eberstadt, von Abthetlung 73—92, und Nachmittags gegen 3 Uhr bei Griedel, Ab⸗ theilung 94 bis 111. Friedberg am 17. Junk 1882.
Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. 2197 R
euß.
* 1 Holz-Versteigerung. 2178 Mittwoch den 21. Ifd. Mts., Vormittags 8 Uhr anfangend, werden in dem hiesigen Gemeindewald, Distriet Maßzenplacken, nachstehende Holzsortimente versteigert:
9700 Eichen-Schäl-Wellen,
78 Raummeter geschältes Eichen-Prügelholz,
20 4 Eichen⸗Stöcke. Die Zusammenkunft ist im Distriet Matzenplacken. Gegen Buͤrgschein Zahlungsfrist bis 1. Nov. 1882. Ober⸗ Mörlen den 15. Juni 1882.
Sellerie 10— 20 Pf., Gelbe Rüben per Bund 15-20 Pf., 1 Hahn M. 1.70— 2.30, 1 Huhn M. 2— 2.50, Ente
Großherzogliche Buͤrgermelsterel Ober-Moͤrlen. Jeckel.


