—
Kart
llt Eprragt.
sharinge. 2 Pl.
en.
ö Weibl,
nir: ulis u unt niit
ed
* C
in Huber. Deulsche
Gen! Nunet ut
age su bst ne
IMuvs vs
SGeilage.
Hberhessischer Anzeiger.
M 136.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Großherzog begab sich am 16. d. Mts. nach London, um den Herzog von Connaught, zu begrüßen und der Parade der unter dessen Befehl in Egypten gestandenen Truppen anzuwohnen.
— Es wurde dem Schullehrer Ramspeck zu Friedberg das silberne Kreuz des Philipps— Ordens verliehen, der Expeditor Wagner bei der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn, sowie der Districts— Einnehmer Schmitt in Dieburg, beide auf Nach— suchen in den Ruhestand versetzt, der Haupt— steueramts-⸗Ass. 2. Kl. Ofenloch in Mainz zum Hauptsteueramts⸗Ass. 1. Kl., sowie der Finanz-Asp. Spiegel aus Michelstadt zum Hauptsteueramts— Ass. 2. Kl. in Mainz, der Kreisbauaufeher-Asp. Engelhardt von Darmstadt zum Straßenmeister ernannt, der Gerichtsvollzieher Koch in Büdingen auf Nachsuchen entlassen und zum Hülfsgerichts— schreiber in Gießen bestellt.
— Militärdienstnachricht. Kreuter, Sec. Lieut. vom 3. Bad. Inf.⸗Regt. Nr. 111, wurde in das 2. Gr. Juf.⸗Regt. Nr. 116 versetzt.
— Wahrend der Finanz-Ausschuß unserer zweiten Kammer in seinen Sitzungen voriger Woche außer seinem Beschlusse für Errichtung von Wasser- und Gasleitung im Ständehaus sich nur einleitend und im Allgemeinen mit den drei Steuergesetzvorlagen beschäftigte, ist dabei die Vorlage wegen Erbauung einer festeu Brücke bei Kostheim über den Main zur vollen geschäft— lichen Erledigung gelangt. Die Mehrheit des Ausschusses hat sich für diese Erbauung resp. für die Verwilligung der Kosten hierzu aus— gesprochen. Doch sollen für den Brückenbau und die Nebenanlagen, als Dämme, Zufahrt— Straßen auf beiden Ufern des Mains und Parallelbau am rechten Ufer statt der geforderten 1,037,000 M. im Ganzen nur 990,000 M. verwilligt werden. Die Gesetzesvorlage wegen Erbauung von Seecundärbahnen im Lande soll in Bälde von der Regierung den Ständen ge— macht werden.
Berlin. Die Nachricht, daß der Ausfall an den Einnahmen Preußens, welcher durch den Erlaß der vier untersten Classensteuerstufen entstehen muß, durch hohere Besteuerung von Wein, Branntwein, Bier und Tabak als der geeignetsten Massenconsumartikel im Wege der Landesgesetzgebung gedeckt werden soll, wird von der Prov.⸗ Corr. bestätigt.
— 16. Nov. Abgeordnetenhaus. Der Alters⸗ präsident v. Bockum⸗Dolffs theilt mit, daß in den Abtheilungen 392 Wahlen vorläufig als gültig erklärt worden seien. Bei der hierauf vorgenommenen Wahl des Präsidenten wurden 397 Stimmen abgegeben, wovon 6 ungültig waren. v. Köller erhielt 390 Stimmen. Zu Vice⸗Präsidenten wurden v. Heeremann und v. Benda gewählt.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Pest, 15. Nov. Die Plenarsitzung der Reichsrathsdelegation nahm das Budget des Aeußern, das Extra⸗ ordinarium des Kriegsbudgets und des Etats des Finanzministeriums, sowie des obersten Rechnungshofes an und ebenso den Antrag, welcher das Ministerium des Aeußern auffordert, auch fernerhin die Juteressen der österreichischen Unterthanen in Egypten, hinsichtlich der Ent⸗ schädigungsansprüche kräftigst zu K Plener nahm Bezug auf die friedlichen Aeußerungen Kalnocky's im Ausschusse, welche durch die preußische Thronrede ihre Kräftigung erhielten und hob hervor, daß die gesammte Bevölkerung der Monarchle jeder Agression gegen die Nach⸗ barstaaten abhold sei.— In der ungarischen Delegation fand heute die Berathung in Be⸗ treff des Occupationscredits statt. Kallay er—
3 b Szilagyi, die Macht der Mo— klärte gegenüber Szilagyi, d r narchie sei in Bosnlen nicht in so precaͤrer Lage,
wie behauptet werde. Er hoffe sicher auf den Erfolg seiner Occupations-Politik. Andrassy widerlegte besonders die Bemerkung Szilagyi's, die Occupation würde die Monarchie im Kriegs— falle an der Entwickelung ihrer ganzen Kraft hindern. Ein Soldat, der solche Ansichten hege, wäre ebensowenig ein Militär, als Jener ein Politiker, welcher das Festhalten der occu— pirten Provinzen nicht billige.(Zustimmung.) Der Occupationscredit wurde darauf unver— ändert bewilligt.
— 16. Nov. Die ungarische Delegation nahm fast debattenlos das Budget des Mini— steriums des Aeußern an.
Prag. In Netvorzitz bei Beneschau wurden zu Juden-Excessen aufreizende Plakate vor— gefunden und in Folge dessen der dortige
Gendarmerieposten bedeutend verstärkt.
Frankreich. Paris. Obgleich die Nach— richten über Grevy's Befinden beruhigend klingen, so beschäftigt sich die Presse doch mit der Er— örterung aller Eventualitäten.
— 16. Nov. Einer Meldung aus der heutigen Kammersitzung zufolge wurde das Cabinet bei einer Creditforderung von 50,000 Franken für reli— giöse Zwecke in Tunis von Clemenceau und Roche scharf angegriffen. Das Ministerium stellt in Folge des Votums der Kammer die Cabinetsfrage und wird am nächsten Samstag die Entscheidung darüber fallen. Eine Majorität für die Minister ist fast zweifellos.
Großbritannien. London, 15. Novbr. Das Unterhaus nahm nach zweitägiger Debatte ohne Abstimmung die zweite Resolution zur Ge— schäftsordnung an, welche das Recht der Ab— geordneten, die Vertagung des Hauses zu be— antragen, einschränkt. Die Regierung willigte darin ein, daß der Vertagungsantrag zur Dis— kussion zuzulassen sei, wenn dies von 40 Mit— gliedern unterstützt wird. Dagegen soll aber die Zulassung durch Abstimmung entschieden werden, wenn der Vertagungsantrag nur von 10 Mitgliedern unterstützt wird. Das Haus diskutirt nunmehr die dritte Resolution, welche das Recht der Abgeordneten, eine Vertagung der Debatte zu beantragen, beschränkt.
— Ein hier coursirendes Gerücht über einen Ministerwechsel muß als verfrüht bezeichnet werden, doch wird allgemein angenommen, daß die von Gladstone beschlossene Errichtung eines Handelsministeriums fur die nächste Parlaments— session durchgreifende Veranderungen in der Be— setzung der Ministerien hervorrufen wird.
— National will wissen, Lord Dufferin werde bereits Mitte December Kairo wieder verlassen. Es bestaͤtigt sich nicht, daß England Frankreich Entschädigungen für den Wegfall der Controle angeboten hat.
Spanien. Madrid. Die Cortes sind auf den 4. December einberufen.
Italien. Rom, 14. Nov. Familie ist hierher zurückgekehrt.
— Die Ernennung Balaceano's zum ru— mänischen Gesandten am hiesigen Hofe wird mit Einleitungen in Verbindung gebracht, die derselbe wegen eines Besuches des Königs von Rumänien bei dem Könige Humbert zu treffen habe.
— Italienische Provinzialblätter wollen von einem Schreiben des Kaisers Franz Joseph an König Humbert wissen, in welchem derselbe in freundschaftlicher Weise den Aufschub des Gegen— besuchs aufgeklärt hat.
Türkei. Constantinopel, 14. Nov. Nach einer Meldung von Reuters Bureau hat Eng⸗ land abgelehnt, seine Zustimmung zu einem neuen Vorschlage der Pforte, Server Pascha als türkischen Commissaͤr nach Egypten zu senden, auszusprechen.— Der österreichische Botschafter begibt sich Ende dieses Monats nach Wien, um mit Kalnoky zu conferiren.
Die königliche
Rußland. Petersburg, 16. Nov. Giers reist heute nach dem Auslande ab. Vlangali führt während dessen Abwesenheit das Ministe— rium des Aeußeren.
— Seit Montag früh wird seitens der Polizei in ganz Petersburg ein Nihilist gesucht, welcher hier unter dem Namen Jakobleff lebte. Es scheint dies mit einer mysteriösen Schießaffaire in der Nacht vom Sonntag zum Montag zusammenzu— hängen, von der viel gesprochen wird, ohne daß bisher Details bekannt wurden.
Egypten. Kairo, 16. Nov. Die Unter⸗ suchungscommission vernahm gestern Suleiman Daoud. Derselbe gestand, die Befehle zur Brandlegung gegeben zu haben, nachdem er peremptorische Befehle Arabi's empfangen. Der Zeuge fügte hinzu, Arabi habe ihn mehrere Male zu Mahmud Ali gesandt, um ihm zu sagen, daß er viele Punkte gleichzeitig anzünden solle; außerdem habe Arabi am 12. Juli ihm be— fohlen, den Khedive im Ramlehpalaste zu er— morden. Als Zeuge hiermit gezögert, habe ihm Arabi Feigheit vorgeworfen. Er(Suleiman) sei darauf mit vier Soldaten nach dem Ramleh— palaste gegangen; unterwegs habe er Sultan Pascha getroffen, welcher ihn überredete, zu Arabi zurückzukehren, um mit diesem die An— gelegenheit nochmals zu besprechen.
Amerika. Chili. Der Congreß von Chili votirte 34 Mill. Piaster zur Fortsetzung des Krieges mit Peru.
Afrika. Tunis. Ein französisches Ex— peditionscorps in der Stärke von 200 Mann Infanterie und 700 Mann Cavallerie wird ausgerüstet zur Bestrafung der Eingeborenen, welche die Ermordung der Mission Flatters verübt haben.
Kapstadt. Aus Maritzburg wird mitgetheilt, daß die Boers Mapoch mit einem Verlust von 40 Todten zurückgeschlagen haben; die Boers hatten nur einen Verwundeten.
Das neue Wasserwerk der Stadt Friedberg.
Mit Ablauf dieses Monats soll vertragsmäßig das neue städtische Wasserwerk zum Inbetriebsetzen fertig ge⸗ stellt sein, und in der That sind die Arbeiten an dem⸗ selben auch in der Hauptsache so weit vorgeschritten, daß die Pumpmaschinen bereits in Gang gesetzt, Wasser in das Hochreservoir gepumpt und der Hauptrohrstrang sammt Hydranten angelassen und probirt werden konnten. Diese bis jetzt vorgenommenen Proben sind gut ausge⸗ fallen und würden auch die Seitenrohrstränge der Haupt⸗ straße und in den Nebengassen, sowie die Hauszuleitungen in Betrieb gesetzt werden können, wenn letztere, insbe⸗ 2 sondere die dazu gehörigen Abschluß- oder Haupthähne überall fertig und vollständig montirt wären. Diese Arbeit ist den einschlägigen hiesigen Geschäftsleuten über⸗ lassen worden und läuft mit nächstem Montag d. 20. d. M. der für Beendigung derselben festgesetzte Termin ab; da mit diesem Termin das Wasser in das gesammte Rohr— netz eingelassen werden soll, so würden Diejenigen, welche 5 versäumt haben, ihre Hauszuleitungen fertig machen oder doch mittelst eines Haupthahnes abschließen zu lassen, durch das ungehemmt einströmende Wasser arg geschädigt 5 werden können, weßhalb es in eines Jeden Interesse 1 liegen dürfte, die noch vergönnte kurze Frist zu benützen, um sich zu überzeugen, ob in fraglicher Beziehung bei ihm Alles in Ordnung ist, und nöthtigenfalls noch für Abhülfe zu sorgen.
Neue Siena
1. e Alle Sorten
Schuhe und Stiefel
zu den billigsten Preisen bei 809 Jos. Butzbach.
3738 Schone Apfel- und Birnstaͤmmchen,
guter Sorten, sind aus Großh. Seminarbaumschule ab⸗ zugeben. Wahl.
Winterhandschuhe
empfieblt zu den billigsten Preisen K. Friedrich. 3470
3751


