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Datum der Bekanntmachung des Verbots. 1881. 24. Febr. 387. Die in Meerane verbreitete, ohne Angabe eines Druckortes oder Verlegers erschienene Flugschrift:„An das arbeitende Volk“, welche die Unterschrift trägt:„Heraus— gegeben vom soclaldemokratischen Comité.“
8. März. 388. Das ohne Angabe des Druckers erschienene Flugblatt mit der Ueberschrift:„Die See⸗ tion New⸗Vork der socialistischen Arbeiter— partei an die Bevölkerung der Vereinigten Staaten.“
8. März. 389. Protokoll des Congresses der deutschen Socialdemokratie. Abgehalten auf Schloß Wyden in der Schweiz, vom 20. bis 23. August 1880. Zürich, Verlag von A. Härter, Industriehalle, Riesbach 1880.
11. März. 390. Die ohne Angabe des Druckers erschtenene, 16 Octapseiten umfassende Flugschrift mit der Ueberschrift:„Revolution oder Reform.
Bezeichnung der Druckschrift.
Was soll die deutsche Soeialdemokratie thun?“
22. März. 391. Das in London erschienene Fluglatt mit N der Ueberschrift:„Fremdenführer“(Abdruck des Artikels:„Auf Schritt und Tritt faule Schäden“ aus der Nr. 7 der in London erscheinenden Zeitung:„Freiheit“ vom
12. Febr. d. J.) 22. März. 392. Das in London erschienene Flugblatt mit der Ueberschrift:„Wozu noch mehr Papier?“ (Abdruck des gleichlautenden Artikels aus der Nr. 10 der in London erscheinenden Zeitung:„Freibeit“ vom 5. März d. J. 25. März. 393. Statuten des socialdemokratischen Vereins St. Gallen, Seetion des Schweizerischen Arbeiterbundes.(Druck der Schweizerischen Vereins-Buchdr. Hottingen-Zürich 1879.) 25. März. 394. Das socialistische Flugblatt:„An die Wähler des Wahlkreises Hanau, Geln— hausen und Orb“, herausgegeben vom dem
Datum der
Bekanntmachung
des Verbots. 1881.
Bezeichnung der Druckschrift.
socialistischen Wahl-Comits und gedruckt in
der Vereinsbuchdruckerel Hottingen-Zürich
in der Schweiz.
29. Marz. 395. Das auf die Münchener Verhältnisse sich beziehende, zwei Druckseiten umfassende und in der Schweizerlschen Vereins buchdruckerei
Hottingen-Zürich gedruckte Flugblatt mit den Eingangsworten:„Reichstagswähler! Wenige Monate noch, und wir werden wieder an die Urne gerufen ze.“
1. April. 396. Die ohne Angabe eines Verfassers, Ver⸗ legers oder Herausgebers erschlenene Druck— schrift, betitelt:„Die Herrschaft der Ver— brecher.“
2. April. 397. Die Druckschrift:„Rede des Reichskags— abgeordneten Bebel zum Reichshaushalts— Etat 1881/82.“ Aus dem amtlichen steno— graphischen Berichte der Reichstagssitzung vom 25. Febr. 1881. Verlag der„Dres— dener Abendzeitung“, Druck von H. Zum⸗ busch u. Co., Dresden.
28. April. 398. Die Druckschrist:„Das rothe Gespenst und die Cäsaren. Ein Zeitgedicht, dem tapferen Freiheitskämpfer Joh. Ph. Becker in Genf gewidmet, von A. Otto Walster.“ Selbstverlag des Verfassers, Druck von Wilhelm Brunner in Dresden.
5. Mai. 399. Die Druckschrift:„Der Schutz der Arbeiter in den internationalen Arbeiter-Gewerbs— genossenschaften. Ein Mabnruf an alle deutschen Arbeiter von A. Otto Walster.“ Dritte gewöhnliche umgearbeitete Auflage. Dresden, Expedition des„Dresdener Volksboten“ 1871.
26. Mai. 400. Die Druckschrift:„Arbeiter-Lieder“, Verlag der Schweizerischen Volks-Buchhandlung Hottingen-Zürich, enthaltend: 1) Bundes lied, 2) Arbeiterfeldgeschrei von H. Greulich,
Datum der Bekanntmachung des Verbots. Bezeichnung der Druckschrift. 1881. g 3) Arbeiter-Marseillaise von H. Greulsch, 4) Arbeiter-Marseillaise von J. Andorf jun.“ 5) das Lied der Petroleure. 9 31. Mal. 401. Das mit Beschlag belegte Fluglatt, über- schrieben:„An die Einwohner Mann heim's“, unterzeichnet von F. Seifahrt, Namens der bei letzter Wahl in 3. Klasse gewählten Stadtverordneten, Verlag vog F. Seifahrt, mit Druck von Christmann und Mauser in Stuttgart. 10. Juni. 402. Die Rummer 18 des 8. Jahrgangs der periodischen Druckschrift:„Vorbote“, unab— hängiges Organ für die wahren Interessen des Proletariats, d. d. Chicago den 30. April 1881, und 2. das Flugblatt: „Soetal-Revolutionärer Club, New-Vork, Mahnruf an alle Arbeiter der Vereinigten Staaten Nord-Amerika's.“(Namen deß
Druckers und Verlegers sind nicht angegeben)!
16. Juni. 403. Die Druckschrift in littauischer Sprache;
„Kningos Tejslbiun pranenziskaj per K
nega Lemmena, suraszytos o lietuwiszxa iszgneditos per Blodislawa Vebskia Kunegs, Zemajoziu Wiskupistes, Parisziuje, Kasatu B. Vebskia Vrezdene Spaustuwe J. I. Kraszauskia 1870.“ 0
1 26. Juni. 404. Die Druckschrift:„Ein europäischer Soldat 0 an seine Kameraden“, nachzudrucken und
in allen Sprachen zu übersetzen, in allen f
Lagern und Kasernen zu verbreiten. 27. Juni. 405. Die Druckschrift:„Rede des Reichstag Abgeordneten A. Bebel über das Unfall versicherungsgesetz“; gehalten in der Reichs tagssitzung vom 4. April 1881, aus den
amtlichen stenographischen Bericht. Schwe, 4 zerische Vereins buchdr. Hottingen-Zürich.
(Fortsetzung folgt.)
Deutsches Reich.
Darmstadt, 16. Februar. Der Groß— herzog und der Prinz Wilhelm sind heute von Schwerin wieder hier eingetroffen. a
Darmstadt, 15. Febr. Die zweite Kam⸗ mer nahm heute ihre Arbeiten wieder auf. Nach Verlesung einer großen Reihe neuer Einläufe, deren wichtichste wir bereits mitgetheilt haben, folgt die Wahl der beiden Präsidenten. Zum ersten Präsidenten werden wiederholt Kugler mit 29 Stimmen und Muhl mit 35 Stimmen ge— wählt. Nach mündlicher Berichterstattung des Abg. Muhl Namens des Gesetzgebungsausschusses wird einem Gesuch v. Jungenfeld's um Entbind— ung von den Functionen eines Mitgliedes des zweiten Ausschusses stattgegeben. In den Finanz— ausschuß wird sodann Osann wiedergewählt, in den Gesetzgebungsausschuß an Stelle Jungen— feld's der Abg. Küchler. Die Neuwahlen und einige Nachwahlen werden sodann ohne Debatte einstimmig für gültig erklärt. Es wird hierauf in die Budgetberathung eingetreten. Zu Haupt- abtheilung I. des Ausgabeetats„Lasten und Abgänge“ werden die Anforderungen für Lasten auf den Cameral⸗ domänen mit 206,877 M., Lasten auf den Forstdomänen mit 264,280 M. und Lasten auf den Cameral- und Forst⸗ domänen mit 111,982 M. 57 Pf. ohne Debatte bewilligt. Für Lasten auf den Staatsdomänen werden 4500 M., für Brandversicherungsbeiträge 22,870 M. und für Bei⸗ träge zu den öffentlichen Anstalten zu Darmstadt 3700 M. ohne Debatte verwilligt; ebenso die unter Capitel 7 für „Staatsrenten“ geforderten 275,673 M. 84 Pf. Bei letzterem Posten beschließt die Kammer, die Regierung um Vorlage eines Gesetzentwurfs behufs zwangsweiser Ablösung der noch bestehenden Staatsrenten zu ersuchen. Zu Cap. 8,„Ausfälle, Abgänge und Nachlässe“ hatte der Aus schuß beantragt, die eingestellte Summe von 306,900 M. zu bewilligen; weiter beantragt die Majorität, Großh. Regierung um eine Gesetzes-Vorlage wegen Beseitigung der bestehenden Steuerfreiheit der Pfarr- und Schulbe— soldungsgüter zu ersuchen. Nach kurzer Diseussion ge— langt der Antrag gegen 3 Stimmen zur Annahme. Am Schlusse dieser Hauptabtheilung wird noch der Antrag einstimmig angenommen, Großh. Regierung wolle wegen Ablösung der Grundzinsen, Baulasten, Forst⸗ und Weide⸗ gerechtigkeiten eine Gesetzborlage an die Stände gelangen lassen. Zu Hauptabtheilung II,„Verzinsung und Tilg⸗ ung der Staatsschuld“, beschließt die Kammer, die an— geforderten 663,065 Mark 42 Pf. unter Abstrich von 32,227 M., welche den Einnahmen der Staatsschulden⸗ verwaltung als Zinsen von in Werthpapieren angelegten Activen zuzusetzen sind, also mit nur 630,838 M. 42 Pf. zu verwilligen. Die Anforderungen in den Hauptab— theilungen III,„Pensionen“(990,657 M. 15 Pf.), IV, „Bepürfnisse des Großherzoglichen Hauses und Hofes“ (1,228,287 M. 99 Pf.) und V,„Landstände“(47,453 M.), werden ohne Debatte bewilligt; in Hauptabtheilung VI „Staatsministertum“ werden die Anforderungen zu Cap. 13 „Ministerium“(57,050 M.), 14„Kosten der auswärtigen
und Bundesverhältnisse“(36,000 M.) und 15„Cabinets-⸗ direction“(11,150 M.) ohne Debatte bewilligt; zu Cap. 16 „Ober-Rechnungskammer“ dagegen erklärt sich die Kam— mer gegen 5 Stimmen gegen die Fixirung des Gehaltes des Präsidenten der Ober-Rechnungskammer auf 9000 M. und für Beibehaltung des seitherigen Gehaltssatzes von 7500 M. Die Berathung und Abstimmung über die von der Regierung vorgeschlagenen Gehaltssätze der Räthe der Ober-Rechnungskammer wird bis zur Berathung des Etats der vortragenden Räthe im Ministerium des Innern ausgesetzt. Eine eingehende Debatte entspinnt sich über Cap. 17„Verwaltungsgerichtshof“, wofür 13,640 M., also 7800 M. mehr als seither, gefordert werden. Der Ausschuß ist der Ansicht, daß zur Zeit kein dringender Grund vorliege, das seitherige Verhältniß zu ändern und gelangt dieser Antrag schließlich gegen 10 Stimmen zur Annahme.
Berlin, 15. Febr. Die kirchenpolitsche Commission nahm mit 11 gegen 10 Stimmen den Antrag Bruels an. Danach sollen die bis— her zur Präsentation berechtigten Grundherren und die Gemeinden kein Recht zur Wiederbe— setzung eines geistlichen Amtes(der sogenannten Staats⸗Pfarreien) mehr haben. Ueber die Ver— handlungen Schloͤzer's, sagte der Cultusminister, könne er Weiteres nicht mittheilen.
— 15. Febr. Die heutige„Berliner Tages— post“ berichtet von der angeblichen Entdeckung
eines Attentats auf den Kaiser von Rußland, das durch hier wohnende Nihilisten am 17. Febr. in Gatschina ausgeführt werden solle. Die ganze Verschwörung ist aber nur eine Mystification des sensationsbedürftigen Publikums.
— 16. Febr. Abgeordnetenhaus. Das Haus fuhr fort in der zweiten Lesung des Etats; es genehmigte den Rest vom Forst-Etat, die Rente vom Kron-Fidei-Commiß, die Centralverwaltung der Domänen und Forste. Vom landwirth— schaftlichen Etat wird die Einnahme unverändert genehmigt; desgleichen die dauernden Ausgaben.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 15. Febr. Den Abgeordneten ist der österreichisch-ungarische Zolltarif vorgelegt worden. Das Haus ge— nehmigte in dritter Lesung das Gesetz über die Prager Universität. Der Finanzminister beant⸗ wortete die Vorwürfe der oppositionellen Redner und erklärte, das Hauptziel der Regierung sei die Beseitigung des Deficits; der Weg indirecter Besteuerung sei hierzu viel praktischer, als die directe Besteuerung, an deren Reform schon seit 1861 gearbeitet werde.
— 16. Febr. Im Abgeordnetenhause wurde
ein Gesetzentwurf, betr. die Einführung von
Ausnahmsgerichten in Dalmatien, eingebracht, Hierauf wird die Budgetdebatte fortgesetzt. Pest, 15. Febr. Im Unterhause interpellirte Hermann die Regierung, ob sie Kenntniß habe von einem unter dem Präsidium Falkensteins constituirten deutschen Schulverein, dessen Actions mittelpunkt Berlin sei und welcher in numerin
erscheinenden Flugblättern offen gegen die ung
ische Nation aufreize und mit den Sachsen i Siebenbürgen durch Emissäre eine Verbindung unterhalte.
— 16. Febr. Der Volkswirthschaftsausschuß des Abgeordnetenhauses nahm die Vorlage uber die einzuhebenden Finanzzollzuschläge an.
Serajewo. Bei Fotscha war am 12. und 13. Februar Ruhe. Gegend von Tirnowa(am Nordhang des Spase— watz) weichen den Streif-Colonnen aus.
Frankreich. Paris, 15. Febr. Die Zeit ungen sprechen von Differenzen, die im gestrigen Ministerrath zwischen Freyeinet und Say her— vorgetreten seien. Nach„Havas“ hat die Sache keinen Grund.— Aus London wird berichtet, es sei nicht eine Collectivnote über Egypten an die Mächte gegangen, sondern nur identische Justructionen an die französischen und englischen Botschafter.
— 16. Febr. Deputirtenkammer. Abg. De— lafosse wünscht die Regierung zu interpelliren über die Politik Frankreichs im Orient, namentlich bezüglich Egyptens. Die Verhandlung darübs wird auf die nächste Sitzung vertagt. Det Justizminister brachte einen Gesetzentwurf uͤber die Reform des Gerichtswesens ein. Die Kammer nahm die Vorlage über den Bau einer Eisenbahn
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Die Insurgenten in der f
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von Soukarras bis an die tunesische Grenze an, — Admiral Jaures soll nun bestimmt zum Botschafter für Petersburg ernannt werden. Marseille, 15. Febr. Der General Forge mol, Oberbefehlshaber des Expeditionscorps il Tunis, schiffte sich hier nach Tunis ein mit In structionen von dem Ministerpräsidenten Freys cinet und dem Kriegsminister Billot. Großbritannien. London, 15. Febt, Das Unterhaus verwarf bei der Fortsetzung der Adreßdebatte das Amendement Mac Carthys mit 98 gegen 30 Stimmen und nahm die Adresse mit 87 gegen 22 Stimmen an. — 16. Febr. Die Königin ist heute vol Windsor zurückgekehrt. Auf der Fahrt vom Bahnhof nach dem Buckinghampalast ging das
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