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Reichstage gegenüber ab.
1882.
Samstag den 16. Dezember.
M148.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petttzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bel größerem Tabellen- oder Hiffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
Anoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), we
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lchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Amtlicher Theil.
Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Forststrafen von der 1. Periode 1882/83.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
g Nachstehend theilen wir Ihnen das Verzeichniß der Ihren Gemeinden von der 1. Periode 1882/83 zukommenden Forststrafen resp. Antheile an Holzwerth und Schadensersatz unter dem Auftrage mit, Einnahmedecretur zu ertheilen und für ordnungsmäßige Controlirung zu sorgen.
Dr. Braden.
Friedberg den 13. December 1882.
Assenheim 42 Pf., Büdesheim 63 Pf., Burg⸗Gräfenrode 40 Pf., Gambach 2 M. 10 Pf., Groß-Karben 7 M. 71 Pf., Hausen 30 Pf., Heldenber 7
1 15 Pf., ö 55 5 f.. 9 0. 8 gen 72 Pf.
Belger, 6 M. 61 Pf., Klein Karben 1 M. 29 Pf., Maibach 20 Pf., Nieder⸗Florstadt 21 M. 38 Pf., Nieder- Weisel 2 M. 35 Pf., Ober- Erlenbach 9 M. 60 Pf. ber⸗Florstadt 7 M. 71 Pf., Ober-Mörlen 40 Pf., Ober-Ros bach 42 Pf., Pohl⸗Göns 84 Pf., Rodheim 22 M. 86 Pf., Stammheim 70 Pf., Vilbel 7 M. 35 Pf.,
Voölfersheim 1 M. 53 Pf. 5 Betreffend: Viehzählung im Deutschen Reich.
Friedberg den 14. Dezember 1882.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiste reien des Kreises.
f Wir empfehlen denjenigen von Ihnen, welche unsere Verfügung vom 30. November dieses Jahres(Oberhessischer Anzeiger Nr. 40) noch nicht erledigt haben, nunmehrige pünktliche Erledigung inner halb 3 Tagen.
Dr. Braden.
Deutsches Reich.
Berlin. Die Kölnische Zeitung bringt be— treffs des deutsch⸗österreichischen Bündnisses Mittheilungen, die ihrer Versicherung nach als verbürgt betrachtet werden dürfen. Demnach wäre das Bündniß auf eine bestimmte Frist von fünf Jahren abgeschlossen, also bis zum 15. October 1884 zu Kraft bestehend. Das Bündniß habe sich aber bisher so bewährt und verspreche künftig den beiden Reichen eine so feste Friedensbürgschaft, daß auf eine Verlänger— ung desselben zu rechnen sei.
— 12. Dec. Im Reichstage erfolgte heute die Interpellation Windthorst wegen Aufhebung des Gesetzes über die Verhinderung der unbe— sugten Ausübung von Kirchenämtern. Windt⸗ horst begründete die Anfrage. Staatssecretär v. Boetticher: Der Bundesrath beschloß auf Antrag des Ausschusses, dem Reichstagsbeschlusse seine Zustimmung zu versagen. Ueber die Gründe, welche zur Ablehnung führten, sei die Regier⸗ ung nicht in der Lage, sich zu äußern; sie lehne prinzipiell die Motivirung ihrer Beschlüsse dem Auf Antrag Reichen— sperger-Olpe folgt Besprechung der Inter⸗ pellation. Nach derselben folgt die Berathung der Denkschrift über die Ausführung des So— cialistengesetzes. Minister v. Puttkamer erklärt es für unrichtig, wenn die Wirksamkeit des So⸗ cialistengesetzes bestritten wird und verliest Citate aus soclaldemokratischen Schriften, die in die Hand der Regierung gefallen sind, über die Ehe, den Staat, das Christenthum, um aus ihnen die Gefährlichkeit der socialdemokratischen Agi⸗ tation und Propaganda zu beweisen, welche die in der Denkschrift erwähnten Maßregeln als unabwendbar erscheinen lassen. Der Minister nennt die Citate nicht mehr menschlich, sondern bestialisch und gibt unter lautem Beifall des Hauses Denen, die solche Dinge vertreten, den Rath, Most nach Amerika zu folgen und dem deutschen Vaterlande, dessen Kinder sie nicht mehr seien, den Rücken zu kehren. Zu der Sache liegt folgender Antrag der Abgg. Blos und Genossen vor: Der Reichstag wolle beschließen, zu erklären: daß er die in Nr. 99 der Druck— sachen angeführten Motive zu der vom Bundes— rath beschlossenen Verhaͤngung des sogenannten kleinen Belagerungszustandes über Berlin, Leipzig, Altona-Hamburg nebst dazu gehörigen Gebieten, als eine ausreichende Begründung der erwähnten Maßregel nicht erkennen kann. 198, Dezbr. Der Reichstag setzte heute die Berathung der
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Denkschrift über die Ausführung des Socialisten— gesetzes fort und lehnte den Antrag Blos und Genossen ab.
— Es verlautet mit Bestimmtheit, Fürst Bismarck sei entschlossen, den Gesetzentwurf, be— treffend die zweijährigen Budgetperioden noch in dieser Session wieder einzubringen.
— Die Petitionscommission des Reichstags hat in Sachen der Impffrage den Antrag auf Aufhebung des Impfzwanges abgelehnt.
— Die Budgetcommission des Abgeordneten— hauses hat einstimmig den Bau der stehenden Brücke in Offenbach genehmigt, und zwar das Kaiserstraßenprojekt als das beste und billigste.
— 14. Dez. Ueber die gestrigen Berath— ungen des evangelischen Oberkirchenraths mit dem Synodalrath berichtet die Krenzzeitung, daß in Sachen der Mischehen eine von den Kanzeln zu verlesende Ansprache an die Ge— meinden zu erwarten sei, worin diese zur Treue im Bekenntuiß auch auf dem Gebiet der Ehe ermahnt werden, außerdem noch eine nähere Anweisung an die Geistlichen und Gemeinde— kirchenräthe für das Verhalten bei aus Mischehen sich ergebenden Fragen.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 13. Dec. Das Abgeordnetenhaus nahm heute die neun— zehn ersten Paragraphen der Gewerbeordnungs— novelle an.
14. Dez. In der gestrigen Sitzung des niederösterreichischen Landschul-Rathes erklärten anläßlich der Entscheidung über die Errichtung einer böhmischen Schule in Wien seitens des Landesausschusses und der Wiener Commune die Delegirten und die Mitglieder desselben ihren Austritt aus dem Landesschulrath.
Schweiz. Bern, 14. Dez. Die vereinigte Bundesversammlung wählte für das Jahr 1883 Ruchonnet zum Bundespräsidenten und Welti zum Vicepräsidenten mit 91 von 177 Stimmen. Zum Präsidenten des Bundesgerichts pro 1883 dis 84 wurde Rognin und zum Vicepräsidenten Obgiati gewählt.
Großbritannien. London, 14. Dec. Die Pall Mall Gazette erklärt sich zu der Mit⸗ theilung ermächtigt, daß Gladstone als Schatz⸗ kanzler zurückgetreten und Childers zum Schatz⸗ kanzler ernannt ist. Weitere Veränderungen des Cabinets würden erwogen.
— Einer Meldung der Ag. Stef. zufolge
dürfte England unverzüglich die offiziellen Ein—
ladungen zur Theilnahme an einer Conferenz machen, welche alle mit der Donauschifffahrt zusammenhängenden Fragen regeln soll. Der Conferenz-Beginn wird wahrscheinlich in den Januar nächsten Jahres fallen.
Dublin. Das Verfahren gegen Healy und Davitt ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden.
— 14. Dez. Zwei Arbeiter, Namens Byrne und Hanlon sind als mitschuldig an der Er— mordung von Lord Cavendish und Burke ver— haftet worden. Einer der beiden Arbeiter ist durch mehrere damals im Parke gewesene Per— sonen identificirt worden.
Spanien. Madrid, 14. Dez. Der Mi⸗ nister des Aeußeren legte der Kammer einen Gesetzentwurf vor, welcher die Regierung zur Verlängerung der Handelsverträge mit der Schweiz, Deutschland uad Schweden ermächtigt. Der Minister des Innern erklärte, er werde jede Reform der Verfassung ablehnen.
Italien. Rom, 14. Dec. Das Bureau der Deputirtenkammer wählte die Commission zur Berathung des Regierungsantrages, daß Jeder, der den Eid verweigert, oder innerhalb einer zweimonatlichen Frist, vom Tage der Wahl— verificirung an, den Eid nicht ablegt, seines Man— dates verlustig sein soll. Sämmtliche Commis— sionsmitglieder sind dem Antrage günstig gestimmt.
Türkei. Constantinopel, 14. Dec. Von hier wird gemeldet, daß die allgemeine Lage der Dinge immer noch eine sehr kritische ist, und dem Sultan von Neuem zu ernsten Befürcht— ungen Anlaß gibt. Unter den Truppen machen sich Zeichen von Mißmuth und Unzufriedenheit bemerkbar. Gerüchtweise verlautet, daß ein aber— maliger Ministerwechsel bevorstehe und daß Said Pascha durch Ahmed-Vefyk soder Haireddin Pascha ersetzt werden solle. In der vergangenen Woche sind in den Moscheen von Constantinopel und Skutari aufrührerische Plakate affichirt worden. Es ist jedoch den Bemühungen der Behörden bisher nicht gelungen, die Urheber zu eruiren. Aus der Fassung und dem Stile der Prokla— mationen schließt man, daß deren Verfasser in den Kreisen der Ulemas zu suchen seien.
— Zbwischen der Pforte und Montenegro soll eine Verständigung wegen der Demarcation nunmehr erfolgt sein.
Rumänien. Bukarest. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Deeret, wonach ein großer Generalstab für die Armee errichtet wird, dessen Personal aus den befähigtsten Offizieren der ver— schledenen Truppenkörper gebildet werden soll.


