Ausgabe 
12.9.1882
 
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üdische Ueujahrskarten

Carl Bindernagel. Land wirthschastliche Lundes-Ausstellung.

in der Zeit vom 16. bis 24. Septem⸗ ber d. J. in Darmstadt abgehalten und richtet die Quartier-Commission an diejenigen aus⸗ wärtigen Besucher der Ausstellung, welche bei der zu erwartenden starken Frequenz auf eine Wohnung in einem Hötel oder Privathause reflektiren, das freundliche Ersuchen, den Schrift⸗ führer der unterzeichneten Commission, Herrn B. Rosenheim, hiervon alsbald benachrichtigen

zu wollen. 5 3078 Darmstavt den 9. Sept. 1882. Die Empfangs⸗ und Quartier⸗Commission.

Gest chüfts- Eröffnung.

Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen am biesigen Platze, 97 Kaiser⸗ straße 97, im Hause meines Schwiegervaters, des Herrn Emmerich Hanstein, ein

Kurz-, MWolle-, Weiss- und Hauufacturwaaren- Geschäft, verbunden mit g Damen- Confection errichtet habe.

Indem ich bei guter Waare strengste Reellität und billigste Preise zusichere, halte ich

mich bestens empfohlen. Friedberg i./ W., 4. September 1882.

bei

Mit aller Hochachtung

3000 8

Ein Wort an die deutsche Landbevölkerung.

Mehrere Tausend Hausirer überschwemmen neuerdings im Dienste amerikanischer Nähmaschinen-Compagnien die deutsche Landbevölkerung. Diese Herren Amerikaner sind von der deutschen Nähmaschinenindustrie jählings aus dem Sattel gehoben worden, die Lärmtrommel mit demAllein echt undAllein original können sie nicht mehr so recht rühren, da klopft man ihnen nach Gebühr auf die Finger, nun versuchen sie es um so fieberhafter mit dem Hausirbetrieb und der mündlichen Verleumdung der einheimischen Coneurrenz.

Ihr Deutschen auf dem Lande(und auch Ihr vielfach heimgesuchten Städter) seht Euch im allereigensten Interresse, im Interesse Eures Geldbeutels, diese fremden Nähmaschinen ja recht genau an, ehe Ihr einen Kauf oder einen sogenannten Kaufmiethsvertrag abschließt. Kümmert Euch darum, ob auch die neuesten Verbesserungen d'ran sind, ob ein selbstthätiger Spulapparat dabei ist, ob sie Spannungslüfter haben, ob eine Radauslösung vorhanden, ob das Gestell auf Rollen steht, und dann zeigt die Maschine, wenn Ihr keinen Mechaniker zur Hand habt, dem nächsten Schlosser; er wird Euch aufmerksam machen auf die wackeligen Wellen und Nadelschieber, auf die rohen Fraisflächen, auf die schlecht geschnittenen Zahnräder, und er wird Euch die schöne Aussicht eröffnen, daß Ihr in Jahr und Tag statt einer Nähmaschine nur noch eine Klappermühle im Hause stehen habt. Und glaubt ja nicht, was Euch diese Hausirer einreden wollen, sie versiehen gar Nichts davon, daß sind Leute, die heute mit Kattun und Zwirn, und morgen mit Nähmaschinen handeln sie pfeifen den Tag nur das nach, was ihnen die Amerikaner früh vorgepfiffen haben.

Und wie könnten Euch diese Nankees preiswerthe Nähmaschinen verkaufen? 25 bis 30 Prozent geben sie dem Hausirer, der begleitende Geschäftsführer thut auch Nichts umsonst, dann kommen die Filialgeschäfte, welche die Maschinen anliefern; doch den Hauptgewinn sackt wohl der Herr General-Agent in Hamburg selber ein. Die Fracht über Land und Meer kostet auch einige blanke Thaler und nun macht Euch selbst ein Bild davon, was Ihr alles mitbezahlen müßt, wenn Ihr Euch eine solche Maschine aufhausiren laßt.

Wir bitten Euch, seht Euch vorerst im nächsten besten deutschen Nähmaschinengeschäft um, ehe Ihr ein solches Aergerniß in's Haus nehmt. Hier findet Ihr Auswahl, hier könnt Ihr die neuesten Verbesserungen sehen,

welche die Amerikaner nach dem Patentgesetz gar nicht nachmachen durfen, hier könnt Ihr Vergleiche anstellen, hier wird man Euch nach Kräften gleichfalls Zahlungserleichterungen gewähren und zwar unter besserer Garantie, Und diese verbesserte

und saubere Maschine wird man Euch obendrein 10 bis 15 Prozent billiger verkaufen können, der geringeren

denn ein stehendes Geschäft kann nicht so leicht auf und davon gehen, wie ein Hausirer.

Geschäftsunkosten wegen.

Wenn Ihr vor diesen Hausirern nicht die Thüren zuhalten wollt, so haltet wenigstens die Taschen zu, Habt Ihr Euch hier ordentlich umgethan und unter⸗ richtet und das dürfen wir billig von unseren Landsleuten erwarten, dann werden die Herren Yankees

bis Ihr nicht ein deutsches Nähmaschinengeschäft besuchtet.

ihreallein ächten Nähmaschinen auch allein behalten müssen. DieConcordia, Vereinigung deutscher Nähmaschinenfabrikanten und Händler.

Bezugsquellen für Deutsches Fabrikat in Nähmaschinen sind:

H. Bindewald in Friedberg i. d. W. Philipp Weil in Frankfurt a. M. In Darmstadt: Carl Jordan, Ludwigs⸗ platz 3 und Aug. Engel. In Wiesbaden: E. du Fais und Carl Kreidel, Webergasse 42. C. Simon in Mainz. Rosa Erlanger in Marburg. Louis Ochs in Hanau, Frank⸗ furterstr. 1. Ehr. Endves in Fulda. Theod. Haubach II. in Gießen. In Kreuzuach: Th. Beuffleur und Th. C. Evelbauer. Herrmann Schuster in Diez a. d. Lahn.

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Empfehlung. Allen meinen verehrten Kunden, sowie einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige daß ich mein Barbier⸗ und Friseurgeschäft von C. Schmid vis-Bq-vis bei Herrn L. Eschborn, Usagasse, verlegt hall und bitte daselbst bei guter Bedienung um geneigten!

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