Lage erlöst worden war, als der Zug eintraf. In der Borhalle der Anatomie dahler stehen 25 Särge fur die nach hrer Heimath zu überführenden Leichen bereit, die anderen verden morgen Abend hier beerdigt.
Metz. Von dem massenhaften Vorkommen der Kreuz— sttern in diesem Jahre kann man sich eine ungefähre Vorstellung machen, wenn man vernimmt, daß der hiesigen dreisdirection seit dem 26. August nicht weniger als 374 tintt»ieser Thiere abgeliefert worden sind. Wie sehr lohnend det Bad der Otternfang ubrigens sein kann, geht daraus hervor, 8 daß ein Einwohner in Gorze an demselben Tage 140 und am folgenden bereits wiederum 174 getödtete Schlan— zen nach Metz brachte und von dem Kreisdirector die ansgesetzte Belohnung von 3 M. für jedes Thier, im Ganzen also 942 M. Belohnung erhielt.
Glarus, 30. Aug. Der Risikopf über dem Dorfe reiß end aft Ilm ist wieder in Bewegung. Die Schule wurde ge⸗
N chlossen. Es hat sich ein neuer„Chlagg“ von beträcht— icher Breite gebildet, der in Verbindung mit anderen Wahrnehmungen die Bewohner mit neuer Besorgniß er⸗ füllt, daß ein Nachsturz gegen den Sernf bin bevorstehe.
Madrid. Aus Manilla wird vom 3. September gemeldet, daß bisher 347 Eingeborene und ein Europäer an der Cholera gestorben seien.
4. Gegen die Geheimmittel. nen!(Ein Wort zur Warnung unserer Mitbürger vor Ge— sundheitsschädigung und Uebervortheilung.) lbrlinz Von Obermedieinalassessor Dr. Uloth in Darmstadt. erttun I. Uetarig seiet Unlängst ist von mehreren Kreisämtern des Groß— den Brief herzogthums übereinstimmend, also offenbar in Folge Der d höherer Anregung, in den Kreisblättern eine Bekannt⸗ aulnt stnachung erlassen worden, in welcher das Publikum vor 20 Uf dem Ankauf und dem Gebrauch der von der größten 1 Geheimmittelfabrik Deutschlands, der Firma F. A. Richter f& Co. in Rudolstadt fabrieirten und theils durch Zeitungs— Pia Reclame, hauptsächlich aber durch eine von dieser Firma Su verbreitete Reelamschrift:„Dr. Airy's Naturheilmethode“ dt. 1 in marktschreierischerweise empfohlenen Geheimmittel ge— Nac warnt wird. Die Firma Richter& Co. tritt nun in 488 gert einzelnen Blättern dieser Bekanntmachung der Ver⸗ waltungsbehörden mit sogenannten„Berichtigungen“ ent⸗ t Rerum gegen und versucht es, die Qualität und die Wirkung algen ahrer Mittel zu rechtfertigen und in den amtlichen Er⸗ Agen lassen Ungenauigkeiten und Unrichtigkeiten bezüglich der . angegebeuen Zusammensetzung und der Preisverhältnisse 10 machzuweisen. Riemand wird erwarten, daß sich die Dod betreffenden oberen Verwaltungsbehörden in einen Feder⸗ Trleg mit Richter einlassen. Seine Einwände zu be⸗ kämpfen ist nicht weiter ihres Amtes: sie haben ihre Aufgabe erfüllt, wenn sie das Publikum gewarnt und es über Schwindelmittel aufgeklärt haben, welche ihm für vieles Geld auf Kosten seiner Gesundheit geboten 1 t. werden.“) Amtlich werden dann nur noch die Straf— an gerichte mit den Verbreitern von Geheimmitteln sich zu * bdeschäftigen haben. Wohl aber erscheint es als Pflicht A der Sachkundigen und der Presse, jene auf das öffent- ee liche Wohl gerichteten Bestrebungen der Behörden auch 1 ihrerseits zu unterstützen. In diesem Sinne hat der
* Karlsruher städtische Orts⸗Gesundheitsrath f— durch die Klarlegung des wahren Wesens des Geheim— Scene mittelunfugs im Allgemeinen und der sogen. Airy'schen N* Mittel insbesondere bereits in allgemein bekannter und g 3 anerkannter, verdienstvoller Weise gewirkt. Die Ergebnisse neh, wu der Untersuchungen dieses Ortsgesundheitsrathes, welche t sell da derselbe in einer besonderen Schrift:„Die medieinischen e 0 Geheimmittel, ihr Wesen und ihre Bedeutung u.. ** g niedergelegt hat, sind auch gewiß der Kenntnißnahme ulschasses 5 unserer Behörden nicht entgangen, und gegen die An⸗ ttt Baht 4 nahme Richter's, daß die bei uns erlassenen amtlichen 1 Bekanntmachungen auf jene Karlsruher Publikationen
sich stützen, wird gewiß Nichts zu erinnern sein. Die Untersuchungen, deren Ergebniß die gedachte Schrift Fuche, mittheilt, gründen sich auf amtliche Ermittelungen über die Personalien und den Geschäftsbetrieb der Geheim⸗ mittelfabrikanten; die Analysen der Geheimmittel sind 1 1er von bedeutenden Fachmännern(den Prof. Dr. Neßler n 1200 und Birnbaum in Karlsruhe, den Gerichtschemikern f 500 Dr. Kämmerer in Nürnberg, Dr. Hager in Berlin u. A.) ausgeführt.— Die in dieser Schrift gemachten Angaben . vet den verdienen also in jeder Beziehung vollstes Vertrauen, ede welches die Firma F. A. Richter& Comp. durch ihre 1 50% Reklameschriften und angeblichen Berichtigungen nicht 1 zu beeinträchtigen vermag. Daß Richter mit dem Karls⸗ 2 ruher Ortsgesundheitsrath auf gespanntem Fuß steht, 5 ist leicht erklärlich, denn sein Geschäftsbetrieb und seine
10 Personalien werden in besagter Schrift in erschöpfendster
%, e Weise behandelt und bekannt gegeben. Auch bel uns n t. scheint es an der Zeit, dem Gehelmmittelunwesen durch Aufklärung des Publikums ernstlich entgegen zu treten, und dazu möchten auch wir in diesen Zeilen ein Scherflein beitragen, mit dem Wunsch, daß es unseren Mitbürgern von Nutzen sei. Ueber die Gehelmmittel zunächst ein g 10 Wort im Allgemeinen; daran wollen wir dann einiges 1 eh zur Würdigung von„Alry's Naturheilmethode“ und der b 1 hauptsächlichsten Richter'schen Geheimmittel speziell an⸗ knüpfen. Die Geheimmittel bestehen meist nicht aus f bestimmt ausgesprochenen chemischen Verbindungen, deren 0. Zusammensetzung durch bestimmte chemische Methoden e quantitativ zu ermitteln ist, sie sind vielmehr Gemische
„) Eln Dr. Airy(zu Deutsch Dr. Luftig) hat nach eigenem Zugeständnssse Richter's nie existirt und ist ein „Pseudonym“.(Warum leidet wohl der Beglücker der Menschhelt durch eine neue Naturheilmethode an so über⸗ mäßiger Bescheidenheit?)
einer Anzahl Substanzen von in der Regel unbestimmtem chemischem Charakter(wässerigen oder weingeistigen Pflanzenauszügen, Extracten, ätherischen und fetten Oelen u. s. w.), die in irgend einer Richtung eine auf⸗ fällige Wirkung ausüben, wie Hautreiz, Abführen, Säure neutralistrend u. s. w., und deren Erkennung in dem Geheimmittel verdeckt wird durch Färbung, Riech— stoffe und andere hinsichtlich ihrer Wirkung ganz neben— sächliche Zusätze. Der Geheimmittelfabrikant geht hierbei einzig von dem Grundsatz aus: Die verwendeten Sub stanzen aus der Reihe der billigsten zu wählen und auf dem Wege der Reklame in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Geld möͤglichst billig zu verdienen. Für den Chemiker ist es meist nur von Werth, die Qualität der einzelnen Bestandtheile— und zwar vorzugsweise der in der einen oder anderen Weise wirksamen während ihre quantitative Zusammensetzung erst in weiterer Reihe und namentlich dann in Betracht kommt, wenn es sich um starkwirkende Substanzen oder gar Gifte handelt. Nach der Ermittelung der Bestandtheile pflegt der unter— suchende Chemiker das ganze Geheimmittel durch Zu- sammenmischen der einzelnen Bestandtheile in verschledenen Verhältnissen möglichst genau nachzuahmen und so das ungefähre Verhältniß derselben festzustellen. Wir be⸗ tonen nochmals ausdrücklich, daß es für den Chemiker und namentlich für den Strafrichter in der Regel ge— nügt, die einzelnen Bestandtheile der Art nach, nicht der Menge nach, zu kennen. Eine vorurtheilsfreie Kritik wird dies Verfahren nicht beanstanden, wohl aber der Geheimmittelfabrikant, dem das Ergebniß der in dieser Weise angefertigten und publieirten Analyse seines Ge⸗ heimmittels eine willkommene Gelegenheit bietet auszu⸗ posaunen:„Die Analyse ist total falsch“, oder:„Der Chemiker muß durch eine Imitation mystifteirt worden sein.“ In welcher Richtung die Analyse falsch ist, das sagt er freilich in der Regel nicht, denn da die wesent⸗ lichen Bestandtheile des Geheimmittels nachgewiesen sind, so kann sich sein Einwand nur auf die verdeckenden Sub⸗ stanzen beziehen, welche ihrer Bedeutung entsprechend entweder gar nicht oder nur nebenbei erwähnt worden sind. Die Stütze seiner Behauptung würde jedenfalls durch die Begrundung derselben binfällig werden, er selbst sich aber lächerlich machen. Um mit den Richter schen Geheimmitteln zu exemplifieiren, führen wir an, daß alle Analysen von Pain-Expeller(zu Deutsch: „Schmerzvertreiber“) darin übereinstimmen, daß dessen wesentliche Bestandtheile sind: Tinetur aus spanischem Pfeffer, Kampher, Salmiakgeist und Weingeist, welche Richter neuerdings durch etwas Seife und ätherische Oele verdeckt. Die Behauptung Richter's, die Analyse sei total falsch, ist für jeden Besonnenen nichtig.
Die Zusammensetzung der Geheimmittel wird übrigens, um Sachverständige und Lalen zu täuschen, von Zeit zu Zeit geändert. Der Pain-Expeller besteht nach einer früheren Analyse von Hager(Pharmac. Praxis BI p. 722) aus 35 Theilen spanischer Pfeffertinktur, 20 Theilen verdünntem Weingeist und 20 Theilen Salmiak⸗ geist, während er nach einer späteren Analyse dieses Chemiters dieselben wesentlichen Bestandtheile mit Kam⸗ pher, Seife und einem Uebermaß von ätherischen Oelen enthält. Neßler fand in einem Fall nur spanische Pfeffertinktur und Salmtalgeist, in einem zweiten war Hoffmanns Lebensbalsam leine weingeistige Lösung von ätherischen Oelen) zugemischt. Gerhard, welcher neuer⸗ dings ein dem jeßigen Richter'schen durchaus ähnliches Praparat dargestellt hat, gibt auch die genannten wesent— lichen Bestandtheile, jedoch mit weit weniger äthertschen Oelen als Hager an. Sassaparillkan Richter's kommt nach Untersuchungen von Neßler und Räm merer bald mit, bald ohne Jodkalium vor. In letzterer Zeit scheint dieses Salz, wohl mit Rücksicht auf die Bestimmungen des Reichsstrafgesetzbuchs, weggelassen zu werden. Uebrigens gesteht Richter das hier bezüglich der wechselnden Zusammensetzung seiner Mittel Gesagte indirect zu, indem er seinen„Berichtigungen“ als Grund— lage für die Werthbestimmung des Pain-Expeller die Vorschriften verschiedener Chemiker eitirt, die quantitativ und in den verdeckenden Zusätzen auch qualitativ wesent— lich von einander abweichen. Der Bemerkung Richter's, daß die in den Bekanntmachungen angegebenen Geld⸗ werthe für seine Geheimmittel nicht richtig berechnet seten, setzen wir entgegen, daß wir infolge dessen selbst Berechnungen angestellt haben, bei welchen die von Richter selbst eitirten verschtiedenen Analysen zu Grund gelegt und die Preisansätze der Rohwaaren, dem Preis— courant der Droguenhandlung von Gehe& Comp. in Dresden entnommen, außerdem auch noch die Auslagen für Glas, Kork, Druck und Arbeit berücksichtigt wurden. Hlernach berechnet sich z. B., daß ¼ Flasche Pain⸗ Expeller, welche ea. 125 Gramm Inhalt hat und in der Richter'schen Niederlage in Nürnberg 1 M. 75 Pf. kostete, nach der ersten Analyse von Hager(siehe oben) ca. 20 Pf., nach der Neßler'schen 22 Pf., nach der zweiten Hager'schen ea. 45 Pf. und nach der Analyse von Gerhard, welche dem jetzigen Richter'schen Fabrikat am ähnlichsten ist, 28 Pf. Geldwerth hat. Richter ver⸗ gleicht weiter in seinen Berichtigungen die Verkaufs- preise seiner Geheimmittel mit den nach der Apothekertaxe sich berechnenden und findet, daß die seinigen um ein Dtttel billiger seten. Allein abgesehen davon, daß diese Berechnungen durchaus nicht richtig sind, wagt sich der Geheimmittelfabrikant hier auf ein Gebiet, das er in seinem Interesse nicht betreten sollte, denn den Ver⸗
leich mit dem Apotheker wird er nicht aushalten. Der Awetheker lelstet für die richtige Anfertigung der für jeden Arznei mit seinem Ver⸗
elnzelnen Fall vom Arzt verordneten 1 (Schluß folgt.)
mögen und seiner Stellung Garantie.
— zu ermitteln,
Handel und Verkehr.
Friedberg, 6. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.10— 1.15, Eier 1 St. 6 Pf, 2 St. gr. 11 Pf.
Friedberg, 6. Sept. Fruchtbericht. Walzen M. 21, Korn M. 16., Gerste M. 00., Hafer M. 00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.
Grünberg. Fruchtpreise vom 2. Sept. Waizen M. 20.64, Korn M. 16.06, Gerste M. 14.50, Hafer M. 12.76, Erbsen M. 00.00, Lein M. 00.00, Samen M. 26.30, Kartoffeln M. 0.00.
Gießen, 5. Sept. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.10—1.15, Eier 1 Stück 5 bis 6 Pf., Käse per St. 5—9 Pf., Tauben das Paar 45—60 Pf., Hühner per Stück M. 0 90— 1.50, Hahnen per Stück M. 0.45 bis 0.80, Enten per Stück M. 1.40— 1.70, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 54—60 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Schweinefleisch 62—64 Pf., Hammelfleisch 60—66 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 5 bis 6.00, Zwiebeln per Ctr. 6—8 M.
Frankfurt, 4. Sept. Frankfurter Produktenbörse. (Officielle Notirungen.) Waizen still, eff. hiesiger und Wetterauer M. 21., fremder M. 22.00 Br., per diesen Monat M. 20¼, Roggen still, effeetiv hies. M. 16., fremder M. 15— 16., per diesen Monat M. 155¾., Gerste still, effeetiv hies. und Wetterauer M. 18.— 19, fremde M. 18—20., Hafer still, eff. hiesiger M. 13/—14½, fremder M. 13.1½— 14.½, per diesen Monat M. 13.½, Rüböl unver., eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. M. 33½, Branntwein, unverändert, eff. ohne Faß M. 45. — Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 25., Roggenmehl 0/1(Bexliner Marke) M. 23½—24., I.(Berliner Marke) M. 22—½., II.(Berl. Marke) M. 18.
Mainz, 27. August. In der abgelaufenen Woche waren auf unserem Viehmarkt zugetrieben im Ganzen 1034 Stück Vieh und zwar 27 Farren, 105 Ochsen, 262 Kühe, 200 Kälber und 440 Schweine. Bezahlt wurden für Farren 52—56 M., Ochsen 1. Qual. 72 bis 74 M., 2. Qual. 68—71 M., Kühe 1. Qual. 70 bis 72 M., 2. Qual. 58—66 M. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber wurden bezahlt mit 62—66 Pf., Schweine, inländische mit 65 Pf., ausländische mit 59 Pf. per ½́, Kilogramm Schlachtgewicht.
Falsche Zehnmarkstücke, welche sehr gut nachgemacht sind und die Jahreszahl 1875 sowie die Prägung der Stadt Hamburg tragen, wurden in Wertheim angehalten. Die Falsificate, welche einen reellen Goldwerth von 4 bis 5 M. haben, sind im Klang leicht zu erkennen.
Eingesandt.
Aus Oberhessen. Nachdem es im verflossenen Frühjahr nicht nur in diesem Blatte, sondern auch in einer Ausschußsitzung des landw. Vereins von Oberhessen gerügt worden war, daß des Präsidenten des landw. Vereins von Oberhessen öfters in der landw. Zeitschrift in nicht passender Weise Erwähnung geschehe, finden wir eine wiederum auf pag. 73 der als Festschrift zur Feier des 50 jährigen Bestehens der landw. Vereine des Groß⸗ herzogthums gedruckten Broschüre unter den daselbst als mit der landw. Verdienstmedaille 1. Klasse ausgezeich⸗ neten Herrn, den Präsidenten des landw. Vereins von Oberhessen, den Freiherrn Nordeck zur Rabenau nicht auf⸗ geführt, obwohl demselben im Jahre 1863 diese Medaille öffentlich zuerkannt wurde. Es ist dies jedenfalls eine auffällige Auslassung!
Literarisches.
Daheim Nr. 48 enthält: Das Ringlein.(Forts.) — Französische Charakterköpfe. Mit Illustr.— Zur Geschichte des Berliner Wappens. Von Dr. H. Jungfer Wilhelm. Eine Episode aus dem letzten deutsch⸗ französischen Kriege. Von S. Oswald.— Zur Geschichte des Kriegsspieles. Von W. v. Duͤnheim. Am Familientische: Ein Gesellenstrike im Mittelalter.— Des Kaisers Leibpferde.— Stillleben im Kriege. Mit Illustr.— Gesundheitsrath. Mit zwei illustr. Beilagen.
Der„Deutsche Reichsbote“ aus dem Verlag von Velhagen& Klasing in Bielefeld und Leipzig ist in diesem Jahre wieder einer der ersten auf dem Plane, vor uns liegt schon der neue Jahrgang für 1883. Aller- dings müssen sich die Herren Kalendermacher immer mehr eilen, denn die Coneurrenz ist groß und wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Aber auch nach seinen Leistungen verdient der„Deutsche Reichsbote“ die erste Stelle unter den Kalendern und darf dem Volke als eine gesunde, kräftige und bekömmliche Kost warm empfohlen werden. Die wichtigsten Weltbegebenheiten des letzten Jahres werden dem Leser bildlich vor Augen geführt, Porträts berühmter Männer u. s. w. Als Farbendruckbild bringt er dies Jahr den„alten Fritz“ und als weitere Gratisbeigabe, zum Aufhängen an die Wand oder Stubenthür, einen schon auf Pappe aufgezogenen„Wandkalender“. Wer sich also den neuen Reichsboten für 40 Pf. ersteht, hat diesmal zugleich zwei Kalender.
Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 9. September 1882. Beginn:
Freitag Abends 5 Uhr 50 Min.
Samstag Morgens 8 Uhr.
Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 7 Uhr 15 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 10. September an
Morgens 4¼ Uhr, Nachmittags 5¼ Uhr. Montag und Dienstag Morgens§ Uhr. Mittwoch Morgens 4½ Uhr.


