Ausgabe 
1.8.1882
 
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Friedberg den 28. Juli 1882.

der Verordnung vom 25. Januar 1851 enthaltenen Bedingungen ertheilt. Zugleich wurde genehmigt, daß die Concesston der Unteragenten des 0 Moses Abraham, nämlich: Nicolaus Spiegelberger in Butzbach, Hermann Vogt in Reichelsheim i. d. W., Isidor Schulhof in Friedberg, auf 1 die Beförderung von Auswanderern mittelst Dampfschiffen über Amsterdam nach Nord-Amerika ausgedehnt wird. ertheilte Vollmacht des Schiffsrheders William Inmann in Liverpool ist in Folge Ablebens des Vollmachtgebers erloschen.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

An die Großherzoglichen Bürgermeistereien in den Großherzoglichen Districts-Einnehmereien Friedberg und Nieder-Wöllstadt Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen für die III. Periode 1882.

vom 1. bis 25. August dieses Jahres an den Zahltagen Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anher geschehen kann. l Großherzogliche Distrikts Einnehmerelen Friedberg und Nieder-Wöllstadt.

Friedberg am 31. Juli 1882.

Weigel.

Nieß.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Der Rechnungsrath Krömmel bein wurde auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt und demselben das Ritterkreuz 2. Kl. des Verdienst ordens Philipps des Großmüthigen verliehen; der Gerichtsvollzieher Prinz zu Groß-Gerau wurde zum Gerichtsvollzieher zu Höchst und der Gerichtsvollzieher Jöckel zu Offenbach zum Ge richtsvollzieher zu Groß-Gerau ernannt.

Berlin. Die Befestigung von Thorn in Westpreußen schreitet, wie der K. Ztg. be richtet wird, bedeutend vor und die Arbeiten an den detachirten Forts werden die Stadt zu einem Hauptwaffenplatz machen. Es ist be merkenswerth, daß, nachdem die Befestigungs arbeiten lange Zeit geruht, sie jetzt gerade mit verstärkten Kräften wieder aufgenommen werden.

Leipzig. Das hiesige Polizeiamt hat aber mals die Ausweisung einiger Socialisten ver fügt, einem der früher Ausgewiesenen aber die Bewilligung zur Rückkehr in die Heimath ertheilt.

Karlsruhe. Das großherzogliche Paar wird die Mainau Anfang August verlassen, um auf 3 Wochen nach Kreuth sich zu begeben. Dann erfolgt die Rückkehr auf die Mainau, wo der größte Theil des Monats September zugebracht werden soll. Der Großherzog wird dann hierher kommen, während die Großherzogin nach Stockholm zu reisen gedenkt, wo bis dahin ein freudiges Ereigniß ei treten wird.

Ausland.

Frankreich. Paris, 27. Juli. In der Kammer theilte Freycinet mit, daß die Pforte sich bereit erklärt habe, unter den Bedingungen der identischen Note sofort Truppen nach Egypten zu senden. 28. Juli. Der Senat lehnte mit 212 gegen 39 Stimmen den auf Aufhebung des passiven Gehorsams in der Armee abzielen den Antrag ab. 29. Juli. Die Kammer lehnte die Credit-Forderung mit 450 gegen 75 Stimmen ab. In Folge dessen begaben sich die Minister ins Elysee, um ihre Entlass ung einzureichen. Grevy bat dieselben, die Geschäfte bis zur Bildung eines neuen Cabinets fortzuführen.

Marseille, 29. Juli. Die Abfahrt der nach Port Said beorderten Brigade ist auf ministeriellen Befehl verschoben worden. Die Panzerschiffe Heroine undRevanche sind zum Evolutions geschwader nach Goeletta abgefahren.

Großbritannien. London, 28. Juli. Unterhaus. Gladstone erklärt: die Regierung erhielt heute Morgen von Musurus Pascha die Notification, daß der Sultan bereit sei, sofort Truppen nach Egypten zu senden. Gladstone wies die Angriffe betreffs der schwankenden Politik zurück und erinnert daran, daß der Pariser Vertrag, soweit derselbe nicht durch den Berliner Vertrag aufgehoben sei, noch besteht und daher eine Einmischung in Angelegenheiten des ottomanischen Reiches Sache des europä ischen Interesses sei Das Haus genehmigte im Weiteren ohne Abstimmung die Vermehrung des Effectivbestandes der Armee um 10,000 Mann und die Creditforderung mit 275 gegen 19 Stimmen.

Spanien. Madrid. In einem Rund schreiben an die spanischen Gesandten betonte der Minister des Aeußeren, daß der Suezeanal für Spanien wegen der Colonien von größerer Bedeutung sei, als für einige der übrigen Groß mächte. Spanien solle deßhalb billigerweise bei der Regelung der egyptischen Frage consultirt

werden. Wenn die Conferenz die Mitwirkung Spaniens in Egypten zuläßt, so stehen in zwei Tagen 2500 Mann zum Einschiffen bereit.

29. Juli. Für nächsten Montag ist ein Meeting einberufen, worin über das Project der Aufnahme einer Anleihe von 250 Million Pesetas zur Reorganisation der spanischen Marine berathen werden soll.

Türkei. Konstantinopel, 28. Juli. Die Pforte gab ihre vollständige und unverklausu lirte Zustimmung zu der ihr angetragenen Intervention ab. Betreffs der Zurückziehung der englischen Landungstruppen drückte sie nur die Hoffnung aus, daß solche erfolgen werde, sobald England sich davon überzeugt haben würde, daß das Einschreiten der Pforte zur Wiederherstellung der Ordnung ausreiche.

29. Juli. Achmed Mulhtar ergriff Dis positionen zur Eutsendung eines Expeditions Corps von 20,000 Mann nach Egypten in nacheinander folgenden Abtheilungen. Die Engländer fordern Alexandrien als Faustpfand für den rechtzeitigen Wiederabzug der türkischen Juterventionstruppen, bis zu welchem sie den Platz besetzt halten wollen.

30. Juli. Der britische Secretär Sandison begab sich aufs Neue nach dem Rilddizkiosk und wiederholte das Ersuchen Dufferins, der Sultan möge eine Proclamation erlassen, durch welche Arabi für einen Rebellen erklärt und die Autorität des Khedive aufrecht erhalten werde.

Rumänien. Bukarest. In Odessa wurde der Sohn des russischen Consuls Romanescu in Galatz unter dem Verdachte von Dynamit lieferungen für die Nihilisten verhaftet.

Serbien. Belgrad, 28. Juli. Hier fand heute ein durch radicale und nihilistische Elemente inscenirter Judenkrawall statt, der jedoch durch die Energie des Ministers des Innern rasch erstickt wurde. Der König und die Regierung sind über diesen Vorfall äußerst erbittert und fest eutschlossen, die Agitatoren, die es lediglich darauf abgesehen haben, der Regierung Ver legenheiten zu bereiten, exemplarisch zu bestrafen.

Rußland. Petersburg. Von hier wird gemeldet, daß die Truppenkörper, welche für den Dienst bei der Krönung designirt sind, den Befehl erhalten haben, am 1./13. August nach Moskau abzugehen. Im Schlosse Peterhof be finden sich gegenwärtig das griechische Königs paar, sowie der Kronprinz von Dänemark bei der kaiserlichen Familie zu Gast. Der Kaiser hat für seinen zweitgeborenen Sohn, den Groß fürsten Georg Alexandrowitsch, die im Orel'schen Gouvernement gelegenen gräflich Apraxin'schen Güter, die bei einem Flächenmaße von 100,000 Desjatinen einen Werth von mehreren Mill. Rubel repräseutiren, angekauft.

28. Juli. Die kaiserlichen Befehle, wo durch Lobanoff zum Botschafter in Wien, v. Moreuheim zum Botschafter für London, Graf Toll zum Gesandten für Kopenhagen und Neli doff, welchem eine besondere Mission an den Sultan aufgetragen ist, zum Botschaftsverweser in Konstantinopel ernannt worden, wurden heute veröffentlicht.

Egpten. Alexandrien, 27. Juli. Arabi beantwortete die Proklamation des Khedive mit einem in Kairo veröffentlichen Schreiben, worin er erklärt, der Khedive handle nach den Be fehlen der Engländer. Die Armee werde das Land gegen die englische Juvasion auf's Aeußerste vertheidigen. Es ist eine geheime Correspon denz entdeckt worden, welche zwischen einem französischen Beamten und Arabi vor dem Bom

promittirenden Inhaltes sein. 28. Juli.

Abukir abgedampft.

el⸗Dowar.

Alexandrien kommen wollen.

28. Juli. dem Khedive Friedensvorschläge. Er sich, sich in ein Kloster zurückzuziehen unter Bei

Obersten. Die gleiche Gunst verlangt er fur Ali Fehmy, Abdullah Toulba und Mahmud Samy, sowie 5 andere Collegen. Capitän Hatton und zwei Adjutanten Alison's haben sich heute Morgen nach Mihalla begeben, um mit Reouf Pascha und zwei Ulemas von Kafr-el-Dowar zusammentreffen, um die Vorschläge Arabi's zu discutiren. Der Khedive empfiehlt ein entgegen kommendes Verhalten gegen Arabi. Uebrigens stellt er die Antwort an Arabi völlig dem General Alison anheim, der sich entscheiden wird, wenn die Abgesandten nach Mihalla zu rückkehren werden. Man hält die Friedensvor schläge übrigens für Finten Arabi's, der nur Zeit gewinnen wolle.

Port Said, 28. Juli. Von gestern Abend wird gemeldet: Die Situation ist sehr bedenk lich; die Gouverneure haben in Folge einer Drohung Arabi's sich an Bord des Postddampfers Monopolia geflüchtet. Die Stadt steht unter dem Befehl eines Arabi ergebenen Truppen Commandanten.

30. Juli. Die französischen Schiffe wurden heute angewiesen, das Durchfahren des Suez canals einzustellen und in Port Said Station zu nehmen. 5

Kairo, 29. Juli. Die Rüstungen Arabi's dauern in ausgedehntem Maßstabe fort und Rekruten und Freiwillige, voll von Begeisterung, strömen aus Ober- und Unter-Egypten herbei. Dieselben werden mittelst Eisenbahn nach den verschiedenen strategischen Punkten befördert. Große Massen von Beduinen begeben sich nach Kafr-el-Dowar und erklären, sich der Armee anzuschließen, um die englische Invasion zurück zuschlagen. Alle Mitglieder der besseren Classe der Muselmanen, mit Einschluß der Prinzen und der Prinzessinnen der Familie des Khedive in Kairo, leisten der von Arabi eingesetzten Re gierung Beistand.

Afrika. Tripolis, 29. Juli. Unter der maltesischen und juͤdischen Bevölkerung herrschen lebhafte Befürchtungen. Die Consuln snchen die erregten Gemüther zu beruhigen. Der Gouverneur erklärte, für die Aufrechthaltung der Ordnung einzustehen.

Aus Stadt und Land.

ok. Friedberg, 29. Juli. Der Aufsichtsrath der Aktien⸗ZuckerfabrikWetterau hielt heute hier selne erste Sitzung ab, ernannte zu seinem Vorsitzenden den Oecono⸗ men A. Bergsträßer in Nieder-Olm und zu dessen Stell⸗ vertreter Oeconom Reif in Steinfurth. Zum Vorstand wurden gewählt H. Schudt auf der Görbelheimer Mühle, R. Westernacher in Lindheim, Brenner in Hanau und A. Vorbach in Holzhausen. Die Einzahlung der zehn Prozent sämmtlicher Aktien soll bis zum 15. August geschehen und zwar an den als provisorischen Rechner der Gesellschaft bestellten Mehlhändler Heinrich Rausch dahter. Die Fabrikdirektor-Stelle wird ausgeschrieben,

Bewerbungen sollen bis zum 15. August erfolgen. Den 19. August tritt der Aufsichtsrath wieder zusammen, um namentlich die zur Eintragung der Gesellschaft in das

bardement geführt wurde; dieselbe soll sehr com-

Der gestern gemeldete An griff Arabi's war nur ein Recognoscirungsvorstoß, DerJuflexible ist zur Beschießung des Forts Der Khedive steht noch, immer in telegraphischer Verbindung mit Kaf- Der zur Abholung der Garnison von Abukir gestern abgegangene Dampfer kehrte! ohne Truppen zurück, weil dieselben nicht nach

Arabi machte heute Morgen erbietet

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