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Beilage.
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2 76.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Dem Vice-Präsidenten des Verwaltungsrathes der Hessischen Ludwigseisen— bahngesellschaft Werner zu Mainz wurde der Charakter als Commerzienrath verliehen, sowie der Kreisbauaufseher-Asp. Geipert von Biebes— heim zum Straßenmeister ernannt.
Berlin. Der„Kreuzztg.“ zufolge richtete der Kaiser ein huldvolles Schreiben an den Finanzminister Bitter, worin er dessen Entlass— ungsgesuch genehmigt und demselben den rothen Adlerorden erster Klasse sowie den Rang und Titel eines Staatsministers verleiht.
— Drigalsky Pascha, der Abgesandte des Sultans, geht von hier nach Ems zur Begrüß— ung des Kaisers, kommt dann zurück nach Berlin, und reist nach Varzin zum Kanzler.
— Das Armee- Verordnungsblatt publicirt eine königliche Verordnung, wonach von der Herbst⸗Control-Versammlung 1882 ab auch in Preußen die Dienstpflicht 12 Jahr beträgt.
Kiel. S. M. Kanonenboot„Wolf“, vier Geschütze, Comm. Corv.-Cap. Strauch, ist am 30. April c. in Chefoo(China) eingetroffen.
Kassel, 28. Juni. Obwohl der Zustand des Prinzen Karl andauernd recht günstig ist, so kann doch dessen Uebersiedelung nach Berlin, der Hess. Morgenzeitung zufolge, vor Anfang Prinz Friedrich Karl trifft heute Nachmittag zum Geburtstage seines Vaters hier ein.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Pest, 28. Juni. Aus Debreczin wird telegraphirt, daß die Leiche des Christenmädchens gefunden sei, Bestätigung ist abzuwarten. Im Zempliner Comitat herrscht eine hochgradige Erregung, Truppen sind dahin abgegangen.
Frannkreich. Paris. Frankreich sucht, um eine Truppenausschiffung in Egypten vor— nehmen zu können, mit einer der Ostmächte, wahrscheinlich mit Oesterreich in ein Bundes— verhältniß zu treten.
Großbritannien. London. Die Re⸗ gierung hat zwei große Privatdampfer für den Transport von Truppen gemiethet.
Portsmouth, 28. Juni. 1000 Seesoldaten werden auf dem Orontes morgen abfahren. Wie verlautet, werden im Kriegsfall sofort die Gar— nisonen von Malta und Gibraltar nach dem Suez⸗Canal transportirt.
Türkei. Constantinopel, 28. Juni. In der gestrigen dritten Conferenzsitzung soll Lord Dufferin einen allgemeinen Antrag vorgelegt haben, der sich wesentlich mit den Befugnissen der Generalcontroleure und deren Beziehungen zu den egyptischen Behörden beschäftigt; auch wären Maßregeln angedeutet zu Wiederherstell— ung der Sicherheit und Ordnung. Ferner wurde seitens aller Mächte die Zusicherung ertheilt, sich jeden isolirten Vorgehens in Egypten während der Dauer der Conferenz zu enthalten, ausge— nommen daß die Sicherheit der europäischen Bevölkerung bedroht ist.
— Nachrichten von hier besagen, der Wunsch der Pforte, sich der Conferenz zu nähern, sei ersichtlich.
— 29. Juni. Die Pforte telegraphirte ihren Vertretern im Auslande, die egyptischen Truppen betheuerten auf die Nachricht von der Verleihung des Großcordons des Meschidje⸗ ordens an Arabi Pascha neuerlich ihre Ergeben— heit und Treue für den Sultan, welche That— sache eine erneute Bürgschaft für die Aufrecht⸗ erhaltung der Ordnung sei. Unrichtig sei, daß Derwisch Pascha beauftragt sei, Arabi Pascha zu sondiren, wie er die eventuelle Entsendung von türkischen Truppen aufnehmen würde.
Rußland. Petersburg. Das„Journal de St. Petersbourg“ schreibt: Die Verleihung des Medschidje-Ordens an den Arabi Pascha
müsse einen besonderen Zweck haben, dessen Gründe noch nicht erkennbar sind; sicherlich habe der Sultan damit nicht zu der militärischen Insubordination und Ermordung der Ausländer noch ermuthigen wollen. Jedeufalls hätten es Schicklichkeitsrücksichten erfordert, zu solcher Gunstbezeugung nicht den gegenwärtigen Moment zu wählen.
Egypten. Alexandrien, 28. Juni. Der britische Vice-Cousul Calvert hat demissionirt. Auf die Nachricht von englischen Rüstungen zeigten sich gestern drohende Symptome von Erbitterung gegen die Engländer. Soldaten säuberten den Platz. Heute sind die Wachen verdoppelt, da die Befuͤrchtungen wachsen.— Der Khedive ist erkrankt, er leidet am Fieber. — Erneute Panik ist ausgebrochen. Die übrigen Europäer flüchten auf die Schiffe. Die Minister sind von Kairo abgereist. Der deutsche und der österreichische Consul rathen den Landsleuten, die Schiffe zu besteigen.— Zwei egyptische Regi— menter werden nach dem Suezeanal, und zwar nach Ismailia, dirigirt.— In den hiesigen europäischen Kreisen ist man der Ueberzeugung, daß auch die Ostmächte nicht werden zulassen können, daß Egypten vollständig der Türkei aus— geliefert werde und alle bisherigen europäischen Errungenschaften am Nil annullirt werden.— 29. Juni. Die Straßen sind öde und die Läden meist geschlossen, es herrscht Panik, weil der französische Consul den französischen Unterthanen sofortige Abreise rieth. Auf das Gerücht, Arabi wolle die Engländer als Unterpfand arretiren, sind diese sämmtlich auf die Schiffe geflüchtet mit Ausnahme des Consuls, der Correspondenten und des Ottoman-Bank-Personals.— Die Suez— canalbeamten bewachen den Canal ängstlich auf das Gerücht hin, daß Torpedos gelegt seien und verdächtige Boote bei Ismailia sich gezeigt hätten. Die neuesten Telegramme melden sogar, Arabi habe den Suezcanal blockiren und unpassirbar machen lassen.
Aus Stadt und Land.
Darmstadt, 27. Juni. Vor dem Schwurgerichts— hof wurde gestern Joh. Fischbach von Buͤrstadt wegen Todtschlags(begangen an dem kath. Pfarrer Itzel) unter Annahme mildernder Umstände zu vier Jahr Gefängniß verurtheilt.
Darmstadt. Landwirthschaftliche Landesaustell— ung. In ländlichen Kreisen scheint man vielfach die Ausstellungs⸗-Commissionen mit den Preisrichtern zu ver— wechseln und glauben wir darauf aufmerksam machen zu sollen, daß letztere von dem Centralausschusse erst noch gewählt werden. Mitglieder der Ausstellungs-Commisston dürfen nicht Preisrichter sein, zu welchem Amte hervor— ragende, mit den betr. Verhältnissen auf's Genaueste vertraute Personen berufen werden. So sind z. B. für das Vogelsberger Vieh die ersten in dortiger Gegend wohnenden Kenner als Preisrichter in Aussicht genommen.
Raibach, 26. Juni. Seit Samstag ist hier ein dreijährges Kind spurlos verschwunden. Alle Nach— forschungen, sowie eine von der Buͤrgermeisterei ange— ordnete Streife, an der sich aus jedem Haus mindestens eine Person betheiligte, blieb bis jetzt ohne jeden Erfolg.
Allerlei.
Frankfurt. Depots, insbesondere Juwelendepots der Firma Sachs u. Co. sollen sich noch in dritter Hand befinden. Die Namen der gegenwärtigen Depots— inhaber sollen dem Curator der Masse genannt worden sein.
Aschaffenburg. Bei Gelegenheit der am 24. und 25. d. M. hier stattgehabten Feier des 35jährigen Stiftungsfestes des Gesangvereins„Melomania“ fand auch eine von 17 Vereinen besuchte Delegtrtenversammlung dahier statt, welche mit Einstimmigkeit die Wiedererrichtung des Mainthal-⸗Sängerbundes beschloß. Zum Vorort wurde Aschaffenburg gewählt.
Berlin. Im Auftrage der Fürstin Dolgorucki werden augenblicklich, wie die„B. P. N.“ erfahren, Verhandlungen wegen des Ankaufs der den Erben des Prinzen Friedrich der Niederlande gehörigen Herrschaft Muskau gepflogen. Daß die Fürstin schon seit längerer Zeit die Absicht haben soll, sich in Deutschland nieder— zulassen, ist bekannt, und dürfte zu diesem Zwecke dle Herrschaft Muskau durch ihre Lage, wie durch ihre welt- berühmten, vom Fürsten Pücklex geschaffenen gärtnerischen Anlagen besonders geeignet erscheinen.
Gerichtssaal. In der am 4. Juli l. J. stattfindenden
Friedberg.
Sitzung des Schöffengerschts kommen zur Verhandlung:!
scher Anzeiger.
1) Strafsache gegen Karl Weitzel von Schlüchtern, wegen Diebstahls. 2) Strafsache gegen Peter Johann Rößler von Coblenz und Hermann Nitsche von Buckow, wegen Diebstahls und Bettels. 3) Strafsache gegen Christian Schmiegel von Nieder-Florstadt, wegen ruhestörenden Lärmens. 4) Privatklagesache gegen Tobias Arzt von Friedberg, wegen Beleidigung. 5) Privatklagesache gegen Margaretha Keil von Ober-Wöllstadt, wegen Beleidigung.
Gießen. Schwurgerichtssitzung vom 26. u. 27 Juni gegen Heinrich Wilhelm Craß von Nieder-Florstadt, wegen Brandstiftung. Angeklagter ist beschuldigt, daß er in der Nacht vom 9. zum 10. März 1882 in be⸗ trügerischer Absicht die ihm gehörige Scheune und Wohn— haus vorsätzlich in Brand gesetzt habe und daß er den Entschluß, das Vergehen des Betrugs zu verüben, durch Handlungen, welche einen Anfang der Ausführung dieses Vergehens enthalten, bethätigt habe, indem er dem Agenten der Feuerversicherungs-Gesellschaft Colonia bei Berech— nung des ihm durch den Brand erwachsenen Schadens falsche Thatsachen vorspiegelte. Craß wurde für schuldig erachtet und wegen vorsätzlicher Brandstiftung und Betrugs⸗ versuchs in eine Gesammt-Zuchthausstrafe von 5 Jahr und 1 Monat, in eine Geldstrafe von 600 M., welche im Uneinbringlichkeitsfalle mit 40 Tagen Zuchthaus zu verbüßen ist, sowie in die Kosten des Verfahrens ver— urtheilt, ihm auch gleichzeitig die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren aberkannt.— Sitzung am 28. Juni gegen Samuel Windecker von Lich wegen Meineids. Derselbe ist beschuldigt, daß er in der Pro— zeßsache der ledigen Johanna Schnabel von Hanau, Klägerin gegen ihn als Beklagten, Schwängerung betr., den ihm von der Klägerin zugeschobenen Eid wissentlich falsch geleistet habe. Der Angeschuldigte wurde für über⸗ führt erachtet und in eine Zuchthausstrafe von 2 Jahr und in die Kosten verurtheilt, ihm auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 4 Jahren abgesprochen.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 28. Juni. Heu kostete je nach Qual. per Ctr. M. 3— 4.00, Stroh M. 2.50—3. Butter 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10—0, Handkäse 00 bis 00 Pf. per Pfd. Eier, deutsche, das Hundert M. 3.60— 5.50. Ochsenfleisch 65- 70 Pf., Rindfleisch 00—00 Pf., Kuhfleisch 50— 60 Pf., Kalbfleisch 50 bis 60 Pf., Schweinefleisch 70—75 Pf., Hammelfleisch 45 bis 65 Pf. Bohnen das Pfd. M. 1., Gurken 10 bis 15 Pf., neue Kartoffeln 15— 18 Pf., Blumenkohl 30 bis 70 Pf., Gelbrüben per Bund 68 Pf., Kopfsalat 2 Pf., Erbsen das Pfd. 40 P., 1 Hahn M. 1.70 bis 2.20, 1 Huhn M. 2— 2.50, 1 Ente M. 3— 3.50, Taube 50 Pf., Poularde M. 3., Gans M. 6—8., Welsch M. 8 12.
Mit dem 1. Juli tritt Spanien, einschließlich der Balearen und der Canarischen Inseln, dem Pariser Uebereinkommen vom 1. Juni 1878, betr. den Austausch von Werthbriefen im internationalen Verkehr, bei. Vom gleichen Zeitpunkt wird der Meistbetrag der Werth⸗ angabe ber Werthbriefen nach Spanien auf 8000 M. er⸗ höht. Die Tape setzt sich zusammen aus dem Porto und der festen Gebühr für einen Einschreibebrief von gleichem Gewicht und Bestimmungsort, sowie aus einer Versicherungsgebühr von 20 Pf. für je t60 M. Die Werthbriefe sind nach allen bedeutenden Orten Spaniens zulässig; über die Namen dieser Orte wird auf Wunsch bei den Postanstalten Auskunft ertheilt. In Folge des Beitritts von Spanien zu dem gedachten Uebereinkommen ermäßigt sich die Versicherungsgebühr für Werthbriefe nach Portugal mit Einschluß von Madeira und den Azoren auf 20 Pf. für je 160 M., für Werthbriefe nach den Portugiesischen Colonien Santiago(Cap Verdische Inseln), San Thome(Guinea-Inseln) und Loanda (Angola) auf 28 Pf. für je 160 M. Die Versicherungs⸗ gebühr kommt bei Werthbriefen nach Portugal und den Portugiesischen Colonien ebenfalls neben dem Porto und der festen Gebühr für einen Einschreibebrief von gleichem Gewicht und Bestimmungsort in Ansatz.
D. Frankfurt a. M., 29. Juni. Die Börse ver kehrte heute zu niedrigeren Coursen. Der Anstoß zur weiteren Herabsetzung des Coursniveaus ging von London und Paris aus, namentlich lagen gewichene Pariser Boulevardnotirungen vor, die zu größerer Verkaufslust Veranlassung gaben. Es werden dort Befürchtungen wegen großer Ultimoschwierigkeiten gehegt. Das Geschäft war übrigens kein sonderlich belebtes und die Course sanken bei nur geringem Angebot. Gegen Schluß zogen einzelne Werthe wieder etwas an. Egypter, welche gestern Abend à 54 geschlossen, bewegten sich heute zwischen 58/8—53 und 53½. Die heutige Ultimo— Liquidation nahm einen ziemlich glatten Verlauf, Geld für Prolongattonen stellte sich auf ca. 5%. Creditactien, gestern Abend 2638/, heute 260/ und 2615/8. Staats- bahngetlen, gestern Abend 267¾8, heute 266‘ und 266¼. Galizier, gestern Abend 266, heute 265. Lom—⸗ barden, gestern Abend 110¾, heute 110. Oesterr. Bahnen matter. Deutsche Bahnen nachgebend. Oberschlesische verloren 2/8. Oesterr. Prioritäten theilweise schwächer. Oesterr.⸗ungarische Renten still. Russen nachgebend. Spanier ea. ½% matter. Deutsche Fonds ziemlich fest. Wechsel wenig verändert. Privatdiseonto 38/8 9%.


