eine 20 Millionen-Auleihe für die Errichtung von
Straßen ab und wird fernere 40 Million zu Marinezwecken auf dem Wege der Anleihe entnehmen.
Montenegro. Cettinje. Der Minister— rath beschloß, die Krivoscjaner Flüchtlinge in Podgoritza und Spuz, die Herzegowiner in Njegusch, Grahowo, Niesitsch und Bielopolje zu interniren. Bis jetzt überschritten 2500 bewaff— nete Jusurgenten die Montenegriner Grenze.
Rußland. Petersburg. Es ceirculirt das Gerücht, daß Ignatieff's Stellung stark erschüt— tert sei. Das Gerücht findet dem Anschein nach darin seine Bestätigung, daß Ignatieff nicht zur letzten Hoftafel nach Gatschina geladen wurde. — Die„Petersb. Ztg.“ meldet, Staatsrath Jonini sei nach Petersburg berufen worden in Angelegenheit der Entschädigungsfrage, welche anläßlich der Pacification der Krivoscje und der Herzegowina zwischen Montenegro und Oester— reich aufgetaucht ist. Nach der„Nowoje Wremja“ werden 100,000 Mann, darunter die Garde- Regimenter, während der Krönung in Moskau zusammengezogen. Oberst Antonoff ist während des ganzen Moskauer Aufenthalts des Czaren zum Chef der kaiserlichen Ochrana(Leib— wache) designirt worden.— Der„Herald“ meldet aus Kiew, es sei daselbst eine Verfügung ein— getroffen, wonach die Juden in dem Geschäfts— bezirk Podol ihre Wohnsitze aufzugeben hätten und sich jenseits des Canals in die Vorstadt zurückziehen sollten. Ferner dürfen jüdische Dienst— boten, wenn sie nicht in Kiew wohnberechtigt sind, nicht länger bei ihrer Herrschaft und in der Stadt bleiben. Schließlich soll die jüdische Bevölkerung verpflichtet sein, ihre christlichen Dienstboten zu entlassen. den gegen die Juden verhängten Maßregeln wird auch eine große Zahl von jüdischen Bediensteten bei den Bahnen im südwestlichen Rußlaud getroffen. deren in der genannten Stadt angesiedelten Familien der weitere Aufenthalt daselbst unter
15 Von
sagt wurde.— Officiös wird behauptet, daß ar kein Regimentsfest zu Ehren Skobeleff's 9 0 3 0
stattgefunden hat.— Der Minister der Volks— aufklärung, Nikolai, ist, seiner Bitte gemäß, seines Posteus enthoben. An seiner Statt wurde
der Staatssecretär Deljanoff ernannt.
die Allerhöchste Zustimmung.
Afrika. Tunis, 29. März. Der Bey über⸗ wies dem Truppen-Commando das Recht der Begnadigung mehrerer aufständischen Stämme, welche ihre Unterwerfung anboten. Insbesondere Ali ben Khalifa soll Verzeihung erhalten, wenn er ernsthafte Bürgschaft für die Zukunft bietet.
Allerlei.
Gelnhausen, 28. März. Gelegentlich der Vor—
nahme von Erdarbeiten in der Nähe der Frankfurter
Gummifabrik hier, stieß man gestern bei Verlegung des Kinzigbettes auf Holzfundamente, die von Sachverstän— digen für Pfahlbauten gehalten werden. Die Ausgrab— ungen werden mit großer Vorsicht fortgesetzt und hofft man noch interessante Funde zu machen.
Gemeinderathssitzung.
S Friedberg, 31. März. In der am 28. d. M. stattgehabten öffentlichen Sitzung des Gemeinderathes wurde zunächst beschlossen, die städtische Brückenwaage einer gründlichen Reparatur zu unterwerfen, welche auf eingelegte Offerte dem Fabrikanten Möckel in Hanau übertragen wurde. oberen Stock des in Ausführung befindlichen städtischen Gebäudes auf dem Haag eine Wohnung einzurichten. Die laufenden städtischen Arbeiten und Lieferungen für 1882/83 wurden nach den eingereichten Angeboten ver— geben. Dem Fr. Reuß soll die hinter seinem Garten gelegene städtische Ruthe zu dem üblichen Preise abge— treten werden.— In der Sitzung vom 30. d. M. machte der Bürgermeister die Mittheilung, daß seitens des königl. Oberpräsidiums der Provinz Hessen-Nassau der
Vertrieb von Loosen zur Ausspielung von Pferden und
sonstigen Werthgegenständen gelegentlich der Frühjahrs— und Herbst-Pferdemärkte dahier fur die Kreise Hanau, Gelnhausen und den Bezirk der Stadt Frankfurt ge— stattet worden ist. Da der Frühjahrsmarkt bereits vor— über ist, findet diese Erlaubniß nur noch auf den dem— nächstigen Herbstmarkt Anwendung. Zuschrift des königl. Eisenbahnbetriebsamtes Cassel mit— getheilt, worin auf die Eingabe der hiesigen Bürger— meisterei erwiedert wird, daß wegen Verlegung der Eisensteinlagerplätze auf die südwestliche Seite des Bahn— hofes mit der Verwaltung der Friedberger Bergbau— gesellschaft Verhandlungen eingeleitet sind. Der Bürger— meister brachte daun zur Kenntniß, daß die in Folge eines Beschlusses des Gemeinderathes bei Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog erbetene Audienz am 29. d. M. statt⸗ gefunden habe. Seiner Königlichen Hoheit wurden von dem Bürgermeister Seriba und Beigeordneten Steinhäußer die Pläne eines auf einem städtischen Platze in der Burg projeetirten Wasserreservoirthurmes vorgelegt und erhielten Der Gemeinderath beschloß darauf endgiltig, daß die Erbauung des Reservoirs auf dem genannten Platze stattfinden soll und wurde die ausführende Firma A. Air in Berlin sofort benachrichtigt und beauftragt, die speciellen Pläne und Kostenvor—
Sodann wurde eine
Ferner wurde beschlossen, in dem
Gerichtssaal.
Altenstadt. In der Dienstag den 4. April l. J dahier stattfindenden Schöffengerichtssitzung kommen fol⸗ gende Fälle zur Verhandlung: 1) Strafsache gegen Joh. Eberhardt's Ehefrau von Oberschmitten, wegen Land⸗ streicherei; 2) Strafsache gegen Georg Konrad von Ober⸗ Seemen, wegen Bettelns; 3) Strafsache gegen Wilhelm
Stroh von Lindheim, wegen Gewerbsteuer Contravention; 3 1
4) Strafsache gegen Jakob Schilling von Hainchen, wegen
Bettelns; 5) Strafsache gegen Heinrich Philipp Clarius 4 und Consorten von Höchst a. d. N., wegen Ruhestörung;
6) Privatklagesache des Peter Philipp Schäfer von Höchst a. d. N., gegen Salomon Ehrmann in Altenstadt, wegen Beleidigung; 7) Strafsache gegen Heinrich Karl Sellheim und Jakob Sellheim von Höchst a. d. N.,
f
1
wegen Bedrohung und Körperverletzung; 8) Strafsache*
gegen Johannes Hinkel II. von Hainchen, wegen Bettelns; 9) Privatklagesache des Friedrich Karl von Höchst a. d. N., gegen Friedrich Karl Kraft von da, wegen Beleidigung; 10) Privatklagesache des Karl Seitz von Höchst a. d. N., gegen Gottfried Schlienz von da, wegen Beleidigung; 11) Strafsache gegen Kaspar Reutzel von Gelnhaar, wegen Bettelns. Handel und Verkehr.
S. Friedberg, 30. März. Der gestern dahier statt⸗ gehabte Schweinemarkt war mit 1569 Stück, größten⸗ theils Jungvieh befahren. Der Handel war lebhaft und
Schweinefleisch 65—75 Pf., andere Preise unverändert.
Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. April. Nach eigener Angabe der Metzger.
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Friedberg den 30. März 1882.
Die tiefbetrübte Tochter.
Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag
3 Uhr statt. 1243
Danksagung. Allen Denjenigen, welche unserem so früh verstorbenen Sohne,
gingen die Preise wesentlich gegen die letzten Märkte in die Höhe. Der nächste Markt findet am 26. April statt.
Frankfurt, 29. März. Heu kostete je nach Qugl. 4 pr. Centner M. 3.50—5., Stroh M. 3.50— 4., Butter 1 1. Qual. im Detail M. 1.25, 2. Qual. M. 1.10— 15, Kartoffeln M. 4.50—6., Eier das Hundert M. 5.— 6, Ochsenfleisch das Pfd. 6570 Pf., Kuh- und Rindfleisch 15 45—55 Pf., Kalbfleisch 45— 55 Pf., Hammelfl. 40—65 Pf,
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