Ausgabe 
23.8.1881
 
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ö WMainz, 19. Aug. Der Großh. Provinzialdirektor

und Territorial⸗Commissär, Freih. Röder von Diers⸗ burg, früher Provinzialdirektor von Oberhessen, ist im 58. Lebensjahre in dem Hosvpitale zu Cöln nach schwerem Leiden diese Nacht verschleden. von Roder war von hier abgereist, um bei einem berühmten Arzte zur Beseitigung eines Hämorrhoidal-Uebels eine Operation vornehmen zu lassen, mußte aber, in Coͤln angekommen, im Kranken hause Unterkunft suchen und hat ihn daselbst auch der Tod von seinen Schmerzen erloͤst.

Allerlei.

Berlin, 17. Aug. Gräfin Marie Rantzau, die Tochter des Fürsten Bismarck, ist gestern im Reichs kanzlerpalais von ihrem zweiten Kinde,wiederum einem Sohne, entbunden worden.

Verloosung.

Stadt Freiburg 10⸗Fr.⸗Loose von 1879. Ziehung am 13. August 1881. Gezogene Serien: Nr. 97 125 965 9711171 1726 2054 2178 2229 2293 2381 2401 2848 2936 2944 3105 3249 3486 3704 3815 4537 4556 4744 5199 5798 6620 6961 6991 8003 8115 8396 8450 9156 9342 9962 10101 10478. Die Prämien⸗Ziehung findet am 15. September d. J. statt

Handel und Verkehr.

Friedberg, 20. August. Wochenmarkt. Butter kostete per Ff M. 1.10 1.30, Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück 11 Pf.

Gießen, 20. August. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.05 1.08, Eier 1 Stück 56 Pf., 2 Stück 00 Pf., Käse per Stück 49 Pf., Tauben das Paar 5080 Pf., Hühner per Stück M. 0.80 1.40, Habnen ver Stück M. 0.40 0.85, Enten per Stück M. 1.30 1.50, Gänse per Stück M. 4.505, Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfund, Kuh⸗ und Rindfleisch 4650 Pf., Kalbfleisch 45 47 Pf., Hammelfleisch 60 70 Pf., Schweinefleisch 64 Pf., Kar⸗ toffeln 100 Kilo M. 78, Zwiebeln per Ctr. M. 7-10.

Gießen. Auf dem am 16. d. M. dahier abgehaltenen Viehmarkt waren aufgetrieben: 1387 Stück Rindvieh und 198 Schweine. Der Markt war diesmal mit jungem und gutgenährtem Vieh befahren und gingen die Preise durch den sehr lebhaften Handel bedeutend in die Höhe, Kälber sogar sehr hoch, bei Schweinen blieben die Preise

unverändert. Nächster Markt Dienstag den 6. und Mitt⸗ woch den 7. September d. J., am letzten Tage auch Krämermarkt.

Frankfurt, 20. Aug. Marktbericht. Heu kostete je nach Qual. M. 3.50- 3.80, Stroh M. 33.50, Eier das Hundert M. 56, Butter im Großen 50 Kilo M. 100 im Detail 1. Qual. M. 1.25, 2. Qual. M. 1.10, Ochsenfleisch 65 70 Pf., Kuh, Rind- und Farrenfleisch 45 55 Pf., Schweinefleisch 7580 Pf., Kalbfleisch 40 bis 55 Pf., Hammelfleisch 40 65 Pf., Kopfsalat 5 bis 10 Pf., Romainsalat 1020 Pf., Kartoffeln per Gescheid 1418 Pf., Gurken 56 Pf., Einmachgurken das Hundert M. 2.503, Kohlrabi 35 Pf., Blumen⸗ kohl 40 70 Pf., Wirsing 1218 Pf., Weißkraut 20 Pf., Rothkraut 2530 Pf., römische Kohl 68 Pf., Endivien 8-12 Pf., Zuckerschoten 5070 Pf., Meerrettig 10 bis 15 Pf., Hahn M. 1.70 1.80, Huhn M. 1.80 2.30, Ente M. 2.503, Gans M. 58, Taube 50 Pf.

Mainz, 19. Aug. Marktpreise. Kartoffeln 100 Kilo M. 8.25 8.75, Heu per Ctr. M. 4.50 4.75, Stroh per Ctr. M. 3.503.75, Butter ½ Kilo M. 1.00 1.15, Butter in Parthien 8085 Pf., Eier/ Hundert M. 1.10 bis M. 1.15, Handkäse 5 7 Pf., Rothkraut 25 bis 35 Pf., Weißkraut 12 15 Pf., Blumenkohl 30 bis 40 Pf., Wirsing 5 8 Pf., Zwiebel ½ Kilo 8 bis 9 Pf., 1 Gans M. 4.505., 1 Ente M. 2.00 2.50, 1 Hahn M. 1.30 1.70, 1 Huhn M. 1.301.70, 1 junge Taube 40 50 Pf. Fruchtmarkt. Waizen hiesiger M. 24.50 25.25, fremder M. 2425, amerikanischer

rother Winterwalzen M. 25.50 25.00, Roggen, hiesiger

und franz., M. 20.00 20.25, Gerste, pfaͤlzer, M. 19.25 bis 19.75, Franken M. 20.00 20.75, Hafer eff. M. 16.10 bis 16.79, Reps M. 28.50 29.25, Rüböl M. 30.60 bis 30.70, per Oetober M. 30.70. Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 62.66., 2. Qual. M. 58- 62., Kühe 1. Qual. M. 54, 2. Qual. M. 42.48., Kälber das Pfd. 50 Pf., Schweine das Pfd. 5865 Pf.

Eine interessante Statistik über die Weltkorrespondenz ist veröffentlicht worden. Sie reicht bis zum Jahre 1877. In runden Zahlen wurden in diesem Jahr im Ganzen über 4000 Millionen Briefe und Postkarten per Post be fördert. Der Löwen-Antheil an dieser koloffalen Corre spondenz-Leistung fiel auf Europa mit 3, 036,000,000 Briefen. Die übrigen Erdtheile patielpirten in nach stehender Weise daran: Amerika 760, Asien 150, Australien 50 und Afrika 25 Millonen. Nimmt man in ebenso runden Zahlen, wie diejenigen dieser Briefstatistik an, daß die Bevölkerung des ganzen Erdballs 1300 bis 1400 Millionen Köpfe zählt, so kamen im Jahre 1877 je drei Briefe auf jedes menschliche Wesen. Vervoll ständigt wurde dieser ungeheure Briefaustausch noch durch eine Telegraphenarbeit, welche mit Hülfe von 38,000 Telegraphen⸗Stationen erledigt wurde und eine Höhe von uber 110 Millionen Telegrammen erreichte, durch welche zum Mindesten die doppelte Anzahl von Briefen erspart wurde.

Literarisches. Daheim. Nr. 47 enthält: Die Ungeliebten.(Fort⸗ setzung.) Auf der Insel Runde. Nach gethaner

Arbeit ist gut ruhn. Mit Illustr. Die Deutschen am Monte Rosa. Professor und Charlatan. Mit Porträt. Henkers- Mahlzeiten. Ein Daheim in Pompefi.

Von E. Presuhn. Mit zwei Illustr. Viktor von Scheffel in Thüringen. Von L. Hertel. Am Familien⸗

tische: Zur Hundefrage. Von J. Bolte. Was einer vor hundert Jahren auf Reisen mitnehmen sollte. Sommereis. Rechtsrath. Zwei Veteranen von Mars ⸗la⸗ Tour. Gedicht von von Köppen. Mit zwei illustr. Beilagen.

Hebel's Rheinländischer Hausfreund. Die Firma J. H. Geiger in Lahr, die bekanntlich schon zu Hebel's Lebzeiten denRheinländischen Hausfreund druckte, beschenkt uns jetzt mit der Wiederaufnahme und Weiterführung des Kalenders, der des Dichters Namen seiner Zeit am Weitesten verbreitet hat. DerHaus freund bietet rechte Hebel'sche Kost und wird sich bald wieder, wie seine alten Jahrgänge, überall einbürgern als ein treuer und wahrer Freund des Hauses. Der erzählende Theil wird eröffnet durch das illustrirte Ge dicht Hebel'sDer Knabe im Erdbeerschlag und die reizende Erzählung des Dichters:Einer oder der Andere. Die anderen Erzählungen und Gedichte des reich illustrirten Kalenders stehen gleich den Hebel'schen auf dem Boden gesunder und ungekünstelter Lebensanschauung, und nament⸗ lich die erste,Der Hackelbernd, trägt ganz das Wesen des großen Volkserzählers. Und alles das(vierzig Seiten im größten Kalenderformat, mit Bildern und Oeldruck prämie) für zwanzig Pfennig zu bieten, ist auch ein Muth, der in unserer theueren Zeit nicht gering erachtet werden sollte. Geht der Rheinländische Hausfreund solchermaßen weiter auf dem Hebel'schen Pfade, so wird der wohlverdiente Erfolg ihm nimmer fehlen. Mit Politik befaßt er sich nicht und wird deßhalb seine Freunde in jedem Haufe finden.

Hülferuf.

Michelstadt im Odenwald. Am 11. d. M. ver⸗ breitete sich hier das durch einen gewaltigen Feuerschein am östlichen Himmel verstärkte Gerücht, halb Würzberg ein auf der Eulbacher Höhe gelegenes Dorf stehe in Flammen. Das Gerücht war bei dem gerade herr

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schenden Sturm um so glaubhafter, als wegen der noch zahlreich vorhandenen Strohdächer und bei dem dortigen

Wassermangel und den sehr mangelhaften Löscheinricht⸗ g

ungen dle Weiterverbreitung eines Feuers, trotzdem die Hofraithen zerstreut liegen, leicht möglich ist. Doch waren es nur 3 Häuser und 2 Scheuern, die ein Raub der Flammen wurden. Es sind hierdurch, da dort wenig Leute versichert sind, 3 Haushaltungen ihrer ganzen Habe beraubt; nur dem Bewohner des 3. Hauses, das über die dazwischen liegende mit Ziegeln gedeckte Scheuer hinweg von einem brennenden Strohbüschel zuletzt ent⸗ zündet wurde, gelang es, den größten Theil seiner Habe zu retten; während der zweite Hauseigenthümer wenigstens sein Vieh rettete, sind in dem Stalle des ersten 5 Stück Rindvieh elend verbrannt. Als das Feuer von dem Manne bemerkt wurde, schlugen bereits die Flammen mächtig über die Stallthüre, auch brannte bereits ein daneben sitzender Streuhaufen, so daß die Leute, die überdieß den Kopf verloren hatten, an das Retten des Viehes, das wohl noch möglich gewesen wäre, nicht mehr zu gehen wagten. Da außer der Frucht auch sämmt⸗ liches Hausgeräthe, Weißzeug, Bettwerk u. dgl. m. verbrannt ist und Hülfe dringend Noth thut, so sind einige Männer: Amtsrichter Follenius, Dr. Weyprecht, die beiden Geistlichen Wagner und Marguth von hier, sowie Lehrer Koch und Beigeordneter Reichert zu Würz⸗ berg zusammengetreten, um den aus 11 Köpfen darunter 4 kleine Kinder bestehenden Abgebrannten zum Noth⸗ wendigsten zu verhelfen. Jeder derselsen ist bereit, Gaben an Geld oder Geldeswerth entgegenzunehmen; da Alles fehlt, wird man für Alles dankbar sein. Man bittet herzlich um Hülfe. Auch die Exvpe⸗ dition des Anzeigers ist bereit Gaben in Empfang zu nehmen.

Geld⸗ Cours. Frankfurt am 20. August 1881.

20 ⸗Frankenstücfsʒtke M. 16 24 G.

do. in/ 16 2225 Englische Sovereigns. 20 3843 Russische Imperiales. 1 16 75 Ducaten 9 2 9 5559

al marco. 9 6065 Dollars in Gold.5 11

Pfennig⸗Sparkasse.

Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf.

Uebertrag vom 13. Aug. 9685 4733 90

1. C. Bindernagel. 54 311 30 2. W. Bernbeck 170 81 50 3. Ph. Billau. 122 66 25 4. Th. Kranz 5 82 44 90 5. H. Flaschenträger. 104 60 50 1 10217[ 5018 35

NB. Uebertrag Einleger 774. Neue Einleger 14. Gesammt⸗Einleger 788.

Friedberg den 20. August 1881.

Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit-Verein, e. G.

An die Herren Bürgermeister des Kreises. Formular zur Einquartierung

(Liste: Titel und Einlagen, Quartierbillette) ist vorräthig.

Carl Bindernagel.

Im Uamen des Großherzogs! In der Privatklagesache

des Vorstandes der Klein-Kinderschule von Groß⸗Karben, Privatkläger, gegen den Weißbindermeister Karl Strauch in Groß⸗Karben, Angeklagter, wegen Beleidigung hat das Großherzogliche Schöffen gericht zu Vilbel in der Sitzung vom 10. August 1881, an welcher Theil genommen haben: 1) Großh. Amtsrichter Dr. I e als Vorsitzender, 2) Karl Heinzmann von Kalchen 1 1 3 Kaspar Fahz von Nieder-Eschbach als Schöffen, Hilfsgerichtsschreiber Stein als Gerichtsschrelber, für Recht erkannt: der Angeklagte wird der Beleidigung für überführt erkannt und deßhalb in eine Geldbuße von 20(Zwanzig) Mark, sowie zur Kostentragung ver urtheilt, zu diesen Kosten zählen auch die dem Privat⸗ kläger erwachsenen nothwendigen baaren Auslagen. Dem Prlvatkläger wird die Befugniß zuerkannt, diese Ver⸗ urtheilung auf Kosten des Angeklagten binnen 14 Tagen nach deren Rechtskraft im Oberh. Anzeiger(Kreisblatt) bekannt geben zu lassen. Zur Beglaubigung: Dr. Schäfer. Stein. Beglaubigt: Stein.

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2 bis 3 Kealschüler können Kost, Logis, sowie Nachhilfe in allen Unterrichts fächern erhalten. Näheres bel der Exp. d. Anz. 2889

2876

Bekanntmachung.

2873 Da die während der Herbstübungen in hiesiger Stadt stattfindenden Einquartierungen nicht besonders angesagt werden können, sind vom 24. d. Mts. an die Einquartierungslisten auf hiesigem Rathhause offen gelegt und können von Morgens 9 bis 12 Uhr eingesehen werden. Friedberg, 20. August 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Seri b a.

Aufahren von Braunkohlen. 2875 Dienstag den 23. August dss. J., Vormittags 10 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus das Anfahren von 7400 Stück Braunkohlenklötzen fur die städtischen Gebäude und von 7000 Stück Braunkohlenklötzen für den ver einigten Armenfonds vom Melbacher Bergwerk öffentlich an den Wenigstfordernden in Accord gegeben werden.

Friedberg den 19. August 1881.

Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Seri b a.

7 Steinkohlen⸗ Lieferung. Dienstag den 23. August d. J., Vormittags 11 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus die Lleferung von 52⁰ Centner Steinkohlen für die städtischen Gebäude öffentlich an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 19. August 1881. 85 Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg.

2874 Seriba.

Vergebung von Drainage-Arbeiten, Fertig- ung und Anfuhr der Ziegelroͤhren, sowie

Lieferung der Mündungssteine.

Samstag den 27. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Ossenheim die bei Ausführung der Felddrainage in den Fluren 1, II und VIII, Ge⸗ markung Ossenheim, vorkommenden Arbeiten und Liefer- ungen, veranschlagt wie folgt: 1) Fertigung von eirea 18,000 lfd. m Drain⸗

graben, einschließlich des Röͤhrenlegens

und Zufüllens der Gräben= 2880 M., 2) Fertigung der erforderlichen Drainroͤhren,

von 31 bis 137 mm Lichtweite, eirea

60,500 Stück= 2900 M., 3) Anfuhr der Ziegelröhren, ea. 2600 Ctr. S 520 M., 4) Lieferung der Muͤdungssteine(von Hau

stein) nebst Eisengitter 2 60 5) Lieferung der Nivellirpfähle 2

an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden und sind Lusttragende hierzu eingeladen. Friedberg am 22. August 1881. Greb,

289 Provinzial-Wiesenbaumeister.

uus e Sardinen

2890 Wilh. Bernbeck.

zu den billigsten Prelsen bel K. Friedrich.

empfiehlt

Hosenträger

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