Ausgabe 
21.5.1881
 
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Betreffend: Die Entwässerung der Grundstücke in der Gemarkung Stammheim. Die Abstimmung über das in rubro genannte Project am 7. Juli 1880 hat Annahme desselben ergeben. Wir legen nunmehr Antrag, Abstimmungsprotokolle, sowie Zusammenstellung der Stimmen derjenigen Grundbesitzer, welche gegen das Project gestimmt haben vom Montag den 23. laufenden Monats bis Montag den 20. kommenden Monats auf dem Bürgermeistereibureau z

Bekanntmachung.

Stammheim mit dem Hinzufügen offen, daß Einwendungen gegen die Zuläͤssigkeit oder Rechtsbeständigkeit der Abstimmung, innerhalb der Offenlegungsfrist bei dem Kreisausschuß des Kreises bei Meidung des Ausschlusses mit Solchen, geltend gemacht werden müssen.

Friedberg den 17. Mai 1881. 1883

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Wegen Bettels bestraft: Heinrich Wiegand von Lauterbach.

Deutsches Reich.

Mainz, 17. Mai. Heute Mittag fuhr die Großherzogliche Familie mit dem Dampfer Hohenzoller mit großem Gefolge und einer Anzahl geladener Gäste von hier nach Köln. Der Großherzog, der Erbprinz und Prinzessin Irene werden morgen Nachmittag mittelst Extra zug wieder hierher zurückkehren, während die Prinzessinnen Victoria und Ella von Köln aus die Reise nach England fortsetzen.

Berlin, 17. Mai. Reichstag. Bei der zweiten Berathung der Brausteuer-Vorlage treten Staats- Secretär Scholz, Bundes-Commissär Burchardt und Bundesbevollmächtigter Mayr für die Vorlage ein. Bei der Abstimmung stimmten für den das Ganze entscheidenden Paragraphen 1 etwa 40 Conservative; derselbe ist somit abge lehnt; hierauf wurden auch die übrigen Para graphen abgelehnt. Der Reichstag verwies schließlich den Antrag v. Below, v. Ühden und Löwe betr. das Verbot von Malzsurrogaten an eine Commission von 14 Mitgliedern. 18. Mai. Der Reichstag verwies die drei Anträge von Schulze-Delitzsch, v. Mirbach und Ackermann über die Abänderung des Genossenschafts-Gesetzes an eine Commission von 21 Mitgliedern. Der Antrag von Buhl über die Weinfälschung wurde an eine Commission von 14 Mitgliedern verwiesen. 19. Mai. Der Reichstag nahm in dritter Lesung das Elsaß⸗Lothringer Eisenbahn-Anleihe Gesetz und das Aichgesetz unverändert an. Bei der zweiten Lesung der Novelle zur Gewerbe ordnung wurden die§§ 97, 97a, 98, 98a, b und e ü nnd 99 nach den Anträgen der Commis sion, der§ 100 mit dem Zusatzantrag Bötticher's, wonach die vor einer Innung bestandene Meister prüfung vor einer anderen Innung nicht wieder holt zu werden braucht, angenommen. Ferner wurde der§ 100a von der Novelle zur Gewerbe ordnung in der Fassung genehmigt, wonach ein Aus schluß aus der Innung nur gegen Solche zulässig sei, welche rechtskräftig die Ehreurechte verloren.

Straßburg, 18. Mai. Der Statthalter ist heute über Würzburg nach Karlsbad abgereist.

Ausland.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 19. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm das Finanzgesetz für 1881 an.

Frankreich. Paris, 17. Mai. Inter⸗ nationale Münzconferenz. Der amerikanische Delegirte Howe setzte die Vortheile auseinander, die die Ausdehnung des Bimetallismus in Rück sicht auf Erleichterung internationaler Zahlungen haben würde. Vrolik legte die Motive dar, welche die Niederlande dazu geführt, den Bi metallismus an die Stelle des Monometallismus zu setzen. Mallet, Delegirter für Britisch-Indien, sprach über die Nachtheile, welche Indien durch die Entwerthung des Silbers verursacht werden und erklärt sich bereit, jede Maßregel zu unter stützen, die zur Hebung des Silberwerthes führen könnte. Forselt vertheidigte die Goldwährung.

18. Mai. Die französischen Truppen besetzten Mateur. Marseille. Gegen die Theilnehmer an

der Manifestation zu Gunsten der Jesse Helf mann ist gerichtliche Verfolgung eingeleitet. Großbritannien. London, 17. Mai. Gladstone ist erkrankt und muß das Bett hüten. Times erfährt, das britische Cabinet habe eine freundschaftliche Note an Frankreich in Betreff seiner Absichten auf Biserta gerichtet und Barthélemy St. Hilaire geantwortet, Frankreich

beabsichtige nicht, sich 150 Millionen, welche die Verbesserung des Hafens von Biserta kosten würde, aufzubürden, es habe bereits mit 2,500,000 Arabern zu thun, die zur Unbotmäßigkeit geneigt seien und es denke nicht daran, diese durch 1,600,000 tunesische Araber zu vermehren. Frank reich denke, ohne sich absolut für die Zukunft zu verpflichten, nicht im Entferntesten daran, Tunis zu annectiren und es hoffe, England werde seinen Versicherungen Glauben schenken.

Türkei. Constantinopel, 16. Mai. Amtlicher Mittheilung zufolge hat die Untersuchung über die Ermordung des Sultans Abdul Aziz die Theil nahme des ehemaligen Groß-Vezirs Midhat Pascha's an derselben ergeben. Midhat fluͤchtete in das französische Consulat zu Smyrna, wo er sich nach den Ermittelungen der Polizei noch aufhält. Midhat Pascha ist seines Postens ent hoben und Ali Pascha an seiner Statt zum Gouverneur von Smyrna ernannt. Die Ge richtscommission begibt sich nach Smyrna, um Midhat Pascha zu verhören.

18. Mai. Der französische Botschafter wies in Folge der Instructionen von seiner Regierung den französischen Consul in Smyrna an, Midhat Pascha das Asylrecht zu verweigern und demselben zu bedeuten, das Consulat zu verlassen. Die anderen von Midhat um Schutz angegangenen Consuln erhielten von ihren Re gierungen die gleichen Weisungen. Midhat Pascha hat sich gestern Abend der türkischen Behörde gestellt unter der Bedingung eines gerechten Urtheilsspruches.

17. Mai. Said Pascha telegraphirte an den Bey von Tunis, die Pforte protestire gegen den Vertrag mit Frankreich und erkläre denselben für null und nichtig.

Griechenland. Athen, 17. Mai. Der König unterzeichnete die Dekrete, betreffend die Bildung von sechs neuen Bataillonen, nicht. Es heißt, der Kriegsminister werde dieserhalb seine Entlassung nehmen.

Rußland. Petersburg, 18. Mai. Wie

die hiesigen Zeitungen melden, wurde der Ban quier Baron Guͤnzburg von dem Großfürsten Wladimir in Audienz empfangen, wobei der Großfürst äußerte, als Grundlage der Juden hetze diene nicht die Aufregung gegen die Juden, sondern die Tendenz, überhaupt Unordnungen her vorzurufen. Im Katharinenkanal, unweit der steinernen Brücke, wurden vorgestern zwei unter dem Wasser versenkte, mit schwarzem Dynamit gefüllte Gummikissen aufgefunden. Beide Kissen enthielten 126 Pfd. Dynamit. Leitungen waren nicht vorhanden, woraus zu schließen ist, daß das Dynamit als unnöhtig ins Wasser geworfen wurde. Die zum Tode verurtheilte Jesse Helfmann hat eine Fehlgeburt gehabt. Ein kaiserlicher Ukas vom 18. d. enthebt den Finanzminister Abaza aus Gesundheitsrück sichten, dessen Bitte gemäß, seines Postens und ernennt dessen bisherigen Gehülfen Burge zum Verweser des Finanzministeriums.

Aus Stadt und Land.

Offenbach. Vorige Woche wurde hierselbst ein junger Mensch, der erst kürzlich 2 Jahre Gefängniß wegen Majestäts beleidigung verbüßt haben soll, verhaftet. Er soll in einer hiesigen Wirthschaft gesagt haben, er werde, sobald er dazu Gelegenheit fände, den Fuͤrsten Bismarck und den Kaiser Wilhelm erschießen. Bei seiner Vorführung soll er erklärt haben, er bleibe bei dem Ge sagten und werde seine Absicht schon auszuführen wissen. Mainz. Vor einigen Tagen fand hinter dem Theater⸗ gebäude eine Zwangsversteigerung wegen rückständiger Hausmiethe statt. Die ärmlichen Möbel gehörten einer

alten 72jährigen Frau, die sich recht kümmerlich ernähren

muß und nun ihre Habe verlieren sollte. Ein israe⸗

litischer Privatmann, der gerade vorüberging, erkundigte

sich um die Ursache der Auction, wodurch er die traursge Lage der armen Frau erfuhr. mit dem Elende der Unglücklichen, um einige Mark er⸗ steigerte er sämmtliche Mobiliargegenstände, die er der armen Frau zum Geschenk machte, und sich dann rasch, ohne Dank abzuwarten, entfernte.

Allerlei.

Seckbach. Hier ist eine Milchfrau mit Drillingeg niedergekommen. Dieselben befinden sich ganz wohl, ebenso ihre Mutter.

Hanau, 17. Mai. Eine Reihe schwerer Sittlich⸗ keitsverbrechen hatte in jüngster Zeit unsere Stadt in lebhafte Aufregung versetzt. Nachdem vor einigen Tagen ein Juwelier zu Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde, ist heute der letzte der Inhaftirten, der Schauspielet

Haneld, mit 1 Jahr 1 Monat Zuchthaus und 3 Jahren

Ehrenverlust bestraft worden.

Passau. in der Rhoͤn und im Harz ist vom 10. bis 12. Mal Schnee gefallen, sondern auch im bayerischen Wald und in Oberösterreich. In den österreichischen Bergen lag der Schnee 2 Tage lang fußhoch und Lawinenstürze machten die Straßen unfahrbar. Im bayerischen Wald

fiel einen halben Tag lang der Schnee so dicht, daß dis 1

Bäume und Sträucher wie im Winter bedeckt waren und

die Menschen Gott dankten, daß die Blüthe noch so weit

zurück war.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 18. Mai. Marktbericht. Die dem Graswuchs nicht günstige Witterung macht sich bereits auf unserem Heu- und Strohmarkt fühlbar, indem der heutige gut befahrene Markt wieder einen erheblichen Preisaufschlag brachte. Es wurde je nach Qualität der Centner Heu bezahlt mit M. 4. 5.20, Stroh M. 34, Butter 50 Kilo M. 1.10 1.15, im Detail 1. Qual. M. 1.30, 2. Qual. M. 1.20 1.25. Eier das Hundert M. 4.50 5.10, alte Kartoffeln 100 Kilo M. 4.505., das Pfd. neue Kar⸗ toffeln 20 25 Pf., Spargel das Pfd. 5070 Pf., Blumen⸗ kohl 30 60 Pf., Salat 12 Pf., Bohnen das Pfd. 3 M., Spinat das Theilchen 10 Pf. dauern, daß sich die Metzger bei den höchst billigen Ein⸗ kaufspreisen immer noch nicht zu einem vernünftigen Preisabschlag verstehen können, während sie mit 60 bis 62 M. einkaufen, halten sie noch immer auf dem mehr⸗ jährigen Preis von 70 Pf. für das Pfund Ochsenfleisch, während Kuh-, Rind⸗ und Farrenfleisch mit 4055 Pf., bezahlt wird, Kalbfleisch 3555 Pf., Hammelfleisch 40 bis 65 Pf., Schweinefleisch 7580 Pf. Huhn M. 1.60 bis 2., Hahn M. 1.80 2.20, Poularde M. 2.2050, Capaun M. 3, Ente M. 3, Gans M. 5.

Geld⸗ Cours. Frankfurt am 19. Mai 1881. 20⸗Frankenstücke M. 16 2024

do. in%%% Englische Sovereign s.% 20 4145 Russische Imperiales.%⸗e16 73. Ducaten.. n 9 9

al mareo. Dollars in Goldtid.

Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Rogate. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur.

Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10½, Uhr: Herr Pfarrer Baur. Nachmittags Uhr: Herr Candidat Hainebach

Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Meyer.

scatholische Gemeinde. 5. Sonntag nach Ostern. 8 Uhr: Beicht. / Uhr: Hochamt. 6 Uhr: Maiandacht mit Predigt: Herr Kaplan Eisel von Frankfurt.

Für Confirmanden.

Garnituren, Medaillons, Ninge in Gold u. Silber. Feste Preise, reelle Bedienung.

L. Hanau, Hof⸗Uhrmacher und Goldarbeiter.

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Der Mann hatte Mitleid

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Nicht nur auf den Thüringer Bergen,

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