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gewiesen, die zu gleicher Zeit veröffentlichten allgemeinen Grundsäͤtze, welche von der Akademie Bauwesens aufgestellt wurden, bei künftigen Theater-Neubauten, sowie bei der Revision der bestehenden Theatergebäude, insbesondere ihrer inneren Einrichtungen, zu berücksichtigen.
15. Dec. Der französische Botschafter, Graf von St.⸗Vallier, überreichte heute in feierlicher Audienz dem Kaiser sein Abberufungs— Schreiben.
— 15. Dez. Reichstag. Von dem Reichs— kanzler ist die Nachricht über die Einstellung des Strafverfahrens gegen Dohrn eingegangen. Anf die Interpellation von Hertling über die Reform der Fabrikgesetzgebung sagt Staats— minister v. Bötticher eine perfönliche Antwort des Reichskanzlers für nächsten Samstag zu. Die Regierung habe keine Bedenken, die An— frage zu beantworten. Weil aber die Sache in so naher Beziehung zu dem socialpolitischen Programm des Reichskanzlers stehe, hege dieser den Wunsch, die Frage perfönlich zu beant— worten. Indessen heute sei der Kanzler durch seinen Gesundheitszustand noch verhindert. Payer begründet sodann seinen Antrag auf Revision des Gerichtskosten-Gesetzes, resp. Ermäßigung der Gerichtsgebühren. Petersen tritt für den Antrag ein; das Recht müsse billiger werden. Birkenmeier spricht ebenfalls für den An— trag. Doch meint er, auch der Geschäftsmann müsse auf die Reform der Creditverhältnisse Bedacht nehmen. Wenn er nicht mehr so viel borge, brauche er auch nicht so viel einzuklagen. Hartmanu ist trotz einiger Bedenken gegen die Form des Antrags, doch mit dem Antrag selber einverstanden. Windthorst betont die
des
Dringlichkeit der Revision des Gesetzes. Er und seine Freunde würden dem Antrag ein— stimmig beitreten. Der Antrag von Payer
wird darauf nahezu einstimmig angenommen. Hierauf begründet Dirichlet den Antrag der Wahlprüfungs⸗Commission, der dahin geht, die Commission mit der Untersuchung der wichtigsten Unregelmäßigkeiten zu betrauen, die bei der Reichtagswahl zu Tage traten. v. Heremann erklärt, das Centrum werde materiell dem An— trage Dirichlets zustimmen. Rickert polemisirt dann gegen die Auslegung der Wahlstatistik durch den Reichskanzler und bemerkt sodann: Bei der Wahlagitation zog man von amtlicher Seite die Krone in die Debatte, das ist un— ziemlich; es schwächt das Ansehen der Krone, die über den Parteien stehen soll. Wahrhaft empörend sind geradezu die Angriffe, welche die„Provinzial-Correspodenz“ auf die Königs— treue der Parteien schleuderte. Der Name „Bismarck“ hat einen blendendeu Glanz, einen Nimbus, der bestrickt. Trotzdem hat der deutsche Volksgeist sich erhoben und bekundet, daß er des Gängelbandes entwachsen ist. Die Debatte dauert noch fort.
Kassel, 14. Dez. Der Communallandtag beschloß in geheimer Sitzung, die Neuwahl eines Landesdirektors für eine außerordentliche Session aufzuschieben.
München, 14. Dez. In der Abgeordueten— kammer erfolgte die Vorlage von Gesetzentwürfen, betr. die provisorische Steuererhebung, die Vicinal— bahnen und eine Revision der Polizeistrafgesetz— gebung(Bestrafung des Concubinats).
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 15. Dez. Das Herrenhaus berieth das Gesetz über die Erleichterung der Schulpflicht. Die Mehrheit der Commision hält an dem früheren Beschluß des Herrenhauses fest; die Minderheit schlägt vor, dem Beschluß der Abgeordneten beizutreten. Nach läugerer Debatte wird der Antrag der Mehrheit mit 72 gegen 62 Stimmen angenommen.
— Das„Fremdenblatt“ schreibt: Wenn die rumänische und die den Rumänen freundliche Presse meint, Oesterreich werde jetzt mit Reclamatio— nen und Repressalien Rumänien entgegentreten, dann dürfte sie sich doch getäuscht haben. Nicht unsere Regierung, die Bukarester hat jetzt zu handeln. Oesterreich hat die beleidigende Takt— losigkeit mit einem seiner Großmachtstellung entsprechenden Schritte beantwortet. Es ist Sache Rumäniens, als des Beleidigers, sich zu entscheiden, ob es die mit Recht verlangte Ge— nugthuung geben will.
Pest, 14. Dez. Das Unterhaus nahm das Gesetz über die Regelung des Appretur-Verkehrs mit dem deutschen Zollgebiet an; ferner ein Gesetz, nach dem künftig die Gesetze nicht mehr im Parlament verkündet, sondern im Amtsblatt veröffentlicht werden sollen.
Schweiz. Bern, 14. Dez. Die Bundes— versammlung hat die bisherigen 7 Mitglieder des Bundesrathes wieder gewählt. Bavier wurde zum Bundespräsidenten, Ruchonnet zum Vicepräsidenten, der Alt-Ständerath Ringler von Aarau zum Kanzler erwählt.
Belgien. Brüssel, 15. Dez. Zweite Kam— mer. Mehrere Deputirten von der Rechten bringen einen Gesetz-Vorschlag auf Ausdehnung des Stimmrechts innerhalb der Grenzen der Verfassung durch Revision der fiskalischen Ge— setze ein.
Frankreich. Paris, 15. Dez. Der Senat bewilligte den Credit für die Errichtung zweier neuen Ministerien.— Auf die Anfrage Lareintys wegen der jüngsten Unruhen auf Martinique antwortete der Minister Rouvier, die Sache sei
ohne alle Bedeutung; die Schuldigen verhaftet,
die Ruhe wieder hergestellt.
Großbritannien. London, 14. Dez. Die Zeitungen dementiren die neuerdings auf— getauchten Nachrichten von Unterhandlungen über die Abtretung Helgolands.
— 15. Dez. Heute ist ein Blaubuch ver⸗ öffentlicht worden, das hauptsächlich Aschanti— Angelegenheiten behandelt. Die betreffenden Depeschen umfassen den Zeitraum vom 30. Dez. 1880 bis 19. August 1881.
Italien. Rom, 14. Dez. Maclauso, welcher während der Sitzung einen Revolver in die Deputirtenkammer warf, wurde gestern vom Corrections-Tribunal zu einjähriger Haft und einjähriger Internirung auf der Insel Ischia, sowie zu 200 Frs. Geldstrafe verurtheilt.
Rumänien. Bukarest, 14. Dez. Der Senat nahm mit 35 gegen 1! Stimme den Adreß— entwurf unverändert an. Im Laufe der Debatte beglückwünschte sich der Minister des Aeußern, Statescu, dazu, daß alle Erklärungen der Re— gierung in der Donaufrage seitens des Landes mit Befriedigung aufgenommen worden seien, und drückte die Hoffnung aus, daß die Adresse einstimmig angenommen werde.
— Chitzu, Vice-Präsident der Kammer, ist zum Finanzminister ernannt; Bratiano behält das Kriegsministerium.
Rußland. Petersburg, 15. Dez. Der „Reg.-Bote“ schreibt: Da es sich herausgestellt, daß das Attentat auf Tscherewin aus politischen Gründen geschah, so ist die Untersuchung be— schleunigt und der Attentäter Nicolai Martineff nach beendeter Untersuchung dem Kriegsgericht übergeben worden.
Afrika. Tunis, 13. Okt. General Forgemol, welcher von Tebessa(Algier) aufgebrochen, hat ganz Süd-Tunis durchschritten. Er ist über Kairuan und Gafza gestern mit dem General Saussier wieder in Tebessa eingerückt. Ueberall in den vom Marsche berührten Gegenden be— kundete die Bevölkerung friedliche Gesinnung, mit Ausnahme des Stammes der Hammama. Dieser ist noch im Aufstand; er wird von fliegenden Colonnen, die von jenseits der Schott kommen, unterstützt. Man glaubt indeß, auch diese würden sich bald unterwerfen und zu ihren Wohnsitzen zurückkehren. Ali Ben Khalifa floh auf das Gebiet von Tripolis. Gafza erhielt eine stehende Garnison.
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