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Thomas
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1883.
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1881.
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Samstag den 12. November.
M134.
Oberhessischer A
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
nzeiger.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf.,
bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
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Betreffend: Den Grenzgang der Feldgeschworenen im
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen
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Diejenigen von Ihnen, welche unserem Ausschreiben vom 12. vorigen Monats— Oberhessischer Anzeiger
Amtlicher Theil. Jahre 1881.
entsprochen haben, erinnern wir an dessen baldige Erledigung.
In Gemaͤßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Aus zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreis
Macht im Frieden wird hiermit 1881 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Friedberg den 9. November 1881.
Bekanntmachung.
Kilogramm berechnen:
Die Aufenthaltsorte nachstehender Personen sind unbekannt und zu ermitteln:
Adolph Burichter von Isenburg. Konrad Wollrab von Wahlen. Heinrich Oberheim von Gedern. Peter Schäfer von Kestrich. Justus Bauer von Hammelsbach. Heinrich Kopp von Steinbach.
Johannes Spruck von Wallernhausen. Georg Dietrich von Friedberg. Johannes Hansel von Udenheim. Gottfried Müller von Gedern. Franz Gondolph von Assenheim. Peter Herchenröder von Metzlos.
Wegen Bettels bestraft: Wilhelm Belz von Oppenrod.— Wegen Landstreicherei bestraft:
Adam Klöß von Vilbel.
Heinrich Boß von Angersbach. Michael Schüler von Ober-Exlenbach. Heinrich Sommerlad von Berdord. Heinrich Wehn von Darmstadt.
Friedberg den 9. November 1881. Bürgermeistereien des Kreises.
Nr. 122— noch nicht Dr. Braden.
führung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete e der nachbemerkten Artikel für den Monat October Hafer M. 17.—, Heu M. 9.—, Stroh M. 8.—.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Michael Spamer von Urberach. Ludwig Dickel von Ober⸗Ohmen. Adam Klein von der Kröge. Kaspar Momberger von Schmitten.
Adam Althaus von Bobenhausen. Elisabethe Gnau von Münchhausen bei Marburg.
Deutsches Reich.
Darmstadt. S. K. H. der Großherzog ist am 8. d. von Nidda hierher zurückgekehrt.
— Die jährlichen Ausgaben des Staates für Civilpensionen sind noch in fortwährendem Steigen begriffen und im neuen Budget zu mehr als einer Million Mark veranschlagt. Dieser für unser Land unverhältnißmäßig hohe Betrag— 143,000 Mark mehr als seither— wird von der Regierung nunmehr unter Hin⸗ weis auf die in Folge der neuen Gerichtsor— ganisation eingetretenen zahlreichen Pensionir⸗ ungen gerechtfertigt und dabei erst ein allmäliger
Rückgang in Aussicht gestellt.— Es liegt in
der Absicht der Regierung, einige Forstwartstellen eingehen zu lassen und zugleich den Gehalt dieser Diener anderweit zu reguliren.— Weiter wird den Ständen eine Vorlage behufs schnellerer Vollendung der Parzellenvermessung in Verbind⸗ ung mit Einführung remunerirter Bezirksgeometer unterbreitet werden.
— Der Ober⸗Rechnungsprobator Metzendorf wurde auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt und der Ober⸗Rechnungsprobator II. Kl. Schaffnit zum Ober-⸗Rechnungsprobator J. Kl. ernannt.
Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erklärt eine Behauptung der„Frankf. Ztg.“, daß der Zollanschluß der Unterelbe mit forcirter Be— schleunigung effectuirt werde, um jeder Anregung bezüglich der Frage wegen Vorlegung des Ham⸗ burger Zollanschluß-Vertrages vorzubeugen, für unrichtig. Der Zollanschluß der Unterelbe stehe nicht in Verbindung mit der Frage des Zoll— anschluß-Vertrages mit Hamburg, welcher, so viel bekannt, dem Reichstage seiner Zeit vor— gelegt werden wird. 1
Danzig, 10. Nov. Heute lief eine neue eiserne Glattdeck-Corvette auf der hiesigen Werft glücklich vom Stapel. Admiral Livonius taufte sie im Namen des Kaisers„Sophie.“ Die Spitzen der Behörden, viele Gaͤste wohnten der Feier bei.
Karlsruhe, 9. Nov. Der„Karlsr. Ztg.“ zufolge besteht die Krankheit des Großherzogs
in einem gastrischen Fieber. Nach dem letzten amtlichen Bulletin verbrachte der Großherzog die Nacht unruhig, den Tag besser. Gegen Abend nahm das Fieber zu, größere Beklommen— heit stellte sich ein. Der Erbgroßherzog ist von Potsdam eingetroffen.— 10. Nov. Nach dem
heutigen Bulletin sind die Krankheits-Symptome des Großherzogs weniger stark, jedoch noch be— sorgnißerregend.
tünchen. Die Gerüchte, daß Forder— ungen für die Civilliste des Königs an die Kammer gelangen würden, werden officiös als tendenziös verbreitete Unwahrheiten bezeichnet.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 10. Nov. Die österreichische Delegation erledigte das ordent— liche und das außerordentliche Budget und be— willigte die von der Regierung im Außerordent⸗ lichen eingestellten Posten für 4 Küstengeschütze und den Neubau dauernder Befestigungen in Pola.
Pest, 10. Nov. Der Ausschuß der ungarischen Delegation genehmigte den Bericht des Referenten Falk. Dieser spricht seine Befriedigung aus über die guten Beziehungen zu den fremden Mächten, die friedliche Lösung der montenegrin— ischen und griechischen Frage, sowie über das freundschaftliche Verhältniß zu Deutschland, welches seit Jahren eine sichere Grundlage der auswärtigen Politik bildete und seine wohl— thätige Wirkung auch bei der Löͤsung der Orient— frage zeigte.
Frankreich. Paris, 9. Nov. Deputirten⸗ kammer. Ferry wies die Angriffe von Clemenceau zurück. Das Project eines tunesischen Credit foncier wurde nicht realisirt. Bei der Enfida⸗ Angelegenheit wurde durchaus ehrenhaft ver— fahren. Die Eisenbahn von Bona nach Guelma war den französischen Interessen sehr nützlich, ein wahrer Gluͤckszug für Frankreich. Das Cabinet hätte Vorwürfe verdient, wenn es die nationalen Interessen nicht unterstützt haͤtte. Es war Zeit, der geheimen Agitation ein Ende zu machen. Bei den Vorgängen an der Grenze war es unmöglich bei der Ohnmacht des Bey sie auszugleichen. Das Cabinet befolgte des⸗ halb die bestehende Tradition der französischen Diplomatie; es schützte die franzosischen In⸗ teressen durch den Protectoratvertrag, der Frank⸗ reich erlaubte, zu nehmen, was Andere gern genommen hätten. Dies war das einzige Mittel, um die Thüre an der Grenze von Algerien fur einen orientalischen Conflict am Mittelmeer zu schließen. Die Sitzung wurde darnach aufge⸗ hoben.— Nachdem die Sitzung wieder begonnen,
tritt Ferry den Beschuldigungen entgegen, die Kammer getäuscht zu haben. Das Ministerium beanspruche die Verantwortlichkeit dafur, die Initiative zu dieser Expedition im nationalen Interesse ergriffen zu haben. Ferry hält den Antrag der Cuquete für unnütz und gefährlich. Die Kammer verwirft mit 343 gegen 168 Stim⸗ men die Enquete, ebenso mit 326 gegen 205 die einfache Tagesordnung. Mehrere Tages⸗ ordnungen in verschiedenem Sinn werden ein— gebracht. Die Tagesordnung Gambetta's, welche besagt, daß Frankreich entschlossen sei, den Ver— trag vom 12. Mai loyal und vollständig aus⸗ zufuͤhren und zu beobachten, wurde mit 379 Stimmen angenommen, worauf die Sitzung ge— schlossen wurde.
— 10. Nov. Ferry überreichte heute die Demission des Cabinets. Grevy acceptirte die— selbe. Die Minister führen die Geschaͤfte bis zur Bildung eines neuen Cabinets. Grevy ließ Gambetta zu sich rufen. Gambetta that in Folge dieser Conferenz sofort Schritte zur Bild— ung eines neuen Cabinets.
Amerika. New⸗-Nork. Die Wahlen sind ruhig verlaufen. Im Staate New-Pork bean⸗ spruchen die Demokraten eine Majorität von 15,000 Stimmen, die Republikaner in Massa— chusetts eine solche von 25,000 Stimmen.
Allerlei.
Rotenburg in Kurhessen, 7. Nov. Der„Hess. Morgenztg.“ zufolge wurde ein hiesiger Bürger, Jacob mit Namen, erschossen aufgefunden. Es soll gegründeter Verdacht vorhanden sein, daß Jacob von seinem eigenen Sohn ermordet worden ist.
Posen, 10. Nov. Das neuerbaute große Land— gericht steht in Flammen. Gerichtssaal.
Bad-Nauheim. Donnerstag den 17. Nov., Vor⸗ mittags 9 Uhr, findet eine Schöffengerichtssitzung statt, in welcher folgende Sachen verhandelt werden: 1) Gegen Julius Böing von Bad-Nauheim, wegen Beleidigung. 2) Gegen Karl Hofmann, Anton Meister und Heinrich Meister sämmtlich von Roͤdgen, wegen Einfangens von Singvögeln. 3) Gegen Joh. Glaub von Nieder-Moͤrlen, wegen Widerstands und groben Unfugs. 4) Gegen Peter Reitz 1. von Steinfurth, wegen Nichtverwahrens eines Brunnen und Pfuhllochs.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 9. November. Markt-⸗Bericht. Heu kostete per Centher M. 4— 5.40 je nach Qual., Stroh
M. 4—4.40, Kartoffeln 200 Zoll-Pfund M. 3.50—65.
Butter 50 Kilogr. 90 M., im Detall 1. Qual. M. 1.20
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