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in Kissingen zusammen.— Bismarck
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Coblenz, 8. tauschte gestern einige Stunden das Bett mit
Weeise voran.
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Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bei— lage Nr. 17, enthält: I. Bekanntmachung über den 7. Nachtrag zu den Statuten der Hessischen. Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft.
11. Bekanntmachung über die Anwendung der für die Civildiener bestehenden Bestimmungen auf die übernom— menen Beamten und Bediensteten der oberhessischen Bahnen.
111., IV. und V. Uebersicht der für 1881/82 ge— nehmigten Umlagen in den Gemeinden des Kr. Alzey, der israel. Rel.⸗Gem. im Kr. Mainz, und des Voran— schlags der Stadt Offenbach.
VI. Ordensverleihungen.
Berlin. Bismarck und Hapmerle treffen 1 richtete an den italienischen Minister des Auswärtigen Mancini ein Antwortschreiben auf dessen Amts— antrittsnotification, das ungemein wohlwollend für Italien lautet. Juli. Die Kaiserin ver— einem Rollstuhl. Sie konnte somit das Kranken— zimmer für einige Zeit verlassen. Schlaf und g Appetit sind erfreulich besser. Ueberhaupt schreitet Reconvalescentin in wünschenswerthester
— 9. Juli. Der Kaiser reiste heute ab und trifft morgen auf der Mainau ein, wo er zwei Tage verweilen und dann am 13. nach Gastein weiter reisen wird.
Kiel. Die„Kieler Zeitung“ bringt einen Erlaß des Kriegsministers vom 2. Juli, wonach die Befestigung Kiels nach der Landseite und dem— nächstige Entfestigung der Werke von Sonderburg
und Düppel genehmigt wird. Der Zeitpunkt des Beginnens von letzterer ist noch nicht festgellt.
Ausland.
Brüssel, 8. Juli. In der Kammer be— gründete Janson(Progressist) seinen Antrag über die Ausdehnung des Wahlrechts. Er ver— langte von dem Cabinet eine bestimmte Erklär— ung, weßhalb es das Wahlrecht auf Grund geistiger Fähigkeiten ablehnen wolle.
Frankreich. Paris, 7. Juli. Die Kammer nahm das Budget das Aeußeren an und begann das Armeebudget.— 8. Juli. Die Kammer nahm unter Ablehnung aller Amendements das Armeebudget an.
— 7. Juli. In der heutigen Sitzung der Münzconferenz setzte der italienische Delegirte Seismit Doda die Bedingungen auseinander, unter welchen Italien der Vereinigung zur Aus— prägung von Silbergeld in beschränktem Umfange beitreten würde. Freemantle erklärte officiös, die Bank von England würde gern ihre Silber— reserven vermehren, wenn eine außerhalb Groß⸗ britanniens gebildete Vereinigung unbeschränkte Ausprägung von Silbergeld zuließe. Die Dele— girten Rusconi und Pierson nahmen Act von den Erklärungen Freemantle's.— Die Münz⸗ conferenz nahm, nachdem Magrin de Normandie für die Vertagung gesprochen, den von den Delegirten Frankreichs und Nord-Amerikas be⸗ gründeten Antrag auf Vertagung an mit dem Wunsch, daß diplomatische Verhandlungen über die besprochenen Gegenstände zwischen deu auf der Conferenz vertretenen Staaten die Sache zum Austrag brächten und eine neue Conferenz am 12. April 1882 zusammentrete, um die bis dahin verhoffte Münz-Convention zum Abschluß zu bringen.
— Die Regierung beschloß, vier weitere Bataillone von der Lyoner Garnison nach Sfax zu senden.— Marodirende berittene Eingeborene hielten bei Grombella, 30 km von Tunis, eine Karawane an.— Mehrere Stämme im Gebiete von Gabes sind aufständig.— Der„Temps“ tadelt die allzu frühe Rückberufung von einem Theile des Expeditions-Corps.— Aus Oran wird gemeldet: Bu Amema geht mit einer großen Schaar Aufstäudischer gegen das Tell (Terrasse des Atlas⸗Gebirges) vor. Der fran— zösische General Lewis rückt mit drei Colonnen ihm entgegen. Im Tlemcen-Gebiet herrscht Ruhe.
— 9. Juli. Der Ministerrath berieth heute Morgen die Angelegenheiten von Algier und Tunis. Neue Streitkräfte sollen nach dem Süden
von Tunis gesandt, Sfax, Gabes und die Insel Djerba besetzt werden. Das Panzer-Geschwader von Toulon hält sich bereit, sofort nach dem Golf von Gabes abzugehen.— Der Comman— dant des Panzerschiffes„Reine Blanche“ tele— graphirt: Der Aviso„Schakal“ bombardirte Sfax am 7. Juli mit einer Batterie von 11 Ge— schützen, die am Strande aufgestellt wurde. Die Aufständischen erwiederten das Feuer, ohne die Batterien des„Schakal“ zu erreichen. Die Panzerschiffe bombardirten am 8. Juli Stadt und Fort. Gegen 1500 Insurgenten halten die Umgebung von Sfapz besetzt. Terrain-Hindernisse machen die Annäherung schwierig. Verstärkungen zur Landung von Truppen werden erwartet.
Großbritannien. London, 8. Juli. Der Dampfer„Vandalia“ ist, von einem Schlepp— dampfer geführt, gestern Abend in die Nähe des Hafens von Stornioway(Hebriden) ge— kommen. Mannschaften und Passagiere befinden sich wohl.
— 8. Juli. Das Unterhaus nahm Artikel der irischen Landbill bis 21 an.
— In England herrscht Beunruhigung über Frankreichs Mittelmeerstellung. Mehrere große Blätter Londons senden ballons d'essai aus mit dem Schreckgespenst einer deutsch-französischen Allianz, um Frankreichs Vormacht im Mittel— meer zu begründen.„Standard“ erfährt, das britische Geschwader in den Gewässern von Tunis wird durch zwei Schiffe verstärkt.
Italien. Rom.„Diritto“ sagt in einem Artikel, worin die Ausführungen des„Journal des Debats“ über die Finanzlage Italiens be— sprochen werden, daß Italien vollständig vor— bereitet sei, den Zwangscours abzuschaffen; der herrschende Friede, die reichliche Ernte und das Angebot von in- und ausländischem Kapital lassen den Erfolg des Anlehens gesichert er— scheinen.
Türkei. Konstantinopel. Azarin ist mit großer Mehrheit an die Stelle Nassur's zum katholischen Patriarchen der Armenier gewählt.
— In den Bergen von Vankowa dauert
die
der Aufstand fort. Derwisch Pascha ist nicht im Stande, ihn zu dämpfen.
— Es circulirt das Gerücht, die Sultans— mörder, außer den beiden Schwägern, seien heimlich hingerichtet worden.
— 10. Juli. Der Cassationshof bestätigte das erstgerichtliche Urtheil in dem Prozesse be— züglich der Ermordung des Sultaus Abdul Aziz; die Entscheidung wird morgen dem Sultan zur Sanction vorgelegt werden.
Griechenland. Athen, 8. Juli. Die Section Arta ist von den Türken gänzlich ge— räumt. Arta wurde gestern von den Griechen besetzt. Die Bewohner gingen den griechi— schen Truppen entgegen, welche 5000 Mann stark mit 24 Geschuͤtzen einzogen. Die Stadt wurde Abends erleuchtet.
Amerika. Washington, 9. Juli. Ein Bulletin von heute sagt: Der Präsident hatte eine gute Nacht; die Besserung schreitet im All— gemeinen in befriedigender Weise fort.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. In Ergänzung unserer diesbezüglichen früheren Mittheilung bemerken wir noch: Vom 8. bis 10. September finden Feld-Manöver der Division in zwei Abtheilungen gegen einander und mit zwei Bivaks der Vorposten in der Gegend zwischen Friedberg, Hungen und Butzbach statt. Am 12., 13. und 14. September werden Feldmanöver der gesammten 25. Division gegen die 21. Division, bezw. gegen einen markirten Feind mit zwei Bivaks der gesammten Division abgehalten. Noch am letzten Manövertag, am 14. September, kehren sämmt— liche Truppen in ihre Garnison zurück.
k. Bad-⸗Nauheim. Zu der Regatta hat der Großherzog bereits einen Ehrenpreis, und zwar eine ver— goldete silberne Fruchtschale an den hiesigen Badecom— missär gesandt.
Allerlei.
London, 8. Juli. Der wegen des Mordes auf der Brighton-Eisenbahn am 27. Mat verfolgte Lefroy ist gestern Abend verhaftet worden.
Rußland. Die im Gouvernement Volhynien ge— legene Kreisstadt Rowno ist, wie dem Petersburger„Golos“
aus Kiew telegraphirt wird, am 30. v. M. kolal nieder—
gebrannt. Sämmtliche Kirchen und Amtsgebäude, welche
zuerst zu brennen anfingen, sind eingeäschert. Mehr als 500 Familien befinden sich ohne Obdach und Nahrung. Der Brand wurde in der Nacht zum 30. v. M. von Nihilisten an mehreren Stellen gelegt. Tags vorher hat man in den Gassen der Stadt anonyme Drohbriefe ge— funden.
Handel und Verkehr.
Fried berg, 9. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 85 100 Pf., Eier 1 St. kleine 5 Pf., 2 St. große 11 Pf.
Gießen, 9. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 85—90 Pf., Eier 1 Stück 5 Pf., 2 Stück 11 Pf., Käse per Stück 4— 10 Pf., Tauben das Paar 50— 70 Pf., Hühner ver Stück M. 1.00— 1.20, Hahnen ver Stück M. 0.60— 1.00, Enten per Stück M. 1.50— 1.80, Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfund, Kuh- und Rindfleisch 48— 50 Pf., Kalbfleisch 40—44 Pf., Hammelfleisch 64— 70 Pf., Schweinefleisch 64— 66 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.00— 6.00, Zwiebeln per Ctr. M. 22— 24, Kirschen das Pfd. 1720 Pf.
Gießen. Auf dem am 5. und 6. d. M. dahier ab⸗ gehaltenen Markte waren aufgetrieben: 1431 Stück Rind⸗ vieh und 298 Stück Schweine. Sämmtliches Vieh war schön und gut genährt. Die Preise für Zucht und Ar⸗ beitsvieh standen denen vom letzten Markte gleich, da⸗ gegen Schlachtvieh aller Art niedriger. Nächster Markt Dienstag den 19. Juli d. J.
Frankfurt, 9. Juli. Marktbericht. Heu kostete je nach Qual. der Ctr. M. 3.50—5, Stroh M. 3— 4. Butter 50 Kilo M. 80, im Detail 1. Qualität M. 1.10, 2. Qualität M. 1.00, Eier das Hundert M. 4.00— 5.50, Ochsenfleisch 60— 70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 40— 55 Pf., Kalbfleisch 40— 55 Pf., Hammelfleisch 40— 65 Pf., Schweinefleisch 60—70 Pf., Hahn M. 1.80 2.20, Huhn M. 1.80— 2.30, Ente M. 3.50, Gans M. 4—8, Pou⸗ larden M. 2.30 50, Capaunen M. 2.50— 3.50, Taube 50 Pf., Handkäse das Pfd. 45 Pf., Blumenkohl 40 bis 60 Pf., Romain⸗Salat 30 Pf., Kopfsalat 3— 5 Pf., Wirsing 12— 15 Pf., Weißkraut 20 Pf., Kohlrabi 5 Pf., gelbe Rüben der Bündel 10—12 Pf., Bohnen das Pfd. 50 Pf., Gurken 20 Pf.
Mainz, 8. Juli. Marktpreise. Kartoffeln 100 Kilo M. 6.25 6.50, Heu per Ctr. M. 4.52— 4.50, Stroh per Ctr. M. 3.70 4.00, Butter ½ Kilo 8085 Pf., Butter in Parthien 65— 70 Pf., Eier/ Hundert M. 1.10— 1.15, Handkäse 5— 8 Pf., Zwiebel ½ Kilo 15— 16 Pf., 1 Gans M. 4.—5., 1 Ente M. 2.— 2.50, 1 Hahn M. 1.30 bis 1.50, 1 Huhn M. 1.30— 1.50, 1 junge Taube 40 bis 54 Pf.— Fruchtbericht. Waizen hiesiger M. 23.25 bis 24.20, fremder M. 22.00— 23.10, amerikanischer rother Winterwaizen M. 23.70—24., Roggen, hies. und franz. M. 21.50— 21.90, Gerste, pfälzer, M. 19— 19.50, franken M. 00.— 00.00, Hafer M. 15.75— 16.50, Reps M. 27.50— 28.00, Repskuchen M. 163., Rüböl M. 29.50 bis 60, per October M. 29.75, Mohnöl M. 52.—56.— Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 64.—00., 2. Oual. M. 58. 62., Kühe 1. Qual. M. 57.— 00., 2. Qual. M. 48.—54., Kälber das Pfd. 55—60 Pf., Schweine das Pfd. 55—60 Pf.
Vom 15. d. kommt laut einer vom 2. d. datirten Verfugung des Reichspostamtes für Pakete mit Werth⸗ angabe, enthaltend Gold oder Silber, Plattgold, Platt— silber, Quecksilber, Platina, Werthpapiere, Bijouterieen oder Edelsteine für Empfänger in Großbritannien und Irland, bei der Beförderung über Belgien(Ostende) der für derartige Sendungen vor 1. April d. J. in Kraft gewesene Tarif wieder zur Anwendung. Danach ist zu berechnen; deutsch belgisches Porto, und zwar für Pakete bis zum Gewichte von 5 Klgr. einschließlich für ein fran⸗ kirtes Paket 80 Pf.(bei Sperrgut 40 Pf. mehr), für unfrankirte Pakete tritt ein Zuschlag von 10 Pf. zu; dann die Versicherungsgebühr mit 20 Pf. für je 600 M. oder einen Theil dieser Summe; dazu kommt noch das britische Porto, das für Sendungen nach London be⸗ trägt bei einer Werthangabe bis 8000 M.(10,000 Fr.) für je 800 M. 3 Fr.; über 8⸗
oder einen Theil davon 3 bis 16,000 M. für je 800 M. oder einen Theil davon 2 Fr. 50 C., mindestens jedoch 30 Fr.; über 16,000 bis 200,000 M., für je 800 M. oder einen Theil da-
von 2 Fr., mindestens jedoch 50 Fr.
Volksbad. Wasserwärme am 10. Juli: 150 Reaumur. Walter.
Pfennig⸗Sparkasse.
8 0 1 Betrag. Sammelstellen. Einlagen. tas M. Pf.
Uebertrag vom 2. Juli 6526[3107[35
1. C. Bindernagel. 58 30 20 2. W. Bernbeck 178 79 25 3. Ph. Billau. 126 665 J0 4. Th. Kranz 8 106 56 40 5. H. Flaschenträger. 101 54 45 7095 3393 55
NB. Uebertrag Einleger 720. Neue Einleger 13 Gesammt-Einleger 732. Friedberg den 9. Juli 1884. Haupt⸗Sammelstelle: f Vorschuß- und Credit-Verein, e. G.
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