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an. Am Sonntag, 8. Mai, empfängt das Braut—
Samstag den 9. April. 7
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Oberhessisch
er Anzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Areisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petitzelle wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei gröf
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere
nicht Jahres-Conto
zerem Tabellen⸗ oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Betreffend: Die Beiträge zur Kreiskasse für das 1.
—
Amtlicher Theil.
Vierteljahr 1881.
Friedberg am 7. April 1881.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Mit Bezug auf Artikel 2 des Gesetzes vom
der Kreise betreffend, beauftragen wir Sie
23. Februar laufenden Jahres, das Rechnungsjahr für den Haushalt der Provinzen und Ihren resp. Gemeinde-Einnehmern alsbald Anweisung zur Zahlung des vierten Theils des für das
Jahr 1880 zur Kreiskasse bezahlten Beitrags zu ertheilen und darüber zu wachen, daß die Zahlung im Laufe dieses Monats erfolgt.
Betreffend: Den Grenzgang der Feldgeschworenen im Jahre 1880.
Dr. Braden.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen
Wir haben Ihnen, soweit in Ihren Gemarkun
—
gangsprotokolle mit der Auflage übersandt die
Ihnen mit der Erledigung unserer Auflage im Rückstande und erinnern wir Sie daher an diese mit dem Bemerken, daß wir
baldigste Beseitigung der Gebrechen veranlassen
Frist bis zum 1. Mai laufenden Jahres vorbestimmen, nach deren fruchtlosem Ablaufe wir eine O 8 J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Regierungs-Accessist.
Friedberg den 7. April 1881. Bürgermeistereien des Kreises.
gen Seitens der Feldgeschworenen Grenzgebrechen aufgefunden worden sind, die Rund—
zu wollen. Bis jetzt sind noch sehr viele von Ihnen eine letzte
rdnungsstrafe gegen die Säumigen erkennen werden.
Deutsches Reich.
Darmstadt. An Stelle von Carl Lauteren in Frankfurt a. M. ist Bernhard Goldbeck da— selbst zum Königlich Großbritannischen Viceconsul für das Großherzogthum Hessen ernannt worden.
— Militärdienstnachricht. Vom 1. Großh. Inf.⸗Regt. Nr. 115 wurde der Sec. Lieut. Schmitt unter Befördernng zum Prem. Lieut. in das 4. Inf.⸗Regt. Nr. 118 versetzt.
Berlin, 6. April. Der Reichstag erledigte heute eine Reihe von Petitionen vorwiegend nach den Commissionsanträgen und setzte darauf die erste Berathung der Vorlage gegen die Trunk— sucht fort. Nach einer längeren von Reichen— sperger, Witte, Staats-Secretär v. Schelling, v. Maltzahn⸗Gültz und Virchow geführten Debatte erfolgte der Schluß der Discussion. Hasenclever, der nicht zum Wort gelangt war, beantragte Auszählung des Hauses, welche nur 147 An— wesende, damit die Beschluß-Unfähigkeit des Hauses ergab. Das Haus vertagte sich darauf bis zum 26. April.
Bremen, 6. April. Einem Antrage des Senats gemäß setzte die Bürgerschaft einen Ver— trauens⸗Ausschuß von zwölf Mitgliedern ein, welcher mit dem Senate gemeinschaftlich die Freihafenfrage erörtern und einem ihm von der
Bürgerschaft besonders aufgetragenen Commis⸗
sarium gemäß die Bedingungen ermitteln und feststellen soll, unter welchen der Anschluß an den Zollverein überhaupt möglich sei.
München, 6. April. Die Kammer der Abgeordneten nahm den Antrag Hafenbrädl's auf Abschaffung des siebenten Schuljahres in namentlicher Abstimmung mit 77 gegen 62 St. an. Die Linke stimmte geschlossen dagegen, die Rechte dafür.
Ausland.
Oesterreich⸗-Ungarn. Wien. Ueber die Hochzeit des Kronprinzen Rudolf werden folgende Details bekannt: Prinzessin Stefanie reist in Begleitung ihrer Eltern und ihrer Schwester Clementine am 5. Mai von Brüssel ab und langen die Herrschaften am 7. in Schönbrunn Dort findet ein Familien-Diner statt.
paar in Gegenwart der Eltern die Gratulations— Deputationen. Am Montag, 9. Mai, erfolgt
in dem mit acht Schimmeln bespannten Gala
wagen, welcher auch bei der Vermählung des Kalsers diente, der Einzug in die Hofburg. Der Kaiser und der Kronprinz erwarten die Braut
beim Bellariathore, die Kaiserin und die Erz— herzoginnen am Fuße der Treppe. Es folgt so— dann ein Cercle und ein Galadiner. Am Dienstag, 10. Mai, findet die Vermählung in der Augustiner— Kirche statt. Die Trauung wird Cardinal Fürst⸗ Erzbischof Schwarzenberg unter Assistenz des Weihbischofs Angerer und der Suffragan-Bischöfe Binder von St. Pölten und Rudigier von Linz vollziehen.
Frankreich. Paris, 5. April. Aus Tunis wird gemeldet: Die Gährung ist durch eine antifranzoͤsische Propaganda unter der aufge reizten Bevölkerung seit langer Zeit vorbereitet. Tunesische Grenzbeamte haben erklärt, Frankreich habe unrechtmäßiger Weise tunesische Gebiets— theile in Besitz. Die Kroumirs sind an der ganzen Grenze in Bewegung. Jede Nacht wer— den Signalfeuer angezuͤndet. Die Kroumirs behaupten, sie würden von den Italienern unter— stützt. Nachrichten aus Sukhara zufolge sind die Truppen gegenwärtig zurückgegangen um die Grenze gegen Angriffe zu schützen. Die Streit— kräfte sind noch nicht ausreichend, um die Kou— mirs in ihrem eigenen Lande zu züchtigen. April. Oberst Brugdͤre, Ordonnanz— Offizier des Präsidenten der Republik, ist heute abgereist, um das Commando über die Artillerie bei den für die Action an der tunesischen Grenze bestimmten Corps zu ubernehmen. Viele tune sische Unterthanen haben Tunis verlassen und sich zu den Kroumirs begeben. Eine von einem Händler in Tunis an die Kroumirs abgesandte
— 6.
Kiste mit 150 Kilogramm Flintenkugeln ist von der Verwaltung der tunesischen Eisenbahn mit Beschlag belegt worden. Die Blatter melden, daß eine Mission von drei tunesischen Generalen im französischen Lager erwartet werde.
Großbritannien. Loudon.„Morning— Post“ will wissen, daß Dilke, Unterstaatssecretär
Italien. Rom, 6. April. Kammer der Deputirten. Auf Anfragen Massari's, Rudini's und Damioni's erklärte Cairoli, er könne auf Grund positiver Informationen constatiren, daß das angebliche Einverständniß zwischen Frank— reich und England in Betreff von Tunis nicht bestehe. Recht Frankreichs, die durch Grenzstämme hervorgerufenen Unruhen zu unter— drücken, sei unleugbar. Frankreich habe Italien und England formell erklärt, es wolle sich Tunis nicht bemächtigen. Damioni beantragt ein Mißtrauensvotum, welches morgen berathen werden wird.
Spanien. Madrid. Gerüchtweise ver— lautet hier von einer republikanischen Erhebung in Oporto. Die Aufständischen sollen sich im dortigen Theater festgesetzt haben.
Rumänien. Bukarest, 5. April. Der Senat überwies die Fremdenausweisungsbill an die Sectionen. Die Kammer nahm das Justiz— Budget und das Budget des Innern an und bewilligte 15,000 Fres. für das Begräbniß des Gesandten Fürsten Ghika in Petersburg.— Dem Vernehmen nach wird das gegenwärtige Ministerium zurücktreten und einem Coalitions— ministerium Platz machen, dessen Präsident Bra— Utiano sein soll.
Griechenland. Athen, 7. April. Saͤmmt⸗ liche Gesandte sind beauftragt, identische, von den Botschaftern in Constantinopel redigirte, von allen Cabineten gebilligte Noten der griechischen Regierung zu übergeben, worin diese ersucht wird, die der Conferenz-Linie substituirte neue Grenzlinie anzunehmen.
Rußland. Petersburg. Baron Alexander Nicolai, vormals Chef der Civilverwaltung im Kaukasus, ist zum Unterrichtsminister, der bis— herige Unterrichtsminister Saburoff zum Senator ernannt worden.
2 Das
des Aeußern, und Brassey, einer der Junior Lords der Admiralität, diejenigen Mitglieder des Cabinets seien, welche die„Freiheit“ finan ziell unterstützt haben sollen.
—„Daily News“ bezeichnet die Behaupt— ung der„Morningpost“, Uuterstaats Secretär Dilke und Brassey hätten das Blatt„Freiheit“ unterstützt, für unbegründet.
Dublin. Der Viecekönig ordnete für 17 Graf— schaften und die Städte Limerick, Galway und Cork an, daß alle Personen, welche nicht zum Waffentragen berechtigt sind, ihre Waffen vor
dem 15. April an die Polizei abzuliefern haben,
— Eine Aenderung in der Leitung des Kriegs— Ministeriums wird als nahe bevorstehend be— zeichnet. Graf Ignatieff ist zum Domainen— Minister, Fürst Lieven zum Mitglied des Reichs— raths ernannt worden.
Aus Stadt und Land.
Schwurgerichtsverhandlung am 5. April Herbstein wegen Brandstiftung.
Gießen. gegen A. Löbsack von
Die Geschworenen sprachen das„Nichtschuldig“ aus, worauf Freisprechung erfolgte. Ferner wurde verhandelt gegen J. Habichts Ehefrau von Brauerschwend wegen Vervortheilung der Gläubiger. Die Geschworenen er kannten dieselbe unter Annahme mildernder Umstände
für schuldig, worauf der Gerichtshof dieselbe in eine
Gefängnißstrafe von 14 Tag verurtheilte.


