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Antrag v.
Auer beschwert sich über die Verhinderung en ice zu Gunsten der Ausgewiesenen und
Geilage.
Ober
heludcher Anzeiger
40.
Deutsches Reich. Darmstadt, 31. Maͤrz. Der Großherzog trifft heute Abend, von Petersburg zurückkommend, hier ein.
Darmstadt. Regierungsblatt Nr. 6 enthält: Bekanntmachung uber den Ausschlag der directen Steuern für 1881/82. ö Bexplin, 30. März. er Kronprinz ist heute wohlbehalten hier wieder eingetroffen. Der Zug hatte sich in Folge eines Radreifenbruchs in der Nähe der Station Kreuz verspätet.
e 30. Marz. Der Reichstag erledigte heute eine lange
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Reihe von Petitionen und nahm den Wedell-Grad wegen schnellerer und dilligerer Beförderung der Witterungsberichte in. Es folgt die Berathung der Denkschrift über die Ausführung Socialistengesetzes. der
des
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über die Ermordung des Kaisers von Nußland. Die Criminalprocedur gegen Most beginnt un— verzüglich.
e 30. März. Nach amtlicher Meldung aus Simla von heute wird. Ajub Khan von auf ständischen Truppen von Herat und Kandahar, sowie von den Aimak-Stämmen in der Stadt Herat belagert. Gerüchtweise verlautet, daß Ajub Khan gefangen genommen sei.
—„Daily News“ erfaͤhrt, daß in Folge von den Behörden zugegangenen Mittheilungen bei der jüngsten Reise der Königin von Windsor nach London und zurück außergewöhnliche Vor— sichtsmaßregeln für die Sicherheit der Koͤnigin getroffen worden seien.
a 31. März. Der Socialist Most ist gestern verhaftet, die Druckerei der„Freiheit“ polizeilich geschlossen worden. Heute erfolgt das erste Verhoͤr vor dem Polizeirichter. Die
ehnt jede Solidarität der deutschen Social . mit Wort und freien Extravaganzen ib, ebenso den Zusammenhang der deutschen Socialdemokraten
mit den russischen Nihilisten.
Minister v. Puttkamer weist die Kühnheit zurück,
it welcher Auer unrichtige Behauptungen als
Thatsachen hingestellt habe. Er weist auf Grund
umfassenden Actenmaterials nach, daß gegen die
Socialisten ebenso schonend wie energisch ver- ahren worden sei.
Am Schlusse erklärte Puttkamer, die Dinge in Deutschland ägen so, daß die preußische Regierung Anreg— ung geben werde, den Belagerungszustand auch nuf Leipzig auszudehnen. die Regierung ein, die das Gesetz loyal und nergisch handhabe.— 31. März. Der Reichs ag setzte heute die Debatte über die Denkschrift
betr. die Ausführung des Socialistengesetzes fort.
Wolffson und Senator Versmann(Hamburg) egten dar, daß die Ausführung des Gesetzes n Hamburg eine vollständig legale sei. Payer hält den Belagerungszustand in Hamburg nicht ür ausreichend gerechtfertigt. Bebel weist die Solidarität der deutschen Socialdemokratie mit Most und Hasselmann zurück. ber deutschen Socialdemokratie längst ausge toßen. v. Schlickmann, an Aeußerungen Bebel's anknüpfend, führt aus, daß die gemäßigtere socia— istische Richtung der energischeren gewaltsam zum Opfer fallen werde. Die Denkschrift wurde dierauf für erledigt erklärt. Der Reichstag ge— nehmigte ferner das Gesetz über Versorgung der Wittwen und Waisen der Reichsbeamten nach den Commissionsanträgen.
Hanau. Wie man vernimmt, steht in aller Fürze die Verlobung der Prinzessin Elisabeth, Tochter des Landgrafen von Hessen, mit dem weiten Sohne des deutschen Kronprinzen, Prinz Heinrich, bevor. Der Kronprinz wird in Schloß Philippsruhe erwartet.
Dresden, 30. Marz. Nach einer amt⸗ ichen Mittheilung ist Prinz Albert, Sohn des Prinzen Georg, nicht unbedenklich erkrankt.
Hamburg. Der Senat hat der Bürger— chaft einen vom 28. März datirten Antrag zu— zehen lassen bezüglich des Anschlusses Hamburgs and Bremens an das Reichszollgebiet. Der Senat ist der Ansicht, daß der Zeitpunkt ge sommen ist, um den Versuch zu machen, den nun Ainmal bestehenden Gegensatz zwischen den hiesigen Anschauungen und der von der Reichsregierung vertretenen Auffassung im Wege der Verständig— ung auszugleichen und richtet seinen Antrag da⸗ In: Die Bürgerschaft wolle neun ihrer Mit— zlieder erwählen und dem Senat als ihre Ver rauensmänner in der fraglichen Angelegenheit bezeichnen.
Ausland.
Großbritannien. London. Die Regler ung beschloß die gerichtliche Verfolgung des Most'schen Journals„Freiheit“ wegen des Artikels
seiner Rede
v. Kardorff trat für
Beide seien von
Anklage lautet auf Aufwiegelung des Volkes
eines fremden Staates zur Empörung und Rebellion. Die hiesigen deutschen Socialdemo— kraten beabsichtigen eine Versammlung abzu—
halten und gegen die Verhaftung Most's und
die Unterdrückung der„Freiheit“ zu protestiren.
— 31. März. Aus Newcastle wird ge— meldet, der Präsident Krüger habe sich mit
seiner Begleitung nach Trausvaal zurückbegeben. Man glaube, daß General Wood im Laufe der Woche nach Pretoria gehen werde. Aus Kapstadt wird gemeldet, daß General Roberts eingetroffen sei und die Rückreise nach England
angetreten habe. 2 2 Der russische
März.
eine Zuchthausstrafe von 3 Jahr verurtheilt wurde, unter Aberkennung der Ehrenrechte und der Fähigkeit als Zeuge oder Sachverständige eidlich vernommen zu werden.— Verhandlung am 30. März gegen Ph. Kloß von Langd, wegen Meineids. Klöß wurde für schuldig erachtet, wo⸗ rauf der Gerichtshof denselben in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 6 Monat verurtheilte. Gleichzeitig wurden demselben die bürgerlichen Ehrenrechte abe kannt und ihm die Befugniß abgesprochen, als Zeuge oder Sachverständiger eidlich vernommen werden zu können.
Lich. Der hiesige 76jährige Todtengräber wurde dieser Tage mit Wunden am Kopfe todt an einem Mühl⸗ wehr aufgefunden. Man vermuthet, er sei erschlagen und dann ins Wasser geworfen worden.
Michelstadt, 29. März. Heute Morgen ist Schiffs⸗ capitän Nordpolfahrer Weyprecht bei seinem Bruder Dr. Weyprecht hier verschieden, nachdem er am 27. d. todtkrank von Wien dahier eingetroffen war.
Allerlei. Aachen. Bekanntlich findet der alten Residenz Karls des Großen alle sieben Jahre die sogenannte
Heiligthumsfahrt statt, während welcher die im Schaße der Muͤnsterkiiche verwahrten großen und kleinen Reli⸗ quien der Verehrung der Andächtigen, die sich aus der Nähe und Ferne zu vielen Tausenden einstellen, ausge⸗ setzt werden. Nach einem Beschlusse des hiesigen Collegiat⸗ Stiftscapitels wird der„Köln. Zeitung“ zufolge die Feierlichkeit in diesem Jahre während der Zeit vom 10. bis zum 24. Juli stattfinden.
Giornico, 28. März. Heute Abend erfolgte der Durchschlag des 1547 m langen Travitunnels, des längsten
durchschlägigen Spiraltunnels der Gotthardbahn, des ersten der Südrampe. Handel und Verkehr.
Frankfurt, 30. März. 5 fü ch Qual. per Centner M. 3.30— 4.2 Fier das 100 deutsche M. 4.50 Butter
l. M. 1.30,
Pf., Kalbfleisch 40 bis
Italien. Rom, 30.
Staatsrath Mossoloff ist zum Zwecke der Ver handlungen mit dem Vatikan hier eingetroffen. Türkei. Constantinopel, 30. März. Die Botschafter unterzeichneten ein Protokoll, worin sie anerkennen, daß die von der Pforte vorge schlagene Grenzlinie aufrichtiges Verlangen nach Frieden bekunde. Die Abtretung von Epirus sei fast unmöglich. Die Botschafter rathen ihren Regierungen, die Annahme dieser Linie Griechen land anzuempfehlen.
Griechenland. Athen, 30. März. Ein königliches Decret ordnet den Schluß der Kammer— session an.— Die Concentrirung der Truppen an der Grenze dauert fort. Die für den 6. April beabsichtigte Truppenrevne findet nicht statt
Rußland. Petersburg, 31. März. er „Regierungsbote“ veröffentlicht einen kaiserlichen Ukas, welcher behufs Wiederherstellung der voll— ständigen Sicherheit in der Residenzstadt die Errichtung eines zeitweiligen Rathes, bestehend aus Gewählten der gesammten Bevölkerung, anbefiehlt, welcher dem Stadthauptmann zur Seite gestellt wird und an den Berathungen behufs Ergreifung von bez. Maßregeln theil— nimmt. Jeder der 228 Stadtbezirke wählt einen Vertreter. Die nöthigen Geldmittel weist die Reichsschatzkammer an.
— In Zarskoje-Selo, wohin der Zar übersiedeln will, wurden die genauesten Unter suchungen sowohl im kaiserlichen Schloß, wie auch im kleinen Palais, welches der jetzige Kaiser als Großfürst-Thronfolger bewohnte, an—
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gestellt. Es wurden hierbei speciell die Keller— räume, das Canal- und Roͤhrensystem berück sichtigt. Die gleichen Untersuchungen fanden
jüngst im Anitschkow-Palais in Petersburg, sowie im Winterpalais statt. Einem Gerüchte zufolge soll man dabei auf manches Verdächtige gestoßen sein. So fand man im Mauerwerk eines unter dem Winterpalais zur Newa führen— den Abzugscanals eine große Mauerlücke, deren Eutstehen noch unaufgeklaͤrt ist.
Aus Stadt und Land.
Gleßsen. Schwurgerichtsverhandlung am 29. März gegen K. Hörle von Groß Buseck und Chr. H. Bonarius von da, wegen Meinelds. Beide Angeklagten wurden von den Geschworenen fur schuldig erklart, worauf Jeder in
Pf., Schweinefleisch 65 bis „Weißkraut 20— 25 Pf.,
Friedberg. Auf der Freiheit hat ein Taucher seine fgeschlagen. Demselben geht ein besonders guter Ruf in seinen Unternehmungen voran. Es ist derselbe Nann, welcher in Frankfurt beim Turnfeste großes Auf⸗ sehen erregte, derselbe, welcher in Köln ein untergegangenes Schiff an der neuen Brücke mit seinen Ballons an die Oberfläche brachte. Diese Vorstellungen sind belehrend und Jedem zu empfehlen. 12²⁵
—— 7 Bestes Hausmittel. Bekanntlich besitzt die Wachholderpflanze vorzügliche löͤsende Eigenschaften, namentlich bei Verschleimung und Katarrhen der Luftwege und Athmungsorgane, chronischen Husten ze. Die neueste Ersindung ist eine Verbindung der Wach⸗
holder⸗Substanzen mit Honig, welche sowohl bei Kindern als Erwachsenen von erstaunlich rascher Wirkung ist. Eine Originalflasche von Bernhard's ächtem Wach⸗ holder-Honig kostet M. 2.50 und ist zu beziehen in Friedberg bei Herrn Wilhelm Bernbeck, Colontal— waarenhandlung, Kaiserstraße. 1234
Ueber Körperreinigung.
In der Winterzeit, welche oft so sehr erschwert, sich regelmäßig Bewegung in der freien Luft zu machen, disponiren gar zu leicht die Gewebe des menschlichen Körpers zu krankhaften Zuständen. Die Schweißabd sonderung mangelt und dabei ist man geneigt durch eine kräftigere erhitzende Nahrung den Schlackenansaßz zu ver⸗ mehren. Welchen Gegensatz zu der dumpfen Zimmerluft bildet aber schon die erquickende Frühlingsluf as Früh⸗ jahr ist also die rechte Zeit, um die sich im Körper während des Winters abgesetzten überflüssigen und die Thaͤtigkeit der einzelnen Organe hemmenden Stoffe und Säfte (Galle und Schleim) durch eine regelrechte, den Körper nicht schädigende Abführkur zu entfernen und hierdurch schweren anderen Leiden, welche durch diese Stoffablager— ung hervorgerufen werden, vorzubeugen.
Nicht einmal der Gesunde oder sich für gesund haltende sollte versäumen, dem kostbaren rothen Lebenssaft, der seine Adern und Aederchen durchstroͤmt, die volle Rein heit und staͤrkende Wirksamkeit durch eine regelmäßig durch geführte Cur vorsichtig zu wahren, aber von der groͤßten Nothwendigkeit ist es fuͤr alle diesenigen, welche an ge störter Verdauung, Verstopfung, Blähungen, offenen Wunden, ekelhaften Hautausschlägen, Blutandrang, Gicht und Rheumatismus, Schwindel, Trägheit und Muͤdigkeit der Glieder, Hypochondrie, Hysterie und Haͤmorrholden, Schmerzen im Magen, der Leber und den Daͤrmen leiden. Auch hlerbei ist in der Wahl des Mittels die groͤßte
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