Ausgabe 
31.7.1880
 
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N 90.

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ird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg. ö

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

J. Möckel lll,

haus ö ausZur Linde,

De einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, Innoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres- C

bei größerem Tabellen- oder

N a n Ziffersatz mit 14. Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. onto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

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treffend: Frostschaden an den Obstbäumen. as Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und den Gr. Polizeicommissär zu Wickstadt. 5 Mit Bezug auf unser Ausschreiben vom 22. dieses Monats rubricirten Betreffs Kreisblatt Nr. 87 Jufstellung des Verzeichnisses sich des nachfolgenden Formulars zu bedienen.

Amtlicher Theil.

Friedberg den 28. Juli 1880.

empfehlen wir Ihnen bei Dr. Braden.

Bezeichnung der Bäume

Abgestanden im Alter von

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Gesund geblieben im Alter von

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Jahren.

Aepfelbäume. Birnbäume Zwetschenbäume Nußbäume. Kirschbäumne.. Sonstige Obstsorten

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Großherzogliche Bürgermeisterei

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Lesung findet gündigte an,

1 Die überraschende Nachricht ist fgetaucht, Frankreich wäre geneigt, das türkische erlangen betreffs neuer Verhandlungen wegen kriechenlands Grenze einzugehen und die Flotten monstration hinauszuschieben. Oesterreich dürfte ner derartigen Anregung zustimmen, vielleicht ech Deutschland.

J. e u. heute Nachmittag auf der PachtHohenzollern

f her eingetroffen und wohnte alsbald den Torpedo⸗ 85 und Minen-Uebungen bei, wobei das Schiff

LhätiagBarbarossa gesprengt wurde. Der Stapellauf

0 der Panzerkorvette

4 den NamenBaden taufte, ist in Kiel äußer

Wilka Feu g änzend verlaufen; eine 955 157 7

pohnte der Festlichkeit bei. tbulle, Stuttgart, 28. Juli.

lerg(des muthmaßlichen Thronfolgers), ist heute 6 Ludwigsburg von einem Knaben glücklich ent⸗

Griechenland aufgeschoben worden. Die PariserPresse sieht die Orient⸗ inge als äußerst kritisch an. DerTelegraphe

Serben und Montenegriner Rußlands ungswerk vollenden, die Oesterreicher Salonichi den Sultan durch rebellische Araber ger Kalifenwürde beraubt als freie Stadt. Großbritannien.

Das Oberhaus nahm die irische chädigungsbill in erster Lesung an.

eeantragen. 28. Juli. Staatssecretär für Indien, bolgendes Telegramm aus Kandahar: Burrow's Streitmacht ist vernichtet. f datzung von Kandahar zieht sich in die Citadelle murück. Phayre telegraphirte, perfügbaren Truppen bHahar marschiren lassen. Ordre ergangen, wenn nothwendig, weitere Brigade zu schicken.

J.

Deutsches Reich.

sort, 28. Juli. Der Kronprinz

C., welche der Kronprinz auf

Prinzessin Marie,

Prinzen Wilhelm von Würtem⸗

Ausland. DemTemps zu⸗ Eutsendung französischer Offiziere

nächster Zukunft die Bulgaren, Zerstör⸗

und Konstantinopel

London, 27. Juli. Pächter⸗Ent⸗ Die zweite

am Montag statt. Earl Grey

nach die Streitmacht Ayub Khans, welche General Burrow angriff, 12,000 Mann und 36 gut bediente Geschütze zählte. 1700 bis 2000 Mann Verstärkung rücken schleunigst auf Kandahar vor. General Phayre hatte Verbindung mit General Primrose; die telegraphische Verbindung ist in⸗ deß jetzt abgeschnitten. Phayre und Sandeman schlagen vor, die Narilinie aufzugeben und die Truppen am Bolanpaß zu concentriren. Das Haus verwarf mit 230 gegen 94 Stimmen den Autrag Hamiltons gegen Erhöhung der Ein kommensteuer. Viele Conservative stimmten zu Gunsten der Regierung. Gutem Vernehmen nach hat die Regierung beschlossen, schleunigst Verstärkungen nach Indien zu senden. Türkei. Constantinopel, 27. Juli. Die Antwort der Pforte auf die Collectivnote ist heute übergeben worden. Dieselbe betont die Unvereinbarkeit des Wunsches des Congresses mit der Entscheidung der Conferenz. Indem die Antwort sodann die Frage von dem stra tegischen und von dem Gesichtspunkte der ver schiedenen Racen der Bevölkerung prüft, erklärt sie es für unmöglich, Janina, Larissa und Mezzowo abzutreten. Es wird die völlige Geneigtheit der Pforte constatirt, Griechenland Concessionen zu machen und endlich die Bitte an die Mächte gerichtet, hre Vertreter in Constantinopel zu ermächtigen, sich mit der Pforte wegen Feststell ung einer definitiven Grenzlinie zu verständigen. Es verlautet, Abeddin Pascha hätte von dem Vertreter der serbischen Regierung Auf⸗ klärungen wegen der militärischen Vorbereitungen Serbiens verlangt. Gruic habe hierauf erwidert, die gegenwärtigen Truppenbewegungen seien ge⸗ wöhnliche Jahresmanöver, und außerdem be- merkt, daß der Stand der Dinge an der Grenze die Aufmerksamkeit der serbischen Regierung auf

sich lenke. Rumänien. Bukarest, 28. Juli. Fürst

er werde die Ablehnung der Bill Unterhaus. Der

Hartington, verliest

General

Die Be⸗

Unterhaus.

man solle alle

sammeln und nach Kan⸗ Nach Simla ist auch noch eine

ö Staatssecretär 9 Hartington verliest ein weiteres Telegramm, wo

und wird hier bis zur Completirung des Mini⸗ steriums verweilen und später mit der Fürstin sich nach Sigmaringen begeben. Die mili⸗ tärischen Uebungen, welche am 5. August be⸗ ginnen sollten, sind derIndependance de Rou manie zufolge auf den 28. August verschoben.

Serbien. Belgrad. Serbien mobilisirt vier Brigaden wegen der bulgarischen und albane⸗ sichen Bewegung. Die mobilisirten Brigaden

einem Knall entzündete sich das Dach.

Karl kommt am Freitag von Sinai nach Bukarest

nehmen an den Grenzen Aufstellung. Im Innern des Landes werden gleichzeitig die gesammten Miliztruppen behufs Waffenübung concentrirt.

Griechenland. Athen. Die Veröffent lichung der königlichen Decrete wegen der Ein⸗ berufung der Kammern im September und die Mobilisirung der griechischen Armee ist in Kürze

bevorstehend.

Rußland. Petersburg, 29. Juli. Der russische Admiral Lassowske, welcher sich als Commandeur des russischen Geschwaders für China in Suez einschiffen wollte, hat vorlaufig

in Constantinopel Station gemacht, um den

Sultan zu sprechen, eventuell mit russischen Schiffen dem russischen Botschafter zur Ver⸗ fügung zu stehen.

Aus Stadt und Land.

Büdingen, 27. Juli. Ein arges Wetter zog geste rn gegen Abend über unsere Stadt und erinnerte mit seinen grünen Wolken lebhaft an das Unwetter im Jahre 1862. Es war allem Anscheine nach eine Windhose, die durch die Gemarkung fegte und strichweise an Bäumen, Zäunen und Dächern bedeutenden Schaden anrichtete. Auch nur strichweise hat der Hagel Schaden an Feldfrüchten und Fensterscheiben verursacht. Glücklicherweise wurde das Gewitter von heftigem Sturm rasch verjagt.

Darmstadt, 29. Juli. Heute Morgen riß sich im Main⸗Neckar⸗Bahnhof ein Remontepferd los und suchte aus dem Bahnhof zu entfliehen. Beim Uebersetzen einer eisernen Staketenwand blieb das Thier in den Lanzen⸗ spitzen hängen und riß sich förmlich den Leib auf. Da an eine Rettung nicht mehr zu denken war, mußte das Pferd, nachdem es noch zupor ziemlich lange die furcht⸗ barsten Schmerzen zu erdulden hatte, todtgeschossen werden.

Allerlei.

Frankfurt, 27. Juli. Gestern Nachmittag ließ der Regen zeitweise nach. Gegen 9 Uhr klärte sich der Himmel etwas auf und bei colossalem Menschengewühl begann die freiwillige Feuerwehr auf dem Festplatz ihre Uebungen. Die Tribünen hatte man dem Publikum, zunächst den Turnern, großentheils freigegeben. Der Steigerthurm erglänzte in bengalischen Flammen, erst das Parterre, dann der erste, sodann auch der zweite Stock, endlich mit Man sah die Spritzen Wasser geben, die Leute im brennenden Hause kaltblütig arbeiten, von außen die Leitern anlegen, die Abgebrannten in Rettungssäcken nach außen befördern, kurz, das Ganze wurde mit täuschender Natürlichkeit dar gestellt. Auch zwei Petroleum⸗Fackeln wurden erprobt. Ueber die Leistungen der Feuerwehr äußerten sich die fremden Berufsgenossen mit uneingeschränkter Anerkenn⸗ ung. das Schauspiel zu Ende war, begann das Feuerwerk, ausgeführt von Vidacovich. Es wurde er⸗ offnet mit einemWillkommen in Brillantfeuer und schloß mit einem colossalenGut Heil. In diesem Fach läßt sich im Ganzen nicht viel Neues bieten; das jenige, was geboten wurde(und dessen war viel) war im höchsten Grade gelungen. Nach Beendigung des Feuerwerks ver⸗

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