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East⸗London beordert. Die Freiwilligen sollen zur Bewältigung der Basutos und der Tam⸗ bukis, welche sich mit den ersteren gegen die Engländer vereinten, Beistand leisten.
Montenegro. Cettinje, 22. Sept. Den Consuln in Skutari wurde ein von 35 Notabeln Dulcigno's unterzeichneter Protest überreicht, worin dieselben erklären, daß sie sich niemals von der türkischen Regierung trennen wollten, unter welcher sie seit Jahrhunderten gestanden hätten. Wenn die Montenegriner versuchen sollten vorzudringen, würde man ihnen mit Gewalt begegnen. Dieser Protest wurde von mehreren Consuln zurückgewiesen.— Mohame— danische und katholische Mitglieder der albane— sischen Liga haben sich nach Tusi begeben, um die Bergbewohner zur Vertheidigung Duleigno's aufzufordern.— Ein Adjutaut des Sultans, Suleiman Bey, ist in Veranlassung des von dem Geschwadercommaudanten Admiral Seymour an die Pforte gerichteten Ultimatums in Skutari eingetroffen. Riza Pascha hat die Liga aufge⸗ fordert, sich zu unterwerfen und gedroht, im Falle der Weigerung Gewalt anzuwenden und von Constantinopel Verstärkungen zu verlangen. Die katholischen Albanesen sollen eher geneigt sein, sich zu unterwerfen, während die Mohame⸗ daner sich entschieden weigern.
Rumänien. Bukarest. Das„Neue Wiener Tageblatt“ meldet aus Bukarest: Rumänien und Serbien intrigutren gemeinsam gegen das Präsi— dium Oesterreichs in der Donaucommission.
Griechenland. Athen. Ein Rectorats— Erlaß verkündet die Schließung der Universität für das Wintersemester wegen bevorstehender Kriegsereignisse. Tausend Studenten traten be— reits in die Armee ein.
Rußland. Petersburg. Der russische Bot— schafter Novikoff in Constantinopel schob, dem „Tgebl.“ zufolge, wegen der ernsten Lage, seine Reise nach Livadia, wohin er vom Zaren be— rufen worden ist, auf.
Aus Stadt und Land.
t. Bad⸗Nauheim. Als Curiosum set erwähnt, daß in dem Hofe eines hiesigen Einwohners ein Nägele bäumchen(Syringa) in Blüthe steht.
C. Stammheim. Als Merkwürdigkeit berichte ich Ihnen von hier, daß in einem Garten außerhalb des Ortes auf schlechtem Boden ohne jedes Düngemittel ein
Kürbis von 34 Pfund gewachsen ist.
ein Bremser vom Güterzuge.
dort postirte Wärter war der Meinung gewesen, ein großer Ballen Tuch sei vom Zug heruntergefallen und stellte daher den Zug, wodurch der Heruntergefallene, der weiter nichts als eine kleine Fußgelenk-Verrenkung davongetragen haben soll, seinen Dienst bis Sachsenhausen weiter ver⸗ sehen konnte.
Worms. Nachstehende Entscheidung des Reichsge richts dürfte von allgemeinem Interesse sein. Schaffen nämlich Personen auf Verlangen eines Wohnungsmiethers dessen Möbel trotz des Einspruchs des ein Zurückhaltungs— recht geltend machenden Vermiethers aus der Wohnung, indem sie den sich wiedersetzenden Vermiether durch Ge walt oder durch Bedrohung, ihn todt zu schlagen oder körperlich zu verletzen, zur Duldung des Fortschaffens nöthigen, so sind die Personen nach einem Erkenntniß vom 26. Juni d. J. wegen Nöthigung mit Gefängniß bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 600 Mk. zu bestrafen, selbst wenn der Hauswirth mit Unrecht ein Zurückhaltungs recht geltend gemacht hatte.
Allerlei.
Frankfurt. Das in der Stadt kursirende und auch in die Presse übergegangene Gerücht, daß die Ausliefer— ung der Bankiers Gebr. Sachs beantragt sei und sich dieselben gar schon auf dem Transport nach Deutschland befinden, stellt sich, sofern es letztere Behauptung betrifft, als verfrüht heraus. Wenn auch wahrscheinlich seitens des auswärtigen Amtes die Auslieferung beantragt wer⸗ den wird, so ist doch, wie wir aus zuverlässiger Quelle versichern können, bis jetzt kein derartiger Schritt geschehen.
London, 22. Sept. Wie die„Daily News“ aus Lahore meldet, wurden durch einen Erdrutsch im Naini— thale(Provinz Bengalen) 11englische Offiziere, 2 Damen, 15 Soldaten und 8 andere Personen getödtet und 4 Per— sonen verletzt.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 22. Sept. Viehmarkt. Weide-Ochsen (Oldenburger und Holsteiner Race) waren reichlich vor— handen und fanden willig Käufer. Angetrieben waren ca. 280 Ochsen, 180 Kühe, Rinder und Farren, 280 Kälbre und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 68.—69., 2. Qual. M. 62.— 64., Kühe 1. Qual. M. 54.—56., 2. Qual. M. 45.—50., Kälber 1. Qual. M. 52.—54., 2. Qual. M. 45.— 50., Hämmel 1. Qual. M. 58.—60., 2. Qual. M. 45.— 52.
Frankfurt 22. Sept. Fruchtberichs. Mehl Nr. 1 M. 40, Nr. 2 M. 38, Nr. 3 M. 32, Nr. 4 M. 28, Nr. 5 M. 23, Roggenmehl/(Berl. Marke) M. 28.50 bis 29, do. 1.(Berl. Marke) M. 27— 27.50, do. 2. (Berl. Marke) M. 21.50. Weizen, eff. hiesiger ab Bahn⸗ hof hier M. 22, ab unserer Umgegend M. 20.75 21.25, Roggen je nach Qual. M. 20.50, Gerste M. 18— 19.50, Hafer Mö 13.— 14, Kohlsamen M. 27.25—28., Erbsen M. 19.—27., Wicken M. 16.—18., Linsen M. 20.—40.,
Groß⸗Gerau, 20. Sept. Am letzten Donnerstag fiel auf der Strecke Dornberg-Groß⸗Gerau bis Mörfelden Derselbe hatte seine vom
Winde fortgejagte Mütze fangen wollen und war hierbei je. von seinem hohen Sitz in den Bahngraben gefallen; der M. 2.30—3, Butter im Großen 1. Qual.
weisungen
Bohnen, weiße, M. 23.—25., Rüböl, detail M. 63. Die
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Preise ver
= 100 Kilo.. Frankfurt, 22. Sent. Marktbericht. Heu kastete nach Qualität der Centner M. 2.50— 4., Stroh 0.95, 2. Qual. M. 0.80—0.85, im Detail 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10, Ochsenfleisch 65—70 Pf., Kuh⸗, Rind⸗ und Farrenfleisch 45.50 Pf., Kalbfleisch 30—55 Pf., Hammel⸗ fleisch 45—65 Pf., Schweinefleisch 75—85 Pf., Blumen⸗ kohl 50—70 Pf., Weißkraut das Stück 15— 20 Pf., das Hundert M. 12, Rothkraut 15 Pf., Bohnen zum Ein⸗
machen der Centner M. 10— 14, Gurken zum Einmachen
das Hundert M. 2, Endivien per Stück 10 Pf., Kohl⸗ rabi 6 Pf., Sellerie 20 Pf., Zwiebel 20 Pf. das Bund.
Vom 1. Oct. ab wird der Meistbetrag der Postan⸗ im Verkehr mit Ostindien auf 20 Pfund Sterling(409 Mark) erhöht. Der einzuzahlende Betrag ist vom Absender in englischer Währung auf der Postan⸗ weisung anzugeben. Die Taxe für Postanweisungen nach, Ostindien beträgt vom gleichen Zeitpunkte ab für Beträge bis 40 Mark: 40 Pf., für jede weitere 20 Mark: 20 Pf. mehr. Ueber die sonstigen Erfordernisse der Postanweisungen nach Ostindien ertheilen die Postanstalten auf Verlangen bereitwilligst Auskunft.— Zum 1. Oct. tritt die Repu⸗ blik San Domingo dem Weltpostverein bei. Von diesem Zeitpunkt ab kommen mithin für Briefsendungen nach und aus der Republik San Domingo die Vereins porto⸗ sätze in Anwendung, nämlich 20 Pfenig für franeirte Briefe, 40 Pfennig für unfraneirte; 10 Pfennig für Postkarten, 5 Pfennig für je 50 Gramm Drucksachen, Geschäftspapiere und Waarenproben, mindestens jedoch 20 Pfennig für Geschäftspapiere und 10 Pfennig für Waarenproben.
Geld⸗Caurs. Frankfurt am 23. September 1880.
20»Frankenstücke M. 16 12—16 do. ig. G Englische Sovereign s.„%„½b20 32-37 Russische Imperiales„% 16 67—72 Ducaten. e e eee al marco.„
Dollars in Golde.„ 421—24
Kirchliche Anzeigen für Kriedberg. Evangelische Gemeinde. 18. Sonntag nach Trinit. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10½ Uhr: Herr Pfarrer Diegel. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Nachmittags 1½¼ Uhr: Herr Pfarrer Diegel. Katechismuslehre.
Katholische Gemeinde. 19. Sonntag nach Pfingsten. Sonntag 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. „9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Andacht.
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Die Redaction und Expedition der„Hessischen Landeszeitung.“
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Aufr 2 Ferner wird in jeder Nummer des„Wetterauer Boten“ die Fortsetzung einer guten Erzählung enthalten sein. Als Organ der Turnvereine des Gaues Hessen sind alle dahin einschlagenden Nach⸗
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