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Bberhessischer Anzeiger.
2 111.
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Deutsches Reich. Berlin, 16. Sept. Die Kaiserin reist heute nach Baden-Baden ab.
Fürst Bismarck ist nun auch zum Handels-Minister und der seitherige Ober— Präsident von Bötticher zum Staatssecretär des Reichs-Amtes des Innern und zugleich
zum Staats Minister ernannt worden. Die „National- Zeitung,“ Bismarck's Ernenunng
zum Handelsminister besprechend, sagt: Diese Thatsache weist darauf, daß der leitende Staats— mann den in dieses Ressort fallenden Gegen— ständen seine Aufmerksamkeit mit besonderem Nachdruck zuwenden wird. Fragen wir, welche Gegenstände dies sein können, so repräsentiren sich zwei Angelegenheiten, bei denen man an Ver— stärkung der unmittelbaren Initiative Bismarck's denken kann: die eine Frage ist die Abschließ—
ung der Handelsverträge, für deren Bearbeitung Eintritt Italiens in die das preußische Handelsministerium die geeignetste Justanz ist, die andere Angelegenheit ist das schifffahrtsfrage sowie Versicherungswesen, für welches der Reichskanzler frage im italienischen Sinne lösen. „Aurora“ bestätigt, daß die Erklärung der französischen Congregationen zwischen dem Papst
besonderes Interesse zeigt.
Blättern wurde angedeutet, Zunft und Innungs— wesen solle ganz besonderen Reformen entgegen—
geführt werden.
. Die„Provinzialcorrespondenz“ bringt einen Artikel unter der Ueberschrift:„Der Gegen—
und sagt: Oesterreich müsse die adriatische Fischerei— Die päpst⸗
Von verschiedenen liche
satz von liberal und conservativ in Deutschland“, worin es heißt: Wenn man den Werken der Gesetzgebung, welche in den letzten 14 Jahren die verbündeten Regierungen mit den Reichs— tagen zu Stande brachten, weder die wissen⸗ schaftliche noch praktische Kritik erspart bleibt, wenn gewisse Einseitigkeiten bereits lebhaften Tadel her— vorrufen und schleunige Anlegung der bessernden Hand verlangt wird, so gibt dies Niemandem das Recht, die reformirende Bewegung als überall
unberechtigt und als künstlich gemachte Reaction!
darzustellen. Es ist die Pflicht der nationalen Parteien, der conservativen wie der liberalen, an der Vervollkommnung der Gesetze, an der ruhigen Erörterung ihrer Principien sich beider—
heißt es: es wäre eine schwere Gefahr für die deutsche Zukunft, wenn es gelänge, zwischen beiden Richtungen, der conservativen und der liberalen, den Gegensatz bis zur Unversöhnlichkeit zu ver— schärfen; so lange die besten und geistig tüchtigsten Elemente in beiden Parteien für ihre Bestreb— ungen die Schranke des nationalen Wohles und der Pflicht gegen das nationale Gemeinwesen anerkennen, wird es dahin nicht kommen.
Großbritannien. London. Meldung des Reuter'schen Bureaus aus Kapstadt: Der Basuto— führer Letharodi hat am 13. d. auf eine Ab⸗ theilung Colonialtruppen, welche Mafeteng be— setzt hält, einen erfolglosen Angriff gemacht.
Italien. Rom.„Opionione“ verhält sich sehr zurückhaltend gegen den angeblich geplanten
austro⸗deutsche Allianz,
Ausland.
glauben, die Cireularnote werde schließlich eine viel versöhnlichere Form annehmen.
— Die Botschafter der Großmaͤchte haben eine sogleich beim Beginn der diplomatischen Action als Bedingung der gemeinsamen Flotten demonstration vereinbarte und„Protocole de désintéressement“ benannte Declaration unter⸗ zeichnet, worin sie sich gegenseitig verbindlich machen, in allen den Orient betreffenden Even⸗ tualitäten kein Sonderinteresse zu verfolgen. Dieses Protokoll wird der Pforte mittgetheilt. Cettinje, 15 Sept. Es bestätigt sich, daß 5000 Montenegriner mit 3 Geschützen auf Duleigno marschiren.— Der „Times“ wird aus Rom von gestern gemeldet, die Admirale der Flotte seien nicht verpflichtet, den Regierungen zu referieren, ehe sie ein zweck— dienliches Vorgehen beschließen. Diese Actions— freiheit erstrecke sich auch auf ein Bombardement
Montenegro.
zuvörderst die Donau—
und dem Botschafter Desprez vereinbart worden und daß sie für Freyeinet bindend sei.
— Der Finanzminister legte dem Kammer Präsidium das Budget für 1881 vor. Ordent liche Einnahmen 1210 Mill., ordentliche Ausgaben 1118 Mill. Ueberschuß 92 Mill. Außerordent— liche Einnahmen 8 Mill., außerordentliche Aus— gaben 65 Mill., Defizit 57 Mill., zusammen Ueberschuß 35 Mill., welcher sich rücksichtlich weiterer Ausgaben für Schulden-Tilgung auf 7 Mill. reducirt; für neue Eisenbahnen 81 Mill., ebenso wurde ein großer Betrag in's Activum
türkische Cabinet hat demissionirt, weil der Sultan auf Said Pascha's Rath darauf bestanden hat keine Concessionen zu machen und in einer scharfen Circularnote gegen die Flottenkundgebung zu protestiren. Es ist aber Ursache vorhanden, zu
Dulcigno's im Falle es erforderlich sei. Die Landung von Truppen sei in den Instructionen aber streng untersagt.
— 15. Sept. Die Albanesen leisten energi⸗ schen Widerstand gegen die Abtretung von Dul⸗ eigno, wohin sie in großen Schaaxen eilen, und sollen beschlossen haben, Riza Pascha zu toͤdten. Letzterer steht mit 1500 Mann regulären Truppen, die nichts ausrichten können, bei Katerkol. Die Albanesen richteten eine neue Drohnote an die Pforte.— Der englische Viceadmiral Seymour übernimmt am 20. September das Commando der vereinigten Kriegsschiffe der Mächte. Der⸗ selbe hat das Avisoschiff„Helikon“ zur Recog— noscirung in die Gewässer von Dulcigno ent⸗ sendet. Von oͤsterreichischen Kriegsschiffen nehmen nur 2 Panzerfahrzeuge unter dem Befehle eines
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8 Ertr r die beschaffende e f eee K fee Schiffscapitäus an der Flotten-Demonstration * 0—„ Türkei. Constantinopel, 14. Sept. Das Theil.
Amerika. New-Vork. Die Majorität der für Senat und Kammer des Staates Maine gewählten Deputirten ist republikanisch; in Folge dessen ist die Wahl des republikanischen Candidaten in den Bundessenat zu Washington gesichert.
seits zu betheiligen. Zum Schluß des Artikels
nee Versteigerung.
3077 Mittwoch den 22. d. Mts., Vormittags 10 Uhr,
werden dahier 800 Malter Kartoffeln und 8 Centner
aa unter den vor Anfang der Versteigerung be⸗
annt gemacht werdenden Bedingungen zur alsbaldigen
Lieferung öffentlich versteigert.
Marienschloß den 11. September 1880. Großherzogliche Landeszuchthaus⸗Direetion. Kattrein.
Sbst⸗Versteigerung.
3080 Samstag den 18. d. Mts., Nachmittags Uhr, soll das fiskalische Obst, bestehend aus Aepfeln, Birnen und Zwetschen, in schicklichen Abtheilungen, im Hirsch graben und am Burgberg zu Friedberg, meistbietend verkauft und der Anfang im Hirschgraben gemacht werden. Ober⸗Ros bach den 14. September 1880. Großherzogliche 97 Ober⸗Ros bach. 1
Faselochs Versteigerung.
3105 Mittwoch den 22. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger zum Schlachten geeigneter Faselochs auf unterzeichnetem Bürgermeisterei⸗ Büreau meistbietend versteigert werden. Ober⸗Erlenbach am 15. September 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Erlenbach. Möglich. 224
Aepfel⸗Versteigerung. 3138 Montag den 20. d. Mts., sollen die der Gemeinde Okarben gehoͤrigen 30 Malter, an versteigert werden. Okarben den 16. September 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Okarben. Fauerba ch.
Vormittags 10 Uhr, Aepfel, eirea
Ort und Stelle öffentlich meistbietend
dr 1 Im Uamen des Großherzogs! In der Strafsache
gegen leidigung des Bauunternehmers Günther daselbst, das Großherzogliche Schöffengericht nommen haben: Johannes Wilhelm Schmidt von Massenheim, Wilhelm Jost von Vilbel, als Schöffen, Hülfsgerichtsschreiber Stein, als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: der Angeklagte wird
80 0—
Geldbuße von 5 Mark(fünf Mark) und zur Kosten tragung verurtheilt. Der Privatkläger, Günther in Heldenbergen, ung innerhalb 14 Tagen nach einmaliges Einrücken in den Oberhessischen Kosten des Angeklagten zu veröffentlichen ꝛc. zc. Vilbel, 11. September 1880. Zur Beglaubigung des Auszugs: Stein.
Gemeinde Nieder-⸗Wöllstadt Accord gegeben werden: 54 M. 60 Pf.,
sollen in der
stehende Arbeiten in Chaussirarbeit, veranschlagt zu Lieferung und Anfahren von Bau⸗,
Wand⸗ und Decksteinen 144 M.— Pf. Assenheim den 15. September 1880. Wenck,
Bezirks bauaufseher.
kaufen:. 1 Parthie diverse große eisernen Reifen, zu Apfelwein, Kraut ꝛc. ꝛc. geeigne 1 Parthie diverse Kisten, Körbe, Emballagen ꝛc. ꝛc., 1 Parthie Eis, diverse Flaschen ꝛc. zc. im Europäischen Hof,
Lehrling
sucht Friedr. Fuendeling, Mechaniker und Optiker.
3129 Bad⸗ Nauheim.
den Kaspar Weisbecker von Heldenbergen, wogen Be⸗ hat 0
zu Vilbel in der dem Sitzung vom 1. September 1880, an welcher Theil ge- ebendaselbst gegen Erstattung von 50 Pfennig bezogen
„Großh. Oberamtsrichter Wegelin, als Vorsitzender,
der öffentlichen Beleidigung fuͤr überführt erkannt und deßhalb in eine 3125
Bauunternehmer sst berechtigt, diese Verurtheil— deren Rechtskraft durch 3120 Die zur Anzeiger auf der Kirche zu Ockstadt er veranschlagt zu 1080 Mark, soll auf dem Submissions⸗
3111 Arbeits⸗Vergebung. 3121 Montag den 20. September, Vormittags 10 Uhr, Angabe
nach⸗
Im Laufe des Monats September billig zu ver⸗
und kleine weingrüne Fässer ꝛc. in
Friedberg⸗Hanauer Eisenbahn.
Die Anlieferung von 300 ebm lagerhaften Quarzit⸗ steinen oder festen lagerhaften Sandbruchsteinen nach Bahnhof Friedberg soll im Ganzen oder getrennt ver⸗ geben werden.
Submissionsformulare und Bedingungen liegen auf Abtheklungsbüreau zur Einsicht aus und können
werden. Termin zur Eröffnung der Offerten Montag den 27. September d. J., Morgens 10½ Uhr. Friedberg den 16. September 1880. Der Eisenbahn-Baumeister Francke.
Submission.
wege vergeben werden. Voranschlag und
von 12—2 Uhr bei dem Unterzeichneten sind die hierauf Bezug habenden Offerten, müssen,
Aufschrift versehen an denselben einzureichen. Friedberg den 16. September 1880. Habermehl,
Kreis- Bauaufseher.
Haarbalsam.
Bestes Mittel um fördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. Flac. à 60 Pf. und M. 1.20.
/ Eau capillaire de duinine in M. 1.50.
Haarfärbemittel in blauen
anweisung à 2 Mark.
1719 J. A. Windecker, Hof Lieferant.
Umdeckung der Westseite des Langhauses forderliche Dachdeckerarbeit,
Submissionsbedingungen sind vom 18. d. Mts. an Morgens von 7— 8 und Nachmittags offen gelegt und welche die der Procente bestimmt ausgedrückt enthalten bis längstens den 22. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, versiegelt und frankirt und mit entsprechender
das Wachsthum der Haare zu
In Flasch. 4 80 Pf. und
Flasch. mit Gebrauchs⸗


