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Sie auch bei dleser Gelegenheit meines Wohl⸗ wollens zu versichern, sowie volle Zufriedenheit und Anerkennung Ihres bisherigen Wirkens aus- zudrücken. Behalten Sie auch künftighin dieselbe Arbeitslust, wirken Sie auch weiterhin mit gleicher Energie zum Woble des Vaterlandes. Dem fürst⸗ lichen Besuch wird ein demonstrativer Charakter beigelegt.— Gerüchte über Unruhen in Semendria und am Javor sind unbegründet.
Griechenland. Athen, 14. Jan. Comun⸗ duros bestimmte Delyannis und Argherinos ihre Demission zurückzuziehen. Auch eine Aenderung in der Leitung der Ministerien des Krieges, der Juftiz und der Finanzen soll erst nach der Er⸗ ledigung des Budgets erfolgen.
Aegypten. Caro. In Folge der Vor ⸗ stellungen der Finanz Controleure unterzeichnete der Khedive ein Decret, betreffend die Aufhebung von Steuern, welche von der Commission als lästige und wenig einträgliche bezeichnet waren. Dieser Nachlaß wird auf 600,000 ägyptische Pfund veranschlagt.
Amerika. New Jork, 14. Jan. In Beantwortung einer Anfrage Lamson's verweigerte General Chamberlain, Lamson als Gouverneur anzuerkennen, hinzufügend, er werde Niemanden anerkennen, bis der Obergerichtshof seine Meinung abgegeben. ö
Aus Stadt und Land.
r. Friedberg. Zu seinem 3. Concert bat der Vor⸗ fland des Gußener Concect⸗Vereins den bedeutenden Pia⸗ nisten Hay mann, Professor am Hoch'schen Conservatorium in Frankfurt gewonnen. Das Programm enupricht außer⸗ dem viel Schönes, im insnumenstalen Theile Mendelssohns Ouvertüre„Meeresslille und Jück iche Fahrt“ und Bethovens unvergleichliche O. moll Symphonie; im vocalen Theile Ge— sangsvorlläge von F äulein Louise Kniepel(Sopran) von Darmaadi. Das Concert fängt präcis 5 Uhr Nachmittags am 18. Jan.(Ciubsaal) an.
Alsfeld. Im Jahre 1879 kamen im Kreise Alsfeld
23 tragische Fälle vor. Es erhängien sich 7 Personen, 5
(barunter 3 Kinder) ertranken, 3 wurden eifroren 5 f
funden, eine Person erschoß sich, eine durchschnitt sich den Hale, eine verbrannte in einer Branntweinbrennerei, eine wurde beim Holzfällen von einem Baum erschlagen eine beim Kiesgraben verschüttet, eine in einer Oelmühle vom Bolzen erfaßt, eine nürzie vom Baum und ein Kind wurde über fahren.
Darmstadt. Der Landgraf von Hessen bat den früheren Großh. Hofmarschall Oberst v. Küchler zu seinem Hofmarschall und Coe des Hofmarschallamis ernannt.
Mainz. Der Dammbruch der Ludwigsbahn bei Bischofs
heim ist, seit Sonntag soweit hergestellt, daß auf einem Geleise der Dienst wieder aufgenommen werden kann. Die Hecftellung der ganzen Strecke wird noch längere Zeit in Unspruch nehmen, da außerdem der Maindamm wieder repatitt werden muß, was jedoch Sache dis Staates ist. Die Herstellung jenes einen Geleises hat Mühe und Un⸗ kosten genug verursacht. Man bat den Grund von dem noch siebenden, nur theilweise beschädigten dazu verwendet und 20 000 Centner Bruchsteine allein aus dem Odenwald berabgefahren, um die große Bresche zu stopfen, indem das Wasser allen Grund verschlungen hatte. Der Schaden. den die Bahn durch die Unterbrechung des Verkebrs und die Nothwendigkrit der Herstellungsarbeiten erleidet, be⸗ ziffert sich auf 25 30,000 Pik. täglich. Seit Wiederer⸗ öffnung des Diennes sind natürlich nur noch die Arbeiten zu rechnen. Doch dürfte das Ganze etwa ein Million Mark kosten.
Allerlei.
Bergen, 15. Jan. Hier fand im Rathhause ehe große Bürger⸗Versammlung statt, um über das Pecjekt einet Eisenbayn aus dem Vogelsberg nach Frankturt zu berathen. Die Versammlung sprach sich dem Prof ki sebr günslig aus; man hegi u die Hoffnung, daß unser Ort eine Station erhalte. Es wurde ein Comité gewäylt, welches darüber mit dem Haupi⸗Comiis in Verbindung treten soll.
Fulda, 9. Jan. Man schreibi der„Germania“: Wann darf ein Elementarlebrer eine„Bekannischaft' anknüpfen? „Erst nach Ablegung des zweiten praktischen Examens“, lautet die Enischeidung, welche das Prodinzialschulkolleg zu Kassel den Directoren der Lehrerseminare unserer Pro⸗ vinz zugeben ließ. Die jüngeren Lehrer sollen nämlich auf Kosten ihrer Fortbildung allzufrüy Liebschaften an, fangen, was der„F. 3.“ zufolge, die kuholischen und
evangelischen Kreisschulinpecloren veranlaßie, die Re gie ⸗ rung auf diesen Uebelstand aufmeiktam zu machen und um Abyilse nachzusuchen. Sogar oll es vollkommen, daß auf den Semimarien bereits Liebschaften eingefädelt werden.
Herborn. Seit einigen Tigen sind mehrere Ver⸗
breiter falscher Zehnmarkstücke aus Fleisbach, Sinn und 3
Greifenstein eingezogen worden und in das Landgerichts Gefängniß nach Limburg abgeliefert. Wie man hört, wäre die Staalsanwalischaft auf der Scur, die Fabrik auizu⸗ finden. Der Eine der Verhaftetlen soll ein umfassendes Geständniß gemacht haben; ihm sei in der Neuj ahrsnacht im Fleisbacher Walde das falsche Geld übetmilielt worden und derselbe hätte dem Gerichte die beiheiligten Personen genannt. Man ist gespannt auf die Verhandlungen und das Ergebniß der Untersuchung.
Leipzig, 15. Im. Der berühmte Rechtslehrer Geh.⸗Rath v. Wachter ist gestorben.
der bei dem Tay brückenunglück ertrunk nen Passa iere emsig soribetrieben; es sind deren nun im Ganzen 26 aufge- funden worden.
New Mork. Eine Depesche des„Herald“ meldet eine Ueberschwemmung der Insel Saint Cbristophe am 4 Jan.
Dundee, 13. Jan. Das Ausfsuchen der Leichen wird
200 Menschen sind ertrunken. Der Schaden wird auf 250,000 Doll. geschätzt.
Handel und Verkehr.
Frankfurt. 14. Jan. Heu- und Strohmarkt. Heu kostete je nach Qual. 2.50— 3.50, Strob M. 2.50—3., Butter 1. Qual. im Großen 90 Pf, 2. Qual. 80 Pf, im Detail 1. Qual. M. 1.15—20, 2. Qual. M 1 10. Eier 100 Stück M. 6.50—8.50. Ochsenfleisch das Pfund 65 bis 70 Pf. Kuh-, Rind⸗ und Farrenfleisch 45— 60 Pf., Hammelfleisch 40—65, Ralbfleisch 44—55 Pf., Schwelne⸗ fleisch 65— 70 Pf. Kartoffeln 100 Kilo M. 6.50—7. Blumenkohl 4060 Pf., Rothkraut 15—25 Pf. Weiß⸗ kraut das Stück 10 20 Pf. Wirsing 10—18 Pf., Kohl⸗ rabi 3—6, Gelbrüben der Bündel 15— 20 Pf. 1 Huhn M. 150— 2, Hahn M. 1.50— 2 Ente M. 2.50— 3, Tauben 40—50 Pf., Welsche M. 5—10, Hasen M. 3.50 bis 4. Schnepfen M. 2— 2.50.
Unsere Leser machen wir, um sie vor Schaden zu be⸗ wahren, aufmerksam, daß nachstehende ausländische Münzen seit Neujahr außer Cours gesetzt sind, also nur noch WMetallwerth haben: Alle französischen Münzen zu 20 und 50 Centimes, die vor 1864 geprägt sind; alle franzoͤ⸗ sischen Geldstücke zu 1 und 2 Franes die vor 1866 ge⸗ prägt sind; die griechischen, schweizerischen und belgischen Silberstücke zu 20 Cent., 50 Cent., 1 und 2 Frs., so⸗ weit sie vor 1866 gepräat find; endlich alle italtenischen und päpstlichen Silbermünzen zu 20 Cent., 50 Cent., 1 und 2 Francs. ohne Rückficht auf das Prägungsfahr.
Für die Nothleidenden in Oberschlesien
find eingegangen ans: Assenheim M. 91., Bad Nauheim
M. 4.50 Bauernheim M. 5., Bruchenbrücken M. 8.80 Burg ⸗Gräfenrode M. 5., Butzbach M 4. Dorhelm M. 9.30, Fauerbach M. 8.15, Friedberg M. 329 30. Gönbelbeimer Mühle M. 15., Heldenbergen M. 57.15, Laubach M. 3., Lich M. 30., Melbach M. 42 80 Nidda M. 37., Nieder⸗ Florstadt M. 13. Ober⸗Rosvach M. 46.70, Ockstavt M. 31.80, Ossenheim M. 13.50. Reichelsheim M. 21., Schotten M. 50, Schwalheim M. 17.65. Södel M. 27.18, Vübel M. 99., Wecktsheim M. 5., Wölfersheim M. 11.50. usammen M. 986.33; ab für Porto M. 3,20, bleibt M. 983.13. Die einzelnen Sammellisten, deren Ergeb⸗ nisse von der Großh. Bürgermeisterei Friedberg amtlich festgestellt wurden, sowie die Abführung ⸗Quittung liegen bei dem Postdirector Brentano zur Einsicht bereit. Den
edlen Gebern Gottes Lohn und unseren innigsten Dank.
Die Beamten und Unterbeamten des Kaiserlichen Postamts Friedberg.
Geld Cours. Frankfurt am 13. Jan ar 1880 20 Frantenffüd ee. m 5 13¼ c. N.
do. m
Englische Sovereignsz„„ 20 27-31 Russische Imperiales.„ 16 66—70 Desen. 95257
ö„ al mareo 2„„ 95880 Dollars in Gold 8 e e eee
Oeffentliche Aufforderung. 227 Die Friedrich Schmidts Ebeleute zu Ober- Florstadt haben unterm 30. October 1869 der Schrauten⸗ bach'schen Stiftung zu Friedberg für ein Darlehen von 1800 Gulden die nochstebenden Parzellen:
Flur I. Nr. 50. 50a. 51. 252. 329. 408. 420. 623.
II. 189. III 243. IV. 323. 444. V. 416.
515. VI. b. 377(Gemarkung Ober Florstadt) verpfändet. Das Darlehen ist bescheinigtermaßen zurück⸗ bezahlt, die Hypothekurkunde aber verloren gegangen.
Auf Antrag werden nun Alle, welche an genannte Hypothekurkunde Ansprüche erheben zu können vermeinen, aufgefordert, binnen drei Monate biese bei unterzeichnetem Gericht geltend zu machen, widrigenfalls die Hypothek für erloschen erkklärt und der Eintrag im Hypocheken⸗ buch geloͤscht wird.
Friedberg den 9. Januar 1880. Oroßherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sellheim. Becker, 22 22 Gerichtssch eiber.
Holz⸗Versteigerung.
212 Mittwoch den 21. Januar d. J, Vormittags um
10 Uhr, sollen im Rodheimer Gemeindewald, in dem
Distritte Vorderwald, folgende Holzsortimente öoͤffentlich 225⁵
meistbietend versteigert werden: 84 Raummeter Eichen⸗ Scheitholz,
1* Aspen⸗— 55 5 Eichen⸗Prügelholz, 129„ Eichen⸗Stockholz, 1„ Nadel⸗ 4000 Stück Eichen⸗Wellen, D
192 Eichenstämme von 15— 70 Centimeter Durch⸗
meffer und 4— 15 Meter Länge, enthaltend,
25 Nadelstangen.
Die Zusammenkunft ist im Schlag selbst.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird Zablungs⸗
frist bis 1. September d. J. gestattet. Rodheim v. d. H. den 14. Januar 1880. Großherzogliche Bürgermeisteret Rodheim v. d. H. J.d. Wehrheim, Beigeordneter.
Ueber das Vermögen des Bäckermeisters Christian
Philipp Raab in Friedberg wurde heute am 14. Januar
1880, Vormittags 11 Uhr, das Concursverfahren er⸗ öff net.
Der Heinrich Bangel dahier ist zum Concurs⸗ verwalter ernannt worden.
Concursforderungen sind bis zum 9. Februar 1880 bei dem Gerichte anzumelden.
Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines
anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in
8 120 der Concursordnung bezeichneten Gegenstände
Güter-bersteigerung.
und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Montag den 16. Februar 1880, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt.
Allen Personen, welche eine zur Coneursmasse ge— hörige Sache in Besitz haben oder zur Coneursmasse etwas schuldig find, wird aufgegeben, nichts an den Ge— meinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache ab gesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Con⸗ cursverwalter bis zum 30. Januar 1880 Anzeige zu machen.
Friedberg am 14. Januar 1880. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Beglaubigt Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber. Bekanntmachung. 224 Die Lieferung des Bedarfs an Schreibmaterialien und der Drucksachen für Großberzogliches Amtsgericht Friedberg soll für das Jahr 1880 auf dem Soumissions⸗ wege vergeben werden. Die Offerten sind verschlossen und mit der Aufschrift:„Soumission“ bis zum Freitag am 30. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, bei ver Gerichts⸗
196 Kubikmeter schreiberei obigen Amtsgerichts einzureichen, bei welcher
auch die Bedingungen zur Einsicht offen liegen. Friedberg am 15. Januar 1880
ö Becker, Großherzoglicher Gerichtsschreiber.
Cin Garten,
am Schüßenrain gelegen, ist zu verkaufen. 192 Eva Groedel Wittwe.
Bekanntmachung.
226 In das von Kaufmann Wilhelm Fertsch dahier unter der Firma„Wilbelm Fertsch' betriebene Colomal⸗ waarengeschäft ist seit dem 1 Januar d. J. dessen Sohn Wilhelm Fertsch als Theilhaber eingetreten. Die alte Firma bleibt unverändert. Friedberg om 7. Januar 1880. Graßhemzozlichtz I Friedberg. S u
fert. 1 Becker, Gerichtsschreiber.
1
228 Montag den 19. d. Mis., Vormittags 10 Uhr,
sollen in hiesigem Rathhause die Grundstücke des Wilhelm
Ulrich dahier einer dritten und letzten freiwilligen Ver⸗
steigerung ausgesetzt werden.
ö Friedberg den 15. Januar 1880.
Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. St ri.
Immobiliar-Versteigerung. 229 Montag den 19. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen in biesigem Rathhause die Grundstücke der ver⸗ storbenen Clisabetha Höck erbvertheilungsbhalber zum drittenmale öffentlich meistbietend versteigert werden.
Wenn entsprechende Gebote erfolgen, wird die Ge⸗ nehmigung alsbald ertbeilt.
Friedberg den 15. Januar 1880.
Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Seri ba.
Holz-Versteigerung.
232 Donnerstag den 22. Januar 1880, Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Gemeindewald zu Heldenbergen
65 Eichen- Bau- u. Werkholzstämme von 30—55 Centi⸗ meter Durchmesser und 5—15 Meter Länge versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird Zahlungs⸗ frist bis 1. September l. J. gestattet. Heldenbergen den 14. Januar 1880. Oroßherzogliche Bürgermeisterei Heldenbergen.
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