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Königreichs erhoben und ihm, unter Einreibung trat man ohne wesentliche Debatte den Beschlüssen in die Zahl der Staatsräthe im außerordentlichen der zweiten Kammer rücksichtlich der folgenden Dienst, Titel und Rang eines königlichen Vorlagen bei: der Verwilliaung von 100,000 Staats Ministees vorbehalten. An Stelle Mark zur Abwehr eines Nothstandes in den Pfretzschner's wird der Vorsitz im Ministerrathe ärmeren Theilen des Landes; dem Antrag über die dem Cultusminister v. Lutz übertragen und Legations⸗ staatliche Subventionirung der Verbindungsstraße rath Fehr. Krafft v. Crailsheim zum Minister zwischen der Mörlenbach Hirschhorner und der des königlichen Hauses und des Auswärtigen er ⸗ Fürth-Erbacher Staatsstraße; dem Gesetzentwurf nannt. über die Anwendung des Stempels in Abe 4 den Uebersichten der Einnahmen und Aus gaben 8 5 5 der Provinzialstraßenbau- Schulden-Tilgungekasse g Oesterreich⸗Ungarn. 1 März. für Starkenburg und Oberhessen c. Die Kammer geordnetenhaus. Justizminier o. 5 sprach sich gegen Aufhebung des Legalisirungs⸗
vertagte sich hierauf wieder auf unbestimmte Zeit. 2 g 5 51080 5. März. Reichstag. Rickert be- zwanges aus. Das Haus beschloß jedoch Zurück. richtet Namens der Budgetkommission über die gestern weisung der Vorlage an den Ausschuß mit der
unerledigten Theile des Marine-Etats. ö
— In der heutigen Sitzung der 1. Kammer
Ausland.
a Die Anträge Directive der Aufhebung des Legalisirungszwanges der Kommission stimmen wesentlich mit den Regierungs- in jenen Ländern, die sich für Abschaffung des⸗ ansätzen überein; nur werden 365,000 M., die als erste selben aussprachen.— 6. März. Das Abgeord⸗ Rate zum Bau einer neuen Corvette gefordert waren, üb 2 zur Skreichung vorgeschlagen. Das Haus kritt überall netenhaus verhandelte heute über das Secundär⸗ den Anträgen der Kommission bei. Titel 29, der bahnen Gesetz und beschloß, in die Specialdebatte 1,500,000 M. für Herstellung einer zweiten Hafeneinfahrt einzutreten. Artikel 1 wurde unverändert ange in Wilhelmshafen fordert, wird bewilligt, womit der nommen ine⸗Etat erledigt ist. Der Etat des Reichstags wird. 2
eee die er Pest, 6. März. Das Unterhaus hat das
ohne Debatte bewilligt. Es folgt nunmehr die erste. N Berathung des Geseßentwurfs, betreffend das Faust⸗ Budget nach einer mit großem Beifalle auf ⸗ pfandrecht für Pfandbriefe. Die Vorlage wird nach genommenen Rede Tiszas mit großer Majorität längeren Erörterungen einer Kommission von 21 Mit⸗ zur Grundlage der Specialdebatte angenommen.
Nur die äußerste Linke stimmte dagegen. Ein
gliedern überwiesen. Es folgt die erste Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend das Pfandrecht und die Zwangs— 2 f f
Antrag Simonyis auf ein Mißtrauensvotum ohne Motivirung, wurde mit 222 gegen 174 Stimmen
vollstreckung an Eisenbahnen. Der Entwurf wird der⸗ selben Kommisston überwiesen.— 6. März. Be⸗ rathung über den vom Bundesrathe erstatteten Rechen⸗ N 1 schaftsberict über die in Verfolg des Socialisten⸗ abgelehnt. Abwesend 7 40 Deputirte. Die Gesetzes von der Minister verließen vor der Abstimmung den Saal.
preußischen Regierung getroffenen N a a Maßregeln. Bebel hält den Bericht für un⸗ 18 keoatische Deputirte stimmten gegen den Antrag Simonyis.
zulänglich und arm an thatsächlichen Ausführungen. Die Belgien. Vrüssel, 5. März. Der Kron
Verlängerung des„kleinen Belagerungszustandes“ für
Berlin sei sehr dürftig begründet; namentlich fehle jeder 5 N 1 ß
Nachweis dafür, daß durch die socialdemokratische Be⸗ prinz von Oesterreich ist heute hier eingetroffen;
wegung in Berlin die Ordnung gefährdet sei. Minister der Gesandte Graf Chotek fuhr demselben bis
Graf Eulenberg weist auf die schon im vorigen Cöln entgegen.
Jahre von ihm gegebene Nachweisung, daß für Berlin Frankreich. Paris, 3. März. Senat. Minister Ferry erklärt bei Befürwortung des
Gesetz Entwaͤrfs, betreffend die Unterrichtsfreiheit:
allerdings Vorbedingungen zutreffen, welche die Ver⸗ hängung des Belagerungszustandes rechtfertigen. Der
Die Vorlage sei eingegeben durch politische Gesichts ⸗ punkte.
Minister tritt den Bebel'schen Ausführungen entgegen, die nicht auf Thatsachen, sondern nur auf Vermuthungen ee uf die 0 huldig geblie 8 5 5 ee n die bezellicen Maßregeln 5 6. März. In dem Ministerconseil, das geen die e e. 95 früh 1 1 95 der 81055 geltend gemachter g 5 ht vorgelegen verlesen, den der Justizminister gestern in Sachen a Nach wiederholter Replik Bebel's schließt der 2; en und konstatirt, aß daß 1555 Meyer- Hartmann an 1 5 Präsidenten der Republik von dem Bericht Kenntniß genommen habe.— Es folgt erstatt te. Da die Identität des Inculpaten und die erste Berathung des Entwurfs über Verlängerung seine Betheiligung an den ihm zur Last gelegten ee e en den 2 D d 7 4 1 ar Entichtedenst bekämpft habe, daß es aber dieser Auslieferung desselben nicht stattzufinden. Dieser Vorlage nicht ohne Weiteres zustimmen könne, da mit Antrag des Großsiegelbewahrers ist von dem Ministerrath angenommen und die Entscheidung dem russischen Botschafter sofort zur Kenntniß gebracht worden. Die Regierung hat aber Maßregeln für die Ausweisung Hartmanns's ergriffen. Es heißt, Hartmann sei bereits beute Nachmittag nach Dieppe abgereist, um sich Abends nach England
bloßen Polizeimaßregeln dem Utopien der Socialisten nicht beizukommen sei. Hier könne nur die Religion helfen, da die Soeialdemokratie ihrem Wesen nach Nichts sei, als die Auflehnung gegen die Ordnungen Gottes. Nur die Rückkehr aller Classen der Gesellschaft zur wahren Gottesfurcht könne die soeiale Frage lösen. v. Hertling beantragt Vorberathung des Entwurfs
in einer Kommission, um statt des Ausnahmegesetzes ein ein uschiffen allgemeines Rechtsgesetz zu verschaffen. Hänel sieht in den zu.— Ausführungen v. Herkling's eine Rückwärtsconcentrirung Großbritannien. London, 5. März.
Das Oberbaus hat nach dreistündiger Debatte in zweiter Lesung die Regierungsvorlagen über die Abänderung der Bodengesetze, durch welche die Vollmachten der Eigenthümer der Fiddeicommis- güter erweitert und die Uebertragung des Eigen- thums an Grundstücken vereinfacht wird, an- genommen. Die Notbhstandsvorlage für Itland wurde in der Specialdebatte erledigt.
Italien. Rom, 6. März. Mehrere Depu⸗ tirten stellten das Verlangen, daß vor Allem das Budget des Aeußern auf die Tagesordnung ge⸗ setzt werde, damit sie die Regierung über die aus- wärtige Politik interpelliren könnten.
— Die Budget Commission des Reichstages— Die Nachricht des„Messagero“, daß der beschloß, bei den im Etat beantragten Kasernen- Kriegsminister Citculare an die Militärdistricte bauten ca. 1½ Millionen abzusetzen. erlassen habe, sich für eine probeweise Mobilisitung
— Forkenbeck ist, der„Nat Ztg.“ Autolge, dere zudalten wird von der„Liberta“ für un— an Schleimsieber nicht unerheblich erkrankt. begründet erklärt.
Stauffenberg hat so stark sein altes rheumatisches“ Türkei. Konstantinopel. Die vom Uebel, daß er wahrscheinlich bald in die Heimath Sultan genehmigte tückisch⸗montenegrinische Grenz- zurückkehrt. linie beläßt det Türkei die östliche Hälfte der
München. Minister v. Pfretzschner, welcher Ebene von Podgoritza bis Paula am See von sich schon seit Monaten leidend füblt, bat in Skutari.
Anbetracht seiner angegriffenen Gesundheit un— der britische Botschafter Layard hat der Enthebung von seinem Ministerposten gebeten. Pforte notificirt, die Berliner Signatarmächte Der König nahm das Entbebungsgesuch an. würden eine internationale Commisston zur Bei- Pfretzschner wurde in den Freiherrustand des legung der griechischtürkischen Differenzen auf
des Centrums gegenüber dem Socialistengesetze. v. Kleist— Retzow spricht für die Ertheilung der geforderten Vollmacht auf weitere fünf Jahre. Namens der deutschen Reichspartei erklärt sich Melbeck ebenfalls im Sinne der Vorlage. Vahlteich protestirt gegen die Vorlage. Lasker tadelt, daß das Socialistengesetz so gehandhabt sei, daß schon die Betheiligung von Socialdemokraten an und für sich an harmlosen Vereinen genügt habe, um diese mit dem Gesetze zu treffen. Eine nochmalige Ver— längerung dieses Ausnahmegesetzes werde diesem den Character einer ständigen Institution geben. Er werde darum die Verlängerung ablehnen. Marquardsen erklärt, daß Lasker nur in eigenem Namen gesprochen, die nationalliberale Partei aber dem Gesetze zustimmen werde. Die Vorlage wird schießlich an eine Kommission von 14 Mitgliedern überwiesen.
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Grundlage des dreizehnten Protokolls des Berliner
Vertrags niedersetzen. Die Kommission würde ihre Entscheidungen nach Stimmenmehrheit treffen und der Türkei und Griechenland ihre Beschlüsse
bezüglich der neuen Grenzlinie durch eine Cellectiv-
nole der Mächte mittheilen. Der griechische Gesandte constatirte amtlich, daß seine Regierung die Uaterhandlungsbasis der letzten Rote Sawas Pascha's als im Widerspruch mit dem dreizehnten Protokoll für unannehmbar halte und die Wieder- aufnahme der Verhandlungen ablehne.
— Aleko Pascha ist nach dem District Herdjeli abgereist zum Zwecke der Untersuchung der dortigen Unruhen. Derselbe trifft in Hermanlt mit Reuf Pascha zur Verabredung gemeinsamer Maßnahmen zur Wiederherstellung der Ordnung zusammen.
Salonichi. Briganten schleppten Dr. Marullis weg, welcher griechischer Nationalität und angeblich naturalisirter Deutscher ist; dieselben
fordern, wie es heißt, ein Lösegeld und Kleidungs⸗
stücke im Werthe von 100 Pfund, widrigenfalls sie den Gefangenen tödten würden. Die Pforte
traf die erforderlichen Maßregeln zum Schutze des
Bedrohten.
Rußland. Petersburg. Kaiser Alex⸗ ander greift gegenüber den Verbrechen in seiner Hauptstadt zur bewährten bonapartistischen Polizei. Auf Empfehlung des Generals Fleury, ebemaligen Chefs der Privatpolizei des Kaisers Napoleon, ist Hyrvoir nach St. Petersburg berufen worden.
— 5. März. Der Verbrecher, welcher das Attentat gegen Loris-Melikoff verübt hatte, ist bereits heute Vormittag mittelst Stranges auf dem Semenofs'schen Platze hingerichtet worden.
Eine unzählige Menschenmenge war auf dem Platze versammelt. Der Richtplatz war von Militär umstellt. Die Ruhe wurde nirgends ge⸗ stört.
Amerika. New Nork. Die von den Republikanern Indianas zur Convention in
Chicago entsendeten Delegirten sind insttuirt, die Wahl Grant's zum republikanischen Präsident- schasts Candidaten zu bekämpfen.
Wasbington. Die Waarenausfuhr im Januar 1880 überstieg die Einfuhr um 11,817,477 Doll, die Gold- und Silbereinfuhr im Januar überstieg die Ausfuhr um 151,265 Doll.
Rio de Janeiro, 5. März. Die chile⸗ nische Flotte hat Arita angegriffen. Der Komman⸗ dant des Schiffes„Huascar“ ist gefallen.
China. Hongkong Noch Meldung des „Herald“ von hier, trifft China große Kriegs“ vorbereitungen und micht ansehnliche Waffen- ankäufe.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. An unserem vorigen Artikel über die Wissersnotb ist zu berichtigen, daß das Wasser nut durch 19 Bogen floß, an die anderen reichte es nur binan, floß abet nicht durch. Von anderen Orten kommen ebenfalls Be⸗ richte üder Hochwasser, so von: Büdingen. Das Wasset brach so rasch bervor, daß das Vieh in den Oitschaften nut mit Mübe gerettet werden konnte. In Büdingen eriranken 20 Schase und 16 Schweine.— Nidda. Vergangene Na bi wurden wir durch eine bedeutende Ueberschwemmung überraschtl. Ein Theil der Bewohner wurde rechtzeilig da⸗ rauf ausmerksam, die üb tigen wurden gegen 4 Ubr Morgen durch Tommelwirbel erweckt. Durch das Heulen des Sturm und das Brausen des Wissers lönten die klagenden Sümmen des Viebs, das in böher gelegene Stallungen geretel wurde und ist es noch ein Glück zu nennen, daß kein Vieb eri unken ist.— Homburg v. d. H. In det Nicht vom 3. auf 4. März muß im Gebirge eig Wo kenbruch niedergegangen sein; denn gegen Morgen er“ gossen sich gewallige Wassermassen in unsere Vorfladt und schreckten die Bewobner aus dem Schlafe. Namentlich batte Kirdorf, durch welches ein sonst sebr harmloses Bäch, sein fließt, durch das andringende Wisser zu leiden und mußten zwei flark miigenommene Gebäude schleuniast ab: gesprießt werden. Auch die Bewobner des Untertbore⸗ wurden unangenehm übderrascht, als sich ihre immer etwas feuchten Keller mit schmutzig⸗gelbem Wasser anfüllten. Am meisten haben jedoch unsere Kuranlagen durch die Fluth Schaden genommen.— Frankfurt. Nach gestern Abend eingetroffenem Telegramm fiel in Aschaffenburg ein großer, schwerer Wolkendruch. Die hiesige Polizei wurde davon averlirt und benachrichligte die Userbewohner. Ein gleich:s Unglück trug sich bei Gelnbausen zu, hier fell das Wasser 10 Fuß boch flehen; das dritte hat das Lorsbacher Thal heimgesucht.— In Folge Ueberschwemm?! ung des Bahnkötpers in der Näbe von Frobnhausen vlieb der heute früh fällige Schnellzug von Berlin aus.— Hanau. Die letzte Nicht setzle die längs der Kinzig be
segenen Außentheile der Stadt durch das ganz unerwar tele
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