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Portugal, Italien und Oesterreich. Dilke antwortete ferner Frantham: England habe keine pekuniären Verpflichtungen mehr gegen Griechenland oder dessen Gläubiger. Hartington antwortete Barter: Die Kriegskosten für Afghanistan überstiegen den Voranschlag um 9 Mill. Pfd. St., davon sei jedoch der größte
finde mit Spanien,
„Theil aus den Cassebeständen vor dem 31. März
Das für 1880/81 zu deckende Deficit 3,370,000 Pfd. Sterl.— Im Ober⸗ hause meldete Enfield an, daß er am Montag eine Volkszählungsbill einbringen werde. Die Elementar-Unterrichtsbill, welche die Durch⸗ führung des Schulzwangs im ganzen Lande betrifft, wurde ohne Debatte angenommen.— 6. Juli. Das Unterhaus setzte die zweite Lesung der Bill in Betreff der Eutschädigung nothleidender exmittirter irischer Pächter fort. Im Laufe der Debatte betonte Gladstone, die Bill halte die Rechte des Grundbesitzes aufrecht und sei eine Ausnahmeregel Angesichts der Ausnahmezustände, welche in Folge der Zunahme von Exmittirungen der Gefahr eines lokalen Bürgerkrieges sehr nahe kämen. Der Autrag Chaplings auf Verwerfung der Bill wurde mit 295 gegen 217 St. abgelehnt und dieselbe ohne Abstimmung angenommen.
Spanien. Madrid, 4. Juli. Die Gesandten der Conferenzmächte unterzeichneten gestern die 18 Artikel umfassende Convention mit Marokko. Nach derselben können die Conferenz-Mächte marokkanische Unterthanen als unter ihrem Schutze stehend annehmen. Die Vertreter der Mächte haben aber den marokkanischen Behörden ein Verzeichniß ihrer Schutzbefohlenen mitzu— theilen. Der Schutz erstreckt sich nicht auf die Dienstboten der Schutzbefohlenen. Letztere bleiben den marokkanischen Grund- und Octroi-Abgaben unterworfen und sind verpflichtet, eine Urkunde über ihre Eigenschaft als Schutzbefohlene vor— zulegen. Keine Macht soll mehr wie drei Schutz— befohlene haben. Die Mächte der Madrider Conferenz erhalten die Rechte der meistbegünstigten Nation.
Türkei. Constantinopel, 6. Juli. Die Pforte hat den Armenien betreffenden Theil der identischen Note der Botschafter beantwortet. Sie erklärt, die im Artikel 61 des Berliner Vertrages vorgesehenen Verbesserungen stets im Auge behalten und demgemäß vorbereitend gehandelt zu haben. Sie zählt die einzelnen Verfügungen auf und schließt mit dem Hinweise, daß die Armenier nur 17 pCt. der Bevölkerung der betreffenden Districte ausmachten.
— Dem Vernehmen nach dürfte die Ueber— zeichnung der Collectivnote Seitens der Conferenz— mächte am 16. Juli erfolgen.
Rumänien. Bukarest. Das Journal „Pressa“ dementirt die Demission Boerescus und dessen Ernennung zum Bankgouverneur.
Griechenland. Athen. Man sieht hier gespannt der Antwort der Pforte auf die in den nächsten Tagen zu überreichende Collectiv— note der Conferenz-Mächte entgegen. Die grie— chische Regierung acceptirt jedenfalls loyal die Beschlüsse der Conferenz und wird durchweg eine diesen Beschlüssen adäquate Haltung ein— nehmen. Sollten türkischer Seits Schwierig— keiten erhoben werden, so wird Griechenland den Rath der Conferenz-Mächte in Anspruch nehmen und dem entsprechend sein weiteres Ver— fahren einrichten. Einstweilen hat die Regier— ung die Armee-Reserve einberufen.
Rußland. Petersburg. Der„Russische Invalide“ erklärt von autorisirter Seite die Meldung der„Times“ von einem Zusammen— stoße russischer und chinesischer Truppen für vollständig unbegründet und der Sachlage nicht entsprechend.
Amerika. Rio de Janeiro, 5. Juli. Nach— richten aus Buenos-Ayres melden: In Folge eines Abkommens wurde die Zufuhr von Lebens— mitteln in die Stadt gestattet. Die National— truppen ziehen sich zurück, die Provinzialtruppen werden aufgelöst.
gedeckt. betrage
umfangreiches Material, um hier vollständig
Aus Stadt und Land.
W. Friedberg. Am Montag Abend coneertirte in dem Sieinhäußer'schen Gartenlokal die Kapelle des Großherzogl. I. Garde-Dragoner-Regiments aus Darm⸗ stadt unter Leitung ihres Kapellmeisters O. Engel. Das anwesende Publikum war angenehm überrascht durch das schöne Arrangement des Concertprogramms, sowie die wahrhaft musterhafte Ausführung der einzelnen Nummern desselben. Reicher Beifall lohnte sowohl den Dirigenten wie auch die übrigen Mitglieder der Kapelle, welche sich hoffentlich recht bald wieder in Friedberg hören läßt.
e. Assenheim, 6. Juli. Gestern Abend wurden
die Pferde des Bau ⸗ Unternehmers der Hanauer Bahn scheu und gingen durch. Der Kutscher wurde dabei vom Bocke geschleudert und ihm ein Arm ausgerenkt. Auch ein kleines Kind wurde leicht verletzt. Gießen, 5. Juli. Schwur⸗Gericht. Taglöhner Roth von Köddingen ist des Todschlags angeklagt. Die Geschworenen sprachen„Schuldig“ des Todschlags unter Annahme mildernder Umstände. Das Gericht sprach eine Strafe von 3 Jahr Gefängniß aus.— Mittwoch 7. Juli Vormittag 8 Uhr findet noch eine Schwurgerichts-Ver⸗ handlung gegen W. Eckhardt von Nidda wegen Urkunden⸗ Fälschung und Verleikung zum Meineid, und gegen J. Krick von da wegen Meineid statt. Verth. De. Muhl und Hirschhorn.
Kostheim, 3. Juli. Gestern wurde im Main die Leiche eines jungen, anständig gekleideten Frauenzimmers geländet. Auffallend ist der Umstand, daß die Hände desselben mit einer seidenen Schnur zusammengebunden waren.
Allerlei.
Halle a. d. S., 6. Juli. Hier hat sich nach der „B. B. tg.“ schon wieder ein Eisenbahn-Unglück zuge⸗ tragen, indem vorgestern in der Frühe auf dem Thüringer Bahnhof eine Rangirzug-Locomotive mit einem Güterzug zusammenstieß, wobei die Maschine des Güterzuges ent— gleiste und ihr Führer getödtet wurde. Ueber den Grund des Unglücks verlautet noch Nichts.
Lehrte. Daß momentane Geistesstörung oft die Willenskraft eines Menschen in unglaublicher Weise steigert, ist bekannt. Bewiesen wird diese Erfahrung durch die Art, auf die sich am Donnerstag Morgen im Bahnhofe zu Lehrte der Maschinenputzer Kennecke das Leben nahm. Derselbe kroch nämlich in die im Schuppen unter Feuer stehende Lokomotive„Halle“, und zwar durch das enge Feuerungsloch in die mit glühenden Kohlen gefüllte Feuerbüchse mit den Beinen zuerst hinein, so daß sein ganzer Körper in der Feuerung verschwand. Als der Maschinenführer seine Maschine zu revidiren kam, bemerkte er einen sonderbaren brandigen Geruch und fand auf den glühenden Kohlen die halbverkohlte Leiche des Kennecke. Das Feuer wurde gelöscht und mit Mühe dann die Leiche herausgezogen. Der unglückliche Selbstmörder, Vater von sieben Kindern, war schon seit längerer Zeit schwermüthig und muß unmittelbar vor der That von plötzlichem Irrsinn befallen worden sein.
Die Arzneipflanzen der Wetterau und des Taunus. Von A. Oertel.
Die officinellen Gewächse, d. h. diejenigen Pflanzenarten, welche in der Arzneikunde in irgend einer Form Verwendung finden, sind auch in unserem, von der Natur so wunderbar gesegneten Landstriche zahlreich vertreten, von denen allerdings heutigen Tages nur noch einige wenige als wirklich werthvoll in Gebrauch sind, während noch im vorigen Jahrhundert so ziemlich jedes unschuldige Pflänzchen seinen Tribut in die Kästen und Repositorien der Apotheken liefern mußte. Dessenungeachtet ist die Zahl der immer noch in den Handel gebrachten Vege— tabilien eine ganz beträchtliche und gäbe ein zu
und erschöpfend erörtert werden zu koͤnnen, weshalb eine Auswahl des Wichtigsten getroffen werden soll, wobei wiederum der mercantilische Werth dieser Stoffe maßgebender sein soll, als deren medicinische Bedeutung. Je nach dem Gebrauch in der Apotheke werden von den Arzueipflanzen meist nur einzelne Theile der⸗ selben, als Wurzel, Blätter, Blüthen, Früchte re. eingesammelt; diese Stoffe sind mit größter Sorgfalt zu trocknen und bilden immerhin einen namhaften Handelsartikel, von denen einzelne ziemlich hoch im Preise steben; dessenungeachtet ist das Vegetabiliensammeln ein beschwerliches Geschäft, das dem Einzelnen nur wenig einträgt und meist nur in Gegenden betrieben wird, wo keine Concurrenz durch besser bezahlte Arbeit besteht.
Einige Pflanzen sind in allen ihren Theilen heilkraftig und werden daher in ganzen Individuen eingesammelt; dahin gehört die bekannte Arnica montana, auf höher gelegenen
Wiesen, z. B. am Feldberg häufig vorkommend;
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sehr geschätzte auch die getrockneten letztere hauptsächlich zur Destillation eines werth⸗ vollen und sehr theuern(1 Grm. 3 Ma
ätberischen Oels Verwendung. Von der hoͤchst giftigen Belladonna, im ganzen Taunus häufig wachsend, werden die Wurzeln und die Blätter
Arnicatinktur bereitet,
als gesonderte Droguen eingesammelt; die ganze Pflanze findet Verwendung zur Bereitung des Atropin. Das ebenfalls giftige Bilsenkraut, Hyoscyamus, kommt häufig genug bei uns vor, doch scheint es nirgends massenhaft aufzutreten;
officinell ist Kraut und Same, früher auch die Wurzel; die ganze Pflanze dient zur Bereit- ung des Extractes. Digitalis purpurea, eine schöne aber giftige Pflanze, die auch oft in Gärten kultivirt wird, findet
sich häufig im Taunus, z. B. am Feldberg nach 1
Königstein zu; in Gebrauch sind die Blätter, ehemals auch die Wurzel und Blüthe; aus der ganzen Pflanze wird das Digitalin bereitet, wozu auch der im Taunus noch häufigere gelbe
Fingerhut D. ambigua, verwendet werden konnte.
Der giftige Stechapfel, Stramonium, wächst bei uns mitunter massenhaft, z. B. bei Wißels⸗ heim; gebraucht werden die Blätter und der Same. Der gefleckte Schierling, Conjum maculatum, ebenfalls giftig, wächst häufig bei uns, muß aber genau von ähnlichen Dolden— gewächsen unterschieden werden; eingesammelt
wird die ganze Pflanze, gleichviel ob mit oder
ohne Wurzel. Der Eisenhut, e, zwar schon im Taunus gefunden worden, ka
aber als botanische Seltenheit hier nicht in Betracht kommen. Der Löwenzahn, Taraxacum, eine der gemeinsten Pflanzen, liefert die Wurzel, doch wird zur Bereitung des häufig gebrauchten Extractes die frische ganze Pflanze verwendet. Vom Bitterklee, Huflattich, Brombeer⸗ strauch und der kleinen Malve sind die sorgfältig getrockneten Blätter noch haͤufig im Gebrauch. Die ächte Pfeffermünze wächst bei uns nicht wild, der Anbau derselben ware aber lohnend, da die Blätter derselben hoch im
Preise stehen und von den Droguisten der
Centner, je nach Qualität, zu 100140 Mark notirt wird. Eine ganze Reihe von Pflanzen werden in blühendem Zustande, gleichviel ob mit oder ohne Wurzel, eingesammelt und als Kraut, Herba, in den Handel gebracht; die wichtigsten, bei uns häufig wachsenden, sind: das Tausendguldenkraut, der Quendel, Serpyllum, der Steinklee, Melilotus, die Schaafgarbe, Millefolium, der Dosten, Origanum, das viola arvensis, der Waldmeister, Asperuls odorata, der Sonnenthau, Drosera, der Gundermann, Glecoma, das Johanniskraut, Uypericum, und der Ehrenpreis, Veronica offiei- nalis. Der medicinische sowohl als auch pekuntäre Werth dieser Kräuter ist indeß nicht von Bedeu⸗ tung und berechnen die Droguisten durchschnittlich das Kilo zu 1 Mark.(Schluß folgt.)
Handel und Verkehr.
Friedberg, 6. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete. per Pfd. M. 0.95—1., Eier per Stück 6 Pf.
Friedberg, 7. Juli. Fruchtbericht. Weizen M. 25.25, Korn M. 22.50, Gerste M. 18., Hafer M. 15. bis M. 15. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kills 200 Zollpfund.
Grünberg, 3. Juli. Auf heutigem Wochenmarkt tostete der Centner Walzen M. 12.40, Korn M. 14.50, Gerste M. 9.80, Hafer M. 8.32, Kartoffeln M. 4.34
Gießen, 6. Juli. Wochenmarkt. Butter per 11 85—90 Pf., Eier 1 Stück 5—6 Pf., 2 St. 0 Pf., Ae per Stück 4—11 Pf., Tauben das Paar 60—75 Pi. Hühner per Stück M. 1.— 1.20, alte Hahnen per tück M. 0.70— 1.20, alte Enten per Stück M. 2., junge Enten M. 1.20. Ochsenfleisch 68 Pf. per Pfund, Kuh⸗ und Nindfleisch 50— 56 Pf., Kalbfleisch 40— 44 Pf, Hammelfleisch 60— 70 Pf., Schweinefleisch 60—64 M. Alte Kartoffeln per 100 Kilo M. 9.— 9.50, neue Kartoffeln
100 Kilo M. 20.—24., Zwiebeln per Ctr. M. 18.— 20.
Kirschen per Pfd. 12—18 Pf.
Frankfurt, 28. Juni. Der heutige Viebmarkt war gut befahren. Angetrieben waren circa 400 Ochsen, 290 Kühe, stellten sich pro 100 Pfd. Fleischgewicht: M. 66—68., 2. Qual. M. 60.—62.
250 Kälber und 300 Hämmel. Die Preist Ochsen J. Qual. Kühe(. Qual.
aus der frischen, blühenden Pflanze wird die doch finden Wurzeln und Blüthen,
Der rothe Fingerhut, 1
Centaurium,
Ackerveilchen,
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