atzen 1880.
* 150 9
Samstag den 8. Mai.
N 55.
ehlen wir zu
Oberhessischer Anzeiger.
senschaft. se. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,
8 ane g uhr Freitag Abend ausgegeben. Donnerstag und Samstag. a ah reszy 1 a NV zierzu alle Bethel ar Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei grö T. a iffers i P i d it 22 P i the 9 eile f n 5„ bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 7 0 gen Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets 1 Post A ee tandes 8
Für den Vorsaand:
Amtlicher Theil. Edieta k duan g.
Nachdem wider den Sergeanten Johann Georg Friedrich Schäfer, der 10. Compagnie 1. Großherzoglich Hessischen Infanterie-(Leibgarde-) Regiments Nr. 115,
H. Petri. boren zu Dorheim, Kreis Friedberg, am 18. Juni 1850 der förmliche Desertionsprozeß eröffnet worden ist, wird derselbe aufgefordert, zu seinem Truppentheil zurück⸗
gider ihn Darmstadt den 20. April 1880.
lilltär⸗Pereig g. N ends 920 Uhr, Monats:
des Nauheimer Vereint
Nachdem wider 1. den Gefreiten Johann Konrad Imbescheid, geboren am 4. Februar 1857, 2.
ükehren, spätestens aber in dem auf Mittwoch den 1. September dieses Jahres vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin sich zu gestellen, widrigenfalls die eingeleitete Untersuchung geschlossen, er in contumaciam für fahnenflüchtig erklärt und in eine Geldbuße von 150 bis 3000 Mark verurtheilt werden wird.
Großherzogliches Gericht der Großherzoglich Hessischen(25.) Division.
Edictalladung.
den Musketier Heinrich Philipp Imbescheid, geboren am
usfiuge auf den Johan, 5. September 1859 zu Hoch⸗Weisel, Kreis Friedberg, beide von der 8. Compagnie 2. Großherzoglich Hessischen Infanterie-Regiments(Großherzog) Nr. 116, der förmliche
1618
bei einem guten Glaß Atheimer und Malwen thschaft statt, wozu ih
Darmstadt den 22. April 1880.
esertlonsprozeß eröffnet worden ist, werden dieselben aufgefordert, zu ihrem Truppentheil zurückzukehren, spätestens aber in dem auf Mittwoch den 1. September dieset ahres, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin sich zu gestellen, widrigenfalls die wider sie eingeleitete Untersuchung geschlossen, sie n contumaciam für fahnenflüchtig erklärt und in eine Geldbuße von 150 bis 3000 Mark verurtheilt werden würden.
Großherzogliches Gericht der Großherzoglich Hessischen(25.) Division.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Christian Makowsky von Vilbel wurde als Schornsteinfeger in Pflichten genommen.
Georg Bailh.
enschießen
undlichst einladet 0. Der Kriegerbereil,
iß berg, sage ich al,
Deutsches Reich.
Darmstadt. Militärdienstnachrichten. Ass-— Arzt 1. Cl. Dr. Westphal vom 2. Großh. Wrag.⸗Regt. Nr. 24, wurde zum Stabs-Arzt des Schlesw. Fuß⸗Art. Bats. Nr. 9; Ass.⸗Arzt 2 Cl. Dr. Röder vom 1. Bat. 1. Großh. lundw.⸗Regts. Nr. 115, zum Ass.⸗ Arzt 1. Cl. vohl. der Res.; Dr. Riedel, Unterarzt vom 3. Großh.
Sghüdel, sif.⸗-Regt. Nr. 117, zum Ass.⸗Arzt 2. Cl. im Große Baade Bad. Feld.⸗Art.⸗Regt. Nr. 14; Unterarzt der
0 ges. Dr. Keller vom 1. Bat. 4. Großh. Landw. erlegung gegts. Nr. 118, zum Ass.-Arzt 2. Cl. der Res. sowie auswärtigen bifordert. 10 gige, daß ih nt.—. Die hessische Staatsregierung hat dem wpengeschäst van der Vernehmen nach die Frage betr. die Fixirung aße Nr. 7, wirs as Gehaltes für die Gerichtsvollzieher in nühere Erwägung gezogen und dieselbe auch im
habe. 9 frigstes Bestreben 3 8 10 0 sels durchs Lundesrath in Anregung gebracht. entsrrechende Waare Berlin, 4. Mai. Reichstag. Schluß. Am n und sehe ich, 95 schluß seiner Rede, wobei er die Thätigkeit der Polizei⸗
gohlwollen eines ge⸗
5 atgane, sowie die Reichs-Commission scharf angriff, ntgegen. 1 üchtete Liebknecht an ein Mitglied des Hauses wegen ungsvo eines Vorganges in Worms den Vorwurf feiger Denun⸗
90 macher. adntion gegen die Socialdemokraten und wurde deshab
en
a e zur Ordnung gerufen. Heeremann warnt, mit Polizei⸗ Brumelle naßregeln allein den Kampf gegen die Soeialdemokraten K zu führen. Wirklich helfen konne nur eine Besserung der Lage der arbeitenden Classen und sorgfältige Pflege des religiösen Sinnes. Redner erklärt sich gegen die Mrlängerung des Socialistengesetzes bis 1884. Das entrum werde aber der Verlängerung des Gesetzes auf ger)/ en Jahr zustimmen. Nach noch weiteren Reden wird die 5 8 gccarof Generaldebatte geschlossen. In der Speeialdebatte über 1 wendet sich Hasselmann gegen die Vorlage.
Vilbel ertsh, Durch das Socialistengesetz sei das allgemeine Wahl⸗ „ ietht illusorisch geworden. Die deutschen Arbeiter seien f iizwungen, das nämliche zu thun, wie die russischen dern(archisten und die franzosischen Arbeiter.(Redner f ilbel. bord wegen dieser Aeußerung zur Ordnung gerufen.) iy in WE basselmann schließt mit den Worten:„Die Zeiten des
1 U kelamentarischen Geschwätzes sind vorbei, die Zeit des unge Aaten beginnt.“§ 1 wird angenommen. Zu§ 2
10 Tagen“ lefürwortet Reichensperg er den Antrag, die Ver⸗ binnen derungen längerung nur bis 1882 zu genehmigen. Bundesbevoll— kreffende 90 nächtigter Graf Eulenburg bittet um Ablehnung züses Antrages und Annahme des Beschlusses in zweiter
um
ö ien. er 8. ˖ nen 30h. ahh lung. Das Haus hält den Beschluß der zweiten nd ung aufrecht. Bei der definitiven namentlichen Abstim⸗
nung merfolgt Annahme des Gesetzes mit 191 gegen Stimmen.— 5. Mai. Der Antrag der Gewerbe⸗ Eimmission betreffs Einschränkung des Hausirbetriebes ved nach unerheblicher Debatte angenommen. v. Hert⸗
* iühelm al ling berichtet über die Commissions⸗ Anträge wegen Wilhe Mländerung der Gewerbeordnung bezüglich des Innungs⸗ ficli 1 wisens. Die Commissionsvorlage wird nebst den Anträgen in Stumm mit 152 gegen 102 Stimmen angenommen. leaf Lasker brachte folgenden Antrag ein: der Reichstag un% Uhr nige erklären, daß der Wortlaut und Sinn des Art. 34 de 60 Uhr. ien Reichsverfassung die Annahme des bezeichneten 1 7 M rages der preußischen Regierung durch einseitigen babe ö 0 1 5 N f N, 40
Beschluß des Bundesrathes und ohne Zustimmung Ham- burgs nicht gestatten.
— Der König von Siam, welcher Mitte Juni hier eintreffen wollte, ließ die Nachricht hierher gelangen, daß er wegen Krankheit genöthigt sei, die Reise vorläufig aufzuschieben.
— 4. Mai. Die Stempelgesetz-Commission des Reichstages berieth heute über die Quittungs— steuer und lehnte dieselbe mit allen gegen eine Stimme ab.
— 5. Mai. Der„Kreuz⸗Zeitung“ zufolge hätte der Oberkirchenrath gestern 6 Stunden über den Protest gegen die Berufung des Predigers Werner an die Jacobi-Gemeinde berathen. Ueber die Entscheidung sei Näheres noch nicht bekannt. Es verlautet jedoch, es sei mit überwiegender Mehrheit beschlossen worden, das ganze Protestmaterial Werner mit der Auf— gabe vorzulegen, auf bestimmt formulirte Fragen über seine Stellung zur Bibel, zum apostolischen Glaubensbekenntniß und zur ewigen Gottheit Christi bündig zu antworten.
— Der Reichskanzler hat eine Zusatzacte zu der Donauschifffahrts-Convention beantragt, welche den veränderten politischen Verhältnissen an der Niederdonau Rechnung trägt.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Pest, 5. Mai. Das Unterhaus genehmigte die Eisenbahnconven— tion mit Serbien.
Großbritannien. London. Lord Edmond Fitzmaurice ist an Stelle von Wolff zum britischen Vertreter in der internationalen Commission für Ostrumelien ernannt worden.
— 5. Mai. Eine Depesche der indischen Regierung an den Staatssecretär für Indien in London meldet: die Kosten des afghanischen Krieges dürften den Voranschlag des indischen Budgets um wenigstens 4 Millionen Pfd. Sterl. übersteigen. In einer der Depesche beigefügten Note übernimmt die Militär-Verwaltung die Verantwortung für den irrthümlichen Voranschlag und erklärt die Mehrausgaben durch Transport- Vertheuerung, Versiegen der lokalen Hülfsmittel in Afghanistan und Verlängerung des Krieges über die angenommene Zeit.
Türkei. Constantinopel. Die Pforte ver— sendet an ihre diplomatischen Vertreter ein Rund— schreiben als Antwort auf die letzten beiden Cir⸗ culardepeschen des griechischen Ministers Trikupis. Die Pforte erklärt darin: Das von officieller
griechischer Seite beklagte Brigantenwesen werde hauptsächlich von den Hellenischen Actionscomites genährt. Ferner verwahrt sich die Pforte ener— gisch gegen die Auschuldigung, daß sie Maßregeln treffe, um die Arbeiten der Europäischen Com— mission zu behindern.
— Msgr Vanutelli ist bemüht, eine Ver— söhnung der anti-hassunistischen Armenier mit Rom herbeizuführen. Der Patriarch Hassun reist nächsten Sonntag nach Rom ab.
Serbien. Belgrad. Im Bezirke Prizrend sind größere Ruhestörungen vorgekommen; viele Serben sind von Arnauten getödtet worden und 80 Familien retteten sich auf serbisches Gebiet.
Amerika. Washington, 5. Mai. Schatz⸗ secretär Sherman bekämpft in einem Schreiben an den Finanzausschuß des Senates den Gesetz— entwurf, nach welchem die Regierung neben den Ankäufen für den Tilgungsfonds allwöchentlich noch 5 Millionen Dollars öprocentiger Obli— gationen ankaufen soll, und hebt hervor, daß der Ueberschuß der Staatseinkünfte unzureichend sei, der Baarsaldo der Schatzkammer hierzu aber nicht verwendet werden dürfe. Er halte das actuelle System, Obligationen in dem Maße anzukaufen, wie die Ueberschüsse anwachsen, für das beste.
Chili. Hiesige Telegramme melden, daß die chilenische Flotte schon am 22. April Callao bombardirt und großen Schaden angerichtet habe. Die Chilenen bedrohten Lima, wo großer Noht— stand herrsche. Das chilenische Heer marschire auf Sama in der Provinz Arequipa.
China. Shanghai, 7. April. Die chinesische Regierung verwarf den Kuldscha-Vertrag gänzlich, verlangte bedingungslose Wieder-Abtretung von Ili und gab zu verstehen, sie werde im Weiger— ungsfalle diesen District besetzen lassen. Mit Rücksicht auf die Differenzen mit Rußland wurde ein gütliches Abkommen mit Japan in der Loochoo-Frage getroffen. Auch läßt die Regierung Kriegsvorräthe nach Norden dirigiren.
Aus Stadt und Land.
t. Niederweisel, 5. Mai. Heute Nack
t brach dahier
Feuer aus, welches sich so rasch verbreite daß alsbald 2 große mit Stroh und sonstigen n gefüllte Scheuern in Flammen standen, die a t gerettet
werden konnten. Man vermuthet Brar
Grebenau, 4. Mai. In der verflossenen Nacht sind auf dem einem gewissen Ried gehörigen hiesigen Gut, das im sog. Grundchen liegt, sämmtliche Gebäude mit
Ausnahme eines aus Lehmsteinen erbauten Nebenhauses


