Ausgabe 
6.7.1880
 
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Betreffend: Die Abnahme des Verfassungseides vom 2. Quartal laufenden Jahres.

Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Das Großherzogliche Kreisamt Zur Ausschwörung des Verfassungseides stande befindenden Ortsbürger und die, welche, haben wir auf Dienstag den 20. laufend früheren

bei Groß-Karben für die zur Ausschwörung

früheren Kreises Vilbel Termin anberaumt. Zugleich werden wir in welche Beschwerden und Wünsche vorbringen wollen, 3 Mark Strafe vorladen

mit Bescheinigung, daß Vorladung erfolgt oder Bericht, daß keine zu laden sind, an uns

befindlichen unten Verzeichneten zugleich bei

Karl Wilhelm Wagner von Bönstadt, Reichelsheim, Johann Theobald von Nieder⸗Erlenbach, Johann Philipp Karl Hin

Orten des Kreises Friedberg und Mittwoch den 21. des Verfassungseides Verpflichteten aus den

Müller von Harheim,

durch die im 2. Quartal dieses ohne Ortsbürger zu werden, geheiratbet haben, en Monats, Vormittags 11 Uhr, laufenden Monats, dem dem zweitgenannten Audienz ertheilen. lassen und bis zum 1 5.

Dr. Braden.

Peter Koch II. von Ober⸗ Mörlen, Bardo Hildebrand von Oppershofen, Heinrich Ludwig Schäfer von Harheim, Ludwig Menges von Harheim,

kel von Nieder-Erlenbach. ECCC0TTT0T0TTT Bekanntmachung.

Betreffend: Die Zusammenlegung und die Entwässerung der Grundstücke in der Gemarkung Ober⸗-Florstadt.

Nachdem die Abstimmung Annahme beider Projecte ergeben Flächengehalt und Steuerkapital Ober-Florstadt unter dem Anfügen offen gelegt der gleichen Frist, mittelst

Friedberg den 3. Juli 1880.

hat,

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über die Zusammenlegung wird Abstimmungsprotoko gefertigten Zusammenstellung des Abstimmungs daß Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit der

Recurses an den Kreisausschuß des Kreises Friedberg, bei Meidung des

auf dem Vormittags 10 Uhr, auf

Termine anderen Angehörigen der letzteren Sie wollen hiernach Einladung ergehen lassen und die im Rückstand

und die Entwässerung der Grundstücke Ü mit der auf Grund des alphabetischen Verzeichnisses nach Stimmenzahl,

resultates 14 Tage lang auf

Friedberg den 3. Juli 1880.

Jahres aufgenommenen, sowie die hiermit sich noch im Rück⸗

aber in der Gemeinde heimathsberechtigt sind, Rathhause zu Friedberg für die aus den dem Selzerbruunen

Kreise Friedberg einverleibten Gemeinden des Orte,

laufenden Monats unfehlbar Verzeichnisse

einsenden.

Adolph Lenz von Heinrich Läufer

in der Gemarkung Ober-Florstadt die

dem Bürgermeisterei-Bureau zu Abstimmung innerhalb Ausschlusses verfolgt werden müssen. Großherzogliches Kreisamt Friedberg.

Dr. Braden.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 3. Juli. Die Prinzessinnen Victoria und Elisabeth sind gestern Abend in Begleitung ihrer Gouvernante und ihres Cavaliers hier eingetroffen und im neuen Palais abge stiegen, von wo sie sich mit dem Großherzog nach Schloß Wolfsgarten begaben

30. Juni. Heute trat die erste Kammer zur Erledigung der noch restirenden Geschäfte zusammen, unter welchen die allgemeine Bau ordnung die erste Stelle einnimmt. Vor Ein⸗ tritt in die Tagesordnung gibt der Präsident den Gefühlen der Trauer über das Ableben der Kaiserin von Rußland, einer hessischen Prin⸗ zessin, Ausdruck und erhebt sich das Haus von seinen Sitzen. Zur Bauordnung hat die Majo rität des Ausschusses eine Trennung von Stadt und Land in Aussicht genommen und demgemäß die Vorlage umgearbeitet. Es entspinnt sich hierüber eine längere Debatte, in welcher sich die Regierung entschieden gegen die erstrebte Tendenz verwahrt. Auch einzelne Mitglieder des Hauses bekämpfen die Anträge der Ausschuß majorität, die schließlich auch abgelehnt werden. Im Uebrigen werden einzelne, im Detail nicht suteressirende Aenderungen gegenüber den Be⸗ schlüssen der zweiten Kammer adoptirt.

Berlin, 2. Juli. Die von der Conferenz einstimmig angenommene und gestern unter zeichnete Finalacte bezieht sich auf die von dem Berliner Congreß getroffenen Vertragsbestim mungen und deren Ausführung, nachdem die Verhandlungen zwischen Griechenland und der Türkei kein Resultat gehabt und daher die Conferenz in Folge des ihr übertragenen Mandats die Grenze tracirt hat. Die Finalacte enthält die genaue Grenzlinie, wodurch das Conferenz mandat erledigt ist. Diese Finalacte nebst den

Annexen über secundäre Fragen wird durch eine Collectiw⸗Note baldthunlichst in Athen und Constantinopel überreicht werden. In der Collectivnote erklären die Mächte, daß sie, da die im Verfolg des Berliner Congresses statt gehabten Verhandlungen zwischen Griechenland und der Türkei kein Resultat erzielten, zur vorgesehenen Mediation geschritten wären und die durch die Conferenz nunmehr festgesetzte Grenze der griechischen und türkischen Regier⸗ ung notificirten und dieselben zu deren Annahme aufforderten(inviter). Berlin, 3. Juli.

Sitzung des Herren hauses. Kirchengesetzvorlage. Adams beantragt Namens der Commission unveränderte Annahme der Vorlage in der vom Hause der Abgeordneten angenommenen Fassung. Nach Schluß der Generaldiscussion beantragt v. Senfft-Pilsach die en bloe- Annahme der Vorlage. Beseler

die einzelnen Artikel in der von dem Abgeordneten

sodann mit großer Majorität genehmigt. Die

Fassung ohne wesentliche

hause angenommenen Das ganze Gesetz wird

Debatte angenommen.

gemeinsame Sitzung der beiden Landtagshäuser wurde im Abgeordnetenhause heute Abend unter dem Vorsitz des Präsidenten des Herrenhauses, Herzog v. Ratibor, abgehalten. Der Viceprä⸗ sident des Staatsministeriums, Graf Stolberg, verlas eine königl. Botschaft, datirt aus Ems vom 28. Juni, wodurch die Session geschlossen wird. Der Herzog von Ratibor schloß hierauf die Sitzung mit einem dreifachen Hoch auf den König. Ausland.

Frankreich. Paris, 2. Juli. DiePol.

Corr. meldet von informirter Seite von hier, daß die seit Ende Juni zwischen Paris und London geführten vertraulichen Verhandlungen zu einer Verständigung geführt haben. Danach werden die beiden Mächte eine combinirte englisch französische Eskadre entsenden, welche zur Kreuzung in den Gewässern des levantinischen und jonischen Archipels bestimmt ist. DieNat.⸗Ztg. bemerkt dazu, soweit wir die Tragweite dieser Maßregel aus diesen Andeutungen verstehen, würde die selbe vor Allem zum Schutze Griechenlands gegen türkische Seestreitkräfte und als humani täre Maßregel zur Aufnahme von Flüchtlingen gemeint sein. 3. Juli. Die hiesigen Jesuiten brachten heute bei dem Präsidenten des Seine-Tribunals eine Klage auf vorläufige Entscheidung an. Der Präfect hat dagegen den Competenz-Einwand erhoben. Der Präsident des Tribunals ver wies die Sache an die erste Kammer des Tribunals, welche Mittwoch darüber verhandeln wird. Die Präfecten scheinen übereinstimmend vorzugehen. Auch in Lille erhob der Präfect den Competenz conflikt. Die Zahl der demissionirenden richter lichen Personen hat abermals zugenommen.

3. Juli. Sitzung des Senats. Amnestie⸗ Vorlage. Jules Ferry und Victor Hugo treten für die Vorlage ein, Jules Simon spricht gegen dieselbe. Er bestreitet, daß die Amnestie Wunsch des Volkes sei. Uebrigens dürfe man den Volkswünschen nicht immer nachgeben und Grund sätze nicht aufopfern, wenn sie aufbörten populär zu sein. Man würde sich gegen Frankreich und die Republik vergessen, wenn man die Mörder und Brandstifter amnestiren wollte. Er könne niemals sich dazu verstehen, zumal die Schul digen keinerlei Reue zeigten und in ihrem Hasse verharrten. Ein einseitiges Vergessen sei nur Schwäche. Zugeständnisse würden nur neue Zugeständnisse hervorrufen. Jules Simon erinnert an Thiers, der Frankreich bezüglich seiner Finanzen,

gethan? Nichts. Ihre einzige Sorge ist die Furcht, die Wahlen könnten sich unter dem Gesichtspunkte der Amnestiefrage vollziehen. Die Wahlen müssen aber stattfinden unter dem Gesichtspunkte der Wahl zwischen einer Politik der Gewaltthätigkeit und einer Politik der Freiheit, zwischen einer Politik ohne Muth und Unheil und einer Politik, welche die Gewissens- und Glaubensfreiheit will, welche die Unabhängigkeit der Religion und die Gerechtigkeit achtet und die Beamten nicht wie Parias behandelt. Um die Gemüther zu beruhigen, dürfe man Muth nicht blos auf der Straße, sondern auch im Parlament und im Cabinet haben, besonders gegen jene Art von Aufruhr, der nicht mit Gewehren, sondern mit Decreten bewerkstelligt

werde. Freycinet erwiederte: die Regierung habe ihre Ansichten nicht geändert. Sie sei stets der Meinung gewesen, daß die Amnestie

vor den Neu-Wahlen stattfinden müsse. Zu Gunsten der Amuestie bestehe eine lebhafte Strömung. Das Cabinet müͤsse mit der Majo⸗ rität des Parlaments regieren. Das Cabinet wolle die Amnestie im Interesse des Landes und der Republik. Es sei gefährlich, gegen das allgemeine Stimmrecht anzukämpfen und noth wendig, die extreme Partei daran zu verhindern, daß sie die Amnestie ausbeute, um die irrezuführen. Die Amnestie sei eine Frage der Opportunität, nicht der Principien. Die Lage des Cabinets sei schwierig, wenn die Amnestie abgelehnt werde. Freyeinet fordert den Senat dringend auf, zum Zweck der Uebereinstimmung mit der Kammer der Deputirten seine Meinung zu opfern und mit einer schmerzlichen Ver gangenheit abzurechnen, welcher diejenigen, welche vorher gesprochen, nicht so fremd gegenüber ständen, wie die Mitglieder des Cabinets. Jules Simon protestirt gegen die letzte Aeußerung Freycinet's. Der Gegenentwurf Labiche, welchem die Regierung sich einverstanden erklart hatte, wurde mit 145 gegen 133 Stimme abgelehnt und das Amendement Bozerian, welches allen Verurtheilten des Commune-Aufstandes, mit Ausnahme der Mordbrenner und Mörder, die Amnestie bewilligt, mit 143 gegen 138 St. angenommen. Lille, 2. Juli. Der Präsident des hiesigen Tribunals erklärte sich trotz des Widerspruches des Präfecten zur Annahme einer von den Jesu⸗ iten wider den Präfecten wegen Verletzung d Hausrechtes ausgebrachten gerichtlichen Vor⸗ ladung competent und setzte die Verhandlung der Sache auf heute fest. Großbritannien. London, 2. Juli. Unterhaus. Gladstone beantragt die bekannte Resolution, um die Würde des Hauses zu

seiner Armee und seines Richterstandes wieder⸗

widerspricht dem Antrage, welcher hierauf abge lehnt wird. In der Specialdiscussion werden

herstellte und fährt dann fort: Was haben Sie

wahren und ähnlichen unpassenden Scenen, wit die erlebten, vorzubeugen;

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