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die Beschädigung der Telegraphen⸗Anl
Die Reichstelegraybenlinien sind häufig vorsätzlichen oder fahrlässigen Da durch diesen Unfug die Benutzung der Telegrap
Steinwürfen 1c. ausgesetzt. durch das Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich
Gleichzeitig wird bemerkt, daß Demjenigen, ermittelt und zur Anzeige bringt, daß dieselben zum Ersatze u st- und Telegraphenverwaltung werden gezahlt werden. dlichen Alters oder wegen sonstiger persönlicher Gründe gesetzlich nicht haben bestraft oder Beschädigung noch nicht wirklich ausgeführt, sondern durch rechtzeitiges Einschreiten elegraphenanlage verübte Unsug aber soweit feststeht, daß die Bestrafung des
in jedem einzelnen Falle aus den Fonds der R
dann bewilligt werden, wenn die Schuldigen wegen jugendlich zum Ersatze herangezogen werden können; desgleichen wenn die B der zu belobnenden Person verhindert worden ist, der gegen die T
Schuldigen erfolgen kaun.
Bekanntmachung,
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Die Beslimmungen in dem Strafgesetzbuche für das Deutsche Reich lauten:
8. 317.
Wer gegen eine zu öffentlichen Zwecken dienende Tele, rapbenannali vorsätzlich Handlungen begeht,
wird mit Gesängniß von einem Monat zu bis drei Jihren bestraft.
5. 318. Darmstadt den 26. Januar 1880.
Mer gegen eine zu össentlichen Zwicken dienende Tlegrapbenanstalt fabrlässigerweise Handlungen begeht, slzren wird mi Ge fängniß bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu neunhundert Mark bestraft ꝛc.
agen betreffend.
Beschädigungen, namentlich durch Zerträmmerung der Isolatoren mittelst benanstalten verhindert oder gestört wird, so wird hierdurch auf die festgesetzten Strafen wegen dergleichen Beschädigungen aufmerksam gemacht. welcher die Thäter vorsätzlicher oder fabrlässiger Bes vädigungen der nd zur Strafe gezogen werden können, Belohnungen bis zur Höhe von fünfzehn Mark
Diese Belohnungen werden auch
welche die Benutzung dieser Anstalt verhindern oder fören.
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Kaiserliche Ober Pofldirection.
An die Großherzoglichen Bürgermeistereien in den Wir ersuchen Sie in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekan
vom 1. bis zum 25. Februar dieses Jahres an den Zah Friedberg am 3. Februar 1880.
Großherzoglichen
Weig
Districtseinnehmereien Friedberg und Nieder- Wöllstadt. nt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Forst⸗ und Feldstrafen für die 6. Periode 1879 ltagen Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anher geschehen kann. 9
Großherzogliche Districtseinnehmereien Friedberg und Nieder-Woͤllstadt.
el. Nieß. 1
Friedberger Frühjahrs- Pferdemarkt.
Prämiirung von
Gelegentlich des diesjährigen Pferdemarktes soll eine Prämiirung von selbstgezüchteten Fohlen stattfinden.
zur Verfügung gestellt und ist auch aus unserer Kasse eine namhafte Summe bereit gestellt. keine f r haben, wollen ihre Fohlen Mittwoch den 11. Februar, Vormittags 11 Uhr auf dem Pferdemarktplatze der bestellten Prämmiirungs-Commission vorführen.
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Fohlenzüchter,
goh len am 11. Februar.
Der Pferdezuchtverein hat uns 100 M. zur Prämiirung
welche noch keine Prämie durch den Pferdezuchtverein erhalten
Für das Pferdemarkt⸗Comits: A. Steinhaäußer, Beigeordneter.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 3. Febr. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde in der Be- ra bung der Bauordnung sortgefahren. Neu ein⸗ gelaufen war ein Antrag der Majorität des Aus schusses, wonach Art. 2, Abs. 2 und 3 insoweit geändert werden soll, daß der Erlaß von Polizei- Reglements von der Zustimmung der Stadiver⸗ ordnetenversammlung, bezw. des Gemeinderaths abhängig gemacht werden soll. Er bezweckt also den Unterschied zwischen Stadt und Land zu beseitigen. Böbm empfiehlt diesen Antrag zur Annahmez Heiden⸗ reich und Lantz sprachen für die Regierungsvor⸗ lage, bezw. den Minotitätsantrag. v. Starck, findet diesen neuen Antrag noch weniger annehm⸗ bar, wie den primär gestellten. Die Abgg Wolz, Betz, Büchner, Pennrich, Metz und Kugler stimmen mit der Majorität des Ausschusses überein. Die Regierungsvorlage vertritt wiederholt von Gagern und Baur, Schröder, Reinhart, Hanstein und Maurer. Abs. 1 des Art. 2 wurde sodann in der Fassung des Entwurss, an Stelle der Abs. 2 und 3 die von der Minorität des Ausschusses proponirte Fassung mit 24 gegen 17 bezw. 25 gegen 16 Stimmen angenommen. Art. 3 wurde ohne Debatte in der von dem Ausschuß beantragten Fassung einstimmig angenommen.
— Der Reallehrer Schwabe zu Alzey wurde zum Lebrer an dem Gymnastum zu Bensheim, der Gymnasial⸗Lehrer Dr. Storck zu Bensheim zum Real Lehrer in Alzey, der Gymnasial⸗ Lehrer Dr. Rausch zu Gießen zum Director der Reaschule zu Alzey ernannt.
Darmstadt. Dem Vernehmen nach wird die Landessynode im Laufe dieses Monats zu einer Reihe von Sitzungen zusammentreten.— Das neue Gesangbuch ist vom Oberconsistorium durchberathen worden. Dasselbe wurde im Wesentlichen nach dem Entwürfe Schwabe's angenommen.
Berlin, 2. Febr. Die Kaiserin von Ruß-
vorgeschlagenen Resolutionen wegen Förderung des in unerheblichem Grade, doch fürchtet man eine und wurden weitere Ausdehnung der Epidemie.
Baues von Secundärbahnen statt alle drei nach den Anträgen der Commissionen angenommen.
— 3. Febr. Das Herrenhaus beschloß die Commissions Vorberathung für das Feld- und Forstpolizeigesetz, die Emeritenordnung und das Wanderlagergesetz, erledigte mehrere rechnerische und finanzielle Vorlagen, genehmigte das Fischerei⸗ gesetz und das Notariatsgesetz.
Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 3. Febr. Das Abgeordnetenhaus nahm heute das bosnische Verwaltungsgesetz in der General- und Spezial debatte unverändert an. Der Minister des Janern legte einen Gesetzentwurf, betr. die Ertheilang eines Vorschusses von 500,000 fl an Galizien vor.
Frankreich. Paris, 2. Febr. Senat. Der Gesetzentwurf, betreffend den Oberunterrichts⸗ rath, wird in erster Lesung angenommen.
Großbritannien. London. Der„Stan- dard“ meldet, die britische Regierung habe dem Befehlshaber des Pacisic⸗Geschwaders telegraphirt, ein Kriegsschiff nach La Paz in Untercalifocnien zu senden, um daselbst die durch Unruhen an Leben und Besitz bedrohten Engländer zu schützen.
— Die„Times“ dementirt ein Gerücht, wo nach Lord Lytton, der Vicekönig von Indien, zurückzutretrn wünsche.
Italien. Rom. Das Amtsblatt enthält ein Decret, wodurch das Parlament für jetzt ge- schlossen und zum 17. Febr. wieder einberufen wird.
Pegli, 1. Febr. Der deutsche Kronprinz ist heute wohlbehalten hier eingetroffen, von der Kronprinzessin empfangen.
Amerika. Washington, 2. Febr. Dem Congreß ging der Antrag zu, daß Präsident Hayes aufgefordert werde, den im Kriege begriffenen süd⸗ amerikanischen Staaten seine guten Dienste zur Herstellung des Friedens anzubieten. Ein fernerer
land traf heute Abend gleich nach 8 Uhr auf dem Ostbahnhof mit der Herzogin von Edinburgh und dem Großfürsten Sergei ein. Auf dem Bahahof
waren anwesend Dolgoruki, Arapoff, der Stadt“ New Aork.
commandant und der Polizeipräsident. Der Kaiser hatte den Flügeladjutant Lindequist entsandt. Die Kaiserin Augusta traf bald nach Ankunft des Zuges ein und empfing die Herzogin von Edinburgh und den Großfürsten Sergei im Empfangssalon. Um
Antrag geht auf Bewilligung eines Credits von 100 000 Doll zur Unterstützung der nothleidenden Irländer.
Die Schuld der Vereinigten Staaten hat im Januar um 11,014,000 abge- nommen. Ende Januar befanden sich in der Staatskasse 203,742,000 Doll. baar.
Buenos Ayres, 9. Jan. Die Chilenen haben jetzt nahezu die ganze peruanische Küste
9 Uhr erfolgte die Weiterreise nach Petersburg. blockirt. Pierolo ist als Dictatox von Peru aner- — 3. Febr. In der heutigen Sitzung des kannt und hat sein Cabinet ernannt. Comacho hat Abgeordnetenhauses fand die dritte Berathung des sich zum Präsidenten von Bolivien gemacht. Man Gesetzentwurfs, betr. die Besteuerung des Wander- glaubt allgemein, daß der Krieg an der Westküste lagerbetriebes, ferner die zweite Berathung der seinem Ende nahe ist. Vorlage, betr. den Bau von Staatsbahnen ꝛc. 1k. Rio de Janesro.
Das gelbe Fieber fängt
welche bie Benutzung dieser Anflalt verhindern oder
— 10. Jan. Nachrichten zufolge, welche aus Jannaria hier eingelaufen sind(Jannaria liegt im Norden der Provinz Minas Geraes) haben 400 Banditen unter Führung eines gewissen Necodesa jene Stadt besetzt und, nachdem sie die brasilianischen Beamten ausgewiesen, geplündert; 22 Häuser wurden niedergebrannt. Die Banditen bedrohen noch andere Städte.
Aus Stadt und Land.
r. Steinfurth, 3. Febr. Heute Abend stanb dahier das in einem großen Theil Cufopa's bekannt 500 Pfund schwere Wunder Mädchen Elisabeih Falk in einem 18 Lebenejahre.
Heldenbergen. Von competenter Seite gebt der „N. Fikj. Pr.“ folgende Nachricht zu:„Wie die in Folge des am 8. November v. J. erfolgun Einfturzes zweier Bögen der im Bau beguffenen Eisendaynbrücke dei Helden bergen sofort eingeleuete gerichtliche Unlersuchung gestützt
auf Sachverständigen⸗Gutachten, ergeben hat, fällt weder
den baulenenden Beamten, noch dem Bauunternehmer eig fahrlässiges Verschulden zur van und ist deßhalb das ge⸗ richiliche Verfahren eingestell! worden.“
Offenbach. Ein der Volksvertretung angehöriges Mitglied der biefigen Handels-Kammer äußerte sich ge⸗ lege nilich, daß seutens des Großo. Ministe riums der mit⸗ betheiligten preußischen Regierung die baldige Inangriff⸗ nahme des Baues einer süuhenden Brücke in Offenbach nabe gelegt worden wäre und zwar unter specielleim Dinweis auf die andernfalls not wendige, auf ca. 90000 Mark Kosten vetanschlagie Riperasur det durch den Eisgang staik de⸗ schädigten Schifforück,.
Allerlei.
Aßmannshausen. Eine zweite Eiskatastrophe steht uns bevor: Eine furchtbare Eismasse tpürmi sich hier und weiter unlervalb bis zur Clemenekapelle hoch übereinander; das Stauwasser ist jetzt schon böher wie damals, als der Roein zum ersten Male zuging, so daß es bereits bis in unsere engen Straßen reicht. Bor den Gasfthöfen„Zun Anker“, und„Zur Krone“ hat sich im Rhein eine groß offene Sielle gebildetl. Bereiis sind die größ ems liche Vorstchis maßregeln getroffen; ob sie aber das Unheil abe wenden werden, steht dahin, denn unsete Häuser mit ihre Veranden am Rbeine find durch den ersten Eisgang be reits so arg beschädigt worden, daß sie nur wenig Wide stand dem bevolstehenden Eisanpralle entgegensetzen kon nen
Handel und Verkehr. Friedberg, 3. Febr. Fruchtbericht. Weizen M 23.20 Korn M. 20., Gerste M 18., Hafer M. 14— 1 Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilos= 200 Zollpfun Friedberg, 4. Febr. Wochenmarkt. Butter kostel per Pfund M. 80— 90 Pf., Eier per Stück 8 Pf. Grünberg, 31. Jan. Auf heutigem Wochenmarl kostete der Centner Weizen M. 11.49, Korn M. 9.40 Gerste M. 8.30, Hafer M. 6.85, Erbsen M. 9.20. Gießen, 3. Febr. Wochenmarkt. Butter per Pfund M. 0.85—1., Eier per Stück 7—8 Pf., Käse per Sti 5—9 Pf.„Tauben das Paar 100 Pf., Hühner per Sti M. 1.1(Hahnen per Stück M. 1.60. Enten per Sti M. 2.30, Kartoffeln per 100 Kilo M. 6.—8.30, Zwiebel per Centner M. 10.—13., Ochsenfleisch 68 Pf., per Pfd⸗ Kub- und Rindfleisch 48— 56 Pf., Kalbfleisch 40 50 P Hammelfleisch 50—60 Pf., Schweinefleisch 60 Pf., Truß
sowie die Berathung der von der Commission an, in Brasilien aufzutreten, bis jetzt zwar nur bahnen ver Stück M. 7.80. 1
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Telegraphenanlagen derart
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