Ausgabe 
4.3.1880
 
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Wird hiey und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.

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Friedberg am 25. Februar 1880.

Die einspaltige Petitzetle wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil. Bekanntmachung.

Großberzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem geschäftsführenden Ausschusse des Casseler Pferdemarkt-Comités die Genehmigung zum Vertriebe von 500 Loosen im Großherzogthum Hessen für die Verloobsung, welche mit dem am 31. Mai, 1. und 2. Juni dieses Jahres stattfindenden Pferde- und Rindvieh⸗ Markte verbunden werden soll, ertheilt.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 2. März. Der Großherzog begibt sich morgen nach Lich, um der Beisetzung der Leiche des Fürsten zu Solms⸗Hohensolms⸗Lich weizuwohnen.

Der Rittmeister im 2. Großh. Drag.⸗Regt. Nr. 24, Scholl, wurde in den Adelstand des roßherzogthums erhoben.

Darmstadt, 2. März. Die zweite ordent: liche Landessynode wurde heute durch den Präsi⸗ denten des Oberconsistoriums Geh. Rath Gold- mann im Namen des Großherzogs eröffnet. Zum

ersten Präsidenten wurde Oberstabsauditeur Eigen-

brodt, zum zweiten Präsidenten Professor Köhler (Friedberg), zu Secretären Buchner und Emmer⸗ (ing gewählt.

Berlin, 1. März. Reichstag.(Berathung der Militärvorlage.) Der Kriegs minister rechtfertigt die Militärvorlage. Die Regierungen dürften nicht dem Zufall überlassen, von den Nachbarmächten in militär⸗ sschen Angelegenheiten überflügelt zu werden. Ein Aus⸗ gleich mit den Militäreinrichtungen der Nachbarstaaten sei nothwendig, wenn auch nicht gerade Gründe akuter Natur dazu drängten. In der Commission, die das haus wohl beschließen werde, werde sich(um im Plenum won militärtechnischen Details abzusehen) Gelegenheit bieten, zu zeigen, daß die neuen Vorschläge so bemessen sseien, daß sie persönliche und peeuniäxre Lasten in möglichst geringem Maße neu aufbürden. Die Ziffer des stehenden Heeres in Friedenszeiten werde durch die Novelle trotz wieser Maßregel sich nur um 9 bis 10 tausend Mann erhöhen. Betroffen werde wesentlich die Ersatzreserve

erster Klasse; es bleibe auch später noch immer möglich,

weren wirthschaftlichen Interessen weitgehend Rechnung zu tragen. Verschoben werde auch das Verhältniß von der Landwehr zum Landsturm, aber auch hier wieder in ssehr unbedeutendem Umfange. Im Frieden ergebe sich als Mehr nur der Besuch einer einzigen Controlver⸗ ssammlung. Richter dankt dem Kriegsminister für dessen Erklärung, daß nicht Gründe akuter Natur die Mehr⸗ forderungen für das Militär veranlaßt haben. Damit ssei die pessimistische Auffassung über das Verhältniß zu Rußland hinfällig. Als Compensation der neuen Last, wie durch die Einberufung der Ersatzreserve in Friedens geiten entstehe, fordert Richter die Einführung der zwei lährigen Dienstzeit. Als Compensation für die Ver⸗ mehrung der Artillerie will er Verminderung der Kürassier⸗ Regimenter. Graf Moltke bemerkt: Unsere Nachbarn haben einen bedeutenden Theil ihrer Heeresmacht nahe an unseren Grenzen dislocirt. Wir brauchen darin keine Absicht zu suchen, aber wir müssen mit diesen

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Rußland stellt 24 Reserve⸗ 224 Reserve⸗Artillerie Fanterieregimenter

Früher 26 Cavalleriebrigaden, jetzt 3

einen Präsenzstand von 497,000,

300,000 Mann. schließen, wenn die Regierung

unseren Nachbarn

so drückend, daß der Wunsch na

Verhältnissen rechnen. Rußland hat schon vor dem türkischen Kriege eine erhebliche Erweiterung seiner ohnehin starken Heeresmacht begonnen und nach dem Frieden durchgeführt. Infanterie-Divisionen und brigaden neu auf und hat 152 In⸗

mit vierten Bataillonen versehen. rüher 26 Infanteriedivisionen, jetzt 383 6. Die Stärke der ung betrug

Frankreich hatte f

französischen Armee in ihrer ersten Aufstell früher 336,000 Mann, jetzt 350,000. Frankreis hrend Deutschland bei einer um mehrere Millionen stärkeren Bevölkerung nur 401,000 unter den Waffen hält. Die Friedens⸗ stärke Rußlands beträgt das Doppelte der unsrigen, Wir können uns nicht dagegen ver⸗ eine mäßige Vermehrung nicht ganz hinter

der Friedensstärke vorschlägt, damit wir n zurückbleiben. Reichensperger Lasten der Nation seien

Olpe) erklärt, die bisherigen 7 15 175 ch Entlastung völlig be⸗

nkreich hat

gründet sei. der letzte Krieg mit den Türken gezeigt. Deutschland könne sich schon jetzt jedem Einzelnen seiner eventuellen Feinde für gewachsen halten. Das Verhältniß Deutschlands zu Oesterreich sei ein Grund mehr, die Zukunft zuversicht licher zu betrachten. Sollte die Vermehrung der Präsenz stärke und die Ausbildung der Ersatzreserve aber be⸗ schlossen werden, so müsse er zugleich im Namen seiner politischen Freunde zweijährige Dienstzeit bei der Infanterie und dreijährige Dienstzeit bei den Specialwaffen fordern. v. Bennigsen erklärt im Namen der überwiegenden Mehrzahl seiner politischen Freunde, daß sie die Vorlage im Wesentlichen annehmen wurden(Beifall rechts). Zur Prüfung der Einzelheiten beantrage er die Ueberweisung an eine besondere Commission. Die Schwierigkeiten der Kinanzlage würden hoffentlich nur vorübergehend sein. Die Nothwendigkeit, Schwankungen in der Militär⸗ organisation zu verhindern, lege dem Reichstag die Pflicht auf, auf das jährliche Bewilligungsrecht des Militäretats zu verzichten. Dieser Gedanke sei 1874 anerkannt worden. Die französtschen vermehrten Rüstungen machten die größte Vorsicht nothwendig. Die panslavi⸗ stische Agitation in Rußland lasse eine Gefahr für Deutsch land nicht unwahrscheinlich erscheinen. Die diplomatische Action des Reichskanzlers mit Oesterreich im vorigen Jahre bilde ein unverwelkbares Lorbeerblatt in seinem Ruhmeskranze. Dem Bündniß mit Oesterreich zolle jede politische Partei ihren Beifall. Es sei zu wünschen, daß dies Verhältniß sich von Jahr zu Jahr befestige und auch auf das handelspolitische Gebiet sich erstrecke. Er hoffe, die Vorlage werde eine bedeutende Mehrheit im Hause finden. v. Bühler(gegen die Vorlage) spricht für Abrathung und Schlichtung internationaler Streitig keiten durch schieds richterliche Congresse. v. Treitschke bemerkt, der Vorlage gegenüber müßten alle Partei rücksichten schweigen. Der Staatsmann, der es verstanden, den Zusammenbruch des türkischen Reiches ohne europäischen Krieg sich vollziehen zu lassen, verdiene das Vertrauen, daß er nicht ohne die zwingendsten Gründe dem Lande neue Militärlasten auflegen werde. Redner tritt für die Vorlage namentlich mit Rücksicht auf die unsicheren Ver⸗ hältnisse in Rußland ein. 2. März. v. Frankenberg erklärt, daß er und seine politischen Freunde sich der gestrigen Ausführungen des Grafen Moltke nun an⸗ schließen und für die Vorlage stimmen würden. Er be dauert, daß das Centrum nicht auch diesem Gesetze gegenüber mit den Conservativen Hand in Hand gehe. v. Stauffenberg führt aus, daß wohl nur sehr wenige Mitglieder im Hause seien, die von vornherein entschlossen seien, die Vorlage unter allen Umständen abzulehnen. Redner weist aber zugleich auf die schwere Verantwortlichkeit hin, vor die der Entwurf den Reichs tag gestellt habe. v. Maltzahn-Gültz erklärt sich für die Vorlage, da er und seine Freunde von der Nothwendigkeit der Mehrbewilligung überzeugt seien. Windthorst erklärt sich für die Ueberweisung der Vor⸗ lage an eine Commission. Nach noch einigen persön⸗ lichen Bemerkungen beschließt das Haus, die Vorlage einer Commission von 21 Mitgliedern zu überweisen. Es folgt die Fortsetzung der Etatsberathung. Rickert berichtet Namens der Budget⸗Commission über den Etat für das Reichsamt des Innern, soweit derselbe der Commission überwiesen ist. Das Haus acceptirt deren Anträge nach kurzer Debatte. Bei dem Etat des Gesundheitsamtes wird die Debatte vertagt.

1. März. DieNorddo. Allg. Ztg. meldet: Durch den schwankenden Gesundheits- zustand und die übergroße Arbeitslast des Fürsten Bismarck werde die zeitweilige Vertretung des Reichskanzlers in den Geschäften des Auswärtigen durch den Fürsten Hohenlohe veranlaßt, welcher nach einigen Monaten nach Paris zurückkebren

werde, wo inzwischen v. Radowitz ihn als außer;

ordentlicher Gesandter vertreten werde.

Die innere Untüchtigkeit Rußlands habe

2. März. Fürst Hohenlohe reist heute nach Paris ab.

Anläßlich des russischen Regierungsjubiläums fand heute bei dem Kaiser Wilhelm Familien- tafel statt. Der Kronprinz trifft am 9. März zur Enthüllung des Denkmals der Königin Louise hier ein, und reist voraussichtlich nach dem Geburts- tage des Kaisers nach Pegli zurück, um die Kron- prinzessin vor dort nach Potsdam zu geleiten.

Diedenhofen. Hier erregt die vor 14 Tagen hier vorgenommene Arretirung eines angeblichen russischen Gesandten, Grafen Edmond v. Kwiatowski aus Kiew, der jede Auskunft über seine Person unter Schutz eines geladenen Revolvers verweigerte, allgemeines Aufsehen. Es soll gelungen sein, festzustellen, daß der Verhaftete bei dem abscheu⸗ lichen Moskauer Attentat betheiligt gewesen sei, und außerdem soll er sich geäußert haben, sobald es ihm gelänge, wieder russischen Boden zu be- treten, würde er ein zweites Attentat gegen den Kaiser von Rußland unternehmen.

Ausland.

Belgien. Brüssel, 1. März. In der heutigen Versammlung der belgischen Bischöfe zu Mecheln wurde auf Weisung von Rom beschlossen, daß der gesammte Episcopat an dem National- seste theilnehmen werde; außerdem beschloß die Versammlung, die Schüler aller Anstalten ohne Unterschied zur ersten Communion zuzulassen und den Geistlichen Instruetionen für den Religions- Unterricht zuzustellen.

Frankreich. Paris, 1. März. Senat. Bei der Berathung der Interpellation Schölcher, betreffend die Sklaveteei im Senegalgebiet, gibt der Marine- minister die erforderlichen Aufklärungen. Der Senat nimmt eine Tagesordnung an, worin er sich von den Ausführungen des Ministers für be. friedigt erklärt. Deputirtenkammer. Der Ge setz Entwurf, betreffend die Anlegung neuer Bassins südlich vom Hafen von Marseille wird in erster Berathung angenommen. 2. März. Der Senat berieth heute über das Gesetz betreffend den höheren Unterricht. Artikel 1, welcher die Verleihung von Graden dem Staate zuweist, wird angenommen, ebenso Artikel 2, sodann Artikel 3, welcher festsetzt, daß die Einschreibungen in die Facultäten des Staates(2) gratis zu geschehen haben. Art. 4 bis 6 werden gleichfalls angenommen.

Großbritannien. London, 2. März. Oberhaus. Die irische Nothstandsbill wird in zweiter Lesung angenommen. Unterhaus. Der Staatssecretär des Krieges, Stanley, bringt das Kriegsbudget ein und erklärt dazu, bei Aufstellung des selben sei auf alle ohne Beeinträchtigung des Staats- dienstes möglichen Ersparnisse Rücksicht genommen. Ia der ersten Posttion des Budgets ist die Stärke der Armee auf 131,859 Mann für nächstes Finanz⸗ jay beantragt. Das Haus erledigte sämmtliche Positionen des Kriegsbudget unverändert.