Ausgabe 
30.10.1879
 
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1879.

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Donnerstag den 30. October.

N 128.

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Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11

Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.

Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Für die Monate November und Dezember kann auf den der Verlags-Expedition mit 67 Pf., bei

den Poststellen mit 1

Oberhessischen Anzeiger bei

Mark abonnirt werden.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Den Holzsamenbedarf für die Gemeindewaldungen pro 1880.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg

an die Großherzoglichen

Wir weisen Sie an, die Beschaffung der nachstehend verzeichneten Bucheln und Eicheln,

bezogen werden,

Bad-⸗Naubeim 1100 kg Eicheln,

der Großberzoglichen Oberförsterei Ober Rosbach

zu überlassen. Dr. Braden.

Ockstadt 300 kg Eicheln.

Betreffend: Die Armenkrankenpflege, insbesondere die Aufnahme Kranker in das Hospital zu Friedberg.

1 Es ist mißständig erkannt worden, daß Sie daher, in jedem einzelnen Falle dahier zu erwirken, ansonsten der Fall

stets vor Verbringung k eintreten könnte, daß

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen

Sie kranke

Dr. Braden.

Friedberg den 24. October 1879.

Bürgermeistereien Bad- Nauheim, Nieder-Mörlen, Ober-Mörlen, Ober-Rosbach und Ockstadt.

welche nicht aus dem Großberzoglichen Magazin

Nieder⸗Mörlen 700 kg Eicheln, Ober-Mörlen 2600 ug Eicheln, Ober⸗Rosbach 50 kg Bucheln und 200 kg Eicheln,

Friedberg den 25. October 1879. Bürgermeiste reien des Kreises.

Personen öster kurzer Hand in das hiesige Hospital verbringen lassen. Wir beauftragen ranker Personen in das Hospital die Annatzme⸗Zusicherung seitens der Armencommisston Mangels Raum oder aus einem sonstigen Grunde Zurückweisung erfolgen müßte.

Deutsches Reich. Darmstadt. Der Abgeordnete Schröder bat Namens des Finanzausschusses der zweiten Kammer über den Gesetzentwurf, die Errichtung einer Landes- Culturrentenkasse betreffend, Bericht erstattet. Bekanntlich bat bereits dem vorigen Landtag die gleiche Vorlage vorgelegen und wurde dieselbe von der zweiten Kammer auch angenommen. Die erste Kammer dagegen beschloß, den Gesetz. entwurf abzulehnen unter dem Ersuchen an Großh. Regierung, dem nächsten Landtag ein Gesetz zur Gründung einer Landescreditbank nach dem unge- sähren Muster der in Cassel, Hannover, Wiesbaden und Gotba bestehenden derartigen Institute be- buss Hebung des gesammten land wirthschaftlichen Realcredite vorzulegen. Der Ausschuß erklärt wiederholt seine Zustimmung zu dem Gesetzentwurse im Großen und Ganzen und beantragt nur zu einzelnen Artikeln desselben unwesentliche Modi⸗ sicationen, mit welchen die Großh. Regierung größtentheils ihr Ein verständniß erklärt hat. 28. Oct. Heute wurde die zweite Kammer durch den Staatsminister von Starck eröffnet, da die zwei Präsidenten ihr Mandat verloren hatten. Sodann wurde das Resultat der Neuwahlen, so- weit solche vollzogen, bekannt gegeben, worauf Abg cordneter Matthy als Alters- Präsident den Vorsitz übernahm, um die Wahl des Burkaus zu leiten. Zum Präsidenten wurde Kugler mit 31 Stimmen, zum 2. Präsidenten Muhl mit 36 Stimmen gewählt. Kugler und Muhl nahmen bie Wahl dankend an, ersterer gedachte mit aner- ennenden Worten des früheren Präsidenten Görz. Alsdann leisteten die neueingetretenen Abgeordneten den Eid. Abgeordneter Wolsskehl wurde hierauf mit großer Majorität zum Secretär gewählt. Berlin, 28. Oet. Die Großfürsten Alexander und Paul von Rußland sind gestern von Paris hier eingetroffen und haben heute den Katser und die königlichen Prinzen begrüßt. Heute findet zu hien der Großfürsten ein Diner bei dem halser statt. 28. Oct. Der König hat den Landtag bit einer Thronrede eröffnet. Dieselbe verheißt Lorlagen, betreffend Verwendung der aus dem Urtrage der Reichssteuern zufließenden Mehrein- sahmen zu Klassen- und Einkommensteuererlassen,

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Einführung einer Steuer für den Ausschank geistiger Getränke und Besteuerung der Wanderlager zu Gunsten der Kommunen, der Verträge behufs Ver⸗ staatlichung wichtiger Eisenbahnen zum Zwecke ent⸗ schlossener Durchführung des Staats Eisenbahn- sosteme, Ausfübrung neuer Eisenbahnen, Denkschrift über Regulirung von fünf Haupiströmen und die hierfür erforderlichen Geldmittel, Abänderung der Einrichtung der höheren Verwaltungs- Behörden, Gesetzentwurf über Aufbringung von Gemeinde abgaben. Die Thronrede spricht schließlich das Vertrauen auf die bereitwillige Unterstützung aus. um die wirtbschastliche Neugestaltung auch auf dem Boden der preußischen Staatseinrichtungen ersolg⸗ reich durchzuführen. Der König wünscht, die be⸗ ginnende Session möge den Frieden auch im Innern nach allen Richtungen hin fördern. Nach Verlesung der Thronrede erklärte Graf zu Stolberg die Session für eröffnet. Der Alterspräfident des Abgeordnetenhauses, v. Bockum Dolffs, brachte das Hoch auf den König aus.

28. Oct. Abgeordnetenhaus. Alters- Präsident v. Bockum-Dolffs eröffnet die Sitzung

Hause mit, daß sich 348 Mitglieder als anwesend gemeldet haben. Er beruft die Schristführer, welche die Verloosung in die Abtheilungen vor nehmen sollen. Herrenhaus. Der Herzog v. Ratibor eröffnete die Sitzung mit einer An- sprache, worin er den Gefühlen der Freude über die völlige Genesung des Königs Ausdruck gab und schloß mit einem Hoch auf denselben. Der Namensaufruf ergab 86 Anwesende. Das seit- herige Präsidium: Herzog von Ratibor Präsident, Graf von Arnim-Boptzenburg erster Vicepräsident, Oberbürgermeister Hasselbach zweiter Vicepräsident, wurde durch Acclamatlon wiedergewählt.

Berlin, 27 Oct. DieN. A. Z. schreibt: Wenn nach derEssener 31g. der Cultueminister v. Puttkamer einen in Essen Trink- spruch mit Bezugnahme auf von derKöln. Ztg. gebrachte Mittbeilungen über das Ergebniß der

lässig unterrichtet sein. Nach den durch die Reichs- verfassung geordneten Competenzverhältnissen würde es ein Fehlschuß sein, anzunehmen, daß der Cultus⸗ minister über einen Act der Politik des Reiches genau informirt sei und unter den sich wider sprechenden Zeitungsnachrichten gerade die An gaben derKöln. Zig. als authentisch habe bezeichnen lönnen.

DerPost zusolge sind der frühere Minister Dr. Friedenthal und Graf Eulen burg⸗ Liebenberg in das Herrenhaus berufen.

DieTimes meldet aus Philadelphia: William Kelley, Vertreter von Philadelphia im Congresse, welcher kürzlich mit dem Fürsten Bis⸗ marck über die Silberfrage conferirte, veröffentlicht einen Brief, worin er constatirt, Fürst Bismarck habe ihm niemals gesagt, daß Deutschland unter den jetzigen Umständen die Doppelwährung wieder annehmen wolle. Fürst Bismarck sagte aber, Deutsch land hätte die Silbertonferenz im Jahre 1887 beschicken sollen und würde bei der nächsten Con- ferenz vertreten sein. Kelley fügt hinzu, auch an

mit dem Hoch auf den König und theilte dem

Wiener Besprechungen geschlossen zu haben scheint, so dürfen wir an die Warnung erinnern, welche wir vor einigen Tagen auszusprechen uns ver

pflichtet hielten. Ueber die Verhanblungen 0 Wien können nur sehr wenige Personen zuver

sonst maßgebenden Stellen Deutschlands sei ihm versichert worden, Deutschland werde Delegirte zu der Conferenz senden, welche die Regierung der Union bald berufen müsse.

Die Nachricht hiesiger Blätter, daß letzten Sonntag im auswärtigen Amte eine Conferenz der drei deutschen Botschafter Graf Münster, Fürst Hohenlohe und v. Schweinitz stattgesunden babe, ist schon deßhalb unrichtig, weil Fürst Hohenlohe gar nicht in Berlin anwesend und Botschaster v. Schweinitz erst am Montag früh dier ein getroffen ist.

28. Oct. DieN. A. 3. erfährt über die Vereinigung der seitherigen conservativen und neuconservativen Fractionen zu einer großen con- servativen Fraction, dieselbe habe gestern Abend stattgesunden. Die neue Fraction babe sich con stituirt. DieN. A. Z. nimmt ferner Anlaß, den Gerüchten über bevorstehende Mintster Ver- änderungen, namentlich sofern sich solche auf den Finanzminister beziehen, mit aller Bestimmtheit entgegenzutreten.

Straßburg, 26. Oct. Der Stattbalter Feldmarschall von Manteuffel begab sich beute nach Mülhausen. Die Rückreise erfolgt morgen.

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