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Der Assenbim bel untetzache
Aber 1879. dert⸗Affenbein.
Aunbac b. Fr.
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dems. Bat., zum Sec. Lt. der Landw. Feld ⸗ Art. befördert; Krüger, Prem.-LEt. von der Landw.“
Nr. 115, Joeckel, Sec. Lt. von der Res. des Großh. Feld.⸗Art.⸗Regts. Nr. 25, der Abschied
Handelstages berieth über die Frage einer event.
Reichs Regierung die Angelegenheit darüber Bericht zu erstatten.
schäste des Reichsjustizamts übernommen. demnächst bevor.
Duuchelben, Brüssel von gut informirter Seite erfahren baben,
bas Project doch aufgegeben
1879.
Dienstag den 25. November.
M 139.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal per Woche
und zwar Dienstags, Donnerstags und
Samstags.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
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Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Oberförster Amendt in Trais a. d. L. wurde nach Lengfeld versetzt.
— Militärdienstnachrichten. Hofmann, char. Port.⸗Fähnr. vom 1. Großh. Inf. Regt Nr. 115, Schimpff, Unteroff., v. Stülpnagel, char. Port.“ Fähnr., Koop, Unteroff., vom 3. Großh. Inf. Regt. Nr. 117, Rücker, Unteroff. vom 2. Großh. Drag.-Regt. Nr. 24, zu Port.-Fähnre. befördert; Welms, Sec. Lt. vom Schlesw.⸗Hollst. Train Bat. Nr. 9, in die Großb. Train-Comp., Dudp, See. Et. von der Großh. Train-Comp., in das Schles. Train.⸗ Bat. Nr. 6 versetzt; Dettweiler, Vicefeldw. vom 1. Bat. 4. Großh. Landw.⸗Regts. Nr. 118, zum Sec. Lt. der Res. des 2. Großh. Juf.⸗Regts. Nr. 116, Schwarz, Vicewachtm. von dems. Bat., zum Sec. Lt. der Res. des 2. Großb. Drag.-⸗Regts. Nr. 24, Böllinger, Vicefeldw. von
Inf. des 1. Bat. 1. Großh. Landw. Regts.
bewilligt. 3 Berlin. Der bleibende Ausschuß des deutschen
Berliner Weltausstellung und war der einstimmigen Ansicht, daß, wenn auch die Reichs Regierung die Zeit einer Weltausstellung noch nicht für gekommen erachte, der angeregte Gedanke doch nicht ohne Weiteres abgelehnt werden könne. Der Ausschuß ersuchte demzufolge das Präsidium des Handels- tages, durch weitere Verhandlungen mit sämmt; lichen deutschen Handels- Kammern und mit der weiter zu fördern und in der nächsten Aueschuß Sitzung
— Staatssecretär v. Schelling hat die Ge⸗ Seine
Ernennung zum Bundesraths bevollmächtigten steht
— Das„Mémorial-Diplomatique“ will aus
daß man dort für den Verlauf des nächsten Jahres den Papst Lco XIII. erwartet, der angeblich be⸗ teits angenommen habe, bei dem König zu wohnen. Von Brüssel würde sich der Papst direct nach Köln begeben, um der Feierlichkeit der Vollendung der beiden Thürme des Doms beizuwohnen. An⸗ geblich würde diese Reise zugleich die Bedeutung eines ostensiblen Friedensschlusses zwischen dem Papst und der preußischen Regierung haben. Die „Auge b. Postztg.“ schreibt bierzu: Die Nachricht ißt bestem Vernehmen nach keineswegs aus der Luft gegriffen. Als wir heute vor einem Jahr
aue Rom die Aufsehen machende Mittheilung über die Friedensgencigtbeit des Papstes brachten, da ⸗ mals schon war in bestunterrichteten Kreisen von einer Zusammenkunft Sr. Heiligkeit mit dem greisen Kaiser Wilhelm die Rede. Damals war das Schloß Brühl in Aussicht genommen. Möglich, daß jetzt ist, Thatsache aber ist, daß es in den maßgebenden Kreisen bestand. — Die„Nat. tg.“ schreibt: Eine ernste Sache ist ee, wenn Gambetlisten zu reden an- fangen Frankreich werde vom deutschen Reichs kanzler überlistet und übervortheilt. Auf grund- loses Gerede kommt es dabei nicht an; hierin legt keine Verminderung der Gefahren, welche sich daran knüpfen. Es ist eine Beleidigung, eine Herausforberung Deutschlands, welche diese
besteht
dreisten Ankläger sich mit solchen Wendungen offen- bar gestatten, und das bleibt nur so lange ohne größeren Belang, als man darin nur einzelne Stimmen in der Presse erkennen will. Aber auf der Tribüne der französischen Kammer würde in dieser Weise nicht gesprochen werden dürfen, oder wenn so gesprochen wäre, so würde es von der großen Mebrheit mit Entschiedeaheit zurückge— wiesen werden wüssen, wenn eine bedenkliche Spannung zwischen Deutschland und Frankreich vermieden werden sollte. Die Sache des Friedens könnte doch wahrlich nicht dadurch gestärkt werden, wenn französische Minister von ihren Volksver⸗ tretern Vorwürfe dafür erhielten, daß sie keinen Krieg und keine Bündnisse wider uns vorbereiten.
Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Pest. Die liberale Partei nahm einstimmig die Vorlage über die zehnjährige Feststellung des Heeresstandes an.
Frankreich. Paris, 21. Nov. Erzherzogin Christine von Oesterreich hat heute früh ihre Reise nach Spanien fortgesetzt. Die ehemalige Kaiserin Eugenie, die gestern Abend hier angekommen war, ist heute früh nach Spanien weitergereist; sie hat hier Niemanden empfangen.
Großbritannien. London. In amt⸗ lichen Kreisen wird zuversichtlich behauptet, zwischen England und der Türkei seien durchaus herzliche Beziehungen hergestellt. Die Pforte gab die Er— klärung ab, sie werde die Einführung von Reformen nicht weiter unnöthig verzögern. Salisburh ver— sicherte, er begreife vollständig die finanziellen und anderen Schwierigkeiten der Türkei und wünsche nicht, die Situation durch Entsendung der Flotte in die türkischen Gewässer oder Anwendung an— derer Drohungsmittel ohne Noth zu verwickeln.
— 22. Nov. In Folge der drohenden Halt— ung Abessiniens gegenüber Egypten wurde das englische Kanonenboot„Seagull“ von Athen nach Massauah geschickt zum Schutze des dortigen Eigentbums englischer Staatsangehöriger.
Dublin, 21. Nov. Heute Abend fand ein stark besuchtes Meeting statt, um gegen die jüngst erfolgten Verhaftungen zu protestiren. Den Vor— sig führte Gray; auch Parnell und andere Home rulers waren zugegen. In den von der Ver— sammlung angenommenen Resolutionen werden die Verhaftungen für willkürlich und verfassungswidrig erklärt, dazu angethan, das Vertrauen auf die Unparteilichkeit in der Handhabung der Gesetze zu schwächen. Gleichzeitig werden die Irläuder aufgefordert, bas Verfahren der Regierung mit allen verfassungsmäßigen Mitteln zu bekämpfen.
Spanien. Madrid. Der Congreß hat die vorgeschlagene freie Einfuhr von ausländischen Cerealien in Spanien abgelehnt.
Türkei. Constantinopel. Der Finanz minister, der Controleur der Zölle und der Rech- nungsführer der allgemeinen alten türkischen Schuld traten mit mehreren Bankhäusern Galatas über die Details eines Finanzarrangements zu Be— sprechungen zusammen.
Montenegro. Cettinje. Montenegro auf der Uebergabe von Gussinje. Wie es heißt, hat Rußland der Pforte gerathen, 15 0 Gussinje's einen Theil des Limdistriets an Mon- tenegro abzutreten.
Nußland. Petersburg. Die Ankunft des Zaren ist auf den 4. December angesetzt, vorher verweilt er einige Tage in Moskau.
Maße belrieben werden könne.
— Ter„Tally News“ wird aus Asterabad vom 17. d. gemeldet:„Die militätischen Operationen sind bis zur Ankunft von Verstärkungen und Trans- portmitteln eingestellt worden. Die Generale Ter- gukasoff und Bark befinden sich in Tschikislar. Es ist das Gerücht im Umlauf, Nurbardi Khan marschire mit 15,000 Mann Cavalerie, 12,000 Mann Infanterie und 18 Geschützen gegen die Russen. Sein Marsch sei in Folge einer ihm zugestoßenen Krankheit, unterbrochen worden.“
Aegypten. Kairo, 22 Nov. Amtliche Depeschen aus Kartum melden: Oberst Gordon verließ den König von Abessinien ohne eine de— finitive Vereinbarung über die Beziehungen zwischen Abessinien und Aegypten zu Stande gebracht zu haben. Oberst Gordon wurde indeß bei seiner Ankunft in Haldi durch ein Schreiben des Königs Johannes zu demselben zurückgerufen.
Aus Stadt und Land.
L. Friedberg, 23. Nov. Gestern Abend fand im Ralhhaussaale eine ziemlich stark besuchte Versammlung staft, die den Zweck hatte, sich über die Bürgermeistetwahl zu verständigen. Nachdem die Versammiung eröffnet war, wurde Buchhändler Scriba als Candidat zum Bürgermeisteramt vorgeschlagen und befürwortet, trotzdem einer der Anwesenden bemerkte, Scriba werde eine event. Wahl nicht annehmen. Eine vorgenommene Summ probe ergab eine, wenn auch kleine Majornät für den Vor⸗ geschlagenen.
N. Hungen. Die Versammlung des Landes Pferde⸗ zuchtvereins am Sonntag den 16. d. Mis. im Sol mser Hof dahier lieferte von Neuem den Beweis, daß das bäu— fige Darbieten derartiger Gelegenheiten zum Auslausch der Erfahrungen und Ansichten einen sehr erfreulichen Anklang nicht allein bei den Pferdezüch tern selbst findet, sondern auch in anderen Kteisen dem Vereine hierdurch Freunde und Förderer seiner Zwecke gewonnen werden. Nachdem der zum Ausschusse des Vereins neuewählte Delegirie des landwiritschaftlichen Provinzial- Vereins Oberbessen, Ty. Worimann aus Gießen, vom Vorstande begrüßt worden war, folgte ein Vortrag des Regierungoratbs von Gagern über die Zwecke und Resultate des Pferde⸗ zuchtvereins und gab dersesbe ein klares Bild der viel⸗ seitig angewendeten Förderungsmittel, welche bisher in manchen Beziehungen schon von sichibarem Erfolg gekrönt find. Hieran schlossen sich die Ausführungen des Kreis⸗ veterinktrarztes Dr. Kreuder von Nidda in Bezug auf die verschiedenen Betriebsarten der Pferdezucht und den Werth und die Not wendigkeit derselben besonders auch für den Landwirth, der sein Arbeits thier sich vortbeilhafter selbst ziehe, als die gefährlichen Chancen des Ankaufs zu laufen. Nachdem nun der Vorsitzende zur Debalte aufge⸗ sordert und namentlich hierzu die Frage der Rentabilnät der Remoniezucht empfohlen haue, nahm Freiherr von Rabenau das Wort zur ausführlichen Bedründung der Ansicht, daß der Landwirth in erster Linie, wenn er Pferde zieht, immer seinen eigenen Bedarf im Auge zu behalten habe; und dies sei auch in Wuklichkeit so, wenn die enisprechenden Deckhengste zur Verfügung ständen. Ein Priwatbeschäler des schweren, gut gezogenen Ardennerschlags, der lange Jahre im Besitze des Redners gewesen seu, habe eine ganz unglaubliche Anzahl von Sluten in einer Periode ersolgreich bedeckt. Die Zucht der leichteren Remonie könne bei der dermaligen Lage nicht lobnend sein, da sie nicht wie in Osspreußen auf großen Gütern in ausgedehntem Lieutenant Bacon von Eschwege, Miiglied der Königl. Remonteankaufs-Com⸗ misston gab hierauf eingehend Auskunft über die in den letzten Jahren in Oberbessen gemachten Ankäufe von drei, und vierjährigen Thieren. Eine vermehrte Zufuhr und Verbesserung des Materials babe sich besonders auf dem Remonfemarkte in Nidda ergeben und die gezahlten Preise seien im Verbältniß zur Waare gewiß nicht zu gering ge⸗ wesen. Die Commisston sei ermächtigt verbaͤltnißmäßig sehr hohe Gebote zu machen, um cortecte Remonien zu eiwerben; sie dürse jedoch ein vierjäbriges Pferd nicht böher bezahlen als ein gleich gutes dreijähriges z ein großer
Vortheil für den Züchter liegt somit auch hier in dem
rechtzeitigen Entischluß zum Verkaufe. Seeretär Gros von Kolnhausen betont, wie sehr der Landwirth darauf angewiesen sei zu rechnen und wie der Erlös für ein sheuer ausgezogenes Pferd nur in seltenen Fällen einigermaßen
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