1879.
Dienstag den 25. März.
N36.
Oberhessischer Anzei
.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.
1 1 J gie 1 3 8 N 0 90 ee 8 2 einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. nnoncen von auswärtigen Einsendern(sowelt Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Verloosung gestattet hat. Friedberg den 21. März 1879.
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Amtlicher Theil. Bekanntmachung.
Bekanntma chung.
1 Es wird biermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Großberzogliches Ministerium des Innern dem Kasseler Pferdemarkt- Comité den Lertrieb von 500 Loosen im Großherzogthum für die mit dem Pferde- und Rindviehmarkt vom 26. bis 28. Mai laufenden Jahres verbundene
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Freitag, den 28. d. M., von 8½ Uhr Vormittags bis 1 Uhr findet im Saale des Hotel Trapp die öffentliche Schlußprüfung hiesiger Acker-
ü bdauschule statt. An demselben Tage von 10 bis 12 Uhr Vermittags werden die Lehrmittel der Anstalt in den Lotalitäten derselben ausgestellt. U 1 ile, welche sich für das landwirthschaftliche Unterrichtswesen überhaupt und für die hiesige Ackerba uschule insbesondere interessiten, werden zu dieser
Prüfung und Ausstellung hiermit freundlichst eingeladen.
Lilbeln dert Friedberg den 23. März 1879. Das Curatorium der Acker bauschule: Der Dirigent: Möbel. Dr. Braden. Küchler. Schmidt. Dr. To bisch. . Bekanntmachung.
5 u Daz Von nächstem Monat ab suchen mehrere empfehlenswerthe junge Landwirthe, welche gegenwärtig die biesige Ackerbauschule besuchen, Stellungen
auf Großgütern. „ een Prosessor Dr. Tobisch, dahier wenden. — Friedberg den 22. März 1879. 1 Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch
„ Feser
Friedverg den 24. März 1879.
An die Großherzoglichen Bürgermeistereien
um 1. bis zum 25 April dieses Jahres an den Zahltagen
Die etwa hierauf reflectirenden Herren Gutsbesitzer, Pächter oder Oberbeamten wollen sich dieserhalb an den Anstalts- Dirigenten,
Das Curatorium der Ackerbauschule:
Dr.
Braden. Küchler. Schmidt.
in den Großherzoglichen Districts-Einnehmereien Friedberg und Nieder⸗Woöllstadt.
die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Forst⸗ und Feldstrafen für die 1. Periode 1879
Weigel.
Dienstags und Donnerstags obne Mahnung anher geschehen kann. Großherzogliche Distrikts⸗Einnehmereien Friedberg und Nieder-Wöͤllstadt.
Nie ß.
bermüchen
. Hoffmann. 4 Zemntl 251. lzgen der Stadt Gießen für 1879.
II. und III. Uebersicht der für 1879 genehmigten Umlagen in den Gemeinden der Kreise Gießen und
Deutsches Reich Darmstadt. Das Regierungsblatt, 7 enthält:
Beilage
lg. Gs beim. IV. Diensinachrichten. Dem Wärter Schneidt in 1
eg Ruseum übertragen.
„ Aabede, V. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die evang. Winkler, Hfartstelle zu Kich Brombach, Gehalt 3523 M. Das Aran. Fräsentationstecht stebt dem Fürsten von Löwenstein⸗Wert⸗ im Rosenberg und dem Grafen zu Erbach- Schönberg
1. Die ev. Pfarrstelle zu Gambach, das Präsentationsrecht stebt dem Fürsten zu Solms⸗ Hraunsele zu. Die er. Pfarrstelle zu Reichelsheim, Ge— l! 2321 M. Die ev. Pfarrstelle zu Wenings, Gehalt 2047 M. Das Präsentationsrecht stebt dem Fürsten zu Jenburg-Birstein zu. Die ev. Pfarrsielle zu Nieder
Oymen, Gehalt 1871 M. Die 3. ev. Pfarrslelle zu * HbHüd ingen mit Herenhaag, Gehalt 1188 M. Das Prä⸗ 4 f entationsrecht steht dem Fürsten zu Yenburg-EBüdingen zu. Eine Lehrerstelle zu Biblis, Geyalt 1000 M.; eine Librerstelle an der ev. Schule zu Lampertheim, Gehalt 1000 M.; eine Lebrerstelle an der katholischen Schule zu ampertheim, Gehalt 1000 M.; die Lehrerstelle zu Aliersboin, Gehalt 900 M.; die Lehrerstelle zu Villingen,
1 Gehalt 900 M.; die Lehrerßelle zu Weckesheim, Gehalt 2 ed Wee, 0% M. Dem Fürsten zu Solms Braunfels steht das
Mäsentationsrecht zu.
fine,— Das Regierungsblatt Nr. 6 entbält:
I. Die Verordnung über die Organisation der obersten
t- Salt
Damm.
—
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itt * Slaa tobebörde.
15tt II. Bekanntmachung wegen der Vergrößerung des eite bamilien⸗Fibeicommisses der Fürfilichen Familie Solms 75 101 biaunsele.
7 14 tl
Dar mstadt. Militärdienstnachrichten. Fürst, Unteroff vom 1. Großb. Drag. Regt. Nr. 23, purde zum Port.-Fähnt. befördert; Kuckein, Ritim. zom Schles. Train Bat. Nr. 6 zur Großbh. Train-Comp. versetzt; Frhr. v. Maltzahn, Prem.“ t vom 1. Großh. Drag. Regt. Nr. 23 unter „lassung in seinem Commando als Adj. bei der 10. Cav.⸗ Brig. à la suite des Regts. gestellt; ihr, v. Nordeck, Sec.-Lt, von dems. Regt., zum
21 8 16 11 97%
Prem. Lt.,
I. Bekanntmachung wegen der Erbebung von Um des 2. Großh. Inf.-Regts. befördert.
Prem.-Lt. vom 4. Großh. Juf. Regt. Nr. 118, und Hübner, Major vom Großh. Feld-⸗Art.⸗Regt. Nr. 25 als Oberst- Lt. der Abschied bewilligt.
Schünemann, Sec. Lt. vom Westph. Fuß- Art.⸗Regt. Nr. 7 zum Prem.⸗-Lt. befördert;
Sepberth, Vicefeldwebel vom 2. Bat. 1. Nass.
Landw. Regts. Nr. 87 zum Sec. Lt. der Reserve Brandt,
Michalkoweki, Port. Fähnr. vom 2. Großb. Inf. Regt. Nr. 116, wurde in das Pionier-Bat.
Nr. 15 versetzt. Darmstadt. Der Landrichter Königer in
Wald-Michelbach wurde zum Landrichter in Langen
Gebalt 2752 M. ernannt, der Gymnasiallehrer Pichler zu Winter-[gewissen Umfange
antworten. Der Antrag Kaiser's wegen Ein— stellung des Strafverfahrens gegen Fritzsche für die Dauer der Session wird angenommen. Nun— mehr geht das Haus zur Berathung des Antrages v. Seydewitz wegen Abänderung der Gewerbe- Ordnung über. Minister Hoffmann erklärt: Ein Gesetzentwurf wegen Beschränkung der Concessionen sei dem Bundesrathe vorgelegt und werde dem Hause wahrscheinlich noch in dieser Session zu⸗ gehen. Das Bedürfniß einer Beschränkung des Wanderlager- und Waaren- Auctions Wesens werde anerkannt. Die Communalbesteuerung der Wanderlager halte die Regierung für in einem gerechtfertigt. Betreffs des
thur zum Gymnasiallehrer in Gießen mit dem Innungs Wesens verweise er auf den in Preußen
Titel als Professor; der Reallehrer Hillebrand zu Bingen wurde auf Nachsuchen unter Aner- kennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt. L Wie aus dem vom Gesetzgebungsausschuß der ersten Kammer erstatteten Bericht über das Aus führungegesetz zur Civilprozeß Ordnung und
Concursordnung hervorgeht, beantragt der Aus- schuß fast ausnahmslos Beitritt zu den Beschlüssen
zweiter Kammer. Nicht genehm ist dem Ausschuß das Ersuchen zweiter Kammer wegen Vorlage eines Gesetzes, durch welches die auf Grund gegenseitiger Uebereinkunst der Ehe⸗ gatten, sowie das betreffende Verfahren allgemein geregelt wird. Bei dem Gesetz über die Organi- sation der Staateschuld lautet der Antrag des Finanzausschusses erster Kammer einfach auf Bei— tritt zu den Beschlüssen der zweiten Kammer.
Berlin, 21. März. Reichstag. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Interpellation der Abgg. Witte und Stephani wegen Betheilig- ung der deutschen Industtie an den in Australien projectirten Ausstellungen. Minister Hoffmann erklärt: Die Entscheidung der Regierungen hängt noch von dem Resultat der gegenwartig schweben⸗“ den Ermittelungen ab; er sei deshalb nicht in
der Lage, die Interpellation schon jetzt zu be“
Ehescheidung
gemachten Versuch mit freien Innungen. Die Regierungen wollten hierüber erst den Ecfolg ab— warten. Nach längerer Discussion wird der Antrag Sepdewitz einer Commission von 21 Mit- gliedern überwiesen. Es folgt nunmebr dse Be- rathung des Antrages Schneegans auf Errichtung einer selbstständigen Regierung in Elsaß-Lothringen. Schneegans hebt bei Begründung des Antrages hervor, daß früher entgegenstehende Hindernisse jetzt nicht mehr beständen. Das Wohlwollen des Reichskanzlers für die Reichslande habe wieder- holt denselben eine selbstständige Regierung ver— heißen. Kablé(Protestpartet) verliest eine Er-
klärung seiner Freunde, worin die Verlegung der
Regierung nach Straßburg und die Schaffung einer gesetzgebenden aus allgemeinen direeten Wahlen hervorgegangenen Landesvertretung ver- langt wird. Fürst Bismarck constatirt, daß die Rede von Schneegans einen guten Eindruck auf ihn gemacht habe, nur sei zu bedauern, daß er schließlich gewissermaßen mit Frankreich gelieb— äugelt und Elsaß Lothringen gleichsam als neu- trales Land hingestellt babe.„Auf die Tonart können wir nicht eingehen.“(Beifall.) Auf dem Wege der Verwaltung seien die Wünsche, die hier vorgetragen worden, nicht zu befriedigen,


