1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meltdende in Greßberzogtbum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat.
2) Die Zulassung zur Prüfung 17. Lebensjahr erfolgen.
3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird.
4) Dem Gasuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts- zeugniß; b. Einwilligungs- Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit den Freiwilligen während einer einj ibrigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu ver⸗ pflegen; e. ein Unbescholtenbeitszeugniß, welches von der Pollzeiobrigkeit oder der vorgesetzten Vienstbebörde auszustellen ist; d. einen selbstgeschrie— benen Lebenslauf. Zu pos. b. wird noch besonders darauf bingewiesen, daß in dem Einwilligungs⸗Attest die Erklärung des Vaters oder Vormun—
unterhalten zu können,
kann vollendetem
nicht
vor
reicht worden, zeugniß beizulegen.
I. Theil der Webrordn
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Locals, in welchem die
Darmstadt den 1 Großherzogliche
Nr. 55 von 1875) Ausschluß.
des, in der Lag, zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dlenstes
nicht fehlen darf.
5) In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei frem⸗ den Sprachen(Französisch, Englisch, Lateinisch oder Gtiechi Meldende geprüft sein will.
6) Ist bereits früber ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung
sch) det sich
einge;
so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheits⸗
Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt wer⸗ den, gibt die Prüfungs- Ordnung(Anlage 2 zur E
rsatz Ordnung— — Regierungsblatt Bezüglich des Prüfungstermine, sodie des Prüfung stattfindet, erfolgt weitere Bekanntmachung
ung vom 28. September 1875
Eine spezielle Ladung ersolgt nicht.
7. Dezember 1878. Prüfungs⸗Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Spamer.
Deutsches Reich
Darmstadt, 20. Jan. Der Großherzog und die Großberzoglichen Kinder sind beute Morgen nach England unter Begleitung des Hofmarschall Oberst v. Westerweller und Major Wernher abge— reist. Die Dauer des Aufentbalts in England wird sich voraussichtlich bis in die zweite Hälfte des Monats Februar erstrecken.
— Der Privat- Lehrer Muther aus Coburg wurde zum Erzieber des Erbgroßberzogs ernannt.
Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 1, enthält:
I. Bekaun machung über den Ausschlag der zur Be
vorliegenden Antrag des Centrums, statt. — 21. Jan. Abgeordnetenbaus. Zweite Be- rathung des Staatshaus halts Etats. Bericht der Bpoget- Commisston, betreffend die obere Leitung des gewerblichen Unterrichts wesens. Die mission beantragt die Uebertragung des gewerb⸗ lichen Unterrichtswesens an das Cultusministerium, ausgenommen die Navigations- Schulen; ferner die Elusetzung einer ständigen begutachtenden Com— mission für das gewerbliche Unterrichtswesen und Schaffung eines oberen Unterrichts tathes zur üirctung der Beoürfusse det evangelischen Kirche n 1879 Seite des Cultusministers. Dieser Antrag der etsordetlichen Sieuern. n N Budget Commission, soweit er sich auf die Ressort- II. Bekanntmachung wegen der Gebühr n füt das Ueber. Veränderung beziebt, wird unverändert, seweit er wintern der Fahrzeuge in den Roeinhäfen zu Lampert.* 5— N 1 beimet Alicbem am Goldgrund und am Schustenwöcih die ständige Commisston betrifft, mit einer kleinen und bei Ginsdeim. Aenderung, und soweit er den„obersten Unterrichts- II. Setanutmachung, die Wey erisce Elconoten- ratb“ betrifft, in der durch ein Amendement be— slistung beueff nd. g i dingten Form angenommen. IV. Bekanntmachung wegen der Nichtergebung einer* N a Umlage in der ist. Gem. Mlanig. g Straßburg. Durch eine im„Reichs- Anz.“ i veröffentliche Bekanntmachung wird der
V. Uederficht det für 1879 genebmigten Umlagen in den Gemeinden des Kr. Groß-Gerau. Lothringische Landesausschuß auf den 23. Januar einer
VI. Bekanntmachung wegen der Er bebung.
4 1 U 8 0
Umlage in der ier. Gem. Monsheim fü“ 1878. 0 4 uberufen VII und VIII. Ucbersicht det für 1879 genebmigten
Ausland. Umlagen in den ier. Gem. oct Kr. Oppengemm und Erbach. ieh 8 9 IX. Ordeneverleibunge n. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 19. Jan.
X. Ermächtigung zut Annahme und zum Tragen Die„Montagsrevut“ bort, daß beute die Unter- eines fremden Ordens. 5 Izeichnung der österreichisch-französischen Handels- XI. Namensver änderung. convention auf Basis der Meistbegünstigung statt— — Die gemeinschaftlichen Berathungen der finde.— Der„Pest Corr.“ zufolge können die Finanzausschüsse beider Kammern über den Haupt: Verhandlungen bezüglich der Administration von Boranschlag det Staatseinnabmen und Ausgaben[Bosnien und der Herzegowina als vorläufig ab- in der Finanzperiote 1879—1882 sind beendigt.] geschlossen betrachtet werden; die endgültige Ent er Druck des Berichtes des Ausschusses zweiter scheidung einiger Fragen sei, da hinsichtlich dieser ammer soll durch Zubülfenahme mehrerer noch Vorarbeiten nothwendig seien, späteren Be— Druckereien thunlichst beschleunigt werden. Der rathungen vorbehalten. weiten Kammer ging ein Gesetzentwurf in Be—— 21. Jan. Das Abgeornetenhaus setzte lreff des Verfahrens in Forst- und Feldrügesachen[heute die Debatte über den Berliner Vertrag fort. ju. Derselbe umfaßt 28 Artikel und wurde dem Der Handels-Minister theilte den Abschluß der Gesetzgebungs-Ausschuß zum Berichte überwiesen. Verhandlungen mit Frankreich mit und legte die Berlin. Der„N. A. 3.“ zufolge hat das diesbezüglichen Declarationen vor, welche sofort Reichs gesundbeitsamt in Folge der Fortdauer der in der ersten Lesung dem volkswirthschaftlichen Pesterkrankungen in Südrußland die Maßregeln Ausschusse zugewiesen wurden. in Vorbereitung genommen, welche bei weiterem— Die Regierung traf Vorrücken det Gesahr von den Grenzen erforder- um durch die strengste Ueberwachung aller nach lch sind. Um diefen Maßtegeln durch gemein- Oesterreich-Ungarn mündenden russischen Verkehrs— sumes Vorgehen mit Oesterreich die möglichste wege eine Einschleppung der Pest zu verhüten Wirksamkeit zu sichern, habe sich im Auftrage des und forderte gleichzeitig die übrigen Grenzstaaten Reichs fanzlers der Geh. Regierungsrath Finkels- zu einer gemeinschaftlichen Abwehr auf. burg nach Wien begeben, wo er die erforderlichen Serajewo. Ein Etlaß des General-Com- Verabredungen mlt den österreichischen Sanitäts- mandos ordnet, nachdem sich noch viele Waffen behörden treffen werde. und Munition im Besitze der Bevölkerung befin— — 21. Jan. Betreffs der im Auftrage des den, die straffteie Ablieferung derselben bis zum Faisers erfolgten Einbringung der Vorlage über 28 Februar an; nach diesem Termin werden alle die Strasgewalt des Reichstags in den Bundes— Bewohner Bosniens, welche im unerlaubten Be— dath hebt die„N. A. 3.“ bervor, daß dieser sitze von Waffen betroffen werden, mit aller Nodus der Einbringung von Vorlagen beim Strenge belltaft. In Bosnien berrscht die größte Hundesrath die Regel bilde und in weitaus den Unsicherheit, so daß 4 unmöglich ist, alle Fälle geisten Fällen beobachtet sei.— Bezüglich der einzeln aufzuführen: Man ist weder auf dem kesteuerung det Branntweinschänken erfährt dasselbe flachen Lande noch in den größeren Orten, wo blatt, man habe sich für eine durch die Landes- es keine Garnisons-Truppen gibt, setnes Lebens iglerungen aufzulegende Gewerbsleuer, nicht für sicher. Das Divisions- Commando in Tuzla hat ine vom Reich ausgebende Branntweinsteuer ent- angeordnet, daß Räuber-Commanden und Streif— Acre. Die Absicht, die Schankstätten echeblich Patrouillen in den bedrohten Gegenden die Ord- Aber zu besteuern, werde preußischerseits proktisch nung wiederheestellen sollen. Bebufs Heranziehung geschlossen sei.
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bereits Maßregeln,
4
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— Heute fand ein Ministerrath zum Milltärdienst soll ein neues Werbesystem ein- 3
Com-
Elsaß⸗
setzentwurf, betreffend die Strafgewalt des Reichs- aus staatsrechtlichen Gründen zunächst nicht an⸗ tags und zu dem dem Abgeordnetenhause darüber
wendbar ist. In den berzegowinlschen Bezirken von Gacko, Nevesinje und Dabar herrscht unter den aus Montenegro zurückgekehrten Flüchtlingen große Noth. Es wurden Fälle von Hungertod amtlich constatirt. Die Unglücklichen hausen in Steinhöblen halbnackt und hungernd. Es wird zwar an dieselben während des Winters seitens der österreichischen Regierung eine Uuterstützung an Getreide verabfolgt, aber sie müssen sich das⸗ selbe in Gravosa bei Ragusa, also auf eine Ent— fernung von 10 bis 15 Meilen, bolen, was die Meisten wegen Mangels an Tragthieren nicht thun können. Viele Flüchtlinge emigriren zurück nach Montenegro.
Schweiz. Bern, 20. Jan. Die Gotthard- bahn Subvention ist mit überwältigender Majorität angenommen; dagegen stimmten nur die Cantone Waadt und Graubünden
Frankreich. Paris,
Deputirten- Kammer
21. Jan. In der beantragte Ferry folgende motivirte Tagesordnung: die Kammer, im Ver- trauen auf die Erklärungen des Ministerums und darauf rechnend, daß das Ministerium im Voll⸗ besitz seiner Actionsfreibeit nicht zögern wird, den Wunschen der Kammer Genugtduung zu geben, namentlich bezüglich des Verwaltungs- und Ge— krichtepersonals, geht zur Tagesordnung über. Nachdem sich die Regierung mit dieser Tagesord-
nung einverstanden erklärt batte, wurde dieselbe mit 223 gegen 121 Stimmen angenommen.
Italien. Rom, 21. Jan. Nach einem Telegramm des„B. T.“ von dier sollen ernste Conflicte zwischen Studenten und Internationalisten in Pisa vorgekommen sein; die Studentenschaft drohte, die Stadt zu verlassen. Nach der„Nazione“ sei ein Student erstochen worden. Die Regierung ertheilte die steengsten Befehle gegen die Unrubestifter.
Serbien. Belgrad, 20. Januar. Die Skupschting bewilligte das Budget, strich jedoch 1,500,000 Piaster bei dem Etat des Kriegs- ministeriums. Die von Seiten der Regierung beantragten Steuern auf Handel und Industtie wurden abgelehnt.
Semlin. Es circulirt die Nachricht, der vermißte italienische Oberst Gola, welcher 7000 Fr. bei sich fübrte, sei in der Nähe von Plewna er— mordet worden.
Nußland. Petersburg, 21. Jan. Die Verhandlungen in Constantinopel über den defini— tiden Friedensvertrag baden in den letzten Tagen noch nicht zur Unterzeichnung geführt, obne daß Befürchtungen für das Zustandekommen überbaupt durch das nicht ungewöhnliche dilatorische Ver— fahren det Pforte entstehen. Was über die bereits sestgestellte Fixirung der Zahlung der türkischen Kriegskosten⸗Entschädigung gesagt worden, ist so— mit verfrüht. Bezüglich der Occupation von Ost— Rumelien durch ein gemischtes europätsches Con— tiugent wird dier wiederholt, daß gegenwärtig ein solches Arrangement überhaupt fraglich erscheine. Es heißt übrigens, wenn der Abschluß des defini— tiden Vertrages mit der Pforte erfolgt asei, beab— sichtige man diesseits, den Congretze Mächten Mittbeilung von dessen Inhalt zu machen. Aegypten. Alexandrien, 21. Jan. Da heute in einer Versammlung von Gläubigern ver,
estatigt werden, sobald die Reichssteuerteform der Bevölkerung Bosniens und der Herzegowina über die Stellung des Ministertums zu dem Ge- geführt werden, da das österreichische Wehrgesetz
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lesene Antwortschreiben des Finanzmintsters erklart,


