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Etablissements errichtet haben; ferner Diejenigen, welche Unterrichts oder Wohlthätigkeits-Anstalten
Schenkungen machten, Diejenigen, welche einen
von rumänischen Anstalten verliehenen akademischen Grad besitzen oder wenigstens die Baccalaureats“ prüfung abgelegt haben. Endlich Diejenigen, welche in rumänischer Sprache ein literarisches oder wissenschaftliches Werk geschrieben haben. Griechenland. Athen. Der Gesandte in Constantinopel, Konduriotis, ist beauftragt, bei der Pforte abermals auf Eröffnung der Grenz; verhandlungen zu dringen. In griechischen Re- gierungskreisen ist man überzeugt, daß, mit Aus- nahme Englands, alle Großmächte den Anspruch Griechenlands auf Janina unterstützen dürften.
Aus Stadt und Land.
Friedberg Bei der jetzt beginnenden Heidelbeerzen möge man alletwäcts mit großer Vorsicht beim Pflücken derselben zu Werke gehen und namentlich Kinder nicht bar— fuß in den Wald geben lassen, denn in diesem Jahre zeigen sich die tückischen Kreuzoltern zahlreicher als sonst. Bekannt⸗ lich kommen dieselben auf dem Winterstein und überhaupt im ganzen Taunus gar nicht selten vor. Zu den zabl⸗ reichen Fällen von Otterbissen berichten wir drei an einem Tage, den 24. v. M. vorgekommene, aus dem Schmal⸗ kaldener Kreise. In Kleinhennersdorf wurde die zehn— jährige Tochler des Steinbrechers M. beim Beerenpflücken von einer Otter gebissen. Sehr schnell zeigte sich eine farke Anschwellung des Fußes und des Gesichtes. Sofort her— beigebolte ärztliche Hülse beugt hoffenilich weiteren ernsten Bedenken vor. Eine auf dem Felde mit Kartoffelhacken beschäftigte Frau aus Rheinhardtsdorf legte ihr Kindchen in den Tragkorb. Durch einen Schrei desselben aufmerksam gemacht, eilte sie zu ihm hin und findet eine Otter bei dem Kinde, welches bereits gebissen war und seinen Geist bald aufgab. In Schönau bei Reinbardtsdorf wurde ein mit Reisigbinden beschäftigter Mann von einer Otter plötz— lich in den Daumen gebissen.
W. Bruchenbrücken, 18. Juli. Heute Nacht brach hier in der Müller und Guth'schen Hofrauuhe Feuer aus und legte in kurzer Zeit die Mühle und das Wohnhaus vollständig in Asche.
e. Assenheim.
Dieser Tage wurden sowohl im gräf—
lichen als auch in einem benachbarten Privatgarten ein
großer Theil werthvoller Pflanzen, Palmen und Rosen von frevelnder Hand abgeschnitten. Bereits mal war das Gericht an Ort und Stelle zur Aufnahme des Thalbe— standes. Möchte es doch gelingen, den Thäter zu ermitteln und zur woblverdienten Strafe heranzuziehen.
Allerlei.
o. Frankfurt. Morgen den 20. d. Mts. findet im Zoologischen Garten zu Frankfurt a. M. ein Fünfzig⸗ Pfennigtag stalt, an welchem den Besuchern ganz außer- ordentlich Vieles geboten wird. Außer den gewöhnlichen Nachmiulags⸗ und Abend ⸗Concerten findet von 7½ bis 9 Uhr Früh ⸗Concer: der Gartenkapelle statt. wird die Nubische Karawane noch zu sehen sein, deren Ausstellung Mittwoch den 23. Juli Abends geschlossen wird, worauf die afrikanischen Gäste sich sofort nach Dresden begeben. Gleichzeitig wird an diesem Tage das Aquarium
zu dem ermäßigten Preise von 25 Pf. per Person zugäng⸗ lich sein um Jedermann Gelegenheit zu geben, die über⸗
aus reiche Sammlung lebender Seethiere zu besichtigen, welche in demselben enthalten ist. Hoffentlich hat am Sonntag auch der Himmel ein Einsehen und läßt den Besuchern des Gartens die ihrer wartenden Genüsse nicht zu Wasser werden. 0
Frankfurt, 16. Juli. Der eine der beiden Raub⸗ mörder wurde heute Abend im Walde bei Niederrad ver— haftet. Er heißt Hisenbeck aus Stuttgart, war noch mit Blut befleckt und wurde mittelst einer Droschke in die Stadt und auf die Constabler Wache gebracht. Der Ver— haftete war noch ohne Kopfbedeckung. Den Namen des zweiten Verbrechers hat man auch entdeckt, er heißt Treulieb. Von Stuttgart sind die Photographien der Beiden gesandt worden.
Johannisberg. Von Seiten des fürstlichen In⸗ spectors wird die Nachricht als vollständig unbegründet
Ferner
und als eine Erfindung erklärt, daß Schloß Johannisberg vom Fürsten Metternich au Rochschild in Wien verkauft worden sei.
Diez. Wie weit es manche Leute in der„edlen Kunst“ des Branntweintrinkens bringen, zeigt sich durch eine jüngst von einem Wirtbe eines benachbarten Dorfes gegen einen Bauern eingereichte Klage. Der Kläger forderte von dem Verklagten die Kleinigkeit von 460 M. für Branntwein, den der Letztere innerhalb zweier Jahre in sog.„Drei spännern“(Halbviertelchen) in der Behausung des Ersteren vertilgt hal. Danach hat der Bauer pro Tag 7„Drei⸗ spänner“ im Durchschnitt getrunken, also beinahe ½ Liter. So viel ist sicher, daß der Mann weniger Koen zieht, als zum Brennen des von ihm vertilgten Quantum? Schnaps nothwendig ist. Aber ist es unter solchen Umständen ein Wunder, wenn Bankerotte an der Tagesordnung sind? Da klagt man die Zeiten an und sollte sich selber anklagen. Der Trinker versäumt Arbeit und Verdienst und jagt die wenigen Groschen, die er bat, auch noch die Gurgel hin⸗ unter. Maun kann sich denken, welche Menge von Brannt- wein genossen würde, wenn ein Dutzend solcher„Helden“ in einem Dorfe wären. Im Interesse der Landleute könnte man nur handeln, wenn man die Steuer auf solche Ge— tränke noch bedeutend erhöhte, diejenige dagegen auf Bier
herabsetzte, um solchen Geschichten kräftig entgegen zu arbeiten. Rom. Die„Opinione“ meldet die Verhaftung eines
in Neapel verheiratheten deutschen Journalisten wegen gewaltthätiger Entführung eines jungen Mädchens und wegen angeblicher Faͤlschung eines paͤpstlichen Breves. Die Opinione“ sagt, der Name des Verhafteten babe die Anfangsbuchstaben Sch. und bezeichnet ihn als einen Berliner.
London, 15. Inli. Heute rannten bei St. Catherine's Point(Insel Whigt) die französische Brigantine„Léon et Gabrielle“ und der nach Vigo fahrende Antwerpener Dampfer„Gustav Faulberg“ so heftig gegeneinander, daß die Brigantine 3 Stunden später versank. Die Bemann— ung wurde gerettet.
New⸗Orleans, 16. Juli. südlichen Städten anläßlich des Auftretens des Gelben Fiebers angeordnete Quarantäne gegen aus Memphis kommende Personen ist wieder aufgehoben.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 16. Juli.( Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qual. der Cent. M. 2— 3.50, Stroh M 2—2.60. Butter im Großen, d. h. im Centner 90 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1.10— 15, 2. Qual. M. 15, Eier das Hundert deutsche M. 4, italienische M. 5.20. Handkäse das Pfd. 45—50 Pf. Gemüse. Neues Weißkraut das Stück 20—30 Pf., Rothkraut 30—40 Pf., Blumenkohl 40—80 Pf. Gelb Rüben das Bündel 6 Pf., Kohlrabi das Stück 5 Pf., Zwiebel das Bündel 3 Pf. Erdbeeren das Liter 25 Pf., Kirschen das Pfund 12—20 Pf. Ochsenfleisch das Pfund 65—70 Pf., Kuhfleisch 60 Pf., Rind- und Farrenfleisch 5054 Pf., Kalbfleisch 50—55 Pf., Hammelfleisch 48—65 Pf., Schweinefleisch 65 70 Pf., Hahnen das Stück M. 1.60—70, Tauben 40—50 Pf., Poularden M. 3.50. Hühner M. 1.80— 2.20, Enten M. 3.— 3.50.
Washington. Laut Bericht des lichen Bureaus wird der zu Baumwollernte nach 93 PCt. geschätzt. weise vorzüglich.
Die hier und in anderen
landwirthschaft⸗
dem Stande am 1. Juli auf Das Getreide steht ziemlich gut, theil⸗
Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg.
Getraut:
28. Juni. Jacob Nicolaus Stadelmann, Oelhändler
ö aus Friedberg, und Margaretha Storck aus Ober⸗Ros bach.
29. Juni. Ludwig Karl August Schwarz. Großh. Ober⸗ förster zu Homburg v. d. H., und Marie Amalie Fertsch aus Friedberg.
Geboren:
26. Juni. Dem Großh. Kreis-Assessor Wilhelm Küchler eine Tochter.
29. Juni. Dem Kappenmacher Adam Joseph Steinbach ein Sohn.
30. Juni. Dem Dienstknecht Johann Adam Weis eine Tochter.
2. Juli. Dem Kappenmacher Konrad Kalbfleisch eine Tochter. 1 5. Jull. Dem Fruchthändler Moses Rothschild I. eine Tochter. 1 11. Jul.. Dem Uhrmacher Johann Jacob Suchsland ein Sohn. 28. Juli. Dem Mehlhändler Kaufmann Stern ein Sohn. Gestorben: 22. Juni. Marie Jung, Toͤchterchen des Handarbeiters Peter Joseph Jung, 8 Monate alt. 22. Jun. Jacob Heß, Schuhmacher, 73 Jahre alt. 5 25. Juni. Georg Ferdinand Volp, Handarbeiter, 68 Jahre alt. 26. Juni. Karl Otto Weis, Söhnchen des Kaufmanns f Georg Ludwig Weis, 10 Monate alt. 27. Juni. Maria Katharina Emma Heß, Töchterchen der Handarbeiterin Margaretha Heß, 4 Jahre alt. 28. Juni. Johann Peter Kautz, 43 Jahre alt. 3. Juli. Ida Johanna Vaupel, Töchterchen des Küfers Adam Vaupel, 1 Jahr, 1 Monat alt. 4. Juli. Karl Joseph Berg, Soͤhnchen des Hand⸗ arbeiters Johann Phtlipp Berg, 11 Monate alt. 8. Jult. Amalie Bechtold, geb. Roth, Ehefrau des
Großh. Landgerichtsdieners Friedrich Bechtold, 60 Jahre alt.
Zeugniß⸗ Auszüge über englische Original Dampf⸗Dresch⸗Maschinen. Herren Ph. Mayfarth& Co. in Frankfurt a. M. Die uns gelieferte D.⸗D.⸗Maschine und Locomobile hat unsere größte Zufriedenheit erworben, sie arbeitet sehr ruhig und rein, Construetion dauerhaft; Kohlenbedarf gering ꝛc. ꝛc. Nieder⸗Wöllstadt den 8. Februar 1878. Ad am Schmidt& Joh. Müller.
Obiges beglaubigen: L. Fauerbach, H. Bausch, H. Fauerbach, J. Becker, J. Stahl, W. Bausch, Gutsbesitzer. 8
Theile Ihnen ergebenst mit, daß die mir gelieferte D.⸗D. Maschine und Locomobile zu meiner größten Zu⸗ friedenheit ausgefallen sind ꝛc. ꝛc.
Gonzenheim bei Homburg den 9. Februar 1878.
Ernst Weller.
Wir sind mit der zweiten uns gelieferten D.⸗ D. Maschine und Locomobile ebenso zufrieden wie mit der ersten, dieselbe hat vorzügliche Construetion und Leist⸗ ungsfähigkeit ꝛc. ꝛc.
Gonzenheim bei Homburg den 14. Dezember 1878.
Christian Föller.
Die uns gelieferte D. D.⸗Maschine und Locomobile arbeitet zu unserer größten Zufriedenheit und können sie Jedermann aufs Beste empfehlen.
Bockenheim den 28. März 1878.
Gebr. Lempp, D.⸗D.⸗Maschinen⸗Verleiher.
Die von Ihnen bezogene D. D.-Maschine drischt alle Fruchtarten vorzüglich rein aus, ist solid und einfach
erwartende Ertrag der
gebaut ꝛc. ꝛc. Nieder⸗Erlenbach bei Vilbel, 23. Dez. 1878.
502 Jo h. Fix. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 17. Juli 1879. 20 Frankenstücke. M. 16 20 P. 190. Englische Sovereigns 20 36—41 Russische Imperiales 16 69—74 Dukaten 9 59—64
Ducaten al ma reo— Dollars in Gold. 4 17—20
Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des
allein ächten Cölnischen Wassers
übertragen und empfehlen wir dasselbe
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per Glas zu M. 1,50, „/ Dutzend 8 * Dutzend„„ 16,75.
Die Expedition des Anzeigers.
Verpachtung und Versteigerung eines Gutes in der Gemarkung Weckes heim.
2422 Freitag den 25. Juli, Vormittags 9 Uhr, soll auf dem Gemeindehause zu Weckesheim das den Milden Stiftungen zu Friedberg gehörende Gut auf 12 weitere Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden.
An demselben Tage, Nachmittags 1 Uhr, soll das⸗ selbe Gut in öffentlicher Versteigerung zum Verkaufe aus⸗ geboten werden und zwar unter sehr günstigen Zahlungs— bedingungen. 5
Weckes heim den 18. Juli 1879.
Großherzogliches Ortsgericht Weckesheim. ne,
Ein Russensteinbrenner(Meister), mit den besten Zeugnissen versehen, wäre geneigt, die
Lettung einer Russensteinfabrik zu übernehmen. Näheres durch die Exped. d Anz. 2368
Mobiliar Versteigerung.
2420 Donnerstag den 24. Juli l J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der Behausung des Wilhelm Ewald(Burg⸗Vorstadt) sämmtliche zu dem Nachlasse der verstorbenen Heinrich Bopp Wittwe gehörenden Gegenstände gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 17. Juli 1879. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. ue
2 9 3 Di Mobiliar⸗Versteigerung. 2402 Nächsten Montag den 21. d. Mts., von Morgens 9 Uhr ab, werden sämmtliche zum Nachlaß der Christoph Henes Wittwe gehörigen Mobilien: Kleider, Weißzeug, Haus- und Küchengeräthschaften, öffentlich an den Meist⸗
bietenden gegen Baarzahlung versteigert. Bad⸗ Nauheim deu 17. Juli 1879. Großherzogliches Ortsgericht Bad- Nauheim. Scat.
Versteigerung von Halm⸗ früchten.
2419 Freitag den 25. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die Halmfrüchte des Heinrich Hanstein V.(Waizen, Korn und Hafer) auf dessen freiwilligen Antrag öffentlich meistbietend versteigert werden.
Die beiden hiesigen Feldschützen ertheilen auf Ver⸗ langen Auskunft über die Lage der Grundstücke; auch sind sämmtliche Früchte gegen Hagelschlag versichert und wird Credit bis Martinitag l. J. bewilligt.
Friedberg den 17. Juli 1879.
Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. FJ e u c g
Regenschirme
in großer Auswahl zu billigen Preisen bei M. Holler, geb. Häuser,
2349 zunächst der Burg.
S e
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