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Weges; überaus un-
Vorzeichnung des richtigen Jemand sich anmaßt,
passend ist es aber, daß ihm Ratb und Lectionen zu ertheilen.
Türkei. Constantinopel, 14. Jan. Der armenische Patriarch hat seine Demission gegeben. Wallace und Walpole, die von dem Botschafter Layard in das Rhodope-Gebirge ent- sandt worden, um sich durch den Augenschein von der Lage der Bevölkerung zu überzeugen, berichten, daß die Noth außerordentlich groß, und daß— 40,000 Menschen der Hülfe bedürfen.
Rußland. Petersburg, 13. Januar. General Kauffmann hat den Emir Schir Ali ein; geladen, nach Taschkend zu kommen, wo derselbe
gegen den 5. Februar erwartet wird. Der Emir erhält täglich Berichte von Jakub Khan. Glaub
würdigen Berichten zufolge beginnt aber das englische Gold einen wachsenden Einfluß auf Jakub Khan auszuüben, welcher wahrscheinlich dald seines Vaters Thron usurpiren wird. Der Versuch des Emirs Schir Ali, die afghanische Angelegenheit vor ein europäisches Forum zu bringen, ist gescheitert. Ebenso bat die hiesige Regierung nach der„Pr.“ die Uebernahme einer Friedensvermittelung zwischen dem Emir und Eng land abgelehnt.
— 15. Jan. Fürst Labanoff erhielt aus Petersburg in Betreff der Friedensverhandlungen günstig lautende Instructionen, wonach allgemein die Ansicht herrscht, daß die heutige Conferenz
fehlen über sie weitere Nachrichten.
zwischen dem türkischen und russischen Bevoll⸗ mächtigten die letzte sein dürfte. Die Pforte be- nachtet die Unterzeichnung des Friedensvertrags so nahe bevorstebend, daß bereits Selami Pascha zum Commandanten der türkischen Truppen ernannt wurde, welche 14 Tage nach der Unterzeichnung des Vertrages Adrianopel besetzen sollen
— Depeschen melden daß die Pest im Gou- vernement Astrachan auf einem Gebiete von 300 Kilometern Umfang herrsche.
Amerika. New Jork. Schatz Sekretär Sberman hat weitere 20 Millionen Dollars 5/20 er Bonds einberufen; die Verzinsung der“ selben hört mit dem 14. April auf.
Aus Stadt und Land. Offenbach. Die Offenbacher Schiffbrücke ist am 15. d. wieder aufgefahren worden.
Allerlei.
Wetzlar, 13. Jan. Ein beute frisch geschlachtetes Schwein, welches von einem auswärligen Händler bezogen war, ist bei der Fleischbeschau voller Trichinen gefunden und durch dessen Confiscalion namenlosem Unglück in unserer Stadt vorgebeugt worden.
Bonn, 15. Jan. Heute Nacht 3 Ubr fanden, nach der„Elbf. Zig.“, bier acht bis zehn leichte Erderschülter⸗ ungen statt, die etwas über eine Secunde dauerten. Un⸗ gesähr die drille und vierte waren die slärksten und längsten, wäbrend die solgenden rasch an Kürze und Schnelle zu— nahmen. Die Slärke glich eiwa der Erschülterung der Gebäude durch einen vorbeisabrenden Lastwagen oder Bahn⸗ zug. Es war vollständig ruhig und sull; erst eine Viertel⸗ funde späler erhoben sich vereinzelte Windstöße, denen bald Regen folgte.
London, 14. Jan. Gestern scheiterten nach der. 8 an verschiedenen Küͤstenpunkten Englands nicht weniger als vier Schiffe, darunter die deutsche Barke„Leopoldine Bauer“, bei Bude an der Wesiküste von Devonshire. Die Mann⸗ schaft scheint sich auf Barken geretiet zu haben. Noch
London, 14. Jan. In letzter Nacht fand in einer Kohlengrube bei Dinas im District Cardiff eine Explosion stalt, dusch welche, wie man befürchtet, sechszig Personen getödtet wurden.
New Mork, 14. Jan. Eine Feuersbrunst in den am Broadway gelegenen großen Kleidermagazinen verur— sachte einen Schaden von 2 Millionen Dollars.
Handel und Verkehr. Frankfurt, 15. Jan. Der heutige Vietuallenmarkt brachte billige Preise. Weißkraut das Stück 10 Pf.
Kohlkraut 10 Pf., Rothkraut 15 Pf. Butter ist erfreu⸗ licher Weise im Preis gesunken; 1. Qualität im Großen 70 Pf. 2. Qualität 60 Pf., im Detail 1. Qualität M. 0.90— 1., 2. Qualität 80 Pf. deutsche M. 5.50— 6, italienische M. 7 50— 8. Heu kostete je nach Qual. M. 2— 2 50, Stroh M. 1 60— 2.15. Ganze Erbsen M. 19. 21., do. geschälte M. 20.— 26.
Eier das Hundert
0 9
einsen M. 24.—28. Bohnen M. 22.—24. per 100 Keile.
Kartoffeln M. 6.50— 7. per 100 Kilo. Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 Pf., Rindfleisch 5460 Pf. Schweine: fleisch 70—75 Pf., Kalbfleisch 60— 70 Pf., Hammelfleisch 5068 Pf. Hasen M. 3.50, Hahnen M. 1.— 1.20.
Frankfurt, 16. Jan. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 35., Nr. 3 M. 31., Nr. 4 M. 27., Nr. 5 M. 21. Roggenmehl/(Berliner Marke) M. 22, do. 2.(Berliner Marke) M. 19. Waizen, effeetiv hles., ab Bahnhof hier M. 19., ab unserer Umgegend M. 18.25— 50, do. fremder je nach Qual. M. 18.— 19, Roggen je nach Qual. M. 13.— 15., Gerste M. 15.— 17 50, Hafer M. 12.50—14., Kohlsamen M. 27.— 28., Erbsen M. 19.— 23, Wicken M. 15.— 16., Linsen M. 17.— 23, Rüböl, detail, M. 68. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo.
Mainz, 14. Jan. Walzen flau, eff. hies. M. 18.—18 50, fremder M. 18.— 18.50. Roggen ruhig, eff. hies. M. 15, fremder M. 12.6015. per März M. 12.20 bez. u. B., 12. G. Gerste eff. hies. M. 16.— 16.40, auf Lieferung fränk. M. 17.— 17.40. Hafer unverändert M. 12.—13 25, per März M. 12.55 B., 12 40 G. Oelsaaten effeetiv M. 28.50— 29.50, per Januar M. 28.60 Rüböl stille, per 50 Kilo netto effeetiv ohne Faß M. 30., per Mail M. 30.15 B., 30. G.
Geld ⸗Cours. Frankfurt am 16. Januar 1879.
20⸗ Frankenstücke. M. 16 16— 20 Englische Sovereigns 20 38—43 Russische Imperiales„ 16 65 0 Dut alen 9 53—58 Ducaten al Rares 9 57—62 Dollars in Gold. 4 17—20
An unsere Abonnenten.
Der Wand- und Notizkalender 1879 kann gegen Vorzeigung der Postquittung bei uns gratis in Empfang genommen werden. Den Post Exemplaren konne
derselbe nicht beigelegt werden, da die Post für denselden
Extra-⸗Beilagegebühren von uns verlangte. Die Postboten aber dürsen den Kalender ebenfalls nicht minehmen. Aus- wärtige Abonnenten können den Kalender auch erhalten,
wenn sie uns 3 Pf. zur Francatur desselben sranso ein⸗ * worauf die Uebersendung per 1-Böd. sofort erfolgt.
Die Expedition des Oberbessischen Anzeigers.
12 Wüst sche Spielkarten gegen Nachnahme oder Baar-Einsendung zu Fabrikpreisen im General⸗Depöt von Georg Bräutigam, Frankfurt a. M.(7078.)
Haasenstein Vogler zz
besorgen zu Ori- ginalpreisen ohne alle Mehrkosten
Frankfurt a. M.,
Annoncen In- Ausland.
Jagd⸗ Verpachtung.
158 Mittwoch den 22. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Rathhause zu Nieder Erlenbach, Kreis Friedberg, die der Gemeinde zustehende Jagd in dem im Taunus oberhalb Friedrichsdorf gelegenen und 171,6 Heectare haltenden Gemeindewald, sowie die Jagd in der 825,7 Hectare großen Feldgemarkung auf weitere 6 Jahre unter den im Termin bekannt zu gebenden Bedingungen öffent— lich an den Meistbietenden verpachtet werden.
Pachtliebhaber werden hierzu höͤflichst eingeladen.
Nieder⸗Erlenbach den 10. Januar 1879.
Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Erlenbach. Weß ell.
Arbeits-Vergebung.
173 Die zur Erweiterung des Schulsaales zu Ossen⸗ heim erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, welche zu den unten verzeichneten Summen veranschlagt sind, sollen auf dem Wege öffentlicher Submisston vergeben werden und sind die hierauf bezüglichen Offerten, welche die Abgebote in Procenten der Anschlagssumme enthalten müssen, mit der Aufschrift:
„Submission auf die Arbeit(Lieferung)
für die Erweiterung des Schulsaales“ bei Großherzoglicher Bürgermeisterel Ossenheim ver⸗ siegelt und portofrei bis zum 27. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, einzureichen um welche Zeit die Eröffnung der Submissionen in Gegenwart des Gemeinderathes vor⸗
genommen wird. M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 375 20 Steinhauerarbeit 130 56 Zimmerarbeit 426 49 Dachdeckerarbeit 78 88 Schreinerarbeit 456 60 Glaserarbeit 178 78 Schlosserarbeit 231 94 Weißbinderarbeit 325 7 Materialien: Lieferung von ca. 12 Kubik⸗ meter Mauersteinen, desgl. von 11,000 Russensteinen, 7 Kubikm. Kalk. 20 Kubik⸗ meter reinem Mauersand, 900 Patent⸗ zlegeln und 1000 Tuffsteinen 602—
Plan, Kostenanschlag und nähere Bedingungen können bei dem Unrerzeichneten Samstag den 18. und Samstag den 25. d. Mts. eingesehen werden.
Assenheim den 11. Januar 1879. Wenck, Bezirksbauaufseher.
Ein braves Dienstmädchen
wird gesucht. Wo? zu erftagen bei der Expedition des Anzeigers. 146
——* 60 Holzversteigerung. 171 In dem Freiherrlich v. Franckenstein'schen Wald— distrikt„Eichelgarten“ werden versteigert: 1) Montag den 20. Januar l. J.: 8 Raummeter Buchen-Scheitholz,
33—— Prügelbolz, 111 5 Eichen⸗Birken Prügelholz, 111 1 Erlen Aspen⸗ 8 9 8 Buchen Stockholz, 58 5 Birken⸗Erlen⸗Stockholz, 1200 Stück Buchen⸗Wellen,
6075„ Eichen⸗Birken⸗Wellen, Erlen⸗Aspen⸗„
Gebund Ginstern.
2) Dienstag den 21. Januar J. J.: Eichenstämme von 13—32 Centim. Durchmesser, 4-14 Meter Länge mit 107 Kubikm. Inhalt, 55 Buchen- und Birkenstämme mit 8 Kubikm. Inhalt,
3 Kiefernstämme mit 2 Kubikm. Inhalt, 35 Eichenstangen mit 3 Kubikm. Inhalt, 16 Buchen⸗ und Birkenstangen mit 1 Kubikm. Inhalt.
3) Donnerstag den 23. Januar l. J.: Eichenstämme von 1442 Centim. Durchmesser, 4—14 Meter Länge mit 98 Kubikm. Inhalt. 59 Buchen- und Birkenstämme mit 8 Kubikm. Inhalt, Erlenstämme von 13— 28 Centim. Durchmesser, 5-13 Meter Länge, mit 21 Kubikm. Inhalt, 30 Eichen⸗ und Buchenstangen mit 2 Kubikmeter Inhalt, 15 Erlen⸗Stangen mit 1 Kubikmeter Inhalt. Das Eichen⸗ und Buchenstamm- und Stangenholz ist insbesondere zu Wagnerholz geeignet. Zusammenkunft jedesmal Morgens 10 Uhr im Distrikt „Eichelgarten“ zunächst der Usingerstraße. Ockstadt den 11. Januar 1879. Der Fretherrlich v. Franckenslein'sche Oberfoͤrster Rumpf.
378
296
Jagd⸗Verpachtung.
176 Die der Gemeinde Heldenbergen eigenthümlich zu⸗ stehende Feld- und Waldjagd in der Gemarkung Helden⸗ bergen, auf einem Flächenraum von eirca 950 Heetaren (3800 Morgen), soll Freitag den 7. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, auf hiesigem Gemeindehaus auf
weitere 6 Jahre verpachtet werden, wozu Pachtliebhaber eingeladen werden. Heldenbergen den 13. Januar 1879.
Großherzogliche Bürgermeisterei Heldenbergen. Löhner.
Jagd⸗ Verpachtung. 125 Mittwoch den 5. Februar l. J., Nachmittags 1 Uhr, soll die Ober- Erlenbacher Gemeindesagd, bestehend in 179,06 Hectaren Wald- und eirea 722 Heetaren Feld⸗ jagd, in hiesigem Gemeindeschulsaal unter den im Ver⸗ steigerungstermin bekannt gemacht werdenden Bedingungen
auf 6 Jahre meistbietend verpachtet werden.
Ober⸗Erlenbach am 7. Januar 1879.
Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Erlenbach. Möglich.
Edictalladung. 207 Heinrich Martini und dessen Ehefrau, Emma, geb. Jaͤger zu Vilbel, haben von Ferdinand ten Brink und dessen Ehefrau, Elisabeth, geb. Dotzauer von da, laut gerichtlich bestätigten Kaufbriefs d. d. 24. Juni 1878 die nachbenannten, in der Gemarkung Vilbel belegenen Stücke: II. 1464. III. 258. 506. V. 123. VII. 341. XX. 352 XXI. 481. XXII. 253. 53 u. XXIII. 273, für die Summe von zweitausend neunhundert fünfzig sieben Mark erkauft und nach vorgelegten Quittungen den Kaufschilling bezahlt. Der Kaufbrief ist angeblich verloren gegangen und es sind etwaige Ansprüche aus dem fraglichen Kaufvertrag binnen 4 Wochen sogewiß dahier geltend zu machen, als sonst die Vermerkung „beschränkt“ im Grundbuch gelöscht werden wird. Vilbel am 14. Januar 1879. Großherzogliches 8 Vilbel. J. V. d. L.: Pückel, Landgerichts⸗Assessor.
Güter⸗ Verpachtung.
210 Montag den 20. Januar d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause die nachstehenden, der Stadt Friedberg gehoͤrsgen Grundstücke auf die Dauer von 6 Jahren anderweit in Pacht gegeben werden, als: 1) Flur II. Nr. 180 die sogenannten Koppelweldstücke, 2)„ IV. Nr. 246,3( der Brachbrunnengarten in Nr. 176 20 Abtheilungen. Friedberg den 16. Januar 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fou car.
Universal-Reinigungs-Salz. 112 Von allen Aerzten als das einfachste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden in Packeten à 25 Pf., 50 Pf. und 1 M.
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