Verbindung bringen. Nachdem der Kronprinz noch einige andere verwandte Höfe in Deutschland besucht haben wird, gedenkt derselbe, wie dem „Tbl.“ gemeldet wird, Anfangs Oct. nach Berlin zu kommen, um an unserem kaiserl. Hofe als dessen Gast zu weilen, worauf der Prinz nach mehr als einjähriger Abwesenheit in die Heimath zurückkehrt. In betreffenden Kreisen verlautet, daß zu gleicher Zeit mit dem Kronprinzen von Schweden auch die großh. badische Familie in Berlin weilen werde. — Die„Agence Havas“ in Paris publicirt ein Berliner Telegramm, welches besagte, Peters- burger Depeschen bezeichneten die Aeußerung Gort⸗ schakoff's zu dem Redacteur des„Soleil“ betreffs der Feindschaft, mit der Fürst Bismarck ihn (Gortschakoff)„beebre“, als ungenau. Der russische Kanzler habe nur, wie schon bei früheren Gelegenheiten den Wunsch betont, daß Frankreich seinen gebührenden Rang wieder erhalte. Darauf antwortete heute„Soleil“ in einer Note, unter- zeichnet von Chef⸗Redakteur Hervé, daß er das Wort„beehren“, welches allein dementirt werde, aus Höflichkeit gegen den Fürsten Gortschakoff zu— rücknehme. Im Uebrigen aber nehme er das Petersburger Dementi als vollste Bestätigung an. Der Interviewer des Fürsten Gortschakoff, Pseudonym Pepramond, heißt Rigondaud und wurde voriges Jahr wegen Wüßhlerei aus Berlin ausgewiesen. Herzog Decazes brauchte ihn zu kleinen Misssionen. Die ganze Affaire richtet sich, wie Daudets Enthüllungen, gegen den französischen Ministerpräsidenten Waddington.— Die„N. A. Z.“ reproducirt einige Stellen eines Artikels des „Journal des Debats“, welcher sich dagegen aus— spricht, daß der Federkrieg zwischen Deutschland und Rußland auf die einfachen Proportionen eines Federkriegs zwischen den beiden Kanzlern zurück— zuführen sei. Die„N. A. Z.“ fügt hinzu: Wir haben keine Veranlassung, in eine kritische Er⸗ örterung der mitgetheilten Auslassungen einzutreten, und wollen nur hervorheben, daß der Artikel der „Debats“ gewiß mit Recht gegen die von den Zeitungen stetig weiter verbreitete Legende von der Kanzlerfehde sich ausspricht. Es wäre unseres Erachtens schwer zu errathen, woher die Veran— lassung zu einer solchen Fehde gekommen sein sollte, nachdem die Kanzler Rußlands und Deutschlands seit dem Berlinet Congreß, während dessen sie unseres Wissens in vollster Intimität mit einander verkehrten, nicht wieder in unmittelbare persönliche Beziehungen zu treten Gelegenheit hatten. Stettin, 11. Sept. Der Kaiser ist Nach- mittags hier eingetroffen und am Bahnhofe feier lich empfangen worden. Derselbe hielt, den Kron— prinzen an seiner Seite, unter dem Jubel der Bevölkerung seinen Einzug in die prächtig ge⸗ schmückte Stadt und stieg im Schlosse ab. Auf
der Fahrt von Danzig nach Stettin wurden dem Kaiser die erhebendsten Huldigungen der aus
meilenweiter Entfernung zusammengeströmten Be— völkerung dargebracht. Die Ausstellung der Be— hörden, Vereine, Schützen, Krieger und Schul— jugend setzte sich von Station zu Station fort.
Der Kaiser stieg mehrmals aus und erfreute sich
namentlich an der Schuljugend, wobei er wieder— holt Kindern die Hand reichte, Im Schloß fand ein Paradediner von 240 Gedecken statt. Am Abend folgte der Kaiser der Einladung der Kauf— mannschaft zum Theater und nahm hierauf im inneren Schloßhof den Zapfenstreich sämmtlicher Musikcorps des zweiten Armeecorps an.
Dresden, 12. Sept. Die Ergebnisse der Wahlen zur zweiten Kammer sind jetzt sämmtlich bekannt: es sind im Ganzen gewählt 9 Liberale, 2 Mitglieder der Fortschrittspartei, 2 Socialdemo— kraten und 15 Conservative. Ausgetreten waren 6 Liberale, 7 Mitglieder der Fortschrittspartei und 15 Conservative. Die Conservativen haben einen Landkreis gewonnen und einen Stadtkreis verloren. Münster. Der„Westfälische Merkur“ ver— öffentlicht einen vom 8. d. daticten Bescheid des Cultus⸗Ministers v. Puttkamer auf die Eingabe des westfälischen Klerus, betreffs des Schulwesens; der Minister hält an den Principien Falk's fe und drückt die Hoffnung auf spätere Mitwirkung der Kirche bei den Schulangelegenheiten aus.
Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Feldmar⸗ schall Döppner ist wieder bier eingetroffen und Gesandtschaft verließ Mandolay aus Besorgniß vor berichtet dem von ausgezeichneten Empfang, welcher Gewaltthätigkeiten seitens des Königs von Birma. ihm seitens des Zaren zu Theil geworden. Es werden aber gleichzeitig Differenzen constatirt zwischen 26. August: In einer Unterredung mit den nörd⸗ Oesterreich und Rußland ähnlich jenen zwischen lichen Häuptlingen erklärte General Wolseley, daß Rußland und Deutschland, nur sind die öster- es sein Plan sei, das Zulu Land mittelst unab- reichischen älteren Datums und genau umschrieben. hängiger Häuptlinge verwalten zu lassen und fügte — 11. Sept. Der Herzog von Württemberg mit hinzu, Cetewayo sei, so lange er noch nicht ge⸗ dem Generalstabs-Chef Albori und dem Stabe ist so- fangen wäre, das einzige Hinderniß des Friedens. eben in Plevlje angekommen und von dem General.]. Italien. Rom. Durch königliches Deeret major Killic vor der Stadt empfangen worden; sind ernannt worden: Graf Tornielli zum Ge— eine Ehrenwache war aufgestellt. Die türkische sandten in Belgrad; Curthoresst zum Gesandten Besatzung ist noch nicht abgezogen. Seit gestern in Athen; General- Consul Fave in Bukarest zum herrscht heftiger Regen Gesandten in Buenos-⸗ Apres, und versetzt worden: — 13. Sept. Die„Presse“ meldet aus der Gesandte in Stockholm Graf de la Tout Banja: Als Demarkationslinie bestimmte General nach Brastlien und der Gesandte in Buenos-⸗Ayrts Obadich den Kratowo Bach, als neutrale Zone Marquis de Spinola nach Stockholm. Defkie beim Dorfe Kratowo. Der türkische Com- Türkei. Constantinopel. Der Bestand mandant wartet mit der Räumung des von den des türkischen Cabinets Aarisi-Savfet wird neuer⸗ österreichischen Truppen besetzten Gebietes, bis lich als sehr bedroht bezeichnet. Man erwartel Husni Pascha aus Serajewo eintrifft und die sicher, daß nach dem Bairamfeste ein Cabinets⸗ Angelegenheit entscheidet. Aus Plevlje wird dem- wechsel eintreten werde. selben Blatte von heute Morgen gemeldet: Soeben— 11. Septbr. Die Antwort Sapfet Paschas beginnt der Vormarsch gegen Prjepolje. Der auf der gestrigen Conferenz weist die Unmöglich⸗ Herzog von Württemberg begab sich heute nach keit der Fortführung der Verhandlungen nach, wenn Priboj um mit Husni Pascha zusammenzutreffen. Griechenland das 13. Protokoll für die Pforte Die hiesige Stadtbevölkerung räumte 200 Häuser als verbindlich ansieht. Letztere beantragt, auf zur Einquartirung unserer Truppen. Ein Theil die Berathung einzugehen, um gemeinsam die von der Garnison soll in Sweta und Trojiza unter-[dem Congresse vorgeschlagene Delimitation mit gebracht werden. Die Verpflegung der Garnisonen den thatsächlichen Verhältnissen in Einklang zu im Paschalik soll durch Lieferungen mit hiesigen bringen. Kaufleuten, zumeist Türken, welche ihr Besitzthum Serbien. Belgrad. Ein fürstliches Dektet im Werthe von 50,000 Dukaten für die Einhalt: beurlaubt gesundheitshalber den Finanzminister ung der Termine verpfänden, sicher gestellt werden. Jovanovic und betraut den Bautenminister Alimpit Auch die türkischen Behörden zeigen sich hierbei mit der Leitung des Finanzministeriums. Der sehr entgegenkommend. bulgarische Generalconsul Kirovic hat seine amt⸗ Belgien. Brüssel. Der neue Ktiegs- lichen Functionen angetreten.— Der englische Minister wird gleich nach Eröffnung der Session Ministerresident eröffnet Ristie, daß England bereit den Kammern das Organisationsgesetz für die sei, wegen der gänzlichen Abschaffung der Capitu⸗ Armeereserve unterbreiten, worüber das Minister- lationen zu verhandeln. Bulgarien hat Serbien Conseil bereits sich schlüsstig gemacht hat. eingeladen, Delegirte zur Vereinbarung einer Zoll⸗ Holland. Haag. Hier sind günstige Meld- und Handelsconvention zu entsenden. Die serbische ungen aus Atschin eingegangen. Expeditions⸗ Co-] Commission wegen Regelung der Besitzverhältnisse lonnen wurden aufgelöst. Mehrere Häuptlinge der Mobhamedaner in den neuen Gebietstheilen hat haben sich unterworfen. Die Eingeborenen kehren ihre Arbeiten beendigt. in ihre Kampongs zurück. Griechenland. Athen, 13. Sept. Die Schweden. Stockholm. Die Reichs- griechischen Delegirten sind angewiesen, zunächst hypotbekenbank hat eine vierprocentige Anleihe die Vorschläge der türkischen Delegirten entgegen von 50 Mill. Francs mit der Banque de Paris zunehmen, sodann deren Unterschied mit dem In- et des Pays Bas abgeschlossen; für die Rück- halte des 13. Protokolls des Berliner Vertrags zahlung ist der Zeitraum von 60 Jahren bedingt. zu constatiren und dann Constantinopel zu verlassen.
Großbritannien. London. Meldung Rußland. Petersburg. Das„J. de des„R. B.“ aus Simla vom 11. September: St. P.“ widerlegt die aus Wien gemeldete Nach- Der Emir von Afghanistan machte dem Gou- richt von der angeblichen Absendung eines russischen verneur von der Kandahar Mittheilung von Kuriers nach Belgrad, welcher dem Fürsten von Katastrophe in Kabul und beauftragte denselben, Serbien Instructionen der russischen Regierung den Anforderungen der englichen Behörden Folge bringen solle.— Dasselbe Blatt schreibt ferner: zu leisten. General Bright commandirt die Khy; Wir finden in russischen und auswärtigen Zeitungen bercolonne. Der Emir hat ferner einen Agenten Informationen über angeblich bereits decretirte in vertraulicher Misstion an Major Conolly abge- Veränderungen im höheren diplomatischen Colps sandt und den Rath der englischen Behörden er- Rußlands. Wir glauben zu wissen, daß diese Mit⸗ Die Nachrichten über die Lage in Kabul stheilungen bis jetzt keinen offfeiellen Charakter haben. und die Bewegungen der Ausständischen lauten— Ein Mitarbeiter des„Soleil“ interviewte durchaus widersprechend. Die Lage des Emirs in Baden den Fürsten Gortschakoff, welcher ek⸗ ist fortgesetzt eine ungewisse. An der Grenze und klärte, die Feindseligkeit Bismarck's gegen ihn sei in Kandahar herrscht vollständige Ruhe. durch seine unwandelbaren Sympathien für Frank- — 12. Sept. Officielle Berichte melden die] reich entstanden(s. o. Berlin.) Ankunft lische i 78— ae 05 e Pine be Pune an i e 45 5 8 tstages 9 i 4 7. riedberg, 13. Sept. ur Feier de ebur Afghanistan inn des Aufstandes eine freund des a fand 9 ein Festessen im Hösel Trapp schaftliche, der Aufstand aber mit Vorbedacht organi- iat. Im Schullehrer⸗ Seminar wurde um 11 Uhr eine sirt war. Der Vicekönig glaubt, der Aufstand entsprechende Feier veranstaltet und Nachmittags von den 5 5. ö 1 Aran 8 sei bald zu unterdrücken, und forderte bis jetzt einzelnen Klassen größere e n e kei 3 97 der Lehrer unternommen. ie Realschule und die Muster⸗ kein Truppenverstärkungen. 5 Truppen sind schule hielten gemeinschaftlich im neuen Schulhause eine derart disponirt, daß General Roberts mit 6500 sehr erhebende und schönverlaufende Feier ab. 1 Mann in 3 Brigaden unter Massey, Macpherson r. Bad Nauheim. Die Schulseier am 12. Sept. und Baker gegen Kabul marschire. Das Land dem Geburtstage 1 A pen ue zwi f schöner und angemessener Weise begangen. ich mi 40 0 und Thull wird durch 1 Uhr versammelten sich alle Schulklassen am neuen Schul⸗ 5 unter Gordon, der Kyberpaß durch hause. Nachdem hier die oberen Klassen einige Lieder ge⸗ 6600 Mann besetzt.„Standard“ meldet: Afghanische sungen halten, gingen die sämmilichen Schüler im Zuge Priester predigen den heiligen Krieg gegen die Eng unzer Aussicht 110 11 895 1 5 1205 länd f j walde. Hier richtete Lehrer Hahn, nachdem vorher ein e Roberts verlangte vier Regimenter e eine Ansprache an die Schüler, in wescher Verstärkungen. Es soll beschlossen sein, einen unver⸗ er darauf aufmerksam machte, daß, nachdem erst vor einigen züglichen Vormarsch gegen Kabul nicht auszuführen. Tagen ein allgemeines deulsches Fest, das Sedanfest, an
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—„Daily News“ melden aus Rangoon vom 11. d.: Das gesammte Personal der englischen
— Das„R. B.“ meldet aus Kapstadt vom
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