1879. Famstag den 16. August. N 96.
berhessischer Anzeige
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
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Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
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9 Aus Stadt und Land. gesetzt; jedoch mag jeder Lehrer nach seinen Ver- Gegend des großen Staates hie und da ein Schul—
en* Gießen, 13. August. In der gestrigen Schwurge⸗ hältnissen und nach den Bedürfnissen seiner Schule garten, so wird er namentlich von den genannten
eee e ichtsverbandlung wurde K. Bischoff von Vönstadt, wohn. sich ein Ideal bilden und danach seinen Garten[Vereinen unterstützt und nach der Einrichtung kann L. dan gaft in Friedberg, wegen schweren Diebstabhl in eine Zucht⸗ einrichten— eine Schabl 1 4 ll älle d be bald J E 83 4,
n Fausstrafe von 5 Jahr verurtleilt.— 14. Aug. In der 1 ine Schablone, we che für a e Fälle derselbe ald schon aus eigenem Ertrag Sämereien ustmaͤdchg gellrigen Vormitzagssitzung erbielt To. Scherf von Rirtotf paßt, läßt sich nicht aufstellen. Auch in den be · und dergleichen zur Unterstützung an andere spen⸗ — 3 Wande ee 6 Monat 1 Woche Zuchtbaus; schränktesten Verhältnissen kann schon durch Topf- den. Meist wird die Einrichtung erleichtert durch N rr in ee eee 1 6185 von Merlan pflanzungen und Blumenstellagen als Veranschau- den Umstand, daß dort, wie es auch in Deutsch-
egen Körpervekletzung zu dre. Jabs Gesöngniß veruribeilt. lichungs⸗ und Beobachtungsmaterial für den natur- land allenthalben der Fall ist, die Lebrergärten ö
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Offenbach, 11. August. Wie vor Kurzem die Zeitungen meldeten, wurde am 6. Juli l. J. Abends in Straßfurt auf offener Straße ein Mord verübt und ging det Thäter, welcher seither steckbrieflich verfolgt worden ist, flüchtig. Heute gelang es nun der biesigen Polizei, den
Mörder, der sich nach Offenbach geflüchtet hatte, zu er,
mitteln und zu verbaften. Derselbe wird an den Unter⸗ uchungsrichter in Stroßfurt ausgeliefert.
Offenbach, 13. Aug. Auf bis jetzt noch nicht fest— zestellte Art und Weise gerielh gestern Abend unweit der Station Mühlheim, an einem Uebergang über die Eisen⸗ dahn, ein 19— 20 Jahre altes Mädchen von Müblheim dot die Locomotive des um 8 Uhr von hier nach Berlin übgehenden Schnellzugs, wurde von dieser weggeschleuder! And ctlitt eine so bedeutende Verletzung am Kopfe, daß die sofort eine Leiche war.
Mainz. In vergangener Woche fing ein Mann in dem benachbarten Hechtsheim 240 Kornhamster, an einem Tage fing derselbe 80 Stück, und wurde ihm von der
kundlichen Unterricht der Idee Schwabs nach dieser einen Seite bin Rechnung getragen werden. Wie verschieden aber seine weitumfassende Schulgarten— idee zur Darstellung gebracht werden kann, mag in Nachstehendem gezeigt werden.
Prof. W. Eichert sieht im Volksschulgarten zunächst die Grundlage und die Richtschnur für den Unterricht in der Naturkunde und zwar in so bedeutendem Grade, daß ihm die Weiterbildung und die Vervollkommnung dieses Unterrichtsgegen⸗ standes abhängig erscheint von dem Schicksal, welches dem Schulgarten zu Theil wird. Er beutet ihn auch in Bezug auf Anschauungsunterricht, Erd— kunde und andere Lehrgegenstände allseitig aus, zieht jedoch hier die Grenze und überläßt die wesent—
meist unmittelbar an der Schule liegen. Dieselben zeitgemäß umzugestalten, hängt nur von der Aus- bildung und dem guten Willen jedes einzelnen Lehrers ab.„Arbeit gibt es zu Zeiten im Schul— garten wohl genug; aber dann müssen sämmtliche Lehrer und die größeren Schüler und Schülerinnen zusammen helfen“, schreibt ein für die Sache eifrig strebender College,„und dann ist die Arbeit bald gethan,— und der Garten macht Freude, je netter er gehalten ist. Auch verursacht die erste Anlage Kosten, doch braucht man den Garten nicht gleich ganz anzulegen, dann vertbeilen sich diese Kosten auf mehrere Jahre. Zunächst pflanzt man das Nothwendigste an, dann nach und nach auch die Gift- und Handelspflanzen, die Gruppen
2 Bürg i für jedes Stück 1 ausbezahlt; außer. 1 1 g 5 36 ei f 1 vun. a ae ne 700 1 1 85 lich praktischen Aufgaben den Fortbildungsschulen. 1 Laub- Ad Navelbölzern 1158 beimathlichen (ide 1 Mainz, 13. Aug. Durch die Explosion eines schlech![Dr. A. Salfed in Bremen, Leiter der Moor- Ver- Sträuchern; das Uebrige für den botanischen Lid en! f zeteinigten Peltoleumherdes wäre gestern bei einer hiesigen suchsstation, früher Direktor der Ackerbauschule in Unterricht stellt sich entweder von selbst ein, oder 1, delche Familie beinabe ein großes Unglück enistianden. Man Mediasch in Siebenbürgen, fand dort wo trotz guter es wird allmählich vervollständigt. Sehr bald 4* 8 5 S— 2 e Schulbildung der Ackerbau sich auf primitipster Stufe aber finden 101 Lehrer seine Kosten und seine Mübe An Ain Peltoleum dee gelder eines Agochens sprihit, wo. befindet, mit praktischem Blick das zu verwirklichende durch den erböhten Ertrag des Gartens belohnt. „lie Petroleum gegen chens spritzte, we. ö. g 9 N 5 i vucch sich das Kleicchen sofort entzündete. Zum Glück] Ideal des Schulgartens in der Grundlage zu einer Viele Lehrer erzielen durch den Verkauf von Obst r umpfin wurde aber die e 4 750 sie um a geg an ökonomisch- botanischen Pflanzenkunde, gab Anleit⸗ bäumchen(Zwerg und Hockstämme) sowie von — 2 und dem Kinde gefährlich werden kennte, erftickt. an g Jen; veredelten Rosen ꝛc. ganz hübsche Einnahmen. An te ee ann cs nicht oft genug wiederholen, daß sowohl Pelroleum⸗[ ung, wie man die Einführung von notwendigen an alen sch Lehrer und Orteschul⸗
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gerde, als auch Petroleumlampen, um einem Unglücke vorzubeugen, steis gehörig gereinigt werden müssen.
Kulturpflanzen— also dort von Futtergräsern, Futterkräutern und wichtigen Ackerpflanzen— durch Gewinnung von Sämereien ohne große Kosten rasch
amt in die Kosten, vertheilen dann auch den Er— trag, von welchem der Lehrer die Hälfte erhält
4 Herten Allerlei. i möglich mache, und erweckte durch einfache Methode und die andere Hälfte zum Ankauf von Geräthen „ ern Wieliczka, 12. Aug. In Folge einer erneuerten landwirtschaftlicher Versuche Lust am Fortschritt und Lehrmitteln verwandt wird.“ So etwa äußert Wasser-Gruplion in den Sal nen is der g. Fe Pa 9 Kraft. Nach di sich der Schulleiter Joseph Edler von Kirchroth 7 ufolge heute um 5 Uhr Morgens die Erdoberfläche an und Vertrauren zur eigenen raft. a diesen 1 0 urch di illi Resultat I g mehreren Punkten und ebenso eine Reihe von Häusern Grundsätzen wurde in Gemeinschaft mit dem eifrigen in Schwertberg.„ ure ie er zie ichen esultate deborsten. Es bertscht große Panik, man befürchtet die[Schulmann Pfarrer Franz Obert ein Dorsschul- des Schulgartens müssen selbst Feinde desselben chtccllichste Katastrophe; sämmiliche Häuser des gefährdeten f 1 Medias 1 von ihrem Werthe überzeugt werden!“ Mit diesen
8 garten in Hetzeldorf bei Mediasch angeleg 0 ö Staduheils, e. an 08 Professor Leopold Schmerz in Brünn Professor Worten hebt ein begeisterter Jünger der Neuschule, ** rn e l 5 der Wiener Lehrer Anton Schauer, die ideale
nafürliche Tochter des Herzogs,
em Brande wird nach den bisherigen Erhebungen auf irca 100,000 fl. geschätzt.. Genf. Wie bekannt, hat der verstorbene Herzog Karl von Braunschweig bei seinem Tode die Stadt Genf zum Srben seines großen Vermögens eingesetzt. Nach Mil⸗ heilung des„Gaulois“ hat nun die Gräfin Civry, eine dieses Testament unter der daß sie leguimirt worden und solglich
Angabe bestritten, 0 Das Gericht hat zu Gunsten der
Josef F. Benda in Troppau und Professor W. Eichert richteten den Seminargarten so ein, daß es einestheils den Sammelort und die Grund— lage sür einen zeitgemäßen botanischen Unterricht bildet, anderntheils jedoch die gärtnerisch-landwirth- schaftliche Aufgabe des Schulgartens so reichlich be⸗ rücksichtigt, daß die Zöglinge eine allseitige und
Seite der Sache hervor.„So auch hatte der Schulgarten seine Feinde und er hat sie noch. Besonders anfangs mußten wir mit der Wahl der „Arbeiter“(Schüler) sehr vorsichtig sein; später kamen Mütter, um an uns die Bitte zu stellen, ihre Söhnchen im Garten arbeiten zu lassen. Sie
ö N e- Erbin sei. 0 5. ö. f d 5 8. been; 1 Bln ensscheeden welche nun ihre Aclion sorisetzt und hinreichende Ausbildung auch in dieseu Kenutnissen sahen es ein, Par as geschäftige Treiben im 4. in Viertel des von der Stadt Genf in Empfang ge und Fertigkeiten für ihren zukünftigen Beruf, nament'⸗ Schulgarten besser ist, als das müssige Umher⸗ Hue. treiben auf der Gasse. Gleichwohl mußten wir
nommenen Vermögens für sich beansprucht. Es wäre
möglich, daß eine Transaction diesen Stieit beendige, aber
die Fahrt durch die Behringsstraße glücklich zurückgelegt!
Nähere Nachrichten erwartet man baldigst aus Japan.
lich in Bezug auf Leitung landwirthschaftlicher
auf der im Herbst 1877 abgehaltenen Ausstellung
des landwirthschaftlichen Vereins in Wiener Neu-
entgegnen, daß Schulgarten und Kinderbewahr—
A ie Frage wird nicht zur Lösung gelangen, ohne zu leb. Fortbildungsschulen erlangen eee vor; austalt zwel arg verschievene Dinge find, Sen
ite„ asten Debatten vor den Schweizer Kammern geführt trefflich übrigens der Betrieb des Gartenbaues und dem Bestand unseres Schulgartens haben sich viele e ei haben. ier eingelauf Nachrichten 1 Land wirtoschaft in östreichischen Seminargärte⸗ Freunde gefunden. Leute, die sonst nie Blumen 1 eh Stockholm. Nach hier eingelaufenen eundlist, möge aus den Tathsachen erkannt werden, daß 8„ 5
. dat Professor Norbenskjöld sich aus dem Eise befreit un liebten, ziehen sich solche. Die Kinder erhielten
ja Samen, um für sich selbst Pflanzen zu zieben und Versuche zu machen— die Eltern suchen zu
17 1 ne b 1 1 stadt den Gartenprodukten des Seminargartens dan 3 W 2 N Ueber Schulgärten. selbst der erste Preis zuerkannt wurde; des- e. i 11 uus einem Vortrag, gehalten in einer Sektion der XIII. gleichen wurden im Jahre 1878 die Produkte und 8 f rte a wa ielten, n ö„ib 0 allgemeinen deutschen e e 15 190 1 Sammlungen desselben auf den Ausstellungen zu Pläne zu schaffen, um ihr Gärtchen darnach um- 4 N 5 5 3 7 — ae. schweig, von Carl Sell, Lehrer an der Haup Hietzug und zu Baden durch mehrere Prämien zuformen.“ Ne 190 8 ee(Fortsetzung.) ausgezeichnel. Solche Exsolge steben nicht allein, So bestätigen zahlreiche Berichte aus der Praxis, 0. e ste f 8 Na We e f Es lässt sich nicht 7 daß eine völliges unde so ist es natürlich, wenn sich in Oestreich a e e en Udet f ar 0 77 1 a a J 0 1 ele Ge 0 v chgeehrten& 0 5 N g Durchführung aller Ideen Schwabs Über den] von diesem Gesichtspunkt aus vtele Gemeinden und Bersügung ee dene, eee e Schulgarten ihre großen Schwierigkeiten hat, da Lehter für die Einrichtung von Schulgärten er- 15 f Nalde d len e ee 4 fen 5 8 im, Geldmittel und ein wärmen. Einzelne Lehrer, Lebrervereine, Schul- garten in seinor deppe en 9e b sie bedeutenden Raum, große Geldmüttel u f(mittel ersten Ranges und als mächtiger Hebel für
einheitlich wirkendes, für die Ausnutzung des Schul⸗ gartens gut durchgebildetes Lehrerpersonal voraus-
behörden und landwiethschaftliche Gesellschaften
nehmen sich der Sache an; und entsteht in einer!
Volkswohlfahrt bewährt,(Schluß folgt.)
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