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Jamstag den 15. November.
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Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Artis Friedberg.
Erscheint dretmal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.
die einspaltige Petitzeile wird bet Annoncen mit 11 Pf.
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der
berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
hetrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
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In Gemäßheit der Instruction vom 2.
Friedberg am 13. November 1879.
Nacht wird biermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittepreise solgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 15.—, Heu M. 5.—,
Amtlicher Theil. Bekanntmachung.
September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete
der nachbemerkten Artikel für Stroh M. 5.—.
den Monat October 1879 sich
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Prinz von Wales hat in der Kirche von St. Maria Magdalena in Sand ringbam eine prächtige Votivtafel zum Ge- dächtniß an seine Schwester, die Großberzogin Alice von Hessen Darmstadt errichten lassen. Es it ein Medaillon Porträt der Großherzogin in Marmor, mit folgender Inschrift:„Dem theuren Gedächtniß von Alice Maud Mary, Großberzogin don Hessen, Prinzessin von Großbritannien und Irland, ist dieses Monument errichtet worden von sbrem anbärglichen und taukrnden Bruder Albert Edward, Prinz von Wales.“ Ueber und unter der Tafel befinden sich die Texte:„Selig sind die Todten, die in dem Herrn entschlafen“ und „Dein Wille geschehe.“
Darmstadt. Das Regitrungsblatt Nr. 56 inthält:
I. Bekanntmachung über die Gebühren für gerichts. itrziliche Verrichtungen der Mediemalbtamten.
11. Bekanntmachung über die Abgränzung der Dienft lezirke der delegirten Kreisärzte.
Darmstad t. Der prov. Gymnasial- Lehrer Dr. Dettweiler in Gießen wurde zum ordentl Lehrer ernannt.
Berlin. Die„Prov. Corr.“ schreibt: Der Raiser, welcher sich eines ungetrübten Wohlseins irfreut, beabsichtigt, außer zu kleineren Jagdaus- lügen, Berlin in der nächsten Zeit nicht zu verlassen.
— ucder das Befinden des Reichskanzlers wird dem„Tageblatt“ mitgetbeilt, daß das Leiden nach persönlichem Ausspruche Bismarcd's in einem sog. Hexenschuß und dessen Nachwehen besteht. (Der Fürnst bat 6 Tage das Zimmer gehütet, be⸗ sndet sich aber jetzt wieder ganz wobl, macht läglich seine längeren Spaziergänge und arbeitet nach wie vor mit Graf Herbert die von Berlin
täglich einlaufenden wichtigen Sachen auf.
— Ter frühere Gouverneur von Berlin, General der Infanterie v. Bopen, verläßt heute die Risidenz und siedelt vorläufig nach Wiesbaden
über. Sein Nachfolger, General Franseckt, über— nimmt am 1. December die Geschäfte.
— 12. Nov. Im Abgeordnetenhous ist beute ein Gesctzentwurf über den Ankauf der Homburger Eisenbahn eingegangen Bei der sortgesetzten ersten Berathung der Eisenbahnvorlagen bemeikt Minister Maybach: Meine gestrige Bemerkung über die Börse ist entschieden falsch aufgefaßt. Ich habe die Börse als solche nicht einen Giftbaum nennen
Fortsetzung der Generaldebatte über die Eisenbahn- Vorlagen statt. Das Haus beschließt den Gesetz—
überweisen. Es folgt nunmehr die erste Berathung der Vorlage betreffs Erweiterung der Staatsbahnen und Betheiligung des Staats bei mebreren Pri- vatbahnen. Die Vorlage wird ebenfalls der Commission für die erste Eisenbabn-Vorlage über- wiestn.(In der heutigen Sitzung des Collegium der Aeltesten der Kaufmannschaft wurde rücksicht⸗ lich der Acußerungen des Ministers der öffentlichen
nung beschlossen.)
— Die„N. A. Z.“ bezeichnet die Nachricht eines Berliner Blattes, daß zwischen dem Reichs. kanzleramt und den Bundesxregierungen eine leb⸗ hafte Correspondenz über die angeblich beabsichtigte Vereinigung des Reichs- Justiz- Amtes mit dem preutzischen Justizministerium geführt werde, als völlig aus der Luft gegriffen
— Deutschland, Oesterreich urd Italien be⸗ stehen noch immer darauf, in der ägyptischen Control Commission durch einen gemeinsamen Ver- treter repräsentirt zu sein. England und Frank- reich haben diesem Verlangen bis jetzt noch nicht gewillfahrt.
Tilsit. Der Obenpräsident v. Horn benach- richtigte telegraphisch den hiesigen Magistrat, das Ministerium habe, wegen sortdauernder Anstände settens der tussischen Behörde gegen die Tour- fahrten des preußischen Dampfers„Falke“ auf dem russischen Theile des Niemen, die Inhibirung der Tourfahrten der russischen Dampfer auf dem preußischen Theile des Niemen beschlossen; dieselbe sei bereits angeordnet.
Ausland.
Oe sterreich⸗Ungarn. Wien, 13. Nov. Der Großfürst- Thronfolger von Rußland trifft heute Abend hier ein.
Pest, 12. November. Bei der Debatte über die Vorlage bezüglich der Verwaltung Bos niens erklärt MinisterPräsident v. Tisza, die bosnische Angelegenheit sei keine interne, sondern eine gemeinsame. Würde die Vorlage verworfen, so wäre für einen anderen Vorschlag keine Ma— jorität vorhanden. Die von der Opposition be— fürchteten Gefahren traten nicht ein. Die Anklage, daß die Regierung russische Politik getrieben, er— wies sich als ungerecht. Die Occupation ver—
wollen. Ich verkenne keineswegs die große wichtige Bedeutung der Börse für das ganze Handels- und Verkehrs-Leben. Nur dagegen habe ich mich aus sprechen wollen, daß die Vörse die großen ge⸗ walligen Verkehrs Mlitel und Wege, welche der Gesammtheit, welche dem öffentlichen Interesse dienen müssen, zum Gegenstande der Spekulatson macht.—(Die Börsen⸗Commission beschloß, das Acltesten- Collegium der Kausmannschaft aufzufor- dern, wegen der auf die Börse bezüglichen Aeußzer⸗ ung des Ministers Mapbach geeignete Schritte zu unternehmen.)— 13. Nov. Heute fand die
ursachte böchstens eine Erkaltung der Beziehungen zu dem Staate, mit welchem die Opposition Krieg zu führen wünschte. Die vorgebrachten Argumente
richten sich gegen die Occupation selbst, aber nicht wärtig derart überfüllt, welche an der Thatsache der n. Gerichten zu Zuchthausstrase verurtheilten Verbrecher
Gefährlicher
gegen die Vorlage, Occupation nichts ändern kann. ware eine von der Monarchie unabhängige Re gierung in Bosnien. Jedenfalls sei es vorzu- ziehen, reich- Ungarns stebe,
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slaviemus herrsche.
entwurf einer Commission von 21 Mitgliedern zu Frankreich. Parise, 12. Nov.
Arbeiten über die Börse eine motivirte Tagesord⸗
daß Bosnien unter der Herrschaft Oester⸗ 4 a ale daß vorb nomine die vabtellee, daß alsbald der ganze Stall brannte. Türkei, n Wirklichkeit Rußland oder der Pan- der sofort zur S uelle geeilten Hülse und herrschenden Wind⸗ Die Vorlage entspreche der fülle gelang es, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken.
Verfassung und schranke weder Ungarns noch Oesterreichs Selbständigkeit ein. Gestern
batte Gambetta eine Unterredung mit dem Prä⸗ sidenten Grevy über verschiedene Fragen der inneren und äußeren Politik; beide Männer befinden sich dem Vernehmen nach im vollen Einverständnisse. Großbritannien. London. Admiral Hornby ertdeilte seinem Geschwader in Malta Ordre, daß es sich bereit halte, in vier Tagen ostwärts abzusegeln.
— Das„R. B.“ meldet aus Kapstadt vom 28. Oct.: Die Boers in Potschefstroom begingen äbnliche Ausschreiturgen, wie solche jüngst in Miodleburg stattfanden. Commandant Raff hat Middleburg verlassen und meldet, daß die Boers kenschlossen seien, den Proceß ibrer angeklagten Landsleute zu verhindern.— Moirosi weigert sich zu capituliren. Die Belagerung hat daher wieder begonnen.
Spanien. Madrid, 12. Nov. Depu⸗ tirtenkammer. Carvajal stellt an die Regierung die Anfrage, ob die Vermählung des Königs ein Bündniß Spaniens mit Oesterreich herbeiführen würde und hebt hervor, im Interesse Spaniens liege es, eher sich mit Frankreich als mit Oester⸗ reich zu verbinden Der Minister des Auswärtigen erklärte, er werde die Anfrage morgen beantworten.
Türkei Constantinopel, 12. Nov. Nach dem im gestrigen Ministerrathe erörterten neuen Finanzprojecte würden die Vorschußgläubiger in Galata und die auswärtigen Gläubiger ver- schiedene Steuern pachten, die Tabak- und Salz- Regie für die Regierung verwalten und sich hier- durch bezahlt machen. Den auswärtigen Gläubigern würden überdies Beträge aus den Einkünften Cyperns und Rumeliens zugewiesen. Die Regier- ung soll sich indeß das Recht vorbehalten, die Glaͤubiger in Galata zu befriedigen und mit den auswärtigen Gläubigern unter deren Zustimmung neue Engagements einzugehen, wodurch die Zölle für neue Finanz Combinationen ganz frei würden.
— Der Kriegsminister ordnete die Zurück ziehung eines Theiles der an der griechischen Grenze stehenden Truppen, sowie die Verabschiedung des größten Theils des Armetcorps von Galli- poli an.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. An unserer Nachricht aus voriger Nr. des Anz. ißt zu berichten, daß nicht Minister Maybach selbst, sondern ein lechnischer Rath aus seinem Ministerium anläßlich der Heldenberger Katastrophe bier war. [Marienschloß. Das Landeszuchthaus ist gegen⸗ daß sämmiliche von den verschie⸗
nicht nach hiew übergeführt werden können. Bis im Zucht⸗ baus Raum vorbanden ißt, müssen die Verurtheilten iu den einzelnen Gesängnißen ihre Strafe antreten. Nieder⸗Wersel, 10. Nov. Gestern Nacht war in dem Stalle eines biesigen Ortsbürgers guf bis jetzt unauf gk ärte Weise Feuer ausgebrochen, welches sich so 8 an
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