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ö Landwirtbschaft zu unterstützen ze. Alles recht e Zwecke— aber das Unmoralische der Lotterie
fiodet man bei näberer Betrachtung, und dies ist die Sucht nach leichtem Gewinn.
Dies und nicht die Unterstützung derartiger Unternehm— ungen ist es, was neun Zebntel der Spielenden zum Spielen veranlaßt. Mancher wohlhabende oder reiche Mann freilich nimmt sich ein Loos oder auch zwei, mit dem Bewußtsein, zu dem er wäbnten Zweck beigetragen zu haben und denkt nicht meor daran; dies beweisen viele bis jetzt noch nicht erhobene Gewinne früherer Ziehungen. Anders ist es bei dem sogenannten kleinen Mann.„Se könne Glück bawwe und könne en Gaul gewinne!“ das ist die stehende Redensart der hiesigen Dienst, männer, die sich die Kolportage dieser Loose zum Nebenerwerb machen, und der Arbeiter, Klein— handwerker oder das Bäuerlein glaubt ebenfalls, Fortuna könne es diesmal auf ihn abgesehen haben und opfert sein 1, 2 oder 3 Markstück, er üdersieht in seinem Hoffnungsrausch die vielen, für ibn oft völlig werthlosen kleinen Gewinne, so wie die noch weit größere Anzahl Nieten. Ihm schwebt Tag und Nacht der betreffende Haupige⸗ winn vor und er rechnet nur noch mit Zehn tausenden, dabei vergißt er oft das Allernothwen- digste.
Schreiber dieses hatte zum Oeftern Gelegenheit bei Agitation für unseren Gewerkverein Leute zu sprechen, die jährlich 30 bis 50, ja bis 100 Mark für derartige Lotterieloose verausgabten, sich aber nicht in der Lage glaubten, wöchentlich 50 Pf. als Beitrag für eine Krankenkasse zu er⸗ schwingen, und bierbei hört man den so faulen Selbsttrost:„Wenn ich das große Loos in dieser oder jener Lotterie gewinne, so brauche ich Eure Krankenkasse nicht.“
Schreiber dieses freut sich, wenn er hört, daß von Seiten der Regierung Gewerbe und Land— wirthschaft unterstützt werden, noch mehr freut er sich, wenn von Seiten der wohlbabenden Mit— bürger hierzu beigetragen wird; er glaubt aber, daß dies mit anderen Mitteln zu geschehen hätte, als mit diesen Lotterien, die doch Moral und Woblstand gewiß nicht fördern. Vor Allem sollten aber unsere Arbeiter nicht eher zu solch zweifel haftem Mittel, ihre Lage zu verbessern, greifen, bis sie sich hinreichend gegen alle Unfälle des Lebens, als Krankheit, Arbeitslosigkeit und Ar⸗ beitsunfähigkeit, gesichert haben und dies wird erreicht durch Eintritt in die Oeuschen Gewerk; vereine mit ihren nationalen Hülfskassen.
L. Frey, Mitgl. d. Ortev. d. Schreiner und
Ortsverbandsvorsitzender zu Mannheim.
Handel und Verkehr.
bonsmarkt verbälinißmäßig vernachläßigt war.
denz war im Allgemeinen wenig fest. Man eröffnete über l 8 1 5 Cöl 5 W̃ 8 dem Niveau von gestern Abend und hatte es den Anschein,! 7 ch sch ss 5 als wolle sich die steigende Bewegung 0 dem Einfluß f ein f cl b ll en f Ex der günstigen Haltung
dies jedoch nicht der Fall.
Korn M. 19.—20., Gerste M 17.60, Hafer M. 13.— 14., en
Gießen, 8. Nov. Wochenmarkt. Butter per Pfund
100 Kilo M. 5.40—6.60, Weißkraut, 100 Stück M. 3.—6., Zwiebeln per Centner M. 6.—7., Ochsenfleisch 70 Pf. per Pfund, Kuh- und Riaofleisch 50— 56 Pf., Kalbfleisch 50 54 Pf., Hammelfleisch 50 66 Pf., Schweinefleisch 60 Pf., Truthahnen per Stück M. 5.—6.
kostete der Centner Waizen M. 10.05, Korn M. 9.15
Friedberg, 11. Nov. Fruchtbericht. Waizen M. 22½.,sich hierauf in abwärtsgebenber Richtung. Schließlich mach⸗
mattere Pariser Course einen ungünstigen Eindruck
nd.
Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo— 200 Zollpfund. und wurden hierdurch namentlich Staassbabnactien afficict. Crebitactien, genern 2331½, bewegten sich zwischen 233 bis M. 0.90— 1., Eier per Stück 7 Pf., Käse per Stück 234½ und 232%, Staatsbahnaclien, gestern 230½, zwischen 5—9 Pf., Tauben das Paar 60 Pf., Hühner per Stück 230 bis 227% und 228. Deulsche Bahnen lebhaft und meist 75 Pf., Hahnen per Stück 80 Pf., Enten per Stück öder. M. 1 30, Gänse per Pfund 40—50 Pf., Kartoffeln ver Hess. Ludwigsbahn savorisict und schlossen wesentlich höher. Oesterreichische Bahnen im Ganzen matter. Nordwestbahn. unzieher höher. Rheinische Creditbank, Handelsgesellschaft und Ver⸗ einsbank 17 75 Von ausländischen Fonds Oesterreich⸗ 1 5 ungarische Fonds Grünberg, 8. Nov. Auf heutigem Wochenmarkt Deulsche Fonds ruhig. Wechsel fest. Privatdisconto 4½ /.
Von spekulativer Seite waren Mecklenburger und
Höher blieben Oesterreichische Prioritäten gefragt und Banken sortgesetzt sehr sest und ga ößten theils
fest. Russen still. Loose bebauptet.
Gerste M 8.23, Hafer M. 6.35, Erbsen M. 10.38, Samen M. 11.20 Kartoffeln 2 94
Lauterbach, 8. Nov. Am heutigen Fruchtmarkt kostete das Malter Waizen M. 21.48, Korn M. 18.35,
Kartoffeln M 5.78 Linsen M. 22.78.
Frankfurt, 10. Nov. Viehmarkt. Angetrieben waren eirca 400 Ochsen, 260 Kühe, 300 Kälber und
kleben. Dergleichen Sendungen wer en aber nach den Bestimmungen der Postordnung als unfrankirte behandelt
Gerste M. 1467, Hafer M. 11.40, Erbsen M. 18.62, 2.
Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Getraut: Nov. Johann Karl Louis Rautenkranz, königl.
Stations diätar in Cassel, und Anna Maria Heidt von Friedberg. Geboren:
70⁰ Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 22 Oct. Dem Kreisbauaufseher Reininger eine Tochter. bis 60 1 55 4 5 3 5 0 4. 2 58 25. Oet. Dem Bierbrauer Ludwig Daniel Philipp is. 2. Qual.—52 M., Kälber 1. Qual. Wilhelm Schmall ein Sohn. 54—56 M., 2. Qual. 50—52 M., Hämmel 1. Qual. 27. Oet. Dem Färber Heinrich Adam Wilhelm Bech⸗ 60-65 M., 2 Qual. 48- 50 M. stein eine Tochter. Frankfurt, 10 Nov. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1, 30. Oet. Dem Buchhalter Jacob Heberer ein Sohn. M. 43., Nr. 2 M. 41., Nr. 3 M. 35., Nr. 4 M. 31., 31. Oct. Dem Metzger Johannes Wilhelm Waas eine Nr. 5 M. 25. Roggenmehl/(Berliner Marke) M. 25.50. Tochter. do. 1.(Berliner Marke) M. 23.50—24., do. 2.(Berliner 3. Nov. Ene uneheliche Tochter. Marke) M. 18.50— 19.50., Weizen, eff. hies. ab Bahnhof 5. Nov. Dem Metzger Samuel Neuhof eine Tochter. hier M 23.50, ab unserer Umgegend M. 23, do. fremder 8. Nov. Dem Küfer Heinrich Wilhelm Weith eine e nach Qual. M. 23.— 24, Roggen je nach Qual. Tochter. M. 17.75- 18 75, Gerste M. 17.—19., Hafer M 13 Gestorben: bis 15 25, Kohlsamen M. 26.— 27.25, Erbsen M. 19 20. Oet. Marie Volp, 18 Jahre alt bis 27., Wicken M. 16.— 17. Linsen M. 20— 40. 21. Oct. Hermann Fink, Sohn des Handarbeiters Bohnen, weiße, M. 23.— 25., Rüböl, detail, M 62 Die Wilhelm Fink, 13 Tage alt. E sich sammtlich per 200 Pfund Zollgewicht 22. Oet. Karl Heinrich Michael Valentin, Schreiner, —.— Kilo 1 82 Jahre alt. Postalisches. Es kommt nicht selten vor, daß die 25. Oet. Ne e e a Steinhauer aus Absender von Briefen nicht genau auf die Schwere der— 26. Oet. Elisabethe Hofmann 55 Jahre 1175 505 1 1 Mark eee. 80 29. Oet. Der Kaufmann Salomon Schloß, 49 Jahre alt. rief nur mit einer alke im erthe von Spe 11. Nov. Emilie Scholz, Tochter des Eisenbahndiätars
Joseph Scholz, 1 Jahr alt.
und mit einem Strafporto von 20 Pf. belastet, welches, wenn der Adressat die Annahme verweigert, vom Absen-⸗ der getragen werden muß. Im Interesse der Letzteren
Geld⸗Cours Frankfurt am 11. November 1879
wird es daher liegen, die von ihnen abzusendenden Briefe vorher genau in Bezug auf ihre Schwere— ob doppelt, ob einfaches Gewicht— zu prüfen und darnach zu franktren. Andererseits scheint nicht genügend bekannt zu sein, daß ein Stadtbrief nur 5 Pf. Porto kostet, auch wenn er mehr als 15 Gramm(bis zu 250 Gramm) wiegt.
D. Frankfurt a. M., 11. Nov.
werthe größeres Animo, während der eigentliche Spekula⸗ Die Ten⸗
Berlins, wo Lokal- und Industrie— werthe staik gefragt waren, weiter entwickeln. Es war Die Meldung von der An—
rlebberg, 12. Nov. Wochenmarkt. Butter kostele nahme der Demission des Grafen Schuwaloff seitens des
per Pfd. M. 0.80—1., Eier ver Stück 8 Uf.
Kaisers wirkte versummend ein und die Course bewegten
20⸗Frankenstücke. M. 16 10—14 do. in/„e
Englische Sovereigns 20 25 30 Russische Imperiales 16 69 bz.
Ducaten JJ Dollars in G.
9 N 2 2 Wi con aer Herr Johann Maria Farina
seither, berrschte auch heute für die sogenannten Neben—
gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des
übertragen und empfehlen wir dasselbe
per Glas zu M. 1.50, ½ Dutzend„ 8.5 Dutzend 16%
Die Expedition des Anzeigers.
Immobiliar-Versteigerung.
Montag den 17. November l. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hirsigem Rathhause die Grundstücke des Schneider⸗ meisteis Ring auf Antrag desselben nochmals öffent— lich meistbietend verstelgert werden.
Dit. soll unmittelbar nach der igerung ertheilt werden. 10 175 Nes 8 11 November 1879 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. F o u
C FFC Bekanntmachung, Offenlegung der Listen der Stimmberechtigten
Bürgermeisterwahl betreffend.
zur November bis 21. Novem-
Wäbrend der Zeit vom 13. ber 1879, 1 von 8 bis 12 Uhr und Nach⸗ mittags von 2 bis 5 Uhr, liegt die Liste der in der Gemeinde Friedberg zur Bürgermeisterwahl Stimmberech tigten auf dem Gemeindehause zu Jedermanns Einsicht offen. Innerhalb dieser Frist kann in dem bezeichneten Locale sebes Miiglied der Stadtgemeinde Einsicht von diesen Listen nehmen und Einwendungen gegen dieselben vorbringen.
Friedberg am 12 November 1879. f Großherzogliche Buürgermeisterei Friedberg.
J. E. d. B.: Steinhäußer, Beigeordncter.
3775
Ein geräumiges Logis mit Stallung it zu vermiethen und zu beztehen 1. Januar. Wo? sagt die Expeb. d. Anz, 3715
Oeffentliche Bekanntmachung
2 Ueber das Vermögen des Weißbinders Friedrich 5
Wilhelm Weitz in Vönstadt und seiner Ehefrau zweiter Ehe Maria Katharina, geb. Heyl, ist heute am 27. October 1879, Nachmittags 2 Uhr, das Conecurs— verfahren eröffnet worden.
w
bi
zum Concursverwalter ernannt. Concurs forderungen sind bis zum 9 Dezember 1879 einschließlich bel dem Gerichte anzumelden Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl anderen Verwalters, sowie über die Bestellung Gläubiger ⸗Ausschusses und eintretenden in§ 120 der Concursordnung bezeichneten Gegenstände, sowie zur Prüfung der ungen auf Mittwoch den 17. Dezember 1879, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht Termin anberaumt. ö U
0
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Allen Personen, welche eine zur Coneursmasse ge— hörige Sache in Besitz haben oder zur Concursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und
abgesonderte Befrledigung in Anspruch nehmen, dem Con- cursverwalter bis zum 9. Dezember 1879 Anzeige zu w
machen. Altenstadt am 10. November 1879.
r billigen Prelsen bei K. Friedrich.
Corsettenn
Der Postagent Adam Hofmann zu Boͤnstadt wird 8704
angemeldeten Coneursforder- gege
Beil wem? sagt die Exped. des Anz. Funn. Futter Erbsen, Futtermehl und Roggen—
Neueste in
versteigerungs-Anzeige.
Freitag den 21. November, Vormittags 10 Uhr, ird eine in dem Hofe des Herrn Pachter Neuhardt
zu Beienheim stehende Locomobtile daselbst oͤffentlich meist⸗
etend gegen Baarzahlung versteigert. König, Gerichtsvollzteher zu Friedberg.
Versteigerung.
eines 3753 Freitag den 14. November, Vormittags 10 Uhr, Falls über die lasse ich wegen Abbruch meiner Oel⸗ und Mahlmühle folgende Gegenstände der Mullerei öffentlich meistbietend
n Baarzahlung versteigern:
7 Cylinderkasten,
8 noch neue Champagne-Steine,
1 Griesputzmaschine(System Schmuck),
2 noch neue Fruchtputzer(Conus),
sowie verschiedene Zargen, Trichter. Ableiter, Vor⸗ rathskasten, Rüttelschuhe und Becherwerke.
Okarben den 8. November 1879.
Georg Vorbach Wittwe.
dun den pessaleen, e dege fü desde Ein ordentlicher Junge,
elcher die Bäckerei erlernen will, kann sofort eintreten. 3649
Großherzogliches Amtsgericht Altenstadt. kleie empfehlen billigst. Dry, 3701 Gebr. Rothschild. 9764 Gerichtsschrelber. 3513 Das in großer Auswahl zu
Tapeten
Friedberg.
billigsten Preisen empfiehlt H. Bindewald.
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